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Eiszeit

Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist

Beck Paperback

(6)
Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Horrornachricht aus dem "Reich des Bösen". Warum ist das so? Geht es wirklich nur um Menschenrechte und westliche Werte? Wie kommt es eigentlich, dass immer gerade die Staaten ins Visier geraten, die den Westen geostrategisch herausfordern?

In ihrem neuen Buch warnt Gabriele Krone-Schmalz vor einem Rückfall in die einfachen Denkmuster und klaren Feindbilder des Kalten Krieges. Wladimir Putins Ziele seien expansiv, wird behauptet, er bedrohe Polen und das Baltikum. Doch auf welcher Grundlage werden diese Schlussfolgerungen eigentlich gezogen? Könnte es nicht auch sein, dass Russland aus der strategischen Defensive heraus handelt und versucht, bestehende Einflusszonen zu halten? Wer agiert, wer reagiert? Und welche Politik sollten wir daher gegenüber Russland verfolgen: Eindämmung durch Abschreckung oder Wandel durch Annäherung? Eigentlich müsste über diese Fragen offen gestritten werden. Stattdessen werden Abweichler als Russlandversteher diffamiert und ausgegrenzt. Und das obwohl es um die wichtigste Frage überhaupt geht: das friedliche Zusammenleben mit unseren Nachbarn.
Portrait

Gabriele Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 Russland-Korrespondentin der ARD und moderierte anschließend bis 1997 den ARD-Kulturweltspiegel. Seit 2011 ist sie Professorin für TV und Journalistik an der Hochschule Iserlohn. Sie ist Mitglied im Petersburger Dialog und als eine der führenden Russland-Experten Deutschlands regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.10.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783406714139
Verlag C.H.Beck
Dateigröße 4344 KB
Verkaufsrang 17.179
eBook
13,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Buchhändler-Empfehlungen

Wollberg Nina-Verena, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Wenn uns eine Journalistin Russland aktuell erklären kann, dann immer noch und immer wieder Frau Krone-Schmalz. DAS bringt Licht in den Politik-Zirkus! Meine Empfehlung! Wenn uns eine Journalistin Russland aktuell erklären kann, dann immer noch und immer wieder Frau Krone-Schmalz. DAS bringt Licht in den Politik-Zirkus! Meine Empfehlung!

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Kann man in Schwarz-Weiß-Mustern denken, wenn es um Russland und den Westen geht?
In ihrem neuesten Buch hinterfragt Krone-Schmalz dieses.
Kann man in Schwarz-Weiß-Mustern denken, wenn es um Russland und den Westen geht?
In ihrem neuesten Buch hinterfragt Krone-Schmalz dieses.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Hervorragendes Buch, absolut solide recherchiert. Unbedingt Lesen !!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 22.03.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch sollte zur Pflichtlektüre besonders für unsere Politiker werden, denn im Gegensatz zu deren Behauptungen ist hier alles gut recherchiert und mit Fakten und Beweisen in der Quellenangabe hinterlegt. Es ist aber auch erschreckend zu erfahren, in wie weit die deutschen Medien die Russlandfakes ohne Prüfung (!) verbreiten... Das Buch sollte zur Pflichtlektüre besonders für unsere Politiker werden, denn im Gegensatz zu deren Behauptungen ist hier alles gut recherchiert und mit Fakten und Beweisen in der Quellenangabe hinterlegt. Es ist aber auch erschreckend zu erfahren, in wie weit die deutschen Medien die Russlandfakes ohne Prüfung (!) verbreiten und selbst erkannte Fehler nur in kleinen Fußnoten nach Tagen unauffällig korrigieren. Wir sollten unsere Politiker zwingen endlich auf Entspannung, Zuhören und Miteinander statt auf Provokation und Hass zu setzen. Vor allem aber sollten wir aufhören uns in die Politik anderer Länder einzumischen und stattdessen deren Volk entscheiden lassen.

In jedem Konflikt gibt es zwei Seiten
von Sikal am 19.11.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Geschichte ist nie nur schwarz und weiß, es gibt immer zahlreiche Grautöne und unterschiedliche Perspektiven, unter denen sie betrachtet werden kann. Wer sie verstehen will, tut allerdings gut daran, sich nicht bloß auf einen Blickwinkel zu beschränken.“ Kritiklos werden oft die Nachrichten gehört, die Aussagen der Meinungsmacher übernommen. Russland auf... „Geschichte ist nie nur schwarz und weiß, es gibt immer zahlreiche Grautöne und unterschiedliche Perspektiven, unter denen sie betrachtet werden kann. Wer sie verstehen will, tut allerdings gut daran, sich nicht bloß auf einen Blickwinkel zu beschränken.“ Kritiklos werden oft die Nachrichten gehört, die Aussagen der Meinungsmacher übernommen. Russland auf der einen Seite und der Westen bzw. die USA auf der anderen Seite – ein Gegenüber, kein Miteinander. Putin der böse Gegenspieler … Doch ist es wirklich so einfach? Wer sich genauer mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte und dem für das eigene Weltbild wichtig ist, diese komplexe Realität wahrzunehmen, das Mächteverhältnis nicht einseitig zu betrachten, dem sei dieses Buch empfohlen. Die Autorin Gabriele Krone-Schmalz hat selbst lange Zeit in Russland gelebt und bemüht, einen Dialog zwischen Ost und West zu finden. Sie zeigt uns hier einige Paradebeispiele, teilweise Missverständnisse, teilweise bewusst gesteuerte Handlungen, die gezwungenermaßen eine bestimmte Reaktion hervorrufen. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Autorin nicht versucht Russland nun einen Heiligenschein zu verpassen. Es geht ihr nicht darum, Russland als das Opfer westlicher Expansionen darzustellen – sie versucht durch ihre genauen Analysen und logischen Rückschlüsse, ein Bild zu schaffen, das eben beide Seiten darstellt und Kritik an beiden Seiten zulässt. Fehler des Westens beim Syrienkonflikt werden ebenso hinterfragt, wie undurchsichtige Geldflüsse der USA in Richtung Ukraine oder der Georgien-Konflikt. So manch brisantes Hintergrundwissen über Politiker, wie z.B. Hilary Clinton über dubiose Machenschaften lassen den Kopf schütteln und so manches besser verstehen. Die Autorin versucht Zusammenhänge auch dem Laien plausibel zu erläutern, leicht verständlich werden Rückschlüsse logisch erklärt und werfen ein anderes Bild auf Politiker, Leitmedien und ein Russland, das uns als Ursache vieler Unruhen präsentiert wird. Kapitel, wie „Wer bedroht wen?“ und den Aufruf zum „Selber Denken“ sind dermaßen aufschlussreich und umfassend, dass man diese durchaus mehrmals lesen kann, um alle Einzelheiten zu erfassen. Doch nicht nur Analysen und informative Fakten werden aufgezeigt, auch Lösungsvorschläge und direkte Fragestellungen an den Leser tun ihr Übriges, um „Selber Denken“ nicht zu einem Schlagwort zu machen. „Wollen wir wirklich darauf vertrauen, dass auch diesmal wieder irgendwie alles gut geht? Nehmen wir an, Putin würde entsprechende erste Schritte auf den Westen unternehmen – wären wir überhaupt noch in der Lage, sie als solche zu erkennen? Und gibt nicht normalerweise der Klügere nach? Wir halten uns doch eindeutig für die Klügeren, die moralisch Überlegenen, oder nicht? Dann müssten die Schritte zur Entspannung eigentlich vom Westen ausgehen. Zumal er in den letzten Jahren agiert hat, während Russland reagierte.“ „Die große Aufgabe dieses Jahrhunderts scheint mir zu sein, Feindbilder abzubauen und sich Realitäten zu stellen, statt mit einer westlichen Werteideologie Kreuzzüge anzuzetteln, die nirgendwo auf der Welt im Sinne von Menschenrechten und Menschlichkeit irgendetwas gebracht haben. Es ist höchste Zeit, der immer hysterischer werdenden Dämonisierung Russlands Einhalt zu gebieten.“ Fazit: Ein wichtiges, aufschlussreiches Buch. Ich würde hier nicht von einer Leseempfehlung, sondern sogar von einer Leseverpflichtung sprechen.

Eine beeindruckende, penibel recherchierte Darstellung
von Gertie G. aus Wien am 30.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Horrornachricht aus dem "Reich des Bösen" – Mit diesen Worten beginnt die Vorstellung des Buches von Gabriele Krone-Schmalz. Doch wer ist der „Böse“? Putins Russland oder vielleicht doch der von den USA in die Irre... Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Horrornachricht aus dem "Reich des Bösen" – Mit diesen Worten beginnt die Vorstellung des Buches von Gabriele Krone-Schmalz. Doch wer ist der „Böse“? Putins Russland oder vielleicht doch der von den USA in die Irre geführte Westen? Messerscharf analysiert die Autorin, die lange Zeit in Russland gelebt hat, die Probleme die Ost und West miteinander haben. Sie legt, wie Puzzleteile, die fehlenden Teile auf den Tisch, und siehe da, auf einmal erscheinen die Handlungen Russlands logisch und nicht so verwerflich. Oft reagiert Putins Russland nur auf eine nicht abgestimmte Aktion des Westens. Ich finde es echt stark, Russland in einige geopolitische Maßnahmen in der Region einfach nicht einzubinden, es vor vollendete Tatsachen zu stellen und die (nachvollziehbare) Reaktion als Aggression darzustellen. Siehe hierzu Kapitel „Wer bedroht wen?“ In dem vor allem die Nato-Osterweiterung, die ohne Russland erfolgt(e) an den Pranger gestellt wird. Das Verhalten des Westens erzeugt natürlich tiefes Misstrauen bei den Russen. Wir erfahren einiges über die Konflikte rund um Syrien, der Ukraine oder Georgien, das uns bislang von westlichen Medien bewusst (?)vorenthalten wurde. Um hier mehr Verständnis aufbringen zu können, werden wir sachlich, penibel und durch (teils geheime) Dokumente in die Vorgeschichte(n) der diversen Konflikte eingeführt. Die Autorin scheut sich auch nicht, hochrangige Politiker wie McCain und Hilary Clinton anzugreifen, die mit massiven Geldflüssen in der Ukraine gezündelt haben und zur Destabilisierung der Region beigetragen haben. Auch einige Medien kommen gar nicht gut weg, weil sie einseitig und unfair berichten. Dies wird vielen Bespielen gut dokumentiert. So wird der, in den westlichen Medien zum „Helden“ hochstilisierte, Alexei Nawalny auch ein wenig entzaubert. Gut gefällt mir, dass die Leser die Chance bekommen, sich ihre eigenen Antworten auf diverse Fragen zu geben. Gabriele Krone-Schmalz bietet dem interessierten Leser auch Lösungen an, wie aus diesem Teufelskreis auszusteigen wäre. „Auch heute befinden sich die NATO und Russland wieder in einer Eskalationsspirale. Gegenseitige fehlerhafte Annahmen über die Absichten des jeweils anderen spielt dabei eine große Rolle. Wohin soll das führen? Ist es wirklich unvermeidlich, dass sich Spannungen immer weiter hochschaukeln? Mit allein damit verbundenen Risiken, bis hin zur versehentlichen Vernichtung der Welt durch einen Atomkrieg, den zwar keine Seite wirklich will, der aber durch eine Verkettung unglücklicher Umstände eben doch möglich ist.“ (S. 228) Oder gleich auf der nächsten Seite „Wollen wir wirklich darauf vertrauen, dass auch diesmal wieder irgendwie alles gut geht? Nehmen wir an, Putin würde entsprechende erste Schritte auf den Westen unternehmen – wären wir überhaupt noch in der Lage, sie als solche zu erkennen? Und gibt nicht normalerweise der Klügere nach? Wir halten uns doch eindeutig für die Klügeren, die moralisch Überlegenen, oder nicht? Dann müssten die Schritte zur Entspannung eigentlich vom Westen ausgehen. Zumal er in den letzten Jahren agiert hat, während Russland reagierte.“ (S. 229) Die Autorin findet klare Wort und beschönigt nichts. Ihre Sprache ist deutlich, eindringlich, trotzdem besonnen und sachlich. Hier und da blitzt ein wenig der Schalk durch. Interessant ist, dass viele Politiker, die Sanktionen gegen Russland als verfehlt ansehen, aber sich nicht trauen, dies öffentlich zu machen und eine Abkehr von diesen Maßnahmen fordern. Fazit: Ich finde dieses Buch sehr aufschlussreich und gemäß dem Motto „audiatur et altera pars“ (Man höre auch die andere Seite.) gebe ich fünf wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung!