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Der Abfall der Herzen

Roman

»Wann hast du aufgehört mich zu hassen?«
»Als du mir den Brief geschrieben hast.«
»Was für einen Brief?«
Und er beginnt sich zu fragen, was er noch vergessen hat von diesem Sommer 1999 in Rheine. Damals lebte Nagel in seiner ersten WG, hatte eine Band und seine Freundin und machte sich keine Gedanken über die Zukunft. Dann änderte sich alles, plötzlich, unvorhergesehen. Damals, als sie jung waren, als ein Jahrhundert zu Ende ging und man in den Regionalzügen noch rauchen konnte. Thorsten Nagelschmidt hat einen Roman über einen letzten großen Sommer geschrieben, über Freundschaft und die große Liebe und ihr Zerbrechen, weil man kein Morgen kannte.
Rezension
[…] ein charmanter Roadtrip in die Vergangenheit. Diese Spurensuche wird jeden Mittvierziger an die eigenen Sturm- und Drang-Jahre erinnern.
Portrait

Thorsten Nagelschmidt, geboren 1976 im Münsterland, ist Autor, Musiker und Künstler. Er ist Sänger, Texter und Gitarrist der Band Muff Potter und veröffentlichte die Bücher »Wo die wilden Maden graben« (2007), »Was kostet die Welt« (2010) und »Drive-By Shots« (2015). Zuletzt ist von ihm der Roman »Der Abfall der Herzen« (2018) erschienen. Thorsten Nagelschmidt lebt in Berlin und veranstaltet dort die Lesereihe »Nagel mit Köpfen«.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783104906287
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1266 KB
Verkaufsrang 28707
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Buchhändler-Empfehlungen

Natalie Sommer, Thalia-Buchhandlung Vechta

Speziell, aber durchaus empfehlenswert. Man muss sich auf dieses Buch einlassen, mich hat es schlussendlich überzeugt, auch wenn ich lange gehadert habe.

Erinnerung und Spurensuche!

Rebecca Hanneken, Thalia-Buchhandlung Giessen

Ein authentischer Coming-of-Age Roman! Brandenburg 2015! In einer Datsche erinnert sich Nagel, inzwischen Ende 30, an den Sommer 1999. Sein WG-Leben, seine Band, Partys, Frauen, Alkohol und Drogen! Ein mysteriöser Brief bringt den Stein ins Rollen! Eine Geschichte aus dem wahren Leben! Man lacht und man weint mit ihm!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Erinnerungen an die Jugend
von friederickes Bücherblog aus Berlin am 07.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Cover Ein schlichtes Cover mit zurückhaltenden Farben und vier jungen Menschen, die in einen See springen. Gemeinsam mit dem Klappentext ist das eine gelungen und fein abgestimmte Präsentation. Die Geschichte (Achtung Spoiler!) Eine etwas andere Geschichte, die nicht am Anfang beginnt. Der Autor erzählt zunächst autob... Das Cover Ein schlichtes Cover mit zurückhaltenden Farben und vier jungen Menschen, die in einen See springen. Gemeinsam mit dem Klappentext ist das eine gelungen und fein abgestimmte Präsentation. Die Geschichte (Achtung Spoiler!) Eine etwas andere Geschichte, die nicht am Anfang beginnt. Der Autor erzählt zunächst autobiografisch, wie es dazu kam, dass er sich auf die Spurensuche in den Sommer 1999 begibt und wie es letztendlich zu diesem Buch kam. Er wohnt in Berlin und trifft sich eines Tages mit einem Freund, mit dem er sich vor langer Zeit zerstritten hatte. Und dann redeten sie plötzlich über einen Brief, den er ihm vor vielen Jahren geschrieben und den Streit beendet haben soll. Aber er kann sich nicht erinnern, obwohl er damals bereits als Autor ein Tagebuch geführt hat. Nun beginnt er damit die Kladden zu lesen und hat zunehmend mehr Fragen als Antworten. Er fährt nach Rheine, wo er 1999 gewohnt hat, redet mit Freunden und Bekannten. An dem Ort ist er aufgewachsen und wurde zum Sänger und Songschreiber. Vieles, was er sich nun erzählen lässt, kann er mittlerweile so nicht einordnen und vieles nicht mehr erinnern. Und sie erzählen es auch ganz anders, wie er das wahrgenommen hatte. Und alles, was er nicht mehr zusammenbekommt, muss er in seinem Roman mit neuen Figuren und Handlungen ergänzen. Meine Meinung Die Geschichte wird über zwei Zeitebenen, nämlich aus der Gegenwart und dem Rückblick auf das Jahr 1999 erzählt. Der Autor wählte die Erzählperspektive des Icherzählers, was grundsätzlich dafür sorgt, dass man den Figuren sehr nah ist. Anfänglich habe ich mich allerdings etwas schwer damit getan, mich mit den Protagonisten, ihren Aktivitäten und ihrer Sprache anzufreunden, weil ich 1999 schon etwas älter, als diese Jungs war. Es war ein sehr schwieriges Jahr für ihn. Vieles auch Unsägliches ist passiert. Insgesamt geht es um Freundschaft, Partys, Alkohol, Eifersucht, Musik und mehr. Es geht um die Erinnerungen. Einiges was die so veranstaltet haben war mir natürlich auch nicht fremd, auch wenn meine Jugend schon etwas länger zurückliegt, als 1999. Und auch ich verstricke mich immer öfter in Zeiten, die mich fragen lassen: „Weißt Du noch?“ Ich habe mich deshalb an keiner Stelle gelangweilt und das Buch hat mich wunderbar unterhalten, mich selbst auf Suche nach meiner Vergangenheit und Jugend geschickt, wenn auch die Erinnerungen etwas anders daherkommen. Es hat mich an vielen Stellen schmunzeln lassen und dadurch, dass es einfach mal ganz anders war, sehr überzeugt. Ich wünsche dem Buch, dass es viele Leser finden möge. Ich für meinen Teil kann also eine Leseempfehlung aussprechen. friedericke von "friederickes bücherblog"

Eine bewegte Jugend
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 30.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wir alle haben Erinnerungen ein ganz persönlich wichtiges Jahr. Das Jahr nach dem Abi beispielsweise, als das Gefühl der Freiheit groß und die Zukunftssorgen gering waren. Trotzdem eine Zeit, die einen geprägt hat und in der Weichen gestellt wurden. Eine Zeit, an die man meist gerne, oder mit gemischten Gefühlen zurückdenkt. Für... Wir alle haben Erinnerungen ein ganz persönlich wichtiges Jahr. Das Jahr nach dem Abi beispielsweise, als das Gefühl der Freiheit groß und die Zukunftssorgen gering waren. Trotzdem eine Zeit, die einen geprägt hat und in der Weichen gestellt wurden. Eine Zeit, an die man meist gerne, oder mit gemischten Gefühlen zurückdenkt. Für den Autor, genannt Nagel, ist dies der Sommer 1999. Mit einer einfachen Frage an seinen langjährigen Freund beginnt für Nagel eine Spurensuche in seine Vergangenheit: "Wann hast du eigentlich aufgehört, mich zu hassen?" - "Als du mir den Brief geschrieben hast." - "Was für einen Brief?" Er kramt seine alten Tagebücher (Kladden) aus dem Sommer 1999 hervor, denen er damals alles anvertraut hatte. "Es ist, als hätte eine unsichtbare Hand mich am Kragen gepackt und in diese Bücher hineingezogen, in den Sommer vor 16 Jahren. Der Sommer, in dem unsere Welt in 1000 Teile zerbrach, die sich nie wieder zu einem Ganzen fügten." Seite 12 Obwohl ich wenige Jahre jünger bin als der Autor, der vor diesem eindeutig autobiografischem Roman bereits Bücher unter dem Namen Nagel veröffentlicht hat, habe auch ich Erinnerungen an das Jahr 1999 - die Sonnenfinsternis, und vieles mehr. Nagel hatte schon eine besonders bewegte und richtungslose Jugend, von Alkohol, Partys, Sex, auch Drogen, WG-Leben, Geldsorgen hat er kaum etwas ausgelassen. Trotzdem hat er immer seine Tagebücher, Kladden geführt, gerade in Zeiten von Liebeskummer exzessiv. Gerade am Anfang des Romans habe ich etwas damit gehadert. Was gehen mich die Jugenderinnerungen eines Fremden an? Wo bleibt der Anspruch? An die recht umgangssprachliche Ausdrucksweise musste ich mich erst einmal gewöhnen. Insbesondere bei den anfänglichen Vorstellungen der WG-Mitbewohner wirkte der Ton extrem unbeholfen und gezwungen. Hat mich etwas an einen Schulaufsatz erinnert. Doch das wurde mit der Zeit immer besser. Denn dann hat mich das Buch doch noch erwischt. Es entwickelte einen regelrechten Sog und ich wollte wissen, wie es mit Nagel und seinen Kumpels und seinen beiden Lieben weitergeht. Was ist damals passiert? Wie einzelne Puzzleteilchen füllt Nagel seine Erinnerungslücken, die durch die Kladden nicht vollständig gefüllt werden konnten. 16 Jahre nach dem bedeutsamen Sommer ruft er Weggenossen von damals an, schreibt ihnen E-Mails und trifft sich mit ihnen. Die zusammengetragenen Informationen passen nicht immer genau zusammen. Es ist eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt, und gerade durch die lockere, einfache Sprache, teils im Umgangston, teils im Jugendslang hat sie etwas unnachahmlich authentisches. Und vielleicht habe ich genau hier den Anspruch gefunden, den ich gesucht hatte: sich auf die Sprache und die Gedankenwelt von Anfang 20-jährigen einzulassen, die selbst noch nicht wissen, was sie vom Leben eigentlich erwarten. Nagel spielt in einer zugegebenermaßen versifften Band und so tauchen immer wieder Musikstücke und Songtexte aus der Zeit auf. Das hat mir sehr gut gefallen, es gibt dem Buch einen gewissen "Sound". Am Ende handelt es sich bei diesem Buch um eine gut gemachte Mischung aus Coming-of-Age-Roman und Spurensuche in der eigenen Vergangenheit. Nach leichten Gewöhnungsschwierigkeiten hat es mir sehr gut gefallen, ich kann mir aber vorstellen, dass nicht jeder etwas damit anfangen kann.

Autobiographische Anekdoten aus einem banalen Leben eines 23-jährigen Musikers und Studenten Ende der 90er-Jahre
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 01.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Thorsten "Nagel" blickt im Jahr 2015 auf den Sommer 1999 zurück und zieht sich in eine Datsche in Brandenburg zurück, um seine Memoiren zu Papier zu bringen. 1999 hatte er seinem Freund Sascha dessen Freundin Laura ausgespannt, nach dem seine eigene Freundin sich mit Timo eingelassen hatte. Allem Anschein nach hatte Thorsten a... Thorsten "Nagel" blickt im Jahr 2015 auf den Sommer 1999 zurück und zieht sich in eine Datsche in Brandenburg zurück, um seine Memoiren zu Papier zu bringen. 1999 hatte er seinem Freund Sascha dessen Freundin Laura ausgespannt, nach dem seine eigene Freundin sich mit Timo eingelassen hatte. Allem Anschein nach hatte Thorsten aber auch nicht allzu viel Enthusiasmus in die Beziehung gesteckt, sondern mehr in den Tag hineingelebt und sich orientierungslos neben seinem Studium mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten zu haben und die restliche Zeit mit seinen WG-Kumpels Richter und Thommy und ihrer gemeinsamen Band vor ihrem Umzug nach Berlin in Rheine verbracht zu haben. Thorsten vertieft sich 2015 in seine Tagebucheinträge aus den späten 90er-Jahren, anhand derer der Roman episodenartig erzählt wird und mehr oder weniger witzige Szenen aus dem Leben eines Musikers/ Studenten/ Freund/ Suchenden enthält. In Momentaufnahmen wird das Leben eines jungen Mannes und seiner Beziehungen in den 90ern geschildert. Durch die für mich zum Teil zusammenhanglose Aneinanderreihung der offenbar autobiographischen Anekdoten war mir der Roman zu langatmig und langweilig, so dass ich mich zwingen musste, den Roman nicht nur quer zu lesen, um bis zum Ende durchzuhalten. Den im Klappentext angekündigten Scherbenhaufen des 23-jährigen Ich-Erzählers konnte ich nicht als derart erzählenswert ausmachen. Die Nacherzählung seines jugendlichen Lebens wirkte auch mich wie das Geschwafel von jemandem, der sich am liebsten selbst reden hört. Auch die Spurensuche durch die Interviews mit seinen alten Weggefährten, die aus ihrer Sicht, damit zum Teil sehr unterschiedlich, aber auch nur sehr stichpunktartig Thorstens Fragen beantworten, wirkte mir zu halbherzig und unausgereift. Möglicherweise zähle ich aber einfach zur falschen Zielgruppe des Romans und vielleicht ist Nagelschmidts "Abfall" eher ein Buch für Männer, die selbst ihre Jugend in den 90er-Jahren verlebt haben und sich mit dem unreif wirkenden Protagonisten und seinen Erfahrungen mit Frauen, Kiffen und seinen Banalitäten des Alltags identifizieren können.