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Radetzkymarsch & Die Kapuzinergruft

Familie Trotta

Joseph Roth

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Beschreibung

Radetzkymarsch ist ein Roman des österreichischen Autors Joseph Roth. Er erschien 1932 in Berlin. Joseph Roth erzählt in Radetzkymarsch die Geschichte der dem Kaiserhaus der Habsburger schicksalhaft verbundenen Familie Trotta. Die Erzählung vom Niedergang der unerwartet in den Adelsstand aufgestiegenen österreichischen Familie wird mit der krisenhaften Entwicklung und dem Verfall der Habsburger Monarchie parallelisiert und verknüpft. In Form einer drei Generationen umspannenden Familiengeschichte beschreibt Roth den Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Titel des Romans bezieht sich auf den gleichnamigen Marsch von Johann Strauß aus dem Jahr 1848, der sich symbolhaft durch die Handlung zieht.
Auf die Handlung von Radetzkymarsch verweist auch Roths 1938 erschienener Roman Die Kapuzinergruft. In diesem Buch erzählt Franz Ferdinand Trotta aus seinem Leben; zeichnet ein eigenes Bild vom Untergang seiner geliebten Donaumonarchie und vom Ende Österreichs als selbstständiger Staat im Jahr 1938 ("Anschluss" an das nationalsozialistische Deutschland).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 166 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9788027214280
Verlag Musaicum Books
Dateigröße 1684 KB
Verkaufsrang 112546

Kundenbewertungen

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Hineinträumen in die k.u.k. Monarchie
von einer Kundin/einem Kunden am 12.11.2020
Bewertet: Hörbuch-Download

Sich länger als 17 Stunden in die Atmosphäre der versunkene k.u.k. Monarchie entführen lassen, diesen Genuss ermöglicht uns das von Michael Heltau gelesene Hörbuch Radetzkymarsch. Das bedeutendste Werk von Joseph Roth erschien 1932 in Berlin. Drei Generationen der Familie von Trotta verkörpern in ihren Lebensgeschichten die let... Sich länger als 17 Stunden in die Atmosphäre der versunkene k.u.k. Monarchie entführen lassen, diesen Genuss ermöglicht uns das von Michael Heltau gelesene Hörbuch Radetzkymarsch. Das bedeutendste Werk von Joseph Roth erschien 1932 in Berlin. Drei Generationen der Familie von Trotta verkörpern in ihren Lebensgeschichten die letzten Jahrzehnte der k.u.k. Monarchie. Als Helden von Solferino, der dem Kaiser in der Schlacht 1859 selbstlos das Leben rettet und verwundet wird, wird dem einfachen Soldat Joseph Trotta der Militär-Maria-Theresien-Orden verliehen. Er wird in den Adelsstand erhoben und führt fortan den Namen Joseph Trotta von Sipolje, eines fiktiven slowenischen Dorfes. In der folgenden Generation verkörpert Franz Freiherr von Trotta als Bezirkshauptmann in der Provinzstadt W. das Musterbild eines höheren Beamten in der k.u.k. Monarchie: Kaisertreu, korrekt, gemächlich. Dessen Sohn Carl Joseph Trotta von Sipolje schlägt als Offizier wiederum eine Laufbahn beim Militär ein, wo er an der östlichen Peripherie des Habsburgerreiches Dienst tut. In seinem Alltag, weitgehend frei von Höhepunkten oder unerwarteten Ereignissen, spiegelt sich die Ermüdung und Kraftlosigkeit der Monarchie wider. Sein Alltag wird mehr und mehr begleitet von Alkohol, Spiel und daraus folgenden Schulden. Auch der alte Kaiser Franz Joseph, dessen Leben dereinst der Großvater des Carl Joseph gerettet hat verkörpert in seiner ermatteten Gutmütigkeit das zu Ende gehende erschöpfte Habsburgerreich. Am Horizont dämmert bereits der große Krieg, in dem der Enkel des Helden von Solferino den Tod findet. In der Stimme von Michael Heltau hört man den Klang der Sprache der k.u.k Beamtenschaft und taucht ein in die Welt der Trottas, die Joseph Roth nach dem Ende der Monarchie in seinem sentimentalen Werk erschaffen hat. Ein wahrer Ohrenschmaus.

Götterdämmerung
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 01.03.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Lesen wir zwischen den Zeilen, ahnen wir etwas von einem drohenden Untergang! Der Roman von Josef Roth (1894- 1939) erzählt die Geschichte der Familie Trotta, über gut ein halbes Jahrhundert lang - parallel laufend zur dramatischen Entwicklung der Donaumonarchie bis hin zu ihrer Auflösung. Jetzt könnte man glauben, das Thema Ö... Lesen wir zwischen den Zeilen, ahnen wir etwas von einem drohenden Untergang! Der Roman von Josef Roth (1894- 1939) erzählt die Geschichte der Familie Trotta, über gut ein halbes Jahrhundert lang - parallel laufend zur dramatischen Entwicklung der Donaumonarchie bis hin zu ihrer Auflösung. Jetzt könnte man glauben, das Thema Österreich- Ungarn sei sicher etwas angestaubt, schon hundertemal erörtert worden. Weit gefehlt! Der Autor schildert die Welt des alten Österreich, in der Kaiser Franz Josef allgegenwärtig zu sein scheint, mit bissiger Ironie, aber auch mit einem liebenswerten Humor. - Der Held, Josef Trotta, Infanterieleutnant, rettet seinem Kaiser in der Schlacht von Solferino 1859 das Leben, wird geadelt, lebt fortan wohlhabend, aber bescheiden, als Landedelmann. Sein Enkel, als Soldat nicht unbegabt, aber im Leben linkisch und ungeschickt, kann und muss sich immer wieder auf die Heldentat berufen, denn immerwährend ist er in Schwierigkeiten, sei es als Offizier der österreichischen Armee, oder bei irgendwelchen "Frauengeschichten". Er fällt im Ersten Weltkrieg, das Haus Trotta erlischt - wie die Donaumonarchie. Josef Roth befindet sich bei seinen Schilderungen häufig im Zwiespalt, einerseits kritisiert er harsch die Zustände in Gesellschaft und Armee, z.B. das Duellieren oder überhaupt den Ehrenkodex, dann bemerken wir wieder seine Zuneigung und Liebe zu einer Welt, die bald so nicht mehr existieren wird.

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