Der Cyber-Effekt

Wie das Internet unser Denken, Fühlen und Handeln verändert

Mary Aiken

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Beschreibung

Kleinkinder, die das iPad so mühelos beherrschen wie Google-Mitarbeiter. Teenager, die mit ihrem Smartphone verwachsen zu sein scheinen und ihre Freunde nur noch im Netz treffen. Ehemänner, die ihre Nächte alleine vor dem Computer verbringen. Ehefrauen, die es keinen Tag lang ohne Internet und Kreditkarte aushalten. Großeltern, die plötzlich mit »Brieffreunden« aus Nigeria aufwarten … Das Internet beeinflusst unser Leben und unser Verhalten, verändert unsere Normen und Werte, prägt unsere Kinder und unsere Wahrnehmung. Der Cyberspace ist perfekt darin, uns zu beeinflussen. Aber wer schützt uns vor dem Cyberspace?
Mary Aiken kennt die Gefahren genau und beschreibt, was das Internet aus und mit uns allen macht, wohin die digitale Revolution uns noch führen wird – und was wir dagegen tun können.

Mary Aiken ist die bekannteste Cyber-Psychologin. Als Direktorin des CyberPsychology Research Network und Beraterin von Europol war sie auch für internationale Institutionen wie Interpol und das FBI tätig. Ihre Interessenschwerpunkte liegen auf den Gebieten Internetsicherheit, organisierte Kriminalität, Cyberstalking, Menschenhandel und Rechte von Kindern im Internet. Ihre Forschungsarbeiten waren Inspiration und Quelle der Fernsehserie »CSI: Cyber«. Mary Aiken lebt in Irland..
Laura Su Bischoff, geboren 1984, studierte Amerikanistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2014 übersetzt sie Sachbücher und Literatur aus dem Englischen, u.a. von Arthur Conan Doyle, Bee Wilson, Daniel Immerwahr, David Abulafia und Pankaj Mishra.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 25.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-03293-8
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,5/4,3 cm
Gewicht 674 g
Originaltitel The Cyber Effect
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Laura Su Bischoff

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Ein gefährliches Pflaster
von Sikal am 20.10.2018

Jeder hat wohl schon mal im Internet nach Krankheitssymptomen gegoogelt oder einen Shitstorm verfolgt. Jugendliche (aber nicht nur) haben einen großen Freundeskreis, der hauptsächlich nur noch aus Followern in den Sozialen Netzwerken besteht. Kinder verbringen mehr Zeit im Internet als ihnen guttut, sogar Kleinkindern werden... Jeder hat wohl schon mal im Internet nach Krankheitssymptomen gegoogelt oder einen Shitstorm verfolgt. Jugendliche (aber nicht nur) haben einen großen Freundeskreis, der hauptsächlich nur noch aus Followern in den Sozialen Netzwerken besteht. Kinder verbringen mehr Zeit im Internet als ihnen guttut, sogar Kleinkindern werden bereits Smartphones in die Hände gedrückt … Wo soll das alles noch hinführen? Der Cyberspace ist eine Parallelwelt, die für allzu viele mit der Realität getauscht wird. Die Irin Mary Aiken ist Cyber-Psychologin mit den Schwerpunkten Internetsicherheit, organisierte Kriminalität, Cyberstalking, Menschenhandel und Rechte von Kindern im Internet. In ihrem Buch „Der Cyber-Effekt“, das nun auch auf Deutsch erschienen ist, stellt sie bestimmte Phänomene in den Fokus. Anhand von etlichen Fallbeispielen zeigt sie z.B. Stalking-Attacken, Spielsucht, die Normalisierung eines Fetischs (wenn sich abartige Phantasien unter Gleichgesinnten verstärken, wie etwa Pädophilie), Cyber-Romantik, Cyberchondrie und gibt auch einen Einblick in das Deep Web. Viele Aussagen fand ich wirklich erschreckend und lassen mich nachdenklich werden: „… dass ein durchschnittlicher Erwachsener mit einem internetfähigen Telefon sein oder ihr Gerät mehr als zweihundert Mal am Tag überprüft. Das entspricht einer fünfminütigen Frequenz. Am Abend, wenn die meisten Menschen von der Arbeit nach Hause zurückkehren, steigert sich die Frequenz noch.“ Wenn man bedenkt wie viel Zeit damit verloren geht… Das wäre doch kostbare Familienzeit, gemeinsames Miteinander wird auf die Seite gestellt, um Mails zu checken oder noch schnell etwas zu posten. Beängstigend finde ich auch die Aussage einer Spieldesignerin, die über Spieler spricht. „…das klingt ein wenig, als würde sie über Laborratten reden, die gerade dressiert werden.“ Viele solcher Aussagen finden sich in dem Buch. Die Autorin schreibt eher romanhaft, was dem Buch vielleicht auch mehr Leser beschert. Für mich war es manches Mal zu reißerisch und anekdotenhaft, einige Seiten weniger und dafür etwas sachlicher hätten dem Buch gut getan. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse habe ich hier nicht gefunden, vieles war mir bereits bekannt, wenn man sich für das Thema interessiert. Trotzdem finde ich das Buch lesenswert – für alle, die Kinder haben und eine Zusammenfassung der Gefahren im Internet wollen, findet sich hier einiges. Wie wir in Zukunft mit dem Internet umgehen, welche Probleme wir umschiffen können und ob wir unsere Kinder wieder vorrangig Kind sein lassen, fällt in die Kategorie Eigenverantwortung. Wenn man dazu nicht bereit ist, wird es mit unserer Zukunft traurig aussehen…


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