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Seht zu, wie ihr zurechtkommt

Abschied von der Kriegsgeneration

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"Es ist ein persönlicher und wegen seiner Offenheit Respekt abverlangender Beitrag zur gerade erst größere Wirkung zeigenden Kriegsenkel-Debatte, aus dem sich mehr historisch lernen lässt, als aus der Lektüre mehrerer Jahrgänge der allermeisten akademischen Geschichtszeitschriften."
rosalux.de "Diese beiden Ebenen, das Verbinden von Schoepps Erleben während der "Pflegejahre" mit den Biografien seiner Mutter und seines Vaters, macht das Buch zu etwas Besonderem ... Geschickt verschränkt Sebastian Schoepp Vergangenheit mit den Erlebnissen und Eindrücken aus der Zeit des Kümmerns."
Frankfurter Rundschau "Ein manchmal verbitterter, aber realistischer Einblick in eine Lebensphase, in der voll mobile Junge plötzlich gefrordert sind."
Chrismon plus "Mit 'Seht zu, wie ihr zurechtkommt' liegt eine exzellente Reportage über das 'große Verdrängen' vor, die Unfähigkeit der Kriegsgeneration, mit ihren Kindern und Enkeln zu reden, und die geistigen und psychischen Verheerungen, die Nationalsozialismus und Krieg in der deutschen und österreichischen Gesellschaft für lange hinterlassen haben."
Wolfgang R. Langebucher und Fritz Hausjell in "Der österreichische Journalist" "Als seine Eltern pflegebedürftig wurden, tauchte er noch einmal tief in ihre und in die Vergangenheit Deutschlands ein. Über diese Zeitreise und nicht aufgearbeitete Traumata hat er ein Buch geschrieben."
Radio Bremen 2 „Man folgt Schoepp mit steigendem und gespanntem Interesse auf seiner Zeitreise ins Leben seiner Eltern, vom Russlandfeldzug bis ins Pflegeheim – und auf seinen Überlegungen dazu, wie man selbst von seinen Eltern geprägt wird. Es ist kein rührseliges Buch, aber ein anrührendes, ein kritisches, aber kein böses Buch. Es ist ein wunderbares Buch. Es ist eine kleine, 288-Seiten lange Kostbarkeit.“
Heribert Prantl, „Prantls Blick“ "Warum das Familienleben mit den Eltern der Kriegsgeneration so schwierig war – und was das für die Pflegesituation bedeutet: Sebastian Schoepp schreibt über Abschied und Annäherung."
Märkische Allgemeine
Rezension
29.06.2018 / Märkische Allgemeine Zeitung:
Die Eltern sind emotional verkapselt

Portrait
Sebastian Schoepp, Jahrgang 1964, ist politischer Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Er hat sich einen großen Teil seines Berufslebens mit Südeuropa und Lateinamerika befasst. Gewissermaßen als Krönung der Laufbahn winkte schließlich der Posten als Korrespondent in Buenos Aires. Doch genau in diesem Moment musste Schoepp erfahren, dass es andere Dinge im Leben gibt, die schwerer wiegen als Karriere. Um sich um seine Eltern zu kümmern, verzichtete er auf Südamerika. Er hat diese Entscheidung nie bereut.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 03.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86489-208-0
Verlag Westend
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/3 cm
Gewicht 481 g
Abbildungen mit zahlreichen schwarz-weiß Fotos
Auflage 1
Verkaufsrang 20.801
Buch (gebundene Ausgabe)
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?Seht zu, wie ihr zurechtkommt?
von Sikal am 29.04.2018

?Eigentlich ging es ja um die normalste Sache der Welt: Sterben, Pflege, Tod, Abschied, Weitermachen. Jeder erlebt es, ob Angehörige oder Freunde: Niemand kommt hier lebend raus.? Der Autor Sebastian Schoepp ist politischer Redakteur bei der Süddeutschen Zeiten, befasste sich bereits lange Zeit mit Südeuropa und Lateinamerika und soll als... ?Eigentlich ging es ja um die normalste Sache der Welt: Sterben, Pflege, Tod, Abschied, Weitermachen. Jeder erlebt es, ob Angehörige oder Freunde: Niemand kommt hier lebend raus.? Der Autor Sebastian Schoepp ist politischer Redakteur bei der Süddeutschen Zeiten, befasste sich bereits lange Zeit mit Südeuropa und Lateinamerika und soll als Auslandskorrespondent nach Buenos Aires gehen. Doch plötzlich muss er seinen Lebensentwurf komplett ändern, denn es gibt Dinge im Leben, die nicht planbar sind ? die Pflege naher Angehöriger. Sebastian Schoepp verzichtet auf diesen Karrieresprung, muss auch mit dem daraus folgenden Ende seiner Beziehung klar kommen und widmet sich vier Jahre lang der Pflege und Betreuung seiner Eltern. Obwohl dieser Schritt für ihn ein ziemlicher Einschnitt in sein Leben war, hat er es letztendlich nie bereut. In diesem Buch beschreibt Sebastian Schoepp einerseits von diesem Lebensabschnitt seiner Eltern, die dann im Alter von 90 und 91 Jahren verstorben sind und dem aufwändigen Pflegeprozess, die unendlich scheinende Bürokratie, die Eigenheiten alter Menschen, aber auch das Verständnis für Schwierigkeiten, die gemeinsamen Erinnerung und die letzten Gespräche. Andererseits beginnt der Autor sein eigenes Leben zu hinterfragen, das Verhalten seiner Eltern zu eruieren, was die Kriegsgeneration möglicherweise verschweigt oder verdrängt, z.B. den Sprung aus der Gefangenschaft in ein normales bürgerliches Leben ? ohne therapeutische Aufarbeitung des Geschehenen. Wie wurden diese Erfahrungen den Kindern übertragen? Warum gab es immer eine gewissen emotionale Distanz in der Eltern-Kind-Beziehung? Doch nicht nur die Kriegserinnerungen wurden unter den Teppich gekehrt, sondern auch die Wahrnehmung, dass der eigene Körper irgendwann mal nicht so mitspielen wird, wie man es gerne hätte. Durch intensive Recherchearbeit kann Sebastian Schoepp einen Teil der Wahrheit rekonstruieren, Dinge über die mit den Eltern nur selten gesprochen wurde und die doch so wichtig für die eigene Entwicklung sind. Er erzählt aber auch von dem Tabuthema ?Pflege?, wie sehr man bereit ist sich einzubringen, wann man auch ?Nein? sagen darf. Ich denke, dass er hier vielen aus der Seele spricht? Ich finde es schön, dass er sich letztendlich seinen Eltern und seiner Vergangenheit gegenüber versöhnlich zeigt, seine eigenen Bedürfnisse herausfindet. Oftmals sehr berührend, liest man hier über ein wichtiges Thema, das uns alle früher oder später betreffen wird.