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Meine Kuh will auch Spaß haben

Ein Plädoyer gegen Massentierhaltung

Astrid Lindgren erhebt ihre Stimme gegen Tierquälerei: Beendet die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung! Gebt den Tieren ihr Recht auf eine natürliche Lebensweise zurück! Das forderte Astrid Lindgren von Schwedens Politikern. Mit Erfolg: Ende der 1980er Jahre wurde das schwedische Tierschutzgesetz geändert.
Das Buch enthält Astrid Lindgrens Artikel, die 1985 bis 1989 im „Expressen“ erschienen. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit Kristina Forslund, Dozentin an der Tierärztlichen Hochschule Stockholm, die das Buch um einen aktuellen Kommentar ergänzt.
Portrait
Astrid Lindgren, die bekannteste Kinderbuchautorin der Welt, wurde 1907 auf Näs im schwedischen Smaland geboren, wo sie im Kreis ihrer Geschwister eine überaus glückliche Kindheit verlebte. Für ihre mehr als siebzig Bilder-, Kinder- und Jugendbücher, die in über siebzig Sprachen übersetzt worden sind, wurde sie u. a. mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels - Alternativer Nobelpreis - Internationaler Jugendbuchpreis - Hans-Christian-Andersen-Medaille - Große Goldmedaille der Schwedischen Akademie - Schwedischer Staatspreis für Literatur - Deutscher Jugenditeraturpreis.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 128
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 19.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7891-0902-7
Verlag Oetinger
Maße (L/B/H) 20,8/13,9/1,7 cm
Gewicht 267 g
Originaltitel Min ko vill ocksa hå roligt
Auflage 1
Illustrator Andrea Pieper
Übersetzer Anna L. Kornitzky
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Produktionseinheiten mit Gefühlen
von Zank am 30.03.2018

Zusammen mit der Tierärztin Kristina Forslund hat Astrid Lindgren zwischen 1985 und 1989 Kolumnen in der schwedischen Tageszeitung "Expressen" veröffentlicht, die sich kritisch mit der Massentierhaltung auseinandersetzen. Diese wurden bereits 1990 in einem Buch gesammelt, das nun mit einem aktualisierten Nachwort von Kristina Fo... Zusammen mit der Tierärztin Kristina Forslund hat Astrid Lindgren zwischen 1985 und 1989 Kolumnen in der schwedischen Tageszeitung "Expressen" veröffentlicht, die sich kritisch mit der Massentierhaltung auseinandersetzen. Diese wurden bereits 1990 in einem Buch gesammelt, das nun mit einem aktualisierten Nachwort von Kristina Forslund neu herausgegeben wurde. Das Buch ergänzt die Kolumnen durch Gespräche und Kommentare der beiden Autorinnen, die die Artikel einordnen und über Hintergründe und Gesetzeslage aufklären. Leider ist das Thema heute noch genauso aktuell wie vor 30 Jahren. Wenn Lindgren an Politik und Verbände appelliert, das Tierwohl wieder stärker in den Fokus zu rücken und Nutztiere nicht als reine "Produktionseinheiten" anzusehen, dann wünscht man sich, ihr Gang an die breite Öffentlichkeit wäre erfolgreich gewesen. Doch die geschilderten und angeprangerten Missstände gibt es leider immer noch (wenn nicht gar verstärkt): mit Antibiotika vollgepumpte Kühe, die ihr gesamtes Leben gemästet in kleinen Ställen verbringen, ohne jemals eine Wiese gesehen zu haben - da wird einem beim Lesen ganz anders. Man merkt, dass Lindgren das Schreibhandwerk versteht. Anschaulich zeigt sie auf, dass Tiere durchaus fühlende Wesen sind und als solche auch gut behandelt werden sollten. Viele Aussagen und Formulierungen wiederholen sich leider. Was in einzelnen Artikeln weniger ins Gewicht fällt oder sogar eine gewisse Kontinuität darstellt, wirkt komprimiert in einem Buch etwas störend. Neben Kristina Forslunds Nachwort zur aktuellen Lage (2018) in Schweden hätte ich mir noch ein Nachwort eines deutschen Tierschützers zur Situation hierzulande gewünscht. Wie sieht in Deutschland die Gesetzeslage aus und wie war es in den 80er Jahren im Vergleich zu den von Lindgren geschilderten Zuständen? Gerade in der heutigen Gesellschaft ist das Thema Fleischproduktion (billig und viel, aber auf Kosten der Tiere) aktueller denn je. Die Kolumnen rufen Empörung hervor und regen dadurch zum Nachdenken, auch über den eigenen Konsum tierischer Produkte, an. Deshalb würde ich das Buch Interessierten zum ersten Einlesen in die Thematik weiterempfehlen.

Den Tieren eine Stimme geben
von Marakkaram aus Lingen am 24.03.2018

...oder Astrid Lindgrens Kampf gegen die Massentierhaltung! Aber im Allgemeinen wissen die Leute einfach nicht genug, um sich die Sache wirklich zu Herzen zu nehmen und klipp und klar zu sagen: So kann es nicht weitergehen! Beendet die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung! Gewährt den Tieren ihr Recht auf eine ... ...oder Astrid Lindgrens Kampf gegen die Massentierhaltung! Aber im Allgemeinen wissen die Leute einfach nicht genug, um sich die Sache wirklich zu Herzen zu nehmen und klipp und klar zu sagen: So kann es nicht weitergehen! Beendet die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung! Gewährt den Tieren ihr Recht auf eine natürliche Lebensweise! Das sind die Forderungen, die Astrid Lindgren an Schwedens Politiker stellt. Dafür veröffentlicht sie in der Zeit von 1985-1989 zusammen mit der Tierärztin Kristina Forslund, Artikel und Briefe, die die Politiker teilweise sehr direkt ansprechen, in der schwedigschen Tageszeitung Expressen. Dieses Buch in Neuauflage, enthält nicht nur die gesammelten Artikel, sondern auch ein sehr aktuelles Nachwort von Kristina Forslund. "Meine Kuh will auch Spass haben" sollte zur Pflichtlektüre in unseren Schulen werden. In ihrer unverwechselbaren Art stellt Astrid Lindgren die Massentierhaltung an den Pranger. OB sie im Traum als Reiseleiterin Gott durch die Schlachthöfe führt oder in Zwiegesprächen mit Lovisa, dem Huhn oder Augusta, dem Schwein ist. Auf diese Weise schneidet sie wohl jedem Leser die Gräuel der Massentierhaltung direkt ins Herz. Denn was z.B. heimliche Filmaufnahmen bei Vielen nur ganz kurzzeitig schafft, weil die Bilder einfach zu schrecklich sind und dadurch schnell wieder ausgeblendet werden, wirkt hier viel länger nach. Man sollte einfach versuchen, bei jedem Fleischkauf ein Bild zur Herkunft im Kopf zu haben. Denn leider mahlen die Mühlen der Gesetzesänderungen sehr, sehr langsam, megabürokratisch und übervorsichtig. Das musste auch Astrid Lindgren erkennen, als man ihr den neuen Gesetzesbeschluss zu ihrem Geburtstag vorlegte. Ja, es gibt Verbesserungen und Bemühungen, aber auch immer noch hunderttausend Hintertürchen, so dass artgerechte Tierhaltung leider immer noch die Ausnahme bildet. Fazit: Allein, wenn das Buch den ein oder anderen zum Nachdenken anregt und erkennen lässt, dass jeder auch im Kleinen etwas tun kann, dann hat es schon viel bewirkt. Ich wünsche mir, dass das Buch eine grosse Leserschaft erreicht, denn das Thema ist so aktuell wie nie.

Noch fünf Sterne für Lex Lindgren
von Elke Seifried aus Gundelfingen am 21.03.2018

(0) „Lex Lindgren“ wurde in Schweden das neue Tierschutzgesetz, genannt, dass Astrid Lindgren nach ihrem jahrelangen aktiven Einsatz für den Tierschutz als Geschenk zu ihrem 80. Geburtstag „bekommen“ hat. Astrid Lindgren war für mich bisher eine der Kinder- und Jugendbuchautorinnen schlechthin, dass sie sich so aktiv für den... (0) „Lex Lindgren“ wurde in Schweden das neue Tierschutzgesetz, genannt, dass Astrid Lindgren nach ihrem jahrelangen aktiven Einsatz für den Tierschutz als Geschenk zu ihrem 80. Geburtstag „bekommen“ hat. Astrid Lindgren war für mich bisher eine der Kinder- und Jugendbuchautorinnen schlechthin, dass sie sich so aktiv für den Tierschutz engagiert hat, wusste ich bisher nicht. Ich ziehe meinen Hut vor ihr, dass sie sich getraut hat, öffentlich ihre Meinung kundzutun. Sie hat mit spitzen Formulierungen direkt auf die Missstände hingewiesen, halblebige Zugeständnisse oder scheinbare gesetzliche Verbesserungen von Seiten der Behörden ganz genau und kritisch betrachtet und auch eindeutige Forderungen aufgestellt. Als Leser erhält man hier eine Zusammenstellung von Astrid Lindgrens Artikeln, die sie von 1985 bis 1989 in der Tageszeitung „Expressen“ veröffentlicht hat, dazu gesellt sich ein Briefwechsel zwischen ihr und dem Staatsministerium für Landwirtschaft, bzw. dem amtierenden Landwirtschaftsminister. Auch die Tierärztin Kristina Forslund kommt zu Wort. Bei ihren Artikeln spielt Astrid Lindgren spielt mit verschiedenen Stilmitteln, sodass sie sich in ihrer Gesamtheit sehr abwechslungsreich und kurzweilig lesen lassen. Da wird sie schon mal zur Reiseleiterin für den Herrgott, der einen Blick auf die Tiere auf seiner Welt werfen will. Ganz klar, dass sie ihn da zuerst in einen der größten Schlachthöfe und dann in einen Massenbetrieb führt. Auch Zwiegespräche mit leidenden Tieren sind mit dabei. So unterhält sie sich z.B. mit dem vor Stress federnlosen Huhn über die Legebatterien, „Na Lovischen, was sagst du dazu? – „Blödsinn sag ich dazu. Der Standpunkt der Verbraucher ist mir schietegal,...“ oder auch mit einem Mastschwein, das sie Augusta tauft, darüber, dass ihr Platz (50 cm in der Breite) begrenzt werden soll. „Aber nur zehn Zentimeter!“ - „Sparst du die bei den noblen Räumen des Landwirtschaftsministeriums ein, dann merkt es niemand, da haben die so viele Zentimeter, dass die ganze Bagage Polka tanzen kann, ohne irgendwo auch nur anzustoßen. Knapst du einer Sau aber den Lebensraum ab, (…) jeder verschwundene Zentimeter bedeutet für mich mehr Qual und mehr Schrammen an meinem Seitenspeck. Ganz oft musste ich auch schwer schlucken, wenn ich vom entsetzlichen Elend gelesen habe. „Armes kleines Ferkel, das wegen der Eile nicht richtig ausgeblutet war. Als es in dem heißen Brühwasser landete, erwachte es quiekend wieder zum Leben.“, ist nur ein Beispiel dafür. Die Artikel wurden in den Jahren 1985 bis 1989 veröffentlicht, die erste Auflage dieses Buches erschien 1990 (1991 in Deutschland). Astrid Lindgren lebte in Schweden, hat sich deshalb auch dort eingesetzt, beim Lesen habe ich mich dadurch immer wieder gefragt, wie wohl die genauen Bestimmungen bei uns in Deutschland sind, wie hat sich die Tierhaltung dort verändert. Da wäre mir eine Ergänzung ganz lieb gewesen. Es gibt Verbesserungen, es gibt Bemühungen, aber leider so oft, eröffnet ein soll statt muss ganz viele Hintertürchen, sodass wir leider von artgerechter Tierhaltung noch ganz weit entfernt sind. Die Macht haben auch wir Konsumenten. Wenn wir ab und an ein gutes Stück Fleisch dem täglichen Genuss aus der Massenproduktion vorziehen würden, wäre vielleicht auch schon vieles anders. Das Buch regt hoffentlich seine Leser dazu an, Potential hat es auf jeden Fall dazu.