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The Eminem Show

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Rezension
Nach allem, was er erreicht hat, sollte er eigentlich glücklich sein. Doch Eminem, den man auch als Slim Shady oder Marshall Matthers kennt, ist nicht glücklich, wahrscheinlich weiß er gar nicht, was Glück ist. Auf "The Eminem Show" zeigt er sich noch böser, analytischer und kompromissloser, um seine Umwelt ein weiteres Mal wie ein menschliches Maschinengewehr mit unendlichen Wortsalven zu exekutieren. Natürlich spricht aus seinen Texten auch eine Genugtuung über seine unwahrscheinliche Karriere, aber immer, wenn er ansetzt, sich aus Dank bei der Hörerschaft zu verbeugen, drängt sich eine andere seiner zahlreichen Identitäten in den Vordergrund und beklagt sich über das Dasein, die Missgunst und den Ruhm. Wie die "The Marshall Mathers LP" ist auch "The Eminem Show" ein ebenso großartiges wie auch abstoßendes, kluges und widersprüchliches Werk. Erneut war sein Entdecker Dr. Dre für etwa ein Viertel der Stücke verantwortlich, die meisten Titel produzierte Eminem allerdings selbst. In "Hailey's Song", einem Lied für seine Tochter, versucht sich Eminem gar als Sänger. Neu ist auch der vermehrte Einsatz von Gitarren. Aber wirklich überraschend ist, wie akribisch er seine eigene Rolle untersucht. "See the problem is", rappt er in "White America", "I speak to kids / who otherwise wouldn't know these words exist". Die besondere Schönheit seiner Texte liegt dabei darin, dass er sich mit ihnen nicht nur angreifbar macht, sondern seine Angreifbarkeit auch nutzt, um daraus anschließend einen neuen Angriff zu formulieren. Er zieht alle Register, erklärt, dass er alle Register zieht, und erläutert anschließend auch noch warum. Und gerade das macht ihm derzeit kein anderer Rapper nach. (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 27.05.2002
EAN 0606949329020
Genre Hip-Hop/Rap
Hersteller Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Spieldauer 77 Minuten
Komponist Eminem
Musik (CD)
8,99
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Atemloser Flow über Westcoast Beats
von Thomas Zörner aus Lentia am 20.07.2010

Er leidet, er schimpft, er verflucht und er macht Musik, am besten mit allen genannten Zutaten. Von wem könnte wohl die Rede sein, außer dem Mann aus Detroit: Eminem. Schimpfen tut er gleich zu Beginn mit "White America". Politisch gibt man sich und macht dabei eine gute Figur, hat... Er leidet, er schimpft, er verflucht und er macht Musik, am besten mit allen genannten Zutaten. Von wem könnte wohl die Rede sein, außer dem Mann aus Detroit: Eminem. Schimpfen tut er gleich zu Beginn mit "White America". Politisch gibt man sich und macht dabei eine gute Figur, hat der Song nicht nur kopfnicktechnisch einiges zu bieten, sondern auch lyrisch. Weniger ernst geht's bei "Business" zu. Ein Funtrack, der Seitenhiebe in jede erdenkliche Richtung aufweist. Dr. Dre und Emninem als Rap Superhelden. Ein altbekanntes Thema bearbeitet "Cleanin' Out My Closet". Die schwierige Beziehung des Rappers zu seiner Mutter. Was er hier vom Stapel lässt ist streckenweise richtig starker Tobak, trotzdem gerät die Nummer zu einem Highlight, ob ihrer schonungslosen Ehrlichkeit. Dem dreckige "Square Dance" folgt ein nicht weniger düsteres "Soldier". Der Tenor der Scheibe gibt sich allgemein dunkel. Tracks wie das bereits genannte "Business" oder die Single "Without Me", die auch die Mundwinkel zucken lässt, bilden die Ausnahme. Besonders stark gerät diese Düsterniss bei Liedern wie "Say Goodbye Hollywood" oder "Sing for the Moment", die stilistische Anleihen beim Rock durchblitzen lassen. Besonders letzteres gerät ungemein stark. Besonders erwähnenswert sind auf jeden Fall noch "When the Music stops", mit freundlicher Unterstützung von D12 und "'Till I Collapse". Mit "The Eminem Show" schafft es Mr. Matthers nahtlos an vorhergehende Erfolge anzuknüpfen und liefert eines der stärksten Alben seiner Karriere ab.