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Unter der Haut

Roman

(12)
New York während des letzten Sommers der 1960-er Jahre: Der Literaturstudent Jonathan Rosen macht die Bekanntschaft des bibliophilen Dandys Josef Eisenstein. Durch den geheimnisvollen älteren Mann lernt der unerfahrene Junge nicht nur die Welt der Kunst und des Geistes, sondern auch die Macht der Verführung kennen und erlebt in diesen hellen Tagen sein Coming of age. Zu einem ersten sexuellen Erlebnis kommt es in Eisensteins Atelier, wo Jonathan mit einer jungen Frau schläft, die beide Männer in einem Diner angesprochen haben. In den folgenden Wochen machen sie sich in den brütend heißen Straßen New Yorks auf die Suche nach neuen »Opfern«. Ihr Muster: Eisenstein, der selber niemals eine Frau berührt, lehrt Jonathan die Kunst der Verführung; sie bringen die Frauen in sein Apartment, wo Jonathan mit ihnen schläft, während Eisenstein sie beobachtet. Mit der Zeit wächst in Jonathan ein Verdacht, dass über seinem Mentor ein dunkles Geheimnis liegt. Doch diese Ahnung wird erst Jahrzehnte später zur Gewissheit, als er in Israel von der ehemaligen FBI-Agentin Sally Goldman aufgesucht wird – denn sie jagt seit langem schon den »Skinner«, einen legendären Serienmörder.
Rezension
"Es ist kein Thriller im klassischen Sinne: Einen typischen Spannungsaufbau mit Nervenkitzel, Höhepunkt und Auflösung gibt es nicht. Dennoch ist es ein fesselndes Buch - und mit den ausgestanzten Buchstaben auf dem Cover auch ein sehr hübsches.", Westfälische Rundschau, 02.08.2018
Portrait
Kaiser, Gunnar
Gunnar Kaiser, geboren 1976 in Köln, arbeitet als Lehrer für Deutsch und Philosophie. Er betreibt den Blog »Philosophisch leben« und den Youtube-Kanal »KaiserTV«. In renommierten Literaturzeitschriften und in Anthologien veröffentlichte er Kurzgeschichten und Gedichte. Er lebt in Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 528
Erscheinungsdatum 01.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1375-0
Verlag Berlin Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/4,8 cm
Gewicht 735 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Dieser sprachlich ausgefeilte Roman über einen bibliophilen Serienmörder geht unter die Haut und erinnert an "Das Parfüm". Er lässt aber leider am Ende einiges unbeantwortet. Dieser sprachlich ausgefeilte Roman über einen bibliophilen Serienmörder geht unter die Haut und erinnert an "Das Parfüm". Er lässt aber leider am Ende einiges unbeantwortet.

Astrid Kunzmann , Thalia-Buchhandlung Kassel

Ganz langsam und harmlos beginnt dieses Buch und entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem unfassbar packenden Krimi. Gänsehaut bekommt eine ganz neue Bedeutung! Ganz langsam und harmlos beginnt dieses Buch und entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem unfassbar packenden Krimi. Gänsehaut bekommt eine ganz neue Bedeutung!

„umgehauen“

Yvonne Delvos, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Als ich das Buch in die Hand genommen habe, war ich schon beeindruckt von der Tollen Covergestaltung mit Cutouts und hinterlegtem Bild.
Und die Geschichte heut einen noch mehr um.
Atmosphärisch, bildgewaltig und gut durchdacht.
Als ich das Buch in die Hand genommen habe, war ich schon beeindruckt von der Tollen Covergestaltung mit Cutouts und hinterlegtem Bild.
Und die Geschichte heut einen noch mehr um.
Atmosphärisch, bildgewaltig und gut durchdacht.

„Wenn die Liebe zur Literatur zur Besessenheit wird ...“

Julia Sesulka, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Wow, welch eine Wucht!
Wir tauchen ein in die Geschichte zweier Männer, die beide auf ihre ganz eigene Art die große Liebe zur Literatur miteinander teilen.
Der eine, ein junger Student auf der Suche nach Abenteuern, die in den Armen junger Frauen ihre Erfüllung finden, der andere ein undurchsichtiger Sammler, ein Getriebener, dessen Wesen wir erst im Laufe des Buches zu verstehen lernen ... literarisch, geheimnisvoll, düster und beklemmend.
Für Leser von Carlos Ruiz Zafon und Patrick Süskind!
Wow, welch eine Wucht!
Wir tauchen ein in die Geschichte zweier Männer, die beide auf ihre ganz eigene Art die große Liebe zur Literatur miteinander teilen.
Der eine, ein junger Student auf der Suche nach Abenteuern, die in den Armen junger Frauen ihre Erfüllung finden, der andere ein undurchsichtiger Sammler, ein Getriebener, dessen Wesen wir erst im Laufe des Buches zu verstehen lernen ... literarisch, geheimnisvoll, düster und beklemmend.
Für Leser von Carlos Ruiz Zafon und Patrick Süskind!

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Die etwas andere Geschichte eines bibliophilen Serienmörders - dieser Roman zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Wirklich sehr empfehlenswert! Die etwas andere Geschichte eines bibliophilen Serienmörders - dieser Roman zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Wirklich sehr empfehlenswert!

„Lassen Sie sich drauf ein, Sie werden es nicht bereuen“

Fabian Klukas, Thalia-Buchhandlung Kleve

Dieser Roman spielt zu vielen verschiedenen Zeitpunkten, sowie aus verschiedenen Perspektiven und erschwert es einem zunächst die Tragweite zu erfassen.

Der Autor schreibt manchmal viel ohne groß etwas zu verraten und doch kann man sich in die Charaktere hineinversetzen und sieht die Dinge mit ihren Augen.
Schlussendlich ein geniales Werk welches alle Stränge gekonnt zum Ende hin zusammenführt und das große Ganze endlich sichtbar macht.

Sie werden sich manchmal schwertun, aber das Ende dadurch umso mehr genießen.
Dieser Roman spielt zu vielen verschiedenen Zeitpunkten, sowie aus verschiedenen Perspektiven und erschwert es einem zunächst die Tragweite zu erfassen.

Der Autor schreibt manchmal viel ohne groß etwas zu verraten und doch kann man sich in die Charaktere hineinversetzen und sieht die Dinge mit ihren Augen.
Schlussendlich ein geniales Werk welches alle Stränge gekonnt zum Ende hin zusammenführt und das große Ganze endlich sichtbar macht.

Sie werden sich manchmal schwertun, aber das Ende dadurch umso mehr genießen.

Ein Buch was dich kopfschüttelnd und nach Luft schnappend zurücklässt. Die grausame und gleichzeitig geniale Geschichte eines Serienkillers, Jahrzehnte später aufgedeckt. Ein Buch was dich kopfschüttelnd und nach Luft schnappend zurücklässt. Die grausame und gleichzeitig geniale Geschichte eines Serienkillers, Jahrzehnte später aufgedeckt.

„Ein Roman für Buchliebhaber, aber nichts für schwache Nerven...“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Es gibt sie immer wieder einmal, diese Bücher, die einen atem- und fassungslos zurück lassen, die sehr lange nachklingen, wo man auf der einen Seite möchte, daß sie nie zu Ende gehen, und auf der anderen froh ist, daß es geschafft ist!
Genau so ein Buch liegt hier vor!
Drei Erzählstränge, sprachlich gewandt und sehr kunstvoll miteinander verflochten, ziehen die Leserin und den Leser völlig in Bann:

New York, 1969. Jonathan Rosen, Student und leidenschaftlicher Photograph, ist auf der Suche nach "dem perfekten Mädchen" - ein Anliegen, das einem 20-jährigen ja durchaus zusteht. In einer etwas seltsamen Bar sieht er genau sie: Das Mädchen seiner Träume, und weiß, er muss sie kennen lernen, ihr näher kommen. Dummerweise wird sie von einem älteren Mann angesprochen, sie unterhalten sich kurz, und verschwinden dann gemeinsam, Jonathan folgt ihnen bis zur Wohnung von Josef Eisenstein, eben jenem älteren Mann, und es ist als würde Jonathan bereits von beiden erwartet. Eine tiefe Freundschaft und Liebe nimmt ihren Lauf, bei der Eisenstein, bedingungsloser Buchliebhaber und Künstler, eine merkwürdig beobachtende Rolle übernimmt. Es knistert vor erotischer Spannung, bis die junge Frau von jetzt auf sofort verschwunden ist...

Die dreißiger Jahre, Deutschland - Das Werden der Bestie: Josef Schwarzkopf (i.e. Josef Eisenstein), von den Eltern getrennt aufgewachsen, ungeliebt, er selbst fast autistisch, findet alles Glück seines Lebens in zwei Dingen: Sehr schönen jungen Frauen, und vor allem in der Literatur. Und da in ihrer prächtigsten Form, in aufwendig gebundenen Büchern, in exklusiven Ausgaben, die in nur geringer Stückzahl hergestellt wurden. Er selbst lernt alles, um eben solche Einbände herstellen zu können - vom Buchbinden bis zum Schöpfen von edelstem Papier, oder dem Gerben feinsten Leders. Als er eine einmalige Ausgabe des "Werther" findet und in Händen hält,der Einband weich wie Samt, und dennoch aus Leder, erkennt er seine wahre Berufung...

1990, in einem Kibbuz in Israel: Jonathan Rosen lebt hier seit Jahren, zurück gezogen von der Welt, aber immer noch erfüllt von einer großen Liebe zum schönen Buch. Er hat einen Roman veröffentlicht, vor Jahren, von dem man annehmen muss, daß er autobiographisch ist (Einzelne Teile dieses Buches sind in den Text eingewoben...) Eines Tages steht Sally vor ihm, FBI-Agentin außer Dienst, die seit Jahren, jetzt privat, den "Skinner von Williamsburg" jagt, einen Serienkiller, der sein Unwesen Ende der 60er Jahre in und um New York getrieben hat. Und eine Spur führte sie direkt zu Jonathan Rosen....

Für mich ist dieser Roman ein absolutes Highlight des Jahres, es ist, als sei Jean-Baptiste Grenoulle, der Mörder aus Süskinds "Parfum", auferstanden!
Unbedingte uneingeschränkte Leseempfehlung!

"Die Taten und Werke dieses Mannes waren so grausam und genial zugleich, ja, ihr Genie war in ihrer Grausamkeit begründet -sie mußten der Welt verborgen bleiben..."
Es gibt sie immer wieder einmal, diese Bücher, die einen atem- und fassungslos zurück lassen, die sehr lange nachklingen, wo man auf der einen Seite möchte, daß sie nie zu Ende gehen, und auf der anderen froh ist, daß es geschafft ist!
Genau so ein Buch liegt hier vor!
Drei Erzählstränge, sprachlich gewandt und sehr kunstvoll miteinander verflochten, ziehen die Leserin und den Leser völlig in Bann:

New York, 1969. Jonathan Rosen, Student und leidenschaftlicher Photograph, ist auf der Suche nach "dem perfekten Mädchen" - ein Anliegen, das einem 20-jährigen ja durchaus zusteht. In einer etwas seltsamen Bar sieht er genau sie: Das Mädchen seiner Träume, und weiß, er muss sie kennen lernen, ihr näher kommen. Dummerweise wird sie von einem älteren Mann angesprochen, sie unterhalten sich kurz, und verschwinden dann gemeinsam, Jonathan folgt ihnen bis zur Wohnung von Josef Eisenstein, eben jenem älteren Mann, und es ist als würde Jonathan bereits von beiden erwartet. Eine tiefe Freundschaft und Liebe nimmt ihren Lauf, bei der Eisenstein, bedingungsloser Buchliebhaber und Künstler, eine merkwürdig beobachtende Rolle übernimmt. Es knistert vor erotischer Spannung, bis die junge Frau von jetzt auf sofort verschwunden ist...

Die dreißiger Jahre, Deutschland - Das Werden der Bestie: Josef Schwarzkopf (i.e. Josef Eisenstein), von den Eltern getrennt aufgewachsen, ungeliebt, er selbst fast autistisch, findet alles Glück seines Lebens in zwei Dingen: Sehr schönen jungen Frauen, und vor allem in der Literatur. Und da in ihrer prächtigsten Form, in aufwendig gebundenen Büchern, in exklusiven Ausgaben, die in nur geringer Stückzahl hergestellt wurden. Er selbst lernt alles, um eben solche Einbände herstellen zu können - vom Buchbinden bis zum Schöpfen von edelstem Papier, oder dem Gerben feinsten Leders. Als er eine einmalige Ausgabe des "Werther" findet und in Händen hält,der Einband weich wie Samt, und dennoch aus Leder, erkennt er seine wahre Berufung...

1990, in einem Kibbuz in Israel: Jonathan Rosen lebt hier seit Jahren, zurück gezogen von der Welt, aber immer noch erfüllt von einer großen Liebe zum schönen Buch. Er hat einen Roman veröffentlicht, vor Jahren, von dem man annehmen muss, daß er autobiographisch ist (Einzelne Teile dieses Buches sind in den Text eingewoben...) Eines Tages steht Sally vor ihm, FBI-Agentin außer Dienst, die seit Jahren, jetzt privat, den "Skinner von Williamsburg" jagt, einen Serienkiller, der sein Unwesen Ende der 60er Jahre in und um New York getrieben hat. Und eine Spur führte sie direkt zu Jonathan Rosen....

Für mich ist dieser Roman ein absolutes Highlight des Jahres, es ist, als sei Jean-Baptiste Grenoulle, der Mörder aus Süskinds "Parfum", auferstanden!
Unbedingte uneingeschränkte Leseempfehlung!

"Die Taten und Werke dieses Mannes waren so grausam und genial zugleich, ja, ihr Genie war in ihrer Grausamkeit begründet -sie mußten der Welt verborgen bleiben..."

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
9
2
1
0
0

Geht unter die Haut...
von einer Kundin/einem Kunden am 26.08.2018

Dieser Kriminalroman ist sicher etwas für Liebhaber des Bücheruniversums. Es geht um die Geschichte eines Mörder, der auf der Suche nach seinem Buch ist. Das Buch, das für ihn bestimmt ist weil es zwischen ihnen eine einzigartige Verbindung gibt. Diese Suche führt den jungen Eisenstein in die wunderbare und... Dieser Kriminalroman ist sicher etwas für Liebhaber des Bücheruniversums. Es geht um die Geschichte eines Mörder, der auf der Suche nach seinem Buch ist. Das Buch, das für ihn bestimmt ist weil es zwischen ihnen eine einzigartige Verbindung gibt. Diese Suche führt den jungen Eisenstein in die wunderbare und faszinierende Welt der Bücher und auch der Frauen, die im Laufe der Jahre eine spezielle Rolle für ihn spielen. Erzählt wird diese Geschichte zum einen von Jonathan Rosen, ein damaliger junger Wegbegleiter von Eisenstein, und vom allwissenden Erzähler aus der Vergangenheit. Erinnert von seiner Idee her an "Das Parfum" bzw. an dessen Hauptprotagonist Grenouille, was aber für mich völlig in Ordnung ist, da es im Buch von Gunnar Kaiser um ein anderes Szenario geht und Süskinds Roman ja auch schon über 30 Jahre alt ist und es durchaus spannend ist, der Biografie eines neuen Mörders zu folgen. Der Schreibstil Kaisers ist teils gast schon poetisch, gut und ragfiniert geschrieben und auf jeden Fall für Leser, die gerne literarisch komplexere Bücher mögen. Ich selbst habe es sehr gerne gelesen und es hat auf jeden Fall Eindruck bei mir gemacht.

In den Bann geschlagen
von einer Kundin/einem Kunden aus Clausthal-Zellerfeld am 30.04.2018

Jonathan Rosen lässt sich Ende der 60er Jahre durch die Straßen New Yorks treiben, die Kamera im Anschlag, und trifft auf das definitive Mädchen. Er folgt ihr und macht dabei Bekanntschaft mit Josef Eisenstein, dessen Bann er sich nicht so leicht entziehen kann. Das Cover bildet bildet passend zum Titel... Jonathan Rosen lässt sich Ende der 60er Jahre durch die Straßen New Yorks treiben, die Kamera im Anschlag, und trifft auf das definitive Mädchen. Er folgt ihr und macht dabei Bekanntschaft mit Josef Eisenstein, dessen Bann er sich nicht so leicht entziehen kann. Das Cover bildet bildet passend zum Titel haut ab und lässt auch unter diese schauen, den durch die Aussparungen in den Buchstaben des Titels kann man einen Blick auf die darunterliegenden Muskeln erhaschen, sozusagen. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, aber auch aus verschiedenen Zeitebenen. Da haben wir den Ich-Erzähler Jonathan, der einen Sommer erlebt, den er so schnell nicht wieder vergisst. Denn dieser Sommer ist erfüllt von Mädchen, Büchern und dem leichten Leben, aber auch der Faszination mit der Eisenstein es versteht in zu fesseln. In einer zweiten Zeitebene lernen wir das Leben Eisensteins kennen, dessen Leben so ganz anders verlaufen ist, als man denken mag. Und was einen darüber nachdenken lässt, wie dieses Leben ihn geprägt hat und was einfach nur seinem grundlegenden Selbst entspricht. Sowohl Jonathan als auch Eisenstein sind von Autor sehr gut gezeichnet worden. Jeder mit seinen eigenen Eigenarten, seinen eigenen Kopf und Gedanken, die man den Beiden ohne weiteres so abnimmt. Die Nebencharaktere bleiben hier eher im Hintergrund, aber dadurch erscheinen Jonathan und Eisenstein nur umso lebendiger und man lässt sich auf ihre Geschichte ein, taucht in sie ein und wird nur schwer wieder losgelassen. Sprachlich ist dies kein Buch, das man einfach so nebenbei liest, denn die vom Autor gewählte Sprache verlangt hier die gesamte Aufmerksamkeit, wenn man nichts verpassen möchte. Zu Beginn lässt sie einen vielleicht noch stolpern, doch wenn man sich an sie gewöhnt hat, erkennt man wie bildhaft sie ist, teils fast schon surreal. Wie sie eher umschreibt als beschreibt und einen unweigerlich in ihren Bann zieht. Auch haben Jonathan und Eisenstein jeweils ihre eigene Sprache, ihre eigene Ausdrucksweise. Der Autor hat es geschafft mich schon allein mit seiner Sprach zu faszinieren und auch die bösen, dunklen Seiten des Buches in Worte zu kleiden, die einen nicht mehr loslassen. In ?Unter der Haut? geht es um Faszination, Gefühle, Liebe, Besessenheit, Abhängigkeit, Begierde und Bücher. Dies alles eingebettet in einen Zeitgeschichtlichen Hintergrund, macht das Lesen zu einem Erlebnis, das noch nachzuhallen weiß. Große schriftstellerische Kunst ? Unbedingt lesen.

Skinner - die Seele eines Psychopathen
von Kaffeeelse am 15.04.2018

Dieses Buch ist erstmal ein optischer Genuss. Schutzumschlag und Einband sind sehr schön gearbeitet und perfekt auf das Buch abgestimmt. Das Papier gefällt mir sehr und auch die Schriftart ist perfekt gewählt. Da wurden sich viele Gedanken bei der Umsetzung gemacht. Die Schriftart repräsentiert für mich etwas Altes, wie... Dieses Buch ist erstmal ein optischer Genuss. Schutzumschlag und Einband sind sehr schön gearbeitet und perfekt auf das Buch abgestimmt. Das Papier gefällt mir sehr und auch die Schriftart ist perfekt gewählt. Da wurden sich viele Gedanken bei der Umsetzung gemacht. Die Schriftart repräsentiert für mich etwas Altes, wie ja auch dieses Buch aus einer vergangenen Zeit berichtet, und da es um einen bibliophilen Menschen geht, sollte man auch auf die Buchgestaltung größeren Wert legen, was hier in einem perfekten Sinne erfolgt ist. Dann ist dieses Buch nicht im herkömmlichen Sinne der Krimi- oder Thrillersparte zuzurechnen. Es ist vielmehr ein äußerst durchdachtes geniales Konstrukt, in dem sich der Autor mit vielen Feldern befasst hat. Es ist sprachlich perfekt durchgestylt, da wird den verschiedenen Epochen entsprechend, äußerst angepasst gesprochen, Ausdruck und Grammatik selbstverständlich ebenso abgestimmt, da werden durch Sprache wunderschöne Bilder im Hirn freigesetzt, ich konnte selbst bestimmte Gerüche wahrnehmen. Da werden psychologisch angepasste Charaktere entworfen, die einem trotz des Inhaltes des Buches nicht absolut widerwärtig vorkommen, man kann sogar teilweise verstehen, warum alles so passiert, wie es passiert. Und dieses Buch vermittelt außerdem jede Menge Wissen, es kommt viel bibliophiles Wissen, aber auch geschichtliche Fakten werden vermittelt. Und das in einer Art, die mir sehr gefallen hat, sehr spannend geschrieben ist, eine riesengroße Sogwirkung hat. Diesen Autor sollte man sich merken. Zur Handlung: Es geht in diesem Buch um die Beschreibung eines Psychopathen, dem Skinner. Dies geschieht in mehreren Erzählsträngen, die chronologisch nicht geordnet sind. Im ersten Erzählstrang sind wir in New York im Jahre 1969, es wird die Beziehung zweier Männer zueinander beschrieben. Einmal der Literaturstudent Jonathan Rosen und der zweite im Bunde, der bibliophile Dandy Josef Eisenstein. Ersterer wird wie zu einem Schüler von Letzterem, wobei zwischen den Beiden noch ein tieferes Beziehungsfeld entsteht. Josef vermittelt Jonathan bibliophiles, literarisches und philosophisches Wissen und unterweist den schüchternen Jonathan in der Kunst der Verführung. Jonathan bestellt dann die Frauen in das Apartment von Josef, dort schläft er mit ihnen und Josef schaut zu. Wobei Jonathan nach und nach ohne es zu merken in eine Abhängigkeit hineinrutscht. Der zweite Erzählstrang spielt von 1919 bis 1940 und schildert das Leben von Josef Eisenstein und berücksichtigt dabei sehr stark die historischen Gegebenheiten. Und im dritten Erzählstrang werden die Ermittlungen von der ehemaligen FBI-Agentin Sally Goldman dargestellt, die den Skinner jagt. Ich gebe eine ganz klare und sehr dringliche Leseempfehlung. Extrem toll gemacht dieses Buch.