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Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

Roman

(4)
Als alte Frau blickt Anna zurück auf ihr Leben, so, wie sie sich jetzt, da ihr Gedächtnis nachlässt, daran erinnert. An schöne wie an schwere Momente, an die Zeit in Finnland wie auch an den Neuanfang mit Thomas in England. Vor allem erinnert sie sich an ihr Häuschen mit den blauen Vorhängen auf einer Schäreninsel, inmitten von Möwen, Schilf und krummen Kiefern, wo sie die Sommer mit ihrer großen Liebe Antti verbrachte – und natürlich an den Tag, an dem ein Wal durch London schwamm ...
Portrait
Selja Ahava, geboren 1974, studierte Dramaturgie an der Theaterhochschule Helsinki und schrieb Drehbücher für Filme und Fernsehserien sowie Hörbücher, bevor sie mit »Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm« ihren ersten Roman veröffentlichte. Für »Dinge, die vom Himmel fallen« war sie für den Finlandia Prize nominiert und erhielt 2016 den Literaturpreis der Europäischen Union. Sie hat fünf Jahre in London verbracht und lebt seit ihrer Rückkehr nach Finnland mit ihrer Familie in Porvoo.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 03.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31257-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/12,2/2,2 cm
Gewicht 210 g
Originaltitel Eksyneen muistikirja
Übersetzer Stefan Moster
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein Roman über eine Frau mit Demenz,sehr einfühlsam geschrieben. Das Buch ist sicherlich keine leichte Kost, aber eine ganz besondere und bereichernde Leseerfahrung. Ein Roman über eine Frau mit Demenz,sehr einfühlsam geschrieben. Das Buch ist sicherlich keine leichte Kost, aber eine ganz besondere und bereichernde Leseerfahrung.

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2018
Bewertet: anderes Format

Anna vergisst, erinnert sich und vergisst wieder. Phantasien/Erinnerungen kommen und gehen. Wörter werden aneinander gereiht zu tollen Sätzen. Bitte Lesen. Tolle finn. Literatur

Einfühlsam
von einer Kundin/einem Kunden am 02.01.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Selja Ahavas erzählt einfühlsam die Geschichte von Anna. Anna, die ihre Erinnerungen verliert. Ein Buch über Gedächtinisverlust und Erinnerungsfetzen an das Leben. Empfehlenswert.

Erleuchtete Augenblicke
von solveig am 01.02.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Wie ein Flickenteppich erscheint Anna, Alzheimer-Patientin in einem Pflegeheim, die Zeit und der Rückblick auf ihr eigenes Leben. Sie versucht sich an den Anfang zu erinnern und kehrt in Gedanken an den Ort zurück, an dem sie die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat, ihrem Häuschen auf einer kleinen... Wie ein Flickenteppich erscheint Anna, Alzheimer-Patientin in einem Pflegeheim, die Zeit und der Rückblick auf ihr eigenes Leben. Sie versucht sich an den Anfang zu erinnern und kehrt in Gedanken an den Ort zurück, an dem sie die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat, ihrem Häuschen auf einer kleinen Insel in den Schären. Aus Annas Perspektive erzählt die Autorin Episoden aus Annas Leben; nicht in einer chronologischen Abfolge von Ereignissen, sondern einzelne Bruchstücke, Augenblicke ihres Lebens. Zunächst noch in länger zusammenhängenden Phasen geschrieben, wird (nach einem Schicksalsschlag) die Erzählung jedoch zunehmend sprunghaft, so wie Anna selbst auch. Mit fortschreitender Krankheit wird Anna ruheloser, füllt ihr Leben mit erdachten Kindern (die sie sich immer gewünscht hat) und Gestalten aus Kinderbüchern und findet sich schließlich in der Realität nicht mehr zurecht. Auch der Leser, der Anna auf ihrem Weg durch die stetig fortschreitende Krankheit begleitet, hat Mühe, den Überblick zu behalten, ist beinahe ebenso verwirrt und orientierungslos wie Anna. Er erlebt den langsamen Prozess des Vergessens gemeinsam mit Anna. Sehr einfühlsam beschreibt Selja Ahava das langsame „Verschwinden“ des eigenen Ich. Es beginnt mit „Bildern, … die aus ihren Halterungen sprangen…“ und endet damit, dass die Teile der Erinnerung immer kleiner werden. Zeitliche Abläufe werden unwichtig, geraten durcheinander. Die meisten Ereignisse in Annas Leben sind am Ende vergessen, genauso wie jener denkwürdige Tag „an dem ein Wal durch London schwamm“. Zum Schluss schließt sich der Kreis, es bleibt das friedliche, versöhnliche Bild ihrer Insel. Die einzelnen Szenen sind geradezu bildlich vorstellbar, wie mit einer Kamera eingefangen. Dieser Eindruck wird durch die schlichte, aber sehr schöne, bildhafte Sprache der Autorin hervorgerufen, eine Sprache, die zu Annas Wesen passt. Sie geht sorgsam mit Worten um, trifft stets das Wesentliche und berührt den Leser. Man sollte sich Zeit nehmen für diesen nachdenklich stimmenden Roman und sich einfach mit der Erzählung treiben lassen. Sie macht sensibel für das eigene alltägliche (Er-)Leben. „Es gibt keine einheitliche Geschichte, es gibt erleuchtete Augenblicke, und der Rest ist Finsternis“.