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Mit der Flut

(gekürzte Lesung)

(19)
Finkenwerder bei Hamburg, 1923: Paul ist fast noch ein Junge, als er sich als blinder Passagier auf einen Überseedampfer nach New York schleicht. In der neuen Welt will er sein Glück suchen, denn der elterliche Obsthof ist ihm schon lange zu klein und zu eng. In Brooklyn gelingt es ihm Fuß zu fassen, und als er Antonina kennenlernt, deren Familie aus Sizilien eingewandert ist, scheint er ein neues Zuhause zu finden. Doch um seinen größten Traum zu verwirklichen und Arzt zu werden, muss Paul zurück zu seiner Familie nach Deutschland - und betritt im Jahr 1937 ein Land, das er kaum wiedererkennt. Damit wird auch Antoninas Liebe zu ihm auf eine härtere Probe gestellt, als sie es sich je hätte träumen lassen.
Agnes Krup erzählt, inspiriert vom bewegten Leben ihres Großonkels, eine so dramatische wie faszinierende deutsche Familiengeschichte.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Nina Petri
Erscheinungsdatum 02.10.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783844916577
Verlag Osterwoldaudio
Spieldauer 659 Minuten
Format & Qualität MP3, 659 Minuten
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Buchhändler-Empfehlungen

„Gelebte Auswanderergeschichte“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

So oder so ähnlich sind deutsch/ amerikanische Auswanderergeschichten wohl tatsächlich passiert. In den 20er Jahren nach New York und wieder zurück. Vielleicht liegt das Glück doch in Deutschland? Schöne Familiensaga! So oder so ähnlich sind deutsch/ amerikanische Auswanderergeschichten wohl tatsächlich passiert. In den 20er Jahren nach New York und wieder zurück. Vielleicht liegt das Glück doch in Deutschland? Schöne Familiensaga!

„Zwischen New York und dem Alten Land “

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Der 18-jährige Paul hat seinen Gesellenbrief als Tischler in der Tasche. Doch sein großer Traum ist es Arzt zu werden. Deshalb schleicht er sich Ende der 1920'er Jahre als 'Blinder Passagier' auf einen Übersee-Dampfer, der den jungen hoffnungsvollen Aussteiger von Hamburg nach New York bringt. Dort muss er jedoch schmerzlich erfahren, dass das Leben in Amerila nicht besser ist als in seiner Heimat im Alten Land; insbesondere nicht, wenn die finanziellen Mittel fehlen. Als seine Mutter ihm seinen Traum ein Stück näher bringt, muss er Ende der 1930'er Jahre nach Deutschland zurückkehren. Zu einer Zeit als das Land sich im Krieg befindet. Werden politische und gesellschaftliche Zwänge seinen Traum zerschlagen?
Ein eindrucksvoller Familien-, Liebes- und Aussteigerroman, der den großen Bogen schlägt von Norddeutschland nach Amerika. Das Leben ihres Großonkels war für die in New York lebende Autorin Inspiration für diese unterhaltsame Geschichte.
Der 18-jährige Paul hat seinen Gesellenbrief als Tischler in der Tasche. Doch sein großer Traum ist es Arzt zu werden. Deshalb schleicht er sich Ende der 1920'er Jahre als 'Blinder Passagier' auf einen Übersee-Dampfer, der den jungen hoffnungsvollen Aussteiger von Hamburg nach New York bringt. Dort muss er jedoch schmerzlich erfahren, dass das Leben in Amerila nicht besser ist als in seiner Heimat im Alten Land; insbesondere nicht, wenn die finanziellen Mittel fehlen. Als seine Mutter ihm seinen Traum ein Stück näher bringt, muss er Ende der 1930'er Jahre nach Deutschland zurückkehren. Zu einer Zeit als das Land sich im Krieg befindet. Werden politische und gesellschaftliche Zwänge seinen Traum zerschlagen?
Ein eindrucksvoller Familien-, Liebes- und Aussteigerroman, der den großen Bogen schlägt von Norddeutschland nach Amerika. Das Leben ihres Großonkels war für die in New York lebende Autorin Inspiration für diese unterhaltsame Geschichte.

„Paul und Antonina?“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Chic, mondän, die große weite Welt - das war für Agnes Krup ihr Großonkel aus Amerika. Dies ist seine ungewöhnliche Geschichte. Die historischen Umstände bilden den Hintergrund; der Schwerpunkt liegt auf der Abenteuerlust dieses Onkels, den Zumutungen und Entbehrungen jener Zeit und einem fast sturen Glauben Antoninas an eine gemeinsame Zukunft mit ihm.
Geschichten, die das Leben schreibt, sind nicht gradlinig; dieses ganz persönliche Buch ist sehr fesselnd und authentisch.
Chic, mondän, die große weite Welt - das war für Agnes Krup ihr Großonkel aus Amerika. Dies ist seine ungewöhnliche Geschichte. Die historischen Umstände bilden den Hintergrund; der Schwerpunkt liegt auf der Abenteuerlust dieses Onkels, den Zumutungen und Entbehrungen jener Zeit und einem fast sturen Glauben Antoninas an eine gemeinsame Zukunft mit ihm.
Geschichten, die das Leben schreibt, sind nicht gradlinig; dieses ganz persönliche Buch ist sehr fesselnd und authentisch.

„Zwischen Altem Land und Neuer Welt“

Sabine van Ahlen, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine transatlantische Familiengeschichte, die in den 20er Jahren in Finkenwerder ihren Anfang nimmt und bis in die 60er Jahre reicht. Der junge Tischler Paul, Spross einer alteingesessenen Obstbauernfamilie, möchte heraus aus der dörflichen und familiären Enge und wandert als 18-jähriger auf recht abenteuerliche Weise nach Amerika aus. In New York angekommen muss er seinen kostspieligen Traum Arzt zu werden zunächst hintanstellen, hält aber unverdrossen und hartnäckig an ihm fest. Er lernt Antonina kennen, Tochter einer sizilianischen Einwandererfamilie, die sich in ihn verliebt und unbedingt an sich binden möchte. Der ehrgeizige, unberechenbare Paul aber kehrt auf Betreiben seiner Mutter ausgerechnet in den späten 30er Jahren nach Deutschland zurück, um dort endlich sein ersehntes Medizinstudium aufzunehmen - und gerät mitten hinein in das Trauma des zweiten Weltkriegs.
Agnes Krup hat einen sehr fesselnden, dabei erfreulich unsentimentalen Roman vorgelegt, der Motive ihrer eigenen Familiengeschichte aufgreift und das lebendige Bild eines rastlosen Lebens in unruhiger Zeit entwirft. Schnörkellos und ohne Pathos erzählt sie die ebenso zeittypische wie individuelle Lebensgeschichte eines Mannes, der bis zuletzt ein Getriebener bleibt und der es uns durchaus nicht immer leicht macht, ihn zu mögen. Gleichzeitig ist es die Geschichte einer Frau, die auf ihre eigene Art ihr immer aussichtsloser erscheinendes Ziel verfolgt, ihre große Liebe dauerhaft und endgültig für sich zu gewinnen, und deren leicht enervierende Unverdrossenheit und Opferbereitschaft an geradezu vorsätzliche Selbstverleugnung grenzen.
Aber es sind auch und gerade die Nebenfiguren und die Schauplätze des Romans, die ihm Atmosphäre und einen ganz eigenen, authentischen und ungeschönten Charakter verleihen. Hier kollidieren Tradition und Moderne, Wünsche und Wirklichkeit, und persönliche Dramen spielen sich oft nur im Verborgenen ab. Vieles bleibt unausgesprochen, besonders die ländliche Welt des "Alten Landes" ist eine in mehrfacher Hinsicht stille Welt, und mehr zu wollen als das Leben von sich aus bietet, grenzt an Koketterie. Aber auch hier bleibt nichts unberührt von der neuen Zeit, besonders der Krieg hat alles verändert und vieles unter sich begraben: Städte, Dörfer, Traditionen, Lebensentwürfe. Es ist an der nächsten Generation, Zeiten und Welten miteinander zu versöhnen und dabei einen eigenen Aufbruch zu wagen.
"Mit der Flut" betritt sicherlich kein literarisches und sprachliches Neuland, ist aber ein ehrlicher, solider Roman im allerbesten Sinne, mit dem man gerne lange (Winter-)Abende verbringt.
Eine transatlantische Familiengeschichte, die in den 20er Jahren in Finkenwerder ihren Anfang nimmt und bis in die 60er Jahre reicht. Der junge Tischler Paul, Spross einer alteingesessenen Obstbauernfamilie, möchte heraus aus der dörflichen und familiären Enge und wandert als 18-jähriger auf recht abenteuerliche Weise nach Amerika aus. In New York angekommen muss er seinen kostspieligen Traum Arzt zu werden zunächst hintanstellen, hält aber unverdrossen und hartnäckig an ihm fest. Er lernt Antonina kennen, Tochter einer sizilianischen Einwandererfamilie, die sich in ihn verliebt und unbedingt an sich binden möchte. Der ehrgeizige, unberechenbare Paul aber kehrt auf Betreiben seiner Mutter ausgerechnet in den späten 30er Jahren nach Deutschland zurück, um dort endlich sein ersehntes Medizinstudium aufzunehmen - und gerät mitten hinein in das Trauma des zweiten Weltkriegs.
Agnes Krup hat einen sehr fesselnden, dabei erfreulich unsentimentalen Roman vorgelegt, der Motive ihrer eigenen Familiengeschichte aufgreift und das lebendige Bild eines rastlosen Lebens in unruhiger Zeit entwirft. Schnörkellos und ohne Pathos erzählt sie die ebenso zeittypische wie individuelle Lebensgeschichte eines Mannes, der bis zuletzt ein Getriebener bleibt und der es uns durchaus nicht immer leicht macht, ihn zu mögen. Gleichzeitig ist es die Geschichte einer Frau, die auf ihre eigene Art ihr immer aussichtsloser erscheinendes Ziel verfolgt, ihre große Liebe dauerhaft und endgültig für sich zu gewinnen, und deren leicht enervierende Unverdrossenheit und Opferbereitschaft an geradezu vorsätzliche Selbstverleugnung grenzen.
Aber es sind auch und gerade die Nebenfiguren und die Schauplätze des Romans, die ihm Atmosphäre und einen ganz eigenen, authentischen und ungeschönten Charakter verleihen. Hier kollidieren Tradition und Moderne, Wünsche und Wirklichkeit, und persönliche Dramen spielen sich oft nur im Verborgenen ab. Vieles bleibt unausgesprochen, besonders die ländliche Welt des "Alten Landes" ist eine in mehrfacher Hinsicht stille Welt, und mehr zu wollen als das Leben von sich aus bietet, grenzt an Koketterie. Aber auch hier bleibt nichts unberührt von der neuen Zeit, besonders der Krieg hat alles verändert und vieles unter sich begraben: Städte, Dörfer, Traditionen, Lebensentwürfe. Es ist an der nächsten Generation, Zeiten und Welten miteinander zu versöhnen und dabei einen eigenen Aufbruch zu wagen.
"Mit der Flut" betritt sicherlich kein literarisches und sprachliches Neuland, ist aber ein ehrlicher, solider Roman im allerbesten Sinne, mit dem man gerne lange (Winter-)Abende verbringt.

„Große weite Welt“

Susanna Wanke, Thalia-Buchhandlung Erlangen (Arcaden)

Die Geschichte von Paul, der als blinder Passagier 1920 Richtung Amerika aufbricht, um sein Glück zu machen, hat mich nach wenigen Sätzen gefesselt! Dieses Lebensabenteuer erzählt von Mut, Glück und Vertrauen, aber auch von den Verlusten und Kompromissen, die einem im Leben begegnen können.
Sehr hörenswert!
Die Geschichte von Paul, der als blinder Passagier 1920 Richtung Amerika aufbricht, um sein Glück zu machen, hat mich nach wenigen Sätzen gefesselt! Dieses Lebensabenteuer erzählt von Mut, Glück und Vertrauen, aber auch von den Verlusten und Kompromissen, die einem im Leben begegnen können.
Sehr hörenswert!

Christine Kiefer, Thalia-Buchhandlung Frankenthal

Spannender Familienroman, der sich von der Zeit des 2. Weltkriegs bis Woodstock, von Norddeutschland bis nach Amerika erstreckt. Erfrischend untypische Auswanderergeschichte Spannender Familienroman, der sich von der Zeit des 2. Weltkriegs bis Woodstock, von Norddeutschland bis nach Amerika erstreckt. Erfrischend untypische Auswanderergeschichte

„Glücksritter in bewegten Zeiten“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Zwischen Finkenwerder und New York sucht Paul in den Jahren zwischen 1933 und 1969 nach seinem persönlichen Glück und der Erfüllung seiner Träume. Erzählt wird eine spannende Familiengeschichte, ein zerrissenes Auswandererschicksal und die Liebesgeschichte von Paul und Antonia, die allerdings wie im wirklichen Leben nicht alles hält , was sie verspricht. Realitätsnah und authentisch , wenn auch weit entfernt von Politik und Geschichte - folgen wir den einzelnen Familienmitgliedern durch die Jahre - lesenswert und spannend ! Zwischen Finkenwerder und New York sucht Paul in den Jahren zwischen 1933 und 1969 nach seinem persönlichen Glück und der Erfüllung seiner Träume. Erzählt wird eine spannende Familiengeschichte, ein zerrissenes Auswandererschicksal und die Liebesgeschichte von Paul und Antonia, die allerdings wie im wirklichen Leben nicht alles hält , was sie verspricht. Realitätsnah und authentisch , wenn auch weit entfernt von Politik und Geschichte - folgen wir den einzelnen Familienmitgliedern durch die Jahre - lesenswert und spannend !

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Zwei Kulturen, gelebte Geschichte:ein wunderbarer Roman, literarisch schön und inhaltlich wertvoll. Wer eine Alternative zu Carmen Korn oder Dörte Hansen sucht, greife beherzt zu! Zwei Kulturen, gelebte Geschichte:ein wunderbarer Roman, literarisch schön und inhaltlich wertvoll. Wer eine Alternative zu Carmen Korn oder Dörte Hansen sucht, greife beherzt zu!

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein wirklich spannend geschriebener Auswanderer-Roman von Hamburg nach New York und eine zu Herzen gehende Geschichte darüber, die richtige Entscheidung zu treffen.Sehr lesenswert! Ein wirklich spannend geschriebener Auswanderer-Roman von Hamburg nach New York und eine zu Herzen gehende Geschichte darüber, die richtige Entscheidung zu treffen.Sehr lesenswert!

Alexandra Sand, Thalia-Buchhandlung Landau

Das Buch ist gut zu lesen und gibt einen, wenn auch unpolitischen, Einblick in die Zeit. Für die Hauptfigur Paul konnte ich allerdings immer weniger Empathie empfinden. Das Buch ist gut zu lesen und gibt einen, wenn auch unpolitischen, Einblick in die Zeit. Für die Hauptfigur Paul konnte ich allerdings immer weniger Empathie empfinden.

„Das Leben schreibt die besten Geschichten....“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Agnes Krup, die in New York zuhause ist, wurde von der Lebensgeschichte ihres Großonkels zu diesem Roman inspiriert. Das "echte" Leben spürt man und genau deshalb fand ich das Buch toll! Agnes Krup, die in New York zuhause ist, wurde von der Lebensgeschichte ihres Großonkels zu diesem Roman inspiriert. Das "echte" Leben spürt man und genau deshalb fand ich das Buch toll!

„Eine Liebe zwischen Finkenwerder und New York“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

„Mit der Flut“ von Agnes Krup ist ein Erstling. Die Autorin, die selbst auf Finkenwerder geboren wurde, hat sich von dem Leben ihres Großonkels inspirieren lassen. Der Piper Verlag hat für dieses Buch ein wunderschönes Cover gefunden – mittig die Äpfel und oben die Brooklyn Bridge. Als ich dieses Cover gesehen habe, hat es mich sofort verlockt, den Klappentext zu lesen. Danach musste ich sofort an „Altes Land“ von Dörte Hansen denken. Das kam wahrscheinlich einfach schon daher, dass Hamburg Finkenwerder sehr dicht am Alten Land liegt. Nachdem ich nun beide Bücher gelesen habe, kann ich allerdings sagen, dass sie eigentlich ganz unterschiedlich sind. Das Einzige, was sie eint, ist dass der sehr spröde Menschenschlag, der in dieser Region lebt, eine wesentliche Rolle in den Büchern spielt. Und dass in beiden Bücher immer mal wieder Sätze in Plattdeutsch stehen, die nirgends übersetzt werden. Ich komme nun mehr oder weniger aus dieser Region, spreche allerdings kein Platt, aber ich habe es trotzdem verstanden. Ich hoffe, dass geht Lesern, die nicht aus Norddeutschland kommen, ebenso.

Der Klappentext – ein leidiges Thema. Nach der Lektüre des Buches muss ich sagen, dass er nicht wirklich stimmt. Ja, Paul flieht vor dem Leben, welches im Nachkriegsdeutschland keine Perspektiven bietet. Er hat seine Tischlerlehre beendet. Durch eine Karte eines früheren Kollegen, der in Amerika sein Glück gemacht hat, bricht er selbst auf in die neue Welt. Aber zu dem Zeitpunkt möchte er einfach nur ein besseres Leben leben. Große Träume hat er nicht. In der Firma, in der er arbeitet, lernt er die aus Italien stammende Antonia kennen und verbringt fortan viel Zeit mit ihr und ihrer lebhaften Familie. Auf der Überfahrt hat der Schiffsarzt bei ihm einen Wunsch geweckt. Er möchte auch Arzt werden. Doch das ist teuer. Und da kommt es ihm sehr gelegen, dass seine Mutter ihm ein Angebot macht. Er kehrt nach Deutschland zurück. Doch Antonia gibt ihn nicht auf.

Mir hat diese Familiengeschichte gut gefallen. Sie liest sich richtig flüssig. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Was mich allerdings sehr fasziniert hat, ist, dass ich weder Paul noch Antonia wirklich mochte. Paul gefällt mir von seiner ganzen Persönlichkeit überhaupt nicht. Ich empfand ihn als Egoisten, der auf andere Menschen keine Rücksicht genommen hat. Und er beweist kein Rückgrat, sondern geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Ganz anders Antonia. Sie lebt in ihrer Traumwelt und träumt vom großen Glück. Aber wird sie es jemals bekommen? Oder wird sie ganz einfach nur ausgenutzt? Ich betrachte die Geschichte natürlich aus einer ganz anderen Zeit. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich erst Anfang der 60er Jahre geboren wurde. Und insofern kann ich einiges nicht aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich weiß also nicht, wie ich anstelle von Paul, Antonia oder der jeweiligen Familien reagiert hätte.

Sehr angenehm empfand ich, dass die Autorin immer mal die Perspektive wechselt. Mal sind wir in New York, mal auf Finkenwerder. Nicht immer sind nur Paul und Antonia die Hauptpersonen, sondern auch Paul großer Bruder Johann und dessen Tochter Hella spielen eine wichtige Rolle in dem Buch. Und zwischendrin gibt es immer einmal wieder Briefe von den verschiedenen Haupt – und Nebenpersonen. Das lockert auf und gibt zusätzliche Einblicke.

Was mir allerdings gefehlt hat, ist, dass sehr wenig auf die politische Situation von 1933 bis 1945 eingegangen wird. Paul kehrt 1935 nach Deutschland zurück. Da waren die Nationalsozialisten schon gesichert an der Macht und in Deutschland hat sich einiges verändert. Wir als Leser erfahre aber nicht, wie Paul, seine Eltern und seine beiden Brüder genau zu der politischen Situation stehen. Manche Dinge werden einfach nur so am Rand erwähnt. Ich hätte z.B. gerne mehr über Finkenwerder und gerade den Anfang des Flugzeugbaus erfahren. Und auch ein weiteres wichtiges Thema wurde nur am Rande erwähnt. Die große Flut 1962. Ich hätte mir noch ein Nachwort gewünscht, was auf die jüngere Geschichte der Insel Finkenwerder und seiner Bewohner eingegangen wäre.

Mein Fazit: Eine unterhaltsame Familiengeschichte, die sich gut weglesen lässt und eine interessante Reise in die Zeit von 1923 bis 1969 ist. Die Autorin schafft es, den großen Unterschied zwischen dem Leben in New York und auf Finkenwerder aufzuzeigen. New York, eine Stadt, die ein Schmelztiegel verschiedenster Nationalitäten ist, und wo jeder eine Chance auf sein kleines Glück hat. Und dann die Enge auf Finkenwerder, wo schon ein Mensch aus dem Nachbardorf ein Fremder ist, den man ablehnt.
„Mit der Flut“ von Agnes Krup ist ein Erstling. Die Autorin, die selbst auf Finkenwerder geboren wurde, hat sich von dem Leben ihres Großonkels inspirieren lassen. Der Piper Verlag hat für dieses Buch ein wunderschönes Cover gefunden – mittig die Äpfel und oben die Brooklyn Bridge. Als ich dieses Cover gesehen habe, hat es mich sofort verlockt, den Klappentext zu lesen. Danach musste ich sofort an „Altes Land“ von Dörte Hansen denken. Das kam wahrscheinlich einfach schon daher, dass Hamburg Finkenwerder sehr dicht am Alten Land liegt. Nachdem ich nun beide Bücher gelesen habe, kann ich allerdings sagen, dass sie eigentlich ganz unterschiedlich sind. Das Einzige, was sie eint, ist dass der sehr spröde Menschenschlag, der in dieser Region lebt, eine wesentliche Rolle in den Büchern spielt. Und dass in beiden Bücher immer mal wieder Sätze in Plattdeutsch stehen, die nirgends übersetzt werden. Ich komme nun mehr oder weniger aus dieser Region, spreche allerdings kein Platt, aber ich habe es trotzdem verstanden. Ich hoffe, dass geht Lesern, die nicht aus Norddeutschland kommen, ebenso.

Der Klappentext – ein leidiges Thema. Nach der Lektüre des Buches muss ich sagen, dass er nicht wirklich stimmt. Ja, Paul flieht vor dem Leben, welches im Nachkriegsdeutschland keine Perspektiven bietet. Er hat seine Tischlerlehre beendet. Durch eine Karte eines früheren Kollegen, der in Amerika sein Glück gemacht hat, bricht er selbst auf in die neue Welt. Aber zu dem Zeitpunkt möchte er einfach nur ein besseres Leben leben. Große Träume hat er nicht. In der Firma, in der er arbeitet, lernt er die aus Italien stammende Antonia kennen und verbringt fortan viel Zeit mit ihr und ihrer lebhaften Familie. Auf der Überfahrt hat der Schiffsarzt bei ihm einen Wunsch geweckt. Er möchte auch Arzt werden. Doch das ist teuer. Und da kommt es ihm sehr gelegen, dass seine Mutter ihm ein Angebot macht. Er kehrt nach Deutschland zurück. Doch Antonia gibt ihn nicht auf.

Mir hat diese Familiengeschichte gut gefallen. Sie liest sich richtig flüssig. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Was mich allerdings sehr fasziniert hat, ist, dass ich weder Paul noch Antonia wirklich mochte. Paul gefällt mir von seiner ganzen Persönlichkeit überhaupt nicht. Ich empfand ihn als Egoisten, der auf andere Menschen keine Rücksicht genommen hat. Und er beweist kein Rückgrat, sondern geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Ganz anders Antonia. Sie lebt in ihrer Traumwelt und träumt vom großen Glück. Aber wird sie es jemals bekommen? Oder wird sie ganz einfach nur ausgenutzt? Ich betrachte die Geschichte natürlich aus einer ganz anderen Zeit. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich erst Anfang der 60er Jahre geboren wurde. Und insofern kann ich einiges nicht aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich weiß also nicht, wie ich anstelle von Paul, Antonia oder der jeweiligen Familien reagiert hätte.

Sehr angenehm empfand ich, dass die Autorin immer mal die Perspektive wechselt. Mal sind wir in New York, mal auf Finkenwerder. Nicht immer sind nur Paul und Antonia die Hauptpersonen, sondern auch Paul großer Bruder Johann und dessen Tochter Hella spielen eine wichtige Rolle in dem Buch. Und zwischendrin gibt es immer einmal wieder Briefe von den verschiedenen Haupt – und Nebenpersonen. Das lockert auf und gibt zusätzliche Einblicke.

Was mir allerdings gefehlt hat, ist, dass sehr wenig auf die politische Situation von 1933 bis 1945 eingegangen wird. Paul kehrt 1935 nach Deutschland zurück. Da waren die Nationalsozialisten schon gesichert an der Macht und in Deutschland hat sich einiges verändert. Wir als Leser erfahre aber nicht, wie Paul, seine Eltern und seine beiden Brüder genau zu der politischen Situation stehen. Manche Dinge werden einfach nur so am Rand erwähnt. Ich hätte z.B. gerne mehr über Finkenwerder und gerade den Anfang des Flugzeugbaus erfahren. Und auch ein weiteres wichtiges Thema wurde nur am Rande erwähnt. Die große Flut 1962. Ich hätte mir noch ein Nachwort gewünscht, was auf die jüngere Geschichte der Insel Finkenwerder und seiner Bewohner eingegangen wäre.

Mein Fazit: Eine unterhaltsame Familiengeschichte, die sich gut weglesen lässt und eine interessante Reise in die Zeit von 1923 bis 1969 ist. Die Autorin schafft es, den großen Unterschied zwischen dem Leben in New York und auf Finkenwerder aufzuzeigen. New York, eine Stadt, die ein Schmelztiegel verschiedenster Nationalitäten ist, und wo jeder eine Chance auf sein kleines Glück hat. Und dann die Enge auf Finkenwerder, wo schon ein Mensch aus dem Nachbardorf ein Fremder ist, den man ablehnt.

Alexandra Herrmann, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Gut erzählte Auswandergeschichte, die an uns mitnimmt auf eine Reise durch das letzte Jahrhundert zwischen Hamburg und New York. Gut erzählte Auswandergeschichte, die an uns mitnimmt auf eine Reise durch das letzte Jahrhundert zwischen Hamburg und New York.

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Kann man lieben, wenn man selber gar nicht weiß, was man von seinem Leben erwartet? Spannende Familiengeschichte, die vor dem 2. Weltkrieg beginnt und beim Woodstock Festival endet Kann man lieben, wenn man selber gar nicht weiß, was man von seinem Leben erwartet? Spannende Familiengeschichte, die vor dem 2. Weltkrieg beginnt und beim Woodstock Festival endet

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Paul und Antonia -ein tolles Paar, aber Träume werden nicht immer erfüllt. Allerdings starker Wille und unerschütterliche Liebe können Berge versetzen. Wunderschöner Familienroman Paul und Antonia -ein tolles Paar, aber Träume werden nicht immer erfüllt. Allerdings starker Wille und unerschütterliche Liebe können Berge versetzen. Wunderschöner Familienroman

Dr. Andreas Schmidt, Thalia-Buchhandlung Gießen

Deutsch-amerikanische Liebesgeschichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Schildert das Milieus der damaligen Zeit auf beiden Seites des großen Teichs. Deutsch-amerikanische Liebesgeschichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Schildert das Milieus der damaligen Zeit auf beiden Seites des großen Teichs.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
8
9
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Mit der Flut
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 01.11.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

1923 schleicht sich der halbwüchsige Paul Benitt mit Hilfe seines Freundes auf ein Überseeschiff und gelangt so schließlich nach New York. Schon immer hatte er eine unstillbare Sehnsucht in sich und er hofft, dass er sie im fernen Amerika erfüllt findet. Aber erst einmal muss er in dieser überbordenden... 1923 schleicht sich der halbwüchsige Paul Benitt mit Hilfe seines Freundes auf ein Überseeschiff und gelangt so schließlich nach New York. Schon immer hatte er eine unstillbare Sehnsucht in sich und er hofft, dass er sie im fernen Amerika erfüllt findet. Aber erst einmal muss er in dieser überbordenden Stadt voller Einwanderer sein Überleben sichern. Er hat Glück und ist bald als Tischler erfolgreich. Jahre später verliebt er sich in die italienische Einwanderers-Tochter Antonia und auf den ersten Blick scheint sein Glück perfekt. Aber die Sehnsucht ist geblieben und hat sich in Gestalt eines unerfüllten Berufswunsches manifestiert. Schließlich kehrt er alleine nach Deutschland zurück, um dort endlich das Arzt-Studium aufnehmen zu können, von dem er sich die Erfüllung seiner Wünsche erhofft. Antonia bleibt in New York zurück mit dem Versprechen vertröstet, er werde zurückkommen und sie heiraten. Aber nach dem Studium kommt der Krieg den beiden in die Quere. Und Paul ist unsicher, ob er überhaupt zurückkehren möchte. Ich habe mich mit dem Hauptdarsteller Paul sehr schwer getan. Er ist ein unterkühlter und sehr rational denkender Mann. Einer, der oberflächlich gut mit Menschen kann, solange, bis sie einem sehr nahe kommen und spüren, dass es ihm in Wirklichkeit schwerfällt, für andere die nötige Empathie aufzubringen. Auch ist er verschlossen und kann seine Gefühle nie wirklich in Worten ausdrücken. Ganz anders Antonia, die das Herz auf der Zunge trägt, die in einer Liebe und Treue an ihm hängt, die er nicht verdient hat. Dieses Ungleichgewicht der Gefühle empfand ich bald als sehr traurig, teilweise richtig bedrückend. Das Buch schreitet flott durch die Zeit, überspringt hie und da mal ein paar Jahre, lebt davon, dass es sehr viele Briefe gibt – vor allem von Antonia, aber auch von Paul – die dem Leser die Personen und ihre Erlebnisse näherbringen. Die historischen Geschehnisse des Krieges werden nur marginal gestreift und sind für die Geschichte nur insofern wichtig, als sie Paul länger in Deutschland halten, als er es anfangs geplant hatte und dass er natürlich Kriegserlebnisse mit sich herumträgt. Die Autorin erzählt eine fiktive Geschichte, die in Teilen wohl an die Erlebnisse ihres Onkels angelehnt ist. Die Liebesgeschichte ist nicht so romantisch und hoffnungsvoll, wie ich es mir wohl erwartet hatte. Auch war es mir fast ein wenig Zeitkolorit. Dennoch ein Buch, welches ich gerne gelesen habe, da die Sprache von Agnes Krup es schafft, die zwischenmenschlichen Abgründe sehr treffend und feinfühlig zu erzählen.