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Das verlorene Kopftuch

Wie der Iran mein Herz berührte

Ohne Kopftuch auf die Straße gehen, Wein trinken und sich bis über beide Ohren in einen Mann verlieben. All das erlebt Nadine Pungs im Iran, obwohl es streng verboten ist. Von Teheran über den Persischen Golf bis fast an die Grenze zu Aserbaidschan erkundet sie, wie das Land jenseits westlicher Klischees tatsächlich tickt. Wortgewaltig schildert sie, wie es sie herausfordert und zugleich beschenkt. Wie sich ihre Schwarz-Weiß-Vorstellungen in tausendundeine Schattierung auflösen und die Perser ihr Herz schließlich zum Überlaufen bringen …

»Hier ist eine Frau unterwegs, die nichts versteckt, auch nicht die Mühsal der Fremde, die Sprachlosigkeit, die Unruhe. Und die sie in einem Ton schildert, der swingt und uns daran erinnert, was dreißig stille Buchstaben vermögen.« Andreas Altmann

Portrait
Nadine Pungs, 1981 im Rheinland geboren, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte. Davor, währenddessen und danach tingelte sie jahrelang als Kleinkünstlerin durch die Dörfer und spielte am Theater. Auf der Suche nach Intensität und Schönheit zieht es sie immer wieder in die Welt. Bei Malik erschien zuletzt »Meine Reise ins Übermorgenland. Allein unterwegs von Jordanien bis Oman«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 02.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89029-494-0
Verlag MALIK
Maße (L/B/H) 20,7/13,9/3 cm
Gewicht 414 g
Abbildungen mit 16 Seiten Farbbildteil und einer Karte, mit 16 Seiten Farbbildteil und einer Karte
Verkaufsrang 136693
Buch (Paperback)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Freiheit in einer Cola-Flasche
von Bücher in meiner Hand am 07.06.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Früher hab ich viele Bücher über Nahost gelesen, darunter hat mich Brunni Prasskes "Küsse in der Moschee" begeistert. Deshalb freue ich mich - fast 20 Jahre später - auf einen erneuten Einblick in den Iran, diesmal mit dem Buch von Nadine Pungs. Ich habe "Das verlorene Kopftuch" mit Prasskes Büchern im Hinterkopf und meinen e... Früher hab ich viele Bücher über Nahost gelesen, darunter hat mich Brunni Prasskes "Küsse in der Moschee" begeistert. Deshalb freue ich mich - fast 20 Jahre später - auf einen erneuten Einblick in den Iran, diesmal mit dem Buch von Nadine Pungs. Ich habe "Das verlorene Kopftuch" mit Prasskes Büchern im Hinterkopf und meinen eigenen Eindrücken von orientalischen Ländern gelesen. Auch Nadine Pungs trifft auf viele gastfreundliche Menschen, die sie spontan zu sich nach Haus einladen, die ihr die Stadt oder den richtigen Weg zeigen oder einfach neugierig sind, diese alleinreisende Frau kennenzulernen. So offen wie diese Iraner geht auch Pungs auf die Leute zu. Die Autorin beschreibt unterhaltsam die Kultur und Geschichte des Landes, erzählt farbig von den schönen Landschaften und schildert die Erlebnisse der Fahrtwege per Taxi, Bus, Zug und Schiff zu den Sehenswürdigkeiten des Irans. Sie setzt sich während ihrer Reise stark mit der Politik, mit dem Tragen des Schleiers, der Freiheit der Iraner im Allgemeinen und die der Frauen im Besonderen auseinander. Freiheit, oder die Definition davon, ist ein grosses Thema. Kein Wunder, denn als europäische Frau ist man der Thematik auf Schritt und Tritt ausgesetzt und sei es nur weil das Kopftuch immer wieder verrutscht. Zur Freude der Einheimischen haben die Technikerrungenschaften der Neuzeit den Iran längt erreicht. Sie sind nun durch Internet mit der restlichen Welt verbunden und kommen einfacher in den Genuss von kleineren Freiheiten, wie z.B. das Herunterladen oder Hören moderner Musik, die sonst verboten ist. Noch immer werden die Freiheiten hinter verschlossenen Türen gelebt - die iranische Freiheit beginnt sozusagen hinter der Haustüre. Wie überall auf der Welt erlebt man nicht nur Positives. Doch die negativen Reiseerlebnisse kann die Autorin zum Glück an einer Hand abzählen. Dazu gehört die ewige Frage nach dem Verheiratet-sein, von der sie irgendwann genug hat und sich mit einem "Ehering" Abhilfe schafft. Ich musste lachen, denn das kam mir sehr bekannt vor: bei meinen Reisen (nicht durch den Iran) hatte ich ebenfalls mit dem Ehering meiner verstorbenen Grossmutter vorgesorgt und kann daher den Unterschied, den so ein kleiner Ring ausmacht, vollkommen verstehen. Durch die eingefügte Landkarte kann man Nadine Pungs Reiseroute nachverfolgen, zahlreiche farbige Fotos ergänzen die Erzählungen. Fazit: Nadine Pungs erzählt bildhaft von ihrer Reise durch das Land, von Begegnungen mit den Menschen, deren Mentalität und gibt den Heimgebliebenen das Gefühl mitzureisen. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für fremde Kulturen interessieren. 4 Punkte.