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Frank Kunert

Lifestyle

Langsames Arbeiten. Bewusstes Wahrnehmen. Genaues Hinschauen. In unserer Welt, die immer schneller und abstrakter wird, scheint eine solche Arbeitsweise mehr als rar. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Hätte Frank Kunert (*1963 in Frankfurt am Main) nicht die Geduld und Ruhe bei der Gestaltung seiner Miniaturkulissen, die er mit einer analogen Großformatkamera verewigt, würden seine „kleinen Welten“ den Charme verlieren, den wir bereits aus den Bildbänden Verkehrte Welt und Wunderland so sehr liebgewonnen haben. Wenn der Alltag plötzlich an seine Grenzen und so auch ad absurdum geführt wird, wenn Tragik zu Komik umschlägt und Witz plötzlich hinterfragbar wird. Kunerts Arbeiten sind irgendwo zwischen Schabernack und Metaphysik angesiedelt. Die neue Publikation Lifestyle fügt diesen philosophisch grundierten Alltagsgeschichten 23 Miniaturen hinzu.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Frank Kunert
Seitenzahl 72
Erscheinungsdatum 27.02.2018
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-7757-4376-1
Verlag Hatje Cantz Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 22,8/22,6/1,2 cm
Gewicht 470 g
Abbildungen ca. 33 Abbildungen
Verkaufsrang 86214
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Absurde Welten
von AngelaK am 30.06.2019

Bereits das Cover machte mich neugierig. Meine ersten Gedanken waren: „Ein Haus, mit Eingang zur Autobahn oder Schnellstrasse? Kann nicht sein! Das muß eine Bildmontage sein, aber gut gemacht.“ Frank Kunert bedient sich aber nicht Bildbearbeitungsprogrammen, um seine Kompositionen zu erschaffen sondern baut seine Miniaturwelt... Bereits das Cover machte mich neugierig. Meine ersten Gedanken waren: „Ein Haus, mit Eingang zur Autobahn oder Schnellstrasse? Kann nicht sein! Das muß eine Bildmontage sein, aber gut gemacht.“ Frank Kunert bedient sich aber nicht Bildbearbeitungsprogrammen, um seine Kompositionen zu erschaffen sondern baut seine Miniaturwelten mit Knetmasse, Farben etc. in seinem Studio. Das erkennt man aber eigentlich erst nach genaueren Hinsehen. Das Buch gibt anfangs einen Einblick in die Arbeit vor dem eigentlichen Bild. Neben Erklärungen in Deutsch und Englisch werden Bilder von Frank Kunerts Bauphase und der Arbeit in seinem Fotostudio gezeigt. Man sieht, wieviel filigrane und liebevolle Arbeit nötig ist, um seine Arbeiten realitätsnah wirken zu lassen. Fotografiert wird dann alles mit einer analogen Großformatkamera. Die Bildaussagen sind witzig, absurd und regen zum Nachdenken an. Was z.B. hat es mit den immer begehrten Plätzen an der Fensterseite eines Restaurant auf sich? Oder: Heutzutage bekommt man schon fast alles beim Discounter. Frank Kunert hat sich nun gefragt, wie wohl ein Beerdigungsdiscounter aussehen mag. Die zentrale Bildaussage erfasst man sehr schnell. Wenn man sich aber das Buch mehrmals ansieht, wird man immer mehr Details im Aufbau und in der Bildaussage entdecken.

Augenzwinkerndes ungewöhnlich in Szene gesetzt
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 14.05.2019

Betrachtet man die im elegant kühlen Vintage-Style gehaltenen Bilder des 1963 in Frankfurt geborenen Fotografen Frank Kunert, merkt man manchmal erst auf den zweiten Blick, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Mit sichtlichem Vergnügen führt er auf optisch ansprechende Weise zusammen, was nicht zusammen gehört und konstruiert Sit... Betrachtet man die im elegant kühlen Vintage-Style gehaltenen Bilder des 1963 in Frankfurt geborenen Fotografen Frank Kunert, merkt man manchmal erst auf den zweiten Blick, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Mit sichtlichem Vergnügen führt er auf optisch ansprechende Weise zusammen, was nicht zusammen gehört und konstruiert Situationen, die zum Innehalten und Nachdenken einladen. Doch was bei oberflächlicher Betrachtung das Produkt eines versierten Grafik-Softwarebenutzers zu sein scheint, überrascht neben dem Dargestellten zusätzlich, wenn man erfährt, wie Frank Kunert vorgeht, um zu den fertigen Bildern zu kommen. In manchmal monatelanger Arbeit inszeniert er aus Leichtschaumplatten, Knetmasse und Farbe dreidimensionale Modellkulissen im Maßstab 1:20 um augenzwinkernd seine kleinen Welten zu materialisieren. Mit größter Sorgfalt arbeitet er Details so lange aus und setzt sie in Szene, bis alles täuschend echt aussieht. Erst dann kommt seine analoge Großformatkamera zum Einsatz um die visuelle Täuschung im Abbild perfekt zu machen. Nach "Verkehrte Welt" und "Wunderland" fügt er mit seinem Bildband "Lifestyle", der bei den Interational Photography Awards 2018 mit dem 2. Preis der Kategorie "Book/Fine Art" ausgezeichnet wurde,  nun 24 neue Miniaturen hinzu. Neben einem umfangreichen Text in jeweils deutscher und englischer Sprache zur Entstehung seiner Werke, dokumentieren Schwarzweißaufnahmen seine Arbeiten im Studio. Man erhält Hintergrundwissen über Kunerts Schaffensprozess und die Herangehensweise an ein Motiv, ebenso über die verwendeten Materialien und die Gedanken des Künstlers. Abschließend gibt es neben Frank Kunerts Vita eine Übersicht seiner inzwischen langen Liste von Einzel- und Gruppenausstellungen. Ein schönes Buch eines ungewöhnlichen Fotografen, das Lust darauf macht, sich seine Bilder großformatiger anzuschauen.

Feine Ironie
von einer Kundin/einem Kunden am 08.05.2019

Frank Kunerts Schwerpunkt liegt auf Studioarbeiten. Die menschenleeren Szenerien in seinen Fotos haben etwas skurriles und verschmitztes. Sein Blick ist ein anderer als der übliche. Dafür habe ich viel übrig und spüre eine latente Geistesverwandtschaft. Das einleitende Essay Zwischen Lifestyle, Groteske und Metaphysik von Jör... Frank Kunerts Schwerpunkt liegt auf Studioarbeiten. Die menschenleeren Szenerien in seinen Fotos haben etwas skurriles und verschmitztes. Sein Blick ist ein anderer als der übliche. Dafür habe ich viel übrig und spüre eine latente Geistesverwandtschaft. Das einleitende Essay Zwischen Lifestyle, Groteske und Metaphysik von Jörg Restorff führt gut in das Buch hinein. Nicht immer versteht man Titel der Fotos und Inhalt sofort, aber dann versteht man die Ironie, es macht Klick und so macht das Betrachten Spaß. Man bekommt Lust, weitere Bildbände von Frank Kunert zu sehen.