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Alles, was wir geben mussten

Roman

Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen.

Zum Literaturnobelpreis 2017 jetzt als bibliophlie Sonderausgabe.

Portrait
Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 30.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-632-0
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 20,5/13,6/3,2 cm
Gewicht 468 g
Originaltitel Never Let Me Go
Übersetzer Barbara Schaden
Verkaufsrang 53796
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Alles, was wir geben mussten

S. Lamberty, Thalia-Buchhandlung Köln

In Hailsham, einem englischen Internat wachsen Ruth, Tommy und Kathy in einer nicht näher benannten Zeit heran. Auf den ersten Blick wirkt alles normal, doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass die Kinder eine Bestimmung haben und Ihre Zukunft schon festgelegt ist. Wenn man begreift, dass die Menschen die man die ganze Geschichte über begleitet, Klone sind, deren Daseinszweck einzig und allein das Organspenden ist, trifft es einen unvermittelt. Diese Geschichte, erzählt in schnörkelloser, kraftvoller Sprache berührt und hallt noch lange nach.

Atmosphärisch, bedrückend und genial!

Judith-Lea Mönch, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

In seinem mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichneten Roman entwirft Kazuo Ishiguro ein erschreckend realistisches Zukunftsbild einer Gesellschaft, die zu Selbsterhaltungszwecken Klone herstellt, um diese bei Organbedarf heranzuziehen. Ganz bewusst beginnt die Handlung in den Schuljahren der drei Protagonisten, um auf ruhige und natürliche Weise aufzuzeigen, dass sich Kathy, Ruth und Tommy in ihrem Heranwachsen und Sozialverhalten sowie ihrer kulturellen Erziehung in keiner Weise von „normalen“ Kindern unterscheiden. Wie alle anderen Menschen denken, fühlen und handeln die drei Freunde und sollen aus medizinischer Sicht dennoch nur seelenlose Organspendehüllen darstellen, die es nicht wert sind, ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen zu dürfen. Damit wirft Ishiguro äußerst schwierige moralische und ethische Fragen auf, die hinsichtlich der aktuellen medizinischen Möglichkeiten brisanter nicht sein könnten. Aus sprachlicher Sicht liest sich der Roman sehr leicht und zugänglich und vermag es, seine immanente Spannung ohne jedwede "Ereignishäscherei" aufrechtzuerhalten. Unbedingt auch den Film zum Buch anschauen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
47 Bewertungen
Übersicht
29
13
4
0
1

Ein Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremerhaven am 11.12.2019

Was ist Ethik? Was ist Moral? Die Geschichte um die Kinder des Internats Halisham ist gleichzeitig faszinierend,bedrückend und feinfühlig. Die wichtigen Fragen des Lebens - Liebe,Freundschaft, Sexualität, Älterweden und Sterben- werden mit einer ganz anderen Herangehensweise beleuchtet. Selbst in den kleinsten Handlungen entdec... Was ist Ethik? Was ist Moral? Die Geschichte um die Kinder des Internats Halisham ist gleichzeitig faszinierend,bedrückend und feinfühlig. Die wichtigen Fragen des Lebens - Liebe,Freundschaft, Sexualität, Älterweden und Sterben- werden mit einer ganz anderen Herangehensweise beleuchtet. Selbst in den kleinsten Handlungen entdeckt man große Veränderungen. Ein Buch das lange nachwirkt.

von einer Kundin/einem Kunden am 17.11.2017
Bewertet: anderes Format

Eine Geschichte, die nachdenklich macht und zudem noch kritisiert. Der fesselnde Schreibstil rundet dies perfekt ab.

Ein schauriges, nachdenkliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 03.11.2017

In Hailsham, einem Heim für besondere Kinder, lernen wir Kathy, Ruth und Tommy kennen. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Freunde, die wir bis zu ihrem Ende begleiten. Thematisch berührt das Buch heikle moralisch-ethische Fragen und lässt einem immer wieder den Atem stocken. Brutal ehrlich und offen wird das Thema anges... In Hailsham, einem Heim für besondere Kinder, lernen wir Kathy, Ruth und Tommy kennen. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Freunde, die wir bis zu ihrem Ende begleiten. Thematisch berührt das Buch heikle moralisch-ethische Fragen und lässt einem immer wieder den Atem stocken. Brutal ehrlich und offen wird das Thema angesprochen, herrschende Selbstverständlichkeiten einfach weiter für selbstverständlich gehalten. Ein System wird skizziert, das den Punkt einer Rückkehr lange überschritten hat. Ishiguro hat einen fantastischen Stil, trifft die Gedankenwelt von Kathy, aus deren Perspektive erzählt wird, immer so schonungslos ehrlich und real. Man findet sich immer wieder dabei ertappt, wie man selbst in heiklen Situationen ähnlich reagieren würde - auch wenn man andere Gründe als Rechtfertigung vorstellen würde. Das Buch lässt einen nachdenklich zurück und gibt einem einen tollen Grund, mit anderen zu diskutieren.