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Die Büglerin

Roman

(10)

Tonia Schreiber ist Büglerin. Mit der Hand bügelt sie die Wäsche ihrer vermögenden Heidelberger Kunden. Die Arbeit erledigt sie mit Sorgfalt und Präzision, obgleich sie schlecht bezahlt wird. Denn das Bügeln ist ihre Form der Buße. Sie büßt für eine Tat, die ihr Leben unwiderruflich verändert hat. Ein Leben, das unter den besten Vorzeichen stand: Als Tochter renommierter Botaniker verbrachte sie ihre Kindheit auf einer Segeljacht. Später lebte sie in Wien in der elterlichen, mit Aquarien ausgestatteten Villa und zog gemeinsam mit ihrer Halbschwester ihre Nichte Emilie auf. Bis Emilie auf tragische Weise starb. Und Tonia alles aufgab, ihre Freunde, ihren Reichtum, die Wissenschaft. Sie verließ ihre Heimatstadt Wien und begann zu bügeln. Doch das Leben ist noch nicht ganz fertig mit ihr. Denn der Zufall spielt ihr etwas in die Hände, das Emilies Tod in ein anderes Licht rückt.

Portrait
Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 stand er mit »Der Allesforscher« auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für »Das Leben und Sterben der Flugzeuge«, zulöetzt erschien von ihm bei Piper die für den Österreichischen Buchpreis nominierte »Büglerin«.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05663-2
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 21,1/13,5/2,7 cm
Gewicht 400 g
Verkaufsrang 28.354
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unkonventioneller Wortmaler“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Der Lebensweg von Tonia Schreiber ist extrem ungewöhnlich. Mit viel Phantasie, skurrilen Einfällen und genial eingebundenen, besonderen - wahren - Fakten, entwirft Heinrich Steinfest einen ganz eigenen, detailreichen Kosmos. Er ist ein beeindruckender Beobachter mit fast aberwitzigen Ideen, die klug überlegt sind. Seine Charaktere wirken fast ein bisschen verschroben, auf jeden Fall unkonventionell - das macht sie sehr liebenswert. Für mich ein großes Lesevergnügen!!
Der Lebensweg von Tonia Schreiber ist extrem ungewöhnlich. Mit viel Phantasie, skurrilen Einfällen und genial eingebundenen, besonderen - wahren - Fakten, entwirft Heinrich Steinfest einen ganz eigenen, detailreichen Kosmos. Er ist ein beeindruckender Beobachter mit fast aberwitzigen Ideen, die klug überlegt sind. Seine Charaktere wirken fast ein bisschen verschroben, auf jeden Fall unkonventionell - das macht sie sehr liebenswert. Für mich ein großes Lesevergnügen!!

Sebastian Schuy, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Wie sieht ein Leben aus, das einzig auf Bestrafung ausgerichtet ist? Ein grandioser Roman um eine Heldin, die von sich aus ein neues Kapitel aufgeschlagen hat. Ungewöhnlich gut! Wie sieht ein Leben aus, das einzig auf Bestrafung ausgerichtet ist? Ein grandioser Roman um eine Heldin, die von sich aus ein neues Kapitel aufgeschlagen hat. Ungewöhnlich gut!

„" Es ging jetzt etwas Mächtiges von ihm aus. Eine ungemeine Fröhlichkeit..."“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Die obigen beiden Sätze sind die letzten dieses Buches - und sollten eigentlich am Anfang stehen! Denn dieses Buch ist mit ganz viel (Wort-)Witz und Verve geschrieben.

Beispiel?

"Es war übrigens nicht nur ihre Mutter, die an Vormittagen wie an Nachmittagen trank - und nicht gewußt hätte, wieso sie ausgerechnet abends damit aufhören sollte - sondern auch ihr Vater!"

Sie, das ist Tonia Schreiber, aufgewachsen als Tochter zweier Freigeister, beide Akademiker, aber ihren Forschungsauftrag nicht ganz ernst nehmend. Statt dessen unterrichten Sie ihre hochbegabte Tochter selbst, segeln mit ihr über die Weltmeere, und erst als Tonia in die Pubertät kommt, wird sie "an Land", in ein Internat in Italien geschickt. Sie studiert Meeresbiologie, erfolgreich. Als ihre Eltern auf See in einem Sturm umkommen, hinterlassen sie ihr ziemlich viel Geld, und dazu eine Halbschwester, von der Tonia nichts wußte. Fast so etwas wie ein normales Familienleben beginnt, bis es zu einem schrecklichen Unglück kommt, das Tonia (fast) der Welt entsagen läßt, zumindestens aber der akademischen. Sie verschenkt praktisch allen Besitz, und beginnt ein neues Leben, als Büglerin in gehobenen Haushalten. Und hier startet die eigentliche Geschichte....

Ein Buch, das in keine Schublade passt, einfach toll geschrieben, mit immer neuen, überraschenden Wendungen, tragisch und unglaublich komisch zugleich. Dazu gesellt sich Spannung auf hohem literarischen Niveau. Was das alles mit den pechschwarzen, in Öl gemalten Rechtecken und Quadraten des russischen Künstlers Malewitsch zu tun hat? Das müssen Sie selbst herausfinden! Viel Spaß dabei!

Noch ein Zitat:

"Sie wissen sicher, Tonia, was für eine schöne Frau sie sind?"
"Ja, danke, ich weiß es."
"Er zählte eindeutig zu diesen alten Männern, die sich ewige Potenz einbilden sowie einen lassoartigen Charme. Männer, die sich alle irgendwie für Martin Walser halten."
Die obigen beiden Sätze sind die letzten dieses Buches - und sollten eigentlich am Anfang stehen! Denn dieses Buch ist mit ganz viel (Wort-)Witz und Verve geschrieben.

Beispiel?

"Es war übrigens nicht nur ihre Mutter, die an Vormittagen wie an Nachmittagen trank - und nicht gewußt hätte, wieso sie ausgerechnet abends damit aufhören sollte - sondern auch ihr Vater!"

Sie, das ist Tonia Schreiber, aufgewachsen als Tochter zweier Freigeister, beide Akademiker, aber ihren Forschungsauftrag nicht ganz ernst nehmend. Statt dessen unterrichten Sie ihre hochbegabte Tochter selbst, segeln mit ihr über die Weltmeere, und erst als Tonia in die Pubertät kommt, wird sie "an Land", in ein Internat in Italien geschickt. Sie studiert Meeresbiologie, erfolgreich. Als ihre Eltern auf See in einem Sturm umkommen, hinterlassen sie ihr ziemlich viel Geld, und dazu eine Halbschwester, von der Tonia nichts wußte. Fast so etwas wie ein normales Familienleben beginnt, bis es zu einem schrecklichen Unglück kommt, das Tonia (fast) der Welt entsagen läßt, zumindestens aber der akademischen. Sie verschenkt praktisch allen Besitz, und beginnt ein neues Leben, als Büglerin in gehobenen Haushalten. Und hier startet die eigentliche Geschichte....

Ein Buch, das in keine Schublade passt, einfach toll geschrieben, mit immer neuen, überraschenden Wendungen, tragisch und unglaublich komisch zugleich. Dazu gesellt sich Spannung auf hohem literarischen Niveau. Was das alles mit den pechschwarzen, in Öl gemalten Rechtecken und Quadraten des russischen Künstlers Malewitsch zu tun hat? Das müssen Sie selbst herausfinden! Viel Spaß dabei!

Noch ein Zitat:

"Sie wissen sicher, Tonia, was für eine schöne Frau sie sind?"
"Ja, danke, ich weiß es."
"Er zählte eindeutig zu diesen alten Männern, die sich ewige Potenz einbilden sowie einen lassoartigen Charme. Männer, die sich alle irgendwie für Martin Walser halten."

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Was zunächst wie ein detailreicher Bericht scheint wird zu einem Einblick in eine interessante Gedankenwelt und das vermeintlich schwere Leben. Sehr lesens- und nachdenkenswert. Was zunächst wie ein detailreicher Bericht scheint wird zu einem Einblick in eine interessante Gedankenwelt und das vermeintlich schwere Leben. Sehr lesens- und nachdenkenswert.

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Steinfest erneut in Hochform - weniger magisch, dafür umso unterhaltsamer erzählt er die Geschichte einer jungen Frau und deren Umgang mit Schuld. Lesenswert. Steinfest erneut in Hochform - weniger magisch, dafür umso unterhaltsamer erzählt er die Geschichte einer jungen Frau und deren Umgang mit Schuld. Lesenswert.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Bügeln als Kunst und Buße zugleich
von einer Kundin/einem Kunden am 01.10.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der Tod lässt mit sich reden, wenn man ihn höflich bittet. Davon ist Tonia überzeugt. Danach richtet sie ihr ganzes Leben nach einem tragischen Unfall aus. Eine wundervolle, hintergründig witzige und vielschichtige Geschichte in typischer Steinfest-Manier. Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2018.

von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 18.06.2018
Bewertet: anderes Format

Tonia ist Büglerin. Warum das so ist, erzählt Heinrich Steinfest in wunderschönen Sätzen. Absolut gelungen, fesselnd, eine Top-Empfehlung, die man sich nicht entgehen lassen darf!

Vom Verlangen nach Vergebung
von einer Kundin/einem Kunden am 28.05.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

?Die Büglerin?, eine Frau, die sich nach einer Vergebung sucht, die sie sich nur selbst erteilen kann ? und dazu nicht bereit ist. Tonia Schreiber stammt aus Wien, hat fast ihre Kompette Kindheit auf einem Schiff verbracht und wurde wie ihre Eltern Biologin. Mit Ende 30 jedoch nimmt ihr Leben... ?Die Büglerin?, eine Frau, die sich nach einer Vergebung sucht, die sie sich nur selbst erteilen kann ? und dazu nicht bereit ist. Tonia Schreiber stammt aus Wien, hat fast ihre Kompette Kindheit auf einem Schiff verbracht und wurde wie ihre Eltern Biologin. Mit Ende 30 jedoch nimmt ihr Leben eine jähe Wendung: Sie macht sich dafür verantwortlich, dass eine große Tragödie über eine ihr besonders nahestehende Person hereingebrochen ist. Als Reaktion darauf beschließt sie, dass sie damit ihr persönliches Anrecht auf Glück verwirkt hat, trennt sich von allem was sie hat und gelangt nach Heidelberg, wo sie als Büglerin ihren Lebensunterhalt verdient. Nach dem außerordentlich skurrilen ?Das Leben und Sterben der Flugzeuge? hat Steinfest einen Roman abgeliefert, der wieder um einiges geerdeter ist und vom Gesamteindruck bedeutend mehr an Vorgänger wie ?Der Allesforscher? erinnert. Auch in Tonia Schreibers neuem Leben steht immer wieder in unterschiedlicher Gestalt das Glück vor ihrer Tür, doch sie lehnt es konsequent ab ? bis sie eines Tages auf einen Menschen mit ähnlich ungewöhnlicher und bergtalfahrt-artiger Geschichte trifft, der ihr eine andere Perspektive auf das Leben erlaubt. Steinfest arbeitet mit verschiedenen Collageelementen: So flechtet er in das Drama rund um seine Protagonistin zusätzlich Spannungs- und Romantikstränge ein, die das Geschehen abwechslungsreich gestaltet. Darüber hinaus finden sich für langjährig-treue LeserInnen Elemente aus früheren Romanen und so passt es auch thematisch wohl nicht nur zufällig perfekt dazu, dass ein schwarz übermaltes Gemälde eines russischen Künstlers eines der zentralen Leitmotive des Buchs darstellt. ?Die Büglerin? ist berührend und spannend, zärtlich und dunkel und erlaubt sich in manchen Momenten auch einen Anflug von Komik, sprich: Steinfest in Bestform.