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Die Lichter unter uns

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

Was macht ein gelungenes Leben aus?
Anna verbringt ihren Urlaub mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Taormina auf Sizilien. Plötzlich fühlt sich der Boden, auf dem sie steht, brüchig an. Sie begegnet Alexander, der das aufregende Leben führt, das sie sich einmal für sich selbst erträumt hat. Und Alexander? Beneidet er sie um ihr Familienglück? Mit einem Mal wird der Zweifel am eigenen Leben übermächtig, alles steht auf dem Spiel. Und sieben Tage können alles verändern … Verena Carl erzählt mit großer Klarheit und Entschiedenheit von einer existentiellen Situation.
Portrait
Carl, Verena
Verena Carl wurde 1969 geboren und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Sie lernte ihr Handwerk an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für Brigitte und Merian. Sie veröffentlichte zahlreiche Kinderbücher und -hörspiele und eine Reihe von Romanen. Für ihr literarisches Werk wurde sie unter anderem zweimal mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

Günther, Elisabeth
Elisabeth Günther spielte bereits auf zahlreichen deutschen Bühnen von Berlin bis München und war in Filmen von Claude Chabrol und Michael Verhoeven zu sehen. Mit ihrer vollen warmen Stimme ist sie eine beliebte Hörbuchsprecherin und wird unter anderem regelmäßig als deutsche Synchronstimme von Cate Blanchett und Helena Bonham Carter besetzt.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Elisabeth Günther
Anzahl 6
Erscheinungsdatum 04.05.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783839816325
Genre Belletristik
Verlag Argon
Auflage 1. Auflage
Spieldauer 494 Minuten
Hörbuch (CD)
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19,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Befindlichkeiten

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Beeindruckend klar und gekonnt, macht Verena Carl die Wünsche, Zweifel, Lebenslügen ihrer Figuren spürbar. So stellt sich Anna immer wieder die Frage, ob andere glücklicher sind als sie; es besser gemacht haben im Leben - wie z.B. Alexander. Sein Leben scheint viel aufregender zu sein, voller Wohlstand, Zufriedenheit, Weltgewandtheit. Die Autorin schaut hinter die Kulissen; es ist eine Art Bestandsaufnahme in Romanform. Sehr treffend und nachvollziehbar geschrieben.

Tatjana Hefter, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Eine Frau auf der Suche nach, ja was? Ihrer verlorenen Jugend? Einer interessanteren Zukunft? Einem besseren Jetzt? Zu diesem Buch habe ich leider keinen Zugang gefunden.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
7
5
4
1
0

Aufrichtig, interessant und trotzdem fehlte mir etwas ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 27.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Anna macht mit ihrer Familie Urlaub auf Sizilien, aber sie fühlt sich einsam, ist es das, was sie mal wollte? Die Tochter hängt nur an dem Vater, der mag nicht ans Wasser und von den einstigen Erinnerungen an die Flitterwochen hier im Ort, ist vielleicht ein Hauch übrigen geblieben. Sind sie noch dasselbe Paar? So schlendert Ann... Anna macht mit ihrer Familie Urlaub auf Sizilien, aber sie fühlt sich einsam, ist es das, was sie mal wollte? Die Tochter hängt nur an dem Vater, der mag nicht ans Wasser und von den einstigen Erinnerungen an die Flitterwochen hier im Ort, ist vielleicht ein Hauch übrigen geblieben. Sind sie noch dasselbe Paar? So schlendert Anna abends alleine los, gönnt sich einen Drink und beobachtet ein Paar. Beide jung, beide verhalten, beide still und doch spürt Anna die Verbundenheit. Als sich die Frau umdreht, erkennt Anna, dass diese schwanger ist und verliert sich selbst in Erinnerungen, aber dann kommt ein älterer Mann auf das Paar zu und er küsst besitzergreifend, die junge Frau. Hat Anna da was falsch interpretiert? Wer ist der Mann? Und führt er das Leben, was sie immer wollte? Ist er glücklich? Diese Geschichte reizte mich aus zwei Gründen zu lesen, erstens Sizilien. Wasser, köstliche Gerüche, ein ganz anderes Lebensgefühl. Und der zweite Grund, die Frage, wovon träume ich und lebe ich meinem Traum. Bin ich glücklich? Fragen wir uns das nicht alle mal an einem Punkt in unserem Leben. Passt mein Leben zu mir, fühle ich mich darin wohl? Auf die Sicht der Autorin war ich deshalb gespannt. Wie setzt sie das um, kann solch eine Geschichte überzeugen. Tja, und das versuche ich nun mal, euch zu erzählen. Ihr kennt das doch auch, man sitzt im Urlaub im Café, beobachtet Menschen und strickt sich deren Geschichten zusammen. Da ist eine Familie mit lachenden Kindern, aber die Eltern schweigen, dahinter versteckt sich doch jede Menge Spekulationsstoff. Oder Paare, die sich viel erzählen, sich in die Augen schauen, oder doch lieber aufs Handy. Das Erraten, wie lange jemand zusammen ist, kann man doch durch viele kleine Gesten erahnen. Beobachten und interpretieren ist ein wunderbarer Zeitvertreib, aber man kann den Leuten am Ende nur vor dem Kopf gucken, und ob jemand wirklich glücklich ist, in seinem Leben ist nicht immer leicht zu deuten. Anna ist es zum Beginn der Geschichte nicht. Sie ist am Punkt angelangt, um ihr Leben zu hinterfragen. Im Prinzip hat man sich im Leben bequem gemacht, führt das typische Familienleben, arbeitet aber nicht an mehr dran. So bleibt oft das Paar, nämlich die Eltern, auf der Strecke und es quälen die Alltagssorgen und der Kampf um die Liebe der Kinder. Das alles fängt die Autorin ziemlich gut ein, ganz ehrlich, rasiermesserscharf, aber trotzdem berührt es nicht ganz. Ich habe trotzdem eine Distanz zwischen mir und Anna gespürt, wir sind reserviert miteinander umgegangen und manchmal war ich doch weit weg. Dann haben wir Alexanders Geschichte, die sich abwechselnd mit Annas vermischt. Er ist Anwalt und möchte eigentlich wie Anna einen Urlaub der Erinnerungen machen, nicht wie bei Anna, die Flitterwochen aufleben, sondern die Familie. Bei Alexander geht es um den Sohn, sein erwachsender Sohn und um Versöhnung. Alexander hat nämlich aus seiner Geliebten, eine werdende Mutter gemacht und seine Ehefrau ist in dem ganzen Ehechaos verstorben. Nun bleiben die zwei Männer zurück und können nicht wirklich was miteinander anfangen und zwischen ihnen, Zoe, die neue Frau an Alexanders Seite. Aber wie viel Schein und Sein liegt in dieser Beziehung? Wer spielt hier wem was vor? Und welche Glücksskala findet hier überhaupt Verwendung? Nach außen hin scheinen alle drei ein Leben voller Wohlstand und Zufriedenheit zu leben, aber sobald man in die Köpfe schaut und das dürfen wir, denn jeder kommt zu Wort, ist es ein Desaster an Lebenslügen. Welche verrate ich natürlich nicht. So lebt diese Geschichte von diesen beiden Familien, denn oberflächlichen Blick und dem eigenen interpretieren. Die Geschichte plätschert deshalb auch ein wenig dahin und berichtet eher über Lebensgeschichten und verworfenen Träumen, als wirklich Handlung aufzubauen. Aber manchmal braucht eine Gesichte auch nicht mehr, als den Blick des Lesers auf Gefühle zu lenken und ihm somit über sich selbst zum Nachdenken zu bringen. Denn die Frage nach dem Glück und was es für jeden bedeutet, ist doch ein wichtiges Detail im Leben. Ob die Personen noch ihr Glück und ihre Zufriedenheit finden werden, muss man selber herausfinden. Verena Carl hat mich selbst in den Urlaub gebracht und die wunderbare Müßigkeit an freier Zeit spüren lassen und den Blick in die Runde. Gern schaut man anderen zu und gern bildet man sich was ein, aber man darf nicht sein eigenes Wohlgefühl vergessen. Ein interessanter Ansatz und eine aufrichtige Erzählung, die man aber mögen muss.

So unbefriedigend wie das Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Paderborn am 23.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Das Meer ist zu schön für mich" (S. 10) "Die Lichter unter uns" begleitet zwei Familien beim Sizilienurlaub und rückt dabei vor allem zwei in den Fokus: Anna, die den Boden unter sich schwanken spürt und die sich nach etwas sehnt, das sie nicht greifen kann, und Alexander, der vor sich selbst davon zu laufen scheint und der ... "Das Meer ist zu schön für mich" (S. 10) "Die Lichter unter uns" begleitet zwei Familien beim Sizilienurlaub und rückt dabei vor allem zwei in den Fokus: Anna, die den Boden unter sich schwanken spürt und die sich nach etwas sehnt, das sie nicht greifen kann, und Alexander, der vor sich selbst davon zu laufen scheint und der Anna um ihr Familienleben beneidet. In diesem Roman wird eine Stimmung transportiert, die ziemlich intensiv ist, und das gelingt auch echt gut. Es ist ein Gefühl von Aussichtslosigkeit und Sehnsucht nach – irgendetwas, das nicht in Worte, das nicht einmal in Gedanken zu fassen ist. Mein Problem damit war nur, dass ich selbst mich mit diesem Gefühl in der Situation nicht identifizieren konnte, was vielleicht auch daran liegt, dass ich von einer eigenen Familie noch weit entfernt bin. Trotzdem würde ich von einem Buch erwarten, dass es in der Lage ist, mich selbst in die Gedankenwelt der Protagonisten zu versetzen, und das ist hier einfach nicht passiert. "Gleichzeit fürchtete er das Todesurteil, das in einer offiziellen Ablehnung gelegen hätte. Denn so konnte er sich an guten Tagen der Illusion hingeben, dass er eines Tages wie durch ein Wunder plötzlich einen großen Spring machen würde in den Kreis der Auserwählten, dass er lediglich wartete, bis die Zeit und seine Ideen reif waren." (S. 80) Die Sprache, die an vielen Stellen gelobt wird, kam mir stellenweise aufgesetzt und gewollt vor. Metaphern, die ich eigentlich ganz schön fand, wurden ein kleines bisschen zu lang ausgebreitet; die Sätze schienen manchmal kompliziert zu sein, nur um kompliziert zu sein. Gefallen hingegen haben mir Momente, in denen zwischenmenschliche Komponenten der Beziehungen ihre Entsprechung in der Sprache und Wortwahl fanden. "Sie streckte die Hand aus und reichte Judith das glatte, verschlossene Päckchen." (S. 139) "Im Moment stellte sich Zoe Alexanders Seele vor wie ein Kind, das in seinem Zuhause zum ersten Mal Haarrisse an der Decke bemerkte." (S. 141) „Die Lichter unter uns“ steigt mitten in das Leben der Protagonisten ein und verlässt es ebenso unvermittelt wieder, ohne einen griffigen Abschluss gefunden zu haben. Das macht ihn beinahe so unbefriedigend wie das Leben selbst es ist.

Sizilien- ein Traumurlaub?
von einer Kundin/einem Kunden aus Groß-Gerau am 20.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Verena Carl schreibt mit " Die Lichter unter uns" einen Roman, der in die Tiefe geht. Der Lichter zu Tage fördert, die unser Inneres ausleuchten sollen und es dennoch nicht können. Die unsere Oberfläche nur schwer nach Innen durchdringen können und so unser Innerstes nicht erhellen. Anna verbringt mit ihrem Mann Jo und den be... Verena Carl schreibt mit " Die Lichter unter uns" einen Roman, der in die Tiefe geht. Der Lichter zu Tage fördert, die unser Inneres ausleuchten sollen und es dennoch nicht können. Die unsere Oberfläche nur schwer nach Innen durchdringen können und so unser Innerstes nicht erhellen. Anna verbringt mit ihrem Mann Jo und den beiden Kindern Bruno und Judith einen Urlaub auf Sizilien. Der Alltag nagt an dem Elternpaar, die 40 sind bereits überschritten, die Tochter in der präpubertären Phaseund man ist sich gegenseitig etwas abhanden gekommen miteinander, mit den Jahren, mit den Kindern, mit so vielem, was sich über die gemeinsamen Jahre legt, wie ein dicker Film, eine Schutzschicht, die uns umhüllt und uns den Anderen, aber auch uns selbst nicht mehr erkennen lässt. Alexander mit seiner deutlich jüngeren Begleitung Zoe weckt Begehrlichkeiten in Anna und wird zu einem sinnlichen Ideal gebremster Phantasien. Der Blick auf die andere Seite, in der das Gras doch immer grüner ist, als bei einem selbst bringt aber Erkenntnisse zu Tage, die den Leser am grünen Gras zweifeln lassen. Die Sprache und der Schreibstil eröffnen deutliche Bilder, geben Denkanstöße und lassen eigene Reflexionen zu. der Leser kommt dem Protagonisten nah und lernt sie kennen. Auch, wenn er nicht alle Verhaltensweisen zu schätzen vermag ist eine Versöhnung mit den Protagonisten möglich, wenn man sich die Mühe macht sich hineinzuversetzen ins Scheitern, Verdrängen, Hoffen und Wünschen. Ein Buch, das sich wie ein Nachmittag am Strand liest, wohlwissend, wie instabil dieser so sicher wirkende Platz auf der Sanduhr wirkt, wie leicht man fortgespült, verweht und zugedeckt werden kann in einem Treibsand aus Sprachlosigkeit und ungelebter Möglichkeiten