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Der endlose Sommer

Roman

(9)
Der Rausch eines Sommers – ein flirrender Roman, der die Grenzen des Erzählens sprengt.Die Geschichte einer kleinen Gruppe von Leuten, die im Spiel um die Liebe, die Freundschaft und die Kunst aus der Zeit in einen endlosen Sommer geworfen werden, in dem alles möglich und schicksalsentscheidend ist. Ein Roman wie ein Requiem, musikalisch, melancholisch, verführerisch, der den Leser trunken macht.
Ein junges Mädchen in einem weißen Herrenhaus in Dänemark, ihr Freund, der scheue und zarte Junge, der Stiefvater mit dem Gewehr und dem Misstrauen gegenüber seiner Frau, die beiden jüngeren Brüder – diese kleine Gemeinschaft wird durchgerüttelt, als zwei junge Portugiesen in den endlosen Sommer eintreten. Der eine ist Künstler und verliebt sich in die Mutter des Mädchens. Eine Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang, die so leidenschaftlich und gewaltig ist, dass alle, die in den Bannkreis dieser Amour Fou geraten, in einer Schicksalsgemeinschaft vereint sind, die auch noch besteht, als der endlose Sommer endet.
Der endlose Sommer – das ist dieser Ort, der nie existiert hat und an den wir nie zurückkehren können, d.h. dieser Augenblick der Jugend, in dem alles einfach und verwirrend zugleich erscheint und den wir alle noch einmal erleben möchten.
Die Autorin, Sängerin, Künstlerin und Übersetzerin Madame Nielsen ist ein Star in Skandinavien.»Manchmal ist es so, daß man ein Buch am Schluß zuklappt und sich dann wünscht, die Autorin wäre eine gute Freundin und man könne sie anrufen, wann immer man sich traurig fühlt. Das passiert einem ja nicht allzu oft. Bei Karen Blixen und Marguerite Duras und Virginia Woolf ist es so. Und bei Madame Nielsen.« Christian Kracht»Eine literarische Entdeckung. Als Leser wurde ich mitgerissen vom Fluss, der Weisheit und dem Witz des charmanten Erzählers. Als Autor beneide ich Madame Nielsen um ihren meisterhaften Text.« Sjón
Rezension
» Der endlose Sommer ist ein verträumter, verspielter und realitätsmächtiger Roman, der die Musikalität der Sprache ausreizt, um in starken Bildern die Zeit stillzulegen«
Portrait
Madame Nielsen, geboren 1963, Autorin, Sängerin, Künstlerin, Performerin. Ihre Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, und sie war mehrfach für den Nordic-Council-Preis nominiert. Performances u.a. in Berlin und Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783462318104
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1145 KB
Übersetzer Hannes Langendörfer
eBook
16,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Rostock

Eine kunstvolle Erzählung über das Erwachsenwerden und die Wege und Begegnungen des Lebens. Ein Buch, das man blitzschnell gelesen hat, das einem aber lange im Gedächtnis bleibt. Eine kunstvolle Erzählung über das Erwachsenwerden und die Wege und Begegnungen des Lebens. Ein Buch, das man blitzschnell gelesen hat, das einem aber lange im Gedächtnis bleibt.

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die einzige Chance, in diesem Roman Luft zu holen, sind die Punkte zwischen den Sätzen. Madame Nielsen ist von außergewöhnlich sprachlicher Begabung. Die einzige Chance, in diesem Roman Luft zu holen, sind die Punkte zwischen den Sätzen. Madame Nielsen ist von außergewöhnlich sprachlicher Begabung.

C. Ksoll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Sehr kunstvolle und besondere Sprache in schier endlos anmutenden Sätzen. Eine Leseerlebnis der ungewöhnlicheren Art, in einer ganz speziellen Atmosphäre.
Sehr kunstvolle und besondere Sprache in schier endlos anmutenden Sätzen. Eine Leseerlebnis der ungewöhnlicheren Art, in einer ganz speziellen Atmosphäre.

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Poetisch, fast lyrisch, erzählt Madame Nielsen von einem Sommer voller Liebe, Hoffnung, Verlust und Schmerz. Großartige Literatur! Poetisch, fast lyrisch, erzählt Madame Nielsen von einem Sommer voller Liebe, Hoffnung, Verlust und Schmerz. Großartige Literatur!

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Die Novelle lebt von ihrer grandiosen Sprache, einfach genial! Spannend ist auch die Biographie der Autorin. Sicher kein leichter Unterhaltungsroman, aber es lohnt sich. Die Novelle lebt von ihrer grandiosen Sprache, einfach genial! Spannend ist auch die Biographie der Autorin. Sicher kein leichter Unterhaltungsroman, aber es lohnt sich.

„Der Junge, der vielleicht ein Mädchen ist, es aber noch nicht weiß...“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Ein kleines, nicht sehr umfangreiches Buch - und doch tatsächlich eines der größten Bücher dieses Jahres!

"...wenn etwas, das Allergrößte, Schönste einen Augenblick lang möglich gewesen ist, du hättest nur die Hand ausstrecken brauchen, aber das hast du nicht, und jetzt ist es endgültig zu spät, und alles ist wieder nur das Leben wie immer, das nie beginnt, da sieht er plötzlich, wie sie zurück und auf ihn gesegelt kommt, ihn fest am Kinn packt und ihn küsst, und jetzt ist es passiert und hier, hier beginnt die Geschichte."

Ja, hier beginnt die Geschichte des "endlosen Sommers" des Protagonisten, irgendwo auf dem dänischen Festland, Jütland also, in der Nähe einer der kleinen Großstädte des Landes, in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein junger Mann, wirklich fast noch ein Junge, erlebt mit einem etwas jüngeren Mädchen einen rauschhaften Sommer der Liebe, der Leidenschaft; auch die Mutter der jungen Frau, 34 Jahre alt und damit gerade einmal doppelt so alt wie ihre Tochter, verliebt sich in diesem Sommer neu, in einen deutlich jüngeren Mann, die gleiche Wucht der Gefühle, sie heiraten sogar nach wenigen Wochen. Sie alle leben in diesem Sommer auf einem ehemaligen Gutshof, mit entsprechend großem Wohnhaus, zusammen mit den beiden kleinen Brüdern des Mädchen und mit Freunden des jungen Mannes. Und der endlose Sommer endet erst, Jahre später, als Lars, bester Freund des Jungen, der noch nicht weiß, ob er ein Mädchen ist, an Aids stirbt, und alle noch einmal, zur Beerdigung, zusammen kommen...

Dieser wohl stark autobiographisch angehauchte Roman ist in einer unglaublichen Sprache geschrieben. Jeder Satz "sitzt", jeder Satz geht oft über mehrere Seiten, als Leser ist man wie selten gefordert, aber es ist ein absoluter Hochgenuß! Nebensatz um Nebensatz enthüllt mehr von der Vorgeschichte der handelnden Personen, und ebenso vom weiteren Leben - Thomas Mann braucht dafür mal eben 1000 Seiten! Und seien Sie versichert: Wenn man den letzten Satz gelesen hat, fängt das Buch erst an - und man blättert zurück zur ersten Seite, genießt erneut, und begeistert sich noch mehr, als bei der ersten Lektüre.... Was für ein "großes" Buch!

Madame Nielsen verwendet im übrigen Bilder, die ihres gleichen suchen:

"Jeden Montagnachmittag kann man sehen, wie die beiden älteren Witwer ein und derselben Frau aus der Waschküchentür kommen, im Carport verschwinden und einen Augenblick später zum nächsten Supermarkt fahren, um für noch eine Woche einzukaufen."

Auf die Bezeichnung "Die beiden Witwer der gleichen Frau" für Vater und Sohn muss man erst einmal kommen, oder?
Ein kleines, nicht sehr umfangreiches Buch - und doch tatsächlich eines der größten Bücher dieses Jahres!

"...wenn etwas, das Allergrößte, Schönste einen Augenblick lang möglich gewesen ist, du hättest nur die Hand ausstrecken brauchen, aber das hast du nicht, und jetzt ist es endgültig zu spät, und alles ist wieder nur das Leben wie immer, das nie beginnt, da sieht er plötzlich, wie sie zurück und auf ihn gesegelt kommt, ihn fest am Kinn packt und ihn küsst, und jetzt ist es passiert und hier, hier beginnt die Geschichte."

Ja, hier beginnt die Geschichte des "endlosen Sommers" des Protagonisten, irgendwo auf dem dänischen Festland, Jütland also, in der Nähe einer der kleinen Großstädte des Landes, in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein junger Mann, wirklich fast noch ein Junge, erlebt mit einem etwas jüngeren Mädchen einen rauschhaften Sommer der Liebe, der Leidenschaft; auch die Mutter der jungen Frau, 34 Jahre alt und damit gerade einmal doppelt so alt wie ihre Tochter, verliebt sich in diesem Sommer neu, in einen deutlich jüngeren Mann, die gleiche Wucht der Gefühle, sie heiraten sogar nach wenigen Wochen. Sie alle leben in diesem Sommer auf einem ehemaligen Gutshof, mit entsprechend großem Wohnhaus, zusammen mit den beiden kleinen Brüdern des Mädchen und mit Freunden des jungen Mannes. Und der endlose Sommer endet erst, Jahre später, als Lars, bester Freund des Jungen, der noch nicht weiß, ob er ein Mädchen ist, an Aids stirbt, und alle noch einmal, zur Beerdigung, zusammen kommen...

Dieser wohl stark autobiographisch angehauchte Roman ist in einer unglaublichen Sprache geschrieben. Jeder Satz "sitzt", jeder Satz geht oft über mehrere Seiten, als Leser ist man wie selten gefordert, aber es ist ein absoluter Hochgenuß! Nebensatz um Nebensatz enthüllt mehr von der Vorgeschichte der handelnden Personen, und ebenso vom weiteren Leben - Thomas Mann braucht dafür mal eben 1000 Seiten! Und seien Sie versichert: Wenn man den letzten Satz gelesen hat, fängt das Buch erst an - und man blättert zurück zur ersten Seite, genießt erneut, und begeistert sich noch mehr, als bei der ersten Lektüre.... Was für ein "großes" Buch!

Madame Nielsen verwendet im übrigen Bilder, die ihres gleichen suchen:

"Jeden Montagnachmittag kann man sehen, wie die beiden älteren Witwer ein und derselben Frau aus der Waschküchentür kommen, im Carport verschwinden und einen Augenblick später zum nächsten Supermarkt fahren, um für noch eine Woche einzukaufen."

Auf die Bezeichnung "Die beiden Witwer der gleichen Frau" für Vater und Sohn muss man erst einmal kommen, oder?

„Junge oder Mädchen“

Evelyn Röwekamp, Thalia-Buchhandlung Rostock

Ein scheuer Junge der eigentlich ein Mädchen ist. Das ist der Beginn einer außergewöhnlichen Familiengeschichte,
bestückt mit besonderen Menschen. Manchmal ist die Sprache verwirrend, aber es entsteht für den Leser ein ungeheurer Sog. Madame Nielsen erzählt vielleicht ihr eigenes Leben, es ist ein langer Weg um zwischen den Geschlechtern einen Platz zu finden. Deses Buch vergisst man nicht.
Ein scheuer Junge der eigentlich ein Mädchen ist. Das ist der Beginn einer außergewöhnlichen Familiengeschichte,
bestückt mit besonderen Menschen. Manchmal ist die Sprache verwirrend, aber es entsteht für den Leser ein ungeheurer Sog. Madame Nielsen erzählt vielleicht ihr eigenes Leben, es ist ein langer Weg um zwischen den Geschlechtern einen Platz zu finden. Deses Buch vergisst man nicht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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2
0
0
0

Ein kleines Sprachkunstwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 01.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine eigensinnige, aber faszinierende Geschichte über einen entrückt wirkenden Sommer. Ebenso endlos wie dieser scheinen manche Sätze,da sie sich über mehrere Seiten erstrecken und dabei trotzdem natürlich und stimmig wirken. Eine tolle erzählerische Leistung! Zudem unternimmt die Autorin ein paar amüsante stilistische Kniffe, die den Erzählfluss wiederum durchbrechen,ihn in... Eine eigensinnige, aber faszinierende Geschichte über einen entrückt wirkenden Sommer. Ebenso endlos wie dieser scheinen manche Sätze,da sie sich über mehrere Seiten erstrecken und dabei trotzdem natürlich und stimmig wirken. Eine tolle erzählerische Leistung! Zudem unternimmt die Autorin ein paar amüsante stilistische Kniffe, die den Erzählfluss wiederum durchbrechen,ihn in ein anderes Licht rücken und aufgeschlossene Leser zum Entdecken einladen. Gewöhnungsbedürftig, aber mit unheimlicher Sogwirkung.

was ist endlos ...
von Kaffeeelse am 14.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieser kleine und dünne Roman hat es in sich. Er besteht aus einer sehr künstlerischen Sprache mit langen Schachtelsätzen, die das Lesen etwas erschweren. Aber es entsteht trotzdem ein Erzählfluss, nicht mit so einem Sog, aber dennoch irgendwie von einem Besitz ergreifend. Der endlose Sommer. Was ist schon endlos... Dieser kleine und dünne Roman hat es in sich. Er besteht aus einer sehr künstlerischen Sprache mit langen Schachtelsätzen, die das Lesen etwas erschweren. Aber es entsteht trotzdem ein Erzählfluss, nicht mit so einem Sog, aber dennoch irgendwie von einem Besitz ergreifend. Der endlose Sommer. Was ist schon endlos ? Alles endet irgendwann. Das wird auch zum Thema. Aber im Vordergrund steht eher das Leben, es ist wichtig zu leben, zu genießen, Leidenschaft zu empfinden, zu lieben, zu rasen. Es ist wichtig das Leben zu sehen in all seinen Facetten und dieses auch genießen zu können. Und es ist wichtig der Kunst einen Platz im Leben zu geben, ihr gestatten das Leben mit Farbe zu versehen. Weil alles endet irgendwie/irgendwo/irgendwann mit dem Tod. Und der hinterlässt überall im Buch seine Spuren. Bei diesen Stellen konnte ich irgendwie auch ein kleines Lächeln der Verfasserin zwischen den Zeilen sehen. Und das alles ist, trotz dieser schon benannten Schachtelsätze, in einer künstlerisch gehaltenen Sprache beschrieben, die einfach gut klingt und auch guttut. Ich habe auch immer einen gewissen Zynismus vernommen, einen Zynismus mit dem die Verfasserin das Leben sieht. Und er hat mir gefallen. Und ich denke das auch ein gewisser autobiographischer Anteil vorhanden ist, die Autorin rechnet etwas ab. Nun zur Handlung: eine Familie hat in Dänemark ein Landgut gekauft, den weißen Hof: der eifersüchtige Stiefvater, Mads; die reitende Ehefrau, Benedikte/Ditte; die größere Tochter, Christina/Stina; die zwei kleinen Brüder. Die Familie führt ein offenes Haus und hat immer mal wieder Besuch von Leuten, die zum inneren Kreis gehören: der schöne Junge, der schön gewachsene, athletische Lars; der zarte Junge, der vielleicht ein Mädchen ist, es aber noch nicht weiß; der schlaksige Junge aus Odense. Der Stiefvater verschwindet schließlich aufgrund von Differenzen und zwei Portugiesen, Peixe und der Künstler, kommen in den weißen Hof. Und der endlose Sommer beginnt. Und das Leben tobt. Und es tobt und der endlose Sommer vergeht. Wie alles irgendwann vergeht.