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Doktor Faustus

Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von seinem Freunde Text

Thomas Mann, Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke, Briefe, Tagebücher Band 90403

Thomas Mann

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Beschreibung

Auf der Grundlage des Faust-Stoffes hat Thomas Mann in seinem 1947 erschienenen Musiker-Roman eine Parabel für die Verstrickung des Künstlertums in die politische Katastrophe des Nationalsozialismus geschaffen.
Kein anderer Roman dieses Autors ist dermaßen kontrovers und erhitzt diskutiert worden - noch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen. Ruprecht Wimmer verdanken wir den konzisen Abriss dieser komplizierten Wirkungsgeschichte, einen Apparat mit textkritischen Hinweisen und zahlreichen Sachinformationen sowie den Abdruck sämtlicher durch Selbstzensur geopferten Passagen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Ruprecht Wimmer
Seitenzahl 744
Erscheinungsdatum 26.09.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-048337-9
Reihe Thomas Mann, Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke, Briefe, Tagebücher
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 22,4/14,2/5,2 cm
Gewicht 948 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 64668

Weitere Bände von Thomas Mann, Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke, Briefe, Tagebücher

Buchhändler-Empfehlungen

Großer Roman als Hörspiel in neuem Gewand, höllisch gut.

Christian Schmitt, Thalia-Buchhandlung Limburg

"Weißt du was, so schweig..." Mir ist klar, einige Thomas-Mann-Puristen werden jetzt vielleicht die Nase rümpfen, dies ist ja schließlich nicht der gesamte Inhalt des Doktor Faustus. Richtig, wir haben es hier mit einem Hörspiel zu tun, die Handlung musste etwas gekürzt werden, doch welche Hörbuchfassung könnte diesem Roman schon gerecht werden? Was bekommt der Hörer? Sprecher wie Hanns Zischler als Serenus Zeitblom und Erzähler, Werner Wölbern als Adrian Leverkühn, Matthias Habich als Professor Schleppfuß u.a. Ein Hörspiel also, doch haben wir es hier mit einer schlichtweg genialen Umsetzung zu tun, Musikeinschübe, obskure Dialoge und Monologe, auch von Adrians Lehrern, sehr komisch und auch erhellend. So tritt auch der Teufel in Dialog mit der Hauptfigur, sehr vielstimmig und gelungen ist Satan, jenseits von Worten die ewige Hölle. Worum geht es hier? Adrian Leverkühn, ein geschwinder Kopf mit Hang zur Musik, muss die Grenzen der Komponierbarkeit erkennen. Er begreift, dass ein (sein) Werk nur noch mit Hilfe des Höllenfeuers zustande kommen kann, um wirklich etwas neues und bedeutendes zu erschaffen. Er gibt sich einer geheimnisvollen Frau mit Namen Esmeralda hin, und beschließt dadurch einen Pakt mit dem Engel des Giftes, kauft mit seiner Seele viele Jahre künstlerischen Schaffens, unter der Bedingung nicht lieben zu dürfen. Natürlich geht es hier um viel mehr, mehr als ich zu beschreiben vermag. Vielschichtig, lebendig, profund, ja und sprachlich ein Genuss für den Hörer. Kaufen, kaufen, kaufen…es kostet Sie nicht Ihre Seele und ist doch ein teuflisches Vergnügen.

Kundenbewertungen

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Erstaunlich Interessant
von einer Kundin/einem Kunden am 20.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Buch über alles mögliche. Viele Versteckte Botschaften. Alle wichtigen Themen die es so gibt werden angedeutet oder behandelt. So der erste Weltkrieg, die Revolution danach, die Kaiserzeit, Naturwissenschaft, Nietzsche, die Tiefsee, Theologie, das Universum, der zweite Weltkrieg und natürlich die Musik. Nur Mut!

Thomas Manns Spätwerk
von Zitronenblau am 22.03.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die von Zeitblom verfasste Biographie über Adrian Leverkühn alias Doktor Faustus beschreibt dessen Werde- und Untergang als Komponisten. Es wird nicht nur der ursprüngliche Fauststoff verarbeitet, sondern Sprache mit Musik verflochten, die Geschichte Deutschlands von Krieg zu Krieg dargestellt und - ja, es kostete Mann dessen Fr... Die von Zeitblom verfasste Biographie über Adrian Leverkühn alias Doktor Faustus beschreibt dessen Werde- und Untergang als Komponisten. Es wird nicht nur der ursprüngliche Fauststoff verarbeitet, sondern Sprache mit Musik verflochten, die Geschichte Deutschlands von Krieg zu Krieg dargestellt und - ja, es kostete Mann dessen Freundschaft - Arnold Schönbergs Zwölftonmusik "neu erfunden". Mann hat für diesen Roman einiges aufgeboten, zuletzt Hilfe gehabt von keinem Geringeren als Adorno. Höhepunkt des Romans war der Dialog mit dem Teufel in der Mitte. Auch Leverkühns geistige Umnachtung war sehr bewegend. Insgesamt ein epochaler Roman, ein bestürzender, aber im Vergleich zum "Musikroman: Fluß ohne Ufer" von Hans Henny Jahnn weniger farbenfroh, plastisch und lebendig. Genau die dunkle Infernalität, die geniale Konstruktivität, eben jene bewusste Monumentalität Manns lässt mich dieses Buch sicher kein zweites Mal lesen...


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