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Eine Geschichte der Wölfe

Roman

(12)
In den dunklen Wäldern von Minnesota wächst Linda in den kläglichen Überresten einer Kommune auf. Ihre Eltern sind über das Scheitern ihrer Hippie-Ideale zu Eigenbrötlern geworden, in der High-School kommt sie sich vor wie eine Außerirdische. In ihrer Isolation fühlt sich Linda wie magisch hingezogen zu ihrer Klassenkameradin Lily und zu ihrem Geschichtslehrer, Mr Grierson. Es ist ein Schock, als der wegen des Besitzes von Kinderpornographie verhaftet wird und dann auch noch Lily von der Schule verschwindet. Linda hat niemand, mit dem sie über all das reden könnte. Da zieht eine Familie neu an den See. Alles bei ihnen scheint Linda gut und schön. Sie wird die Babysitterin des kleinen Paul und sehnt sich danach zu dieser heilen Familie zu gehören. Doch als Paul schwer krank wird, bleiben seine Eltern seltsam inaktiv. Soll Linda trotzdem einen Arzt rufen und damit das gute Verhältnis zu ihren "neuen Freunden" riskieren? Eine vielleicht unmögliche Entscheidung für eine Vierzehnjährige, die ihr ganzes weiteres Leben beeinflussen wird....
Portrait

Emily Fridlund wuchs in Minnesota auf und lebt derzeit in der Finger Lakes Region des Staates New York. Ihre Prosa erschien in zahlreichen Zeitschriften; eine Sammlung ihrer Kurzgeschichten wird im Jahr 2017 in den USA erscheinen. Ihr erster Roman "Eine Geschichte der Wölfe" war in den USA nicht nur bei den Independent Booksellers ein Liebling und großer Erfolge, sondern auch bei Barnes & Noble. Seit Erscheinen wurden allein dort über 60.000 Hardcover verkauft.

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Chad Harbach, Michel Houellebecq und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 19.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1367-5
Verlag Berlin Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3,8 cm
Gewicht 501 g
Originaltitel History of Wolves
Übersetzer Stephan Kleiner
Verkaufsrang 67.567
Buch (gebundene Ausgabe)
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Linda, eine pubertierende 14-jährige, ist verliebt in ihren neuen Lehrer, der allerdings wohl ein Auge auf ihre Mitschülerin Lily geworfen hat, ja, eventuell sogar ein Verhältnis mit Lily hat. Zur gleichen Zeit, als dieser Mr. Grierson wegen des Besitzes von kinder-pornographischen Fotos der Schule verwiesen wird, übernimmt Linda bei ihren neuen Nachbarn das Babysitting für deren etwas seltsamen 4-jährigen Sohn Paul. Linda, die ihre Kindheit selbst in den Trümmern einer Hippie-Kolonie verbracht hat, versucht mit diesem merkwürdigen Kind klar zu kommen...

Das könnte alles ziemlich spannend sein, gerade das ländliche Amerika, in diesem Fall Minnesota, bietet reichlich Stoff für große Romane. Aber dieser ? Nicht wirklich!

Das Buch ist einfach sehr langweilig geschrieben, die Story unfassbar konstruiert, und die Sprache ist nicht poetisch, sondern einfach verschwurbelt - und die zähe Übersetzung macht das Ganze auch nicht besser...
Linda, eine pubertierende 14-jährige, ist verliebt in ihren neuen Lehrer, der allerdings wohl ein Auge auf ihre Mitschülerin Lily geworfen hat, ja, eventuell sogar ein Verhältnis mit Lily hat. Zur gleichen Zeit, als dieser Mr. Grierson wegen des Besitzes von kinder-pornographischen Fotos der Schule verwiesen wird, übernimmt Linda bei ihren neuen Nachbarn das Babysitting für deren etwas seltsamen 4-jährigen Sohn Paul. Linda, die ihre Kindheit selbst in den Trümmern einer Hippie-Kolonie verbracht hat, versucht mit diesem merkwürdigen Kind klar zu kommen...

Das könnte alles ziemlich spannend sein, gerade das ländliche Amerika, in diesem Fall Minnesota, bietet reichlich Stoff für große Romane. Aber dieser ? Nicht wirklich!

Das Buch ist einfach sehr langweilig geschrieben, die Story unfassbar konstruiert, und die Sprache ist nicht poetisch, sondern einfach verschwurbelt - und die zähe Übersetzung macht das Ganze auch nicht besser...

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Zerbrechlichkeit trifft auf Stärke - Poesie trifft auf Prosa.
Einzigartig und subtil.. "Eine Geschichte der Wölfe" wurde Finalist des Man Booker Prize 2017.
Zerbrechlichkeit trifft auf Stärke - Poesie trifft auf Prosa.
Einzigartig und subtil.. "Eine Geschichte der Wölfe" wurde Finalist des Man Booker Prize 2017.

„"Da geht der Reis dahin, Mom. Da geht der ganze Topf dahin."“

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Minnesota im Winter und Schnee, viel Schnee.
Ein einsamer Teenager, Linda, mit Eltern, die wenig Gegenüber bieten, stößt als Babysitter auf eine eigenartige Familie aus der Stadt. Die Autorin entwickelt ein düsteres Szenario, angesiedelt in eindrucksvoller Natur, in der das Mädchen den einzigen Rückhalt zu finden scheint.

Ein kraftvoller, überzeugender Roman.
Minnesota im Winter und Schnee, viel Schnee.
Ein einsamer Teenager, Linda, mit Eltern, die wenig Gegenüber bieten, stößt als Babysitter auf eine eigenartige Familie aus der Stadt. Die Autorin entwickelt ein düsteres Szenario, angesiedelt in eindrucksvoller Natur, in der das Mädchen den einzigen Rückhalt zu finden scheint.

Ein kraftvoller, überzeugender Roman.

Eine 14-Jährige die zwischen ihrem Wunsch endlich zu einer Familie zu gehören und dem Leben eines Kindes entscheiden muss. Doch wie soll das gehen? Einfühlsam und eindrucksvoll. Eine 14-Jährige die zwischen ihrem Wunsch endlich zu einer Familie zu gehören und dem Leben eines Kindes entscheiden muss. Doch wie soll das gehen? Einfühlsam und eindrucksvoll.

„Von der Wirklichkeit einer Sehnsucht“

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Diese Geschichte ist reine Poesie in Prosa.
Ein Kind, das stirbt, ein Lehrer, der seinen Job verliert, das zerrüttende Erbe von Ideologien und Religion.
Dazwischen die Einsamkeit eines Teenagers in einer trostlosen oder feindseligen und zugleich grandiosen Natur.
"Eine Geschichte der Wölfe" evoziert großartige Bilder und erzählt eine spannende Geschichte um Schuld und die Suche nach Geborgenheit und Anschluss an (normale) menschliche Gemeinschaft.
Einsam, aber stark und selbstbewusst, durchstreift die junge Linda eine Welt, die sie zu verstehen versucht.
Für Momente nur schafft sie es hier und da die allgegenwärtige Distanz zu den Mitmenschen zu durchbrechen. Sie sucht nach Moral und Sinn.
Doch der Wunsch nach Liebe und Bedeutung bleibt bis zuletzt eine Vision.
Diese Geschichte ist reine Poesie in Prosa.
Ein Kind, das stirbt, ein Lehrer, der seinen Job verliert, das zerrüttende Erbe von Ideologien und Religion.
Dazwischen die Einsamkeit eines Teenagers in einer trostlosen oder feindseligen und zugleich grandiosen Natur.
"Eine Geschichte der Wölfe" evoziert großartige Bilder und erzählt eine spannende Geschichte um Schuld und die Suche nach Geborgenheit und Anschluss an (normale) menschliche Gemeinschaft.
Einsam, aber stark und selbstbewusst, durchstreift die junge Linda eine Welt, die sie zu verstehen versucht.
Für Momente nur schafft sie es hier und da die allgegenwärtige Distanz zu den Mitmenschen zu durchbrechen. Sie sucht nach Moral und Sinn.
Doch der Wunsch nach Liebe und Bedeutung bleibt bis zuletzt eine Vision.

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Eine wunderbare Entdeckung- dieser Roman erzählt auf eindringliche Weise die Geschichte um ein Ehepaar, dessen Sohn und das Mädchen, das irgendwie dazugehört. Absolut berauschend! Eine wunderbare Entdeckung- dieser Roman erzählt auf eindringliche Weise die Geschichte um ein Ehepaar, dessen Sohn und das Mädchen, das irgendwie dazugehört. Absolut berauschend!

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Ein beeindruckender Roman, erzählt aus der Sicht einer 14jährigen, die vor eine schwere Entscheidung gestellt wird. Mich haben die Sprache und Erzählweise völlig gepackt! Lesen! Ein beeindruckender Roman, erzählt aus der Sicht einer 14jährigen, die vor eine schwere Entscheidung gestellt wird. Mich haben die Sprache und Erzählweise völlig gepackt! Lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Fesselnd und finster
von Sursulapitschi am 16.04.2018

Dieses Buch ist fesselnd und finster. Man ist fasziniert, hat aber das Gefühl man blickt in Abgründe. Lange weiß man nicht genau, womit man es zu tun hat. Wird das ein Psychothriller, ist es die Lebensgeschichte einer Außenseiterin oder geht es generell um Randexistenzen? An einem See bei Loose River... Dieses Buch ist fesselnd und finster. Man ist fasziniert, hat aber das Gefühl man blickt in Abgründe. Lange weiß man nicht genau, womit man es zu tun hat. Wird das ein Psychothriller, ist es die Lebensgeschichte einer Außenseiterin oder geht es generell um Randexistenzen? An einem See bei Loose River in Minnesota scheinen sich Aussteiger, Exoten und Sonderlinge jeder Art zu versammeln. Früher war dort eine Kommune ansässig, die ein alternatives Familienmodell ausprobieren wollte. Davon blieben allerdings nur Madelaine und ihre Eltern übrig, die jetzt höchst alternativ in einer Hütte im Wald leben. Natürlich ist Madelaine eine Außenseiterin in der Schule. Dort nennt sie sich lieber Linda, mehr Möglichkeiten, sich anzupassen hat sie nicht. Zwischen ihr und den ?Karens?, den Cheerleadern, liegen Welten. Als am gegenüberliegenden Seeufer eine Familie ein Sommerhaus bezieht, hat Linda zum ersten Mal die Möglichkeit, normales Familienleben auszuprobieren. Sie wird gerne als Babysitterin für den kleinen Paul engagiert. So ganz normal scheint das Familienleben dort dann doch nicht zu sein. Linda wundert sich über einiges, will aber nicht ihr neues Paradies gefährden, indem sie Fragen stellt. Sollte sie Fragen stellen? Kann man sich als 14jährige einmischen, wenn Dinge aus dem Ruder zu geraten scheinen? Kann man einfach wegsehen? Das hätte mir als Thema eigentlich gereicht. Es geht um alternative Lebensmodelle bis hin zu christlichen Sekten mit ungewöhnlichen Ansichten. Was macht eine Jugend in der Kommune aus einem Menschen? Und was bewirkt ein Fehler, den man in der Jugend begangen hat und den man nicht vergessen kann. In Vor- und Rückblenden erfährt man nach und nach, wie Lindas Leben verlaufen ist. Sie gibt ihr Bestes, aber Fuß fasst sie nirgendwo. Als Sidequest liest man allerdings noch über Lindas Klassenkameradin Lilly, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, aber wunderhübsch ist. Auch sie wird nicht von den Karens beachtet, dafür aber von ihrem Geschichtslehrer, der auch Linda fasziniert, der dann aber mit Kinderpornographie in Verbindung gebracht wird. Diesen zusätzlichen Aspekt hätte das Buch gar nicht gebraucht. Das Geschehen ist auch so schon tragisch genug. Es wirkt ein wenig wie der Versuch, maximales Drama in ein Buch zu packen. ?Die Geschichte der Wölfe? ist bedrückend, mitreißend und kunstvoll erzählt. Die Sprache ist originell und poetisch. Vielleicht sind hier und da die Formulierungen etwas bemüht. Vielleicht hat das Buch auch das Pech, dass ich gerade parallel ?Der Distelfink? höre, der vor wunderbaren Formulierungen nur so sprudelt. Dagegen kann alles andere nur abfallen. ?Die Geschichte der Wölfe? ist ein eindrucksvolles und fesselndes Buch, das eine ungewöhnliche und beklemmende Geschichte erzählt. Es ist lesenswert und interessant, nur für meinen Geschmack in mancher Hinsicht die Spur zu elaboriert.

Beklemmend
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2018

Die Geschichte der Wölfe ist ein Roman, der sehr stark von Stimmungen und einer dunkel gefärbten Atmosphäre lebt. Die 14jährige Linda führt abgelegen im verschneiten Minnesota ein einsames Leben, da sich ihre Eltern kaum um sie kümmern. Als neue Nachbarn herziehen, die einen kleinen Jungen haben, wird sie dessen... Die Geschichte der Wölfe ist ein Roman, der sehr stark von Stimmungen und einer dunkel gefärbten Atmosphäre lebt. Die 14jährige Linda führt abgelegen im verschneiten Minnesota ein einsames Leben, da sich ihre Eltern kaum um sie kümmern. Als neue Nachbarn herziehen, die einen kleinen Jungen haben, wird sie dessen Babysitter. Der kleine Paul ist ein lieber, aber nicht immer einfacher Junge. Er hat zum Teil seltsame Anwandlungen, die offenbar aus einer ungewöhnlichen Erziehung resultieren. Trotzdem verstehen sich Linda und Paul gut und Linda hat auch Vertrauen in seine Eltern Patra und Leo. Das sind bemerkenswerte Szenen mit Paul und Linda, aber auch die Gespräche die Linda mit Patra oder seltener auch mit Leo führt. Wie es weitergeht weiß man ja leider schon aus dem Klappentext, der sehr weit geht. Viele Passagen entbehren nicht eine gewisse Beklemmung beim Lesen. Emily Fridlund war mit dem Roman für den bedeutenden Man Booker Award auf der Short List nominiert. Sie verlor zwar gegen den bewundernswerten George Saunders, der ein wirklich schwieriges Buch vorlegte, aber als Debütantin ist die Short List auch schon eine respektable Leistung.

großes, fesselndes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.03.2018

Schon bevor Lily Holburn verschwindet, fallen Linda die Blicke ihres Geschichtelehrers auf. " Ich sah, dass seine Augen auf Lily ruhten, die glatte schwarze Haare hatte und trotz der Kälte nur einen dünnen purpurroten Pullover trug. Er schien zu glauben, dass ihre Schönheit ihn erlösen würde......Linda ist eine Aussenseiterin.... Schon bevor Lily Holburn verschwindet, fallen Linda die Blicke ihres Geschichtelehrers auf. " Ich sah, dass seine Augen auf Lily ruhten, die glatte schwarze Haare hatte und trotz der Kälte nur einen dünnen purpurroten Pullover trug. Er schien zu glauben, dass ihre Schönheit ihn erlösen würde......Linda ist eine Aussenseiterin. In ihrer Schule, eigentlich überall. Sie ist es gewohnt, unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen. Es ist ein konzentriertes Ausweichen. Sie geht anderen aus dem Weg. Aber ihr fallen Dinge auf. Sie beobachtet gut und genau. Als sich eine junge Familie in der Nachbarschaft ansiedelt, wird Linda gelegentlich als Babysitterin für deren kleinen Sohn Paul geholt. Es entwickelt sich eine zarte Freundschaft zu Pauls Mutter Patra. "Eine Geschichte der Wölfe" von Emily Fridlund ist großes, fesselndes Lesevergnügen.