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Das letzte Jahrhundert der Pferde

Geschichte einer Trennung

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„Ulrich Raulff gibt der Kulturgeschichte die Sporen: Sein großartiges Buch erzählt von den wichtigsten Helfern des Menschen, die einst unsere Gesellschaft prägten.“ Jürgen Osterhammel, DIE ZEIT
Der Exodus des Pferdes aus der Menschengeschichte ist ein erstaunlich unbeachteter Vorgang. Ganze Bibliotheken zur Geschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts schweigen sich aus über das Pferd, das gleichwohl in Europa und Amerika allgegenwärtig war – bis das letzte Jahrhundert der
Pferde in der Zeit Napoleons anbricht und mit dem Ersten Weltkrieg ausklingt. Ulrich Raulff zieht in seinem neuen Buch alle Register der Kultur-und Literaturgeschichte und beschreibt mit beeindruckender Erzählkunst eine untergehende Welt.

Portrait

Ulrich Raulff ist Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar. Zuvor war er u. a. Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Sein bei C.H.Beck erschienenes Buch Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben
(2016) wurde 2010 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse für das beste Sachbuch ausgezeichnet.

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  • Der lange Abschied 



    A. Der kentaurische Pakt. Energie 

    Die Pferdehölle 

    Ein Unfall auf dem Land 

    Ritt nach Westen 

    Der Schock 

    Die jüdische Reiterin 

    B. Ein Phantom der Bibliothek. Wissen 

    Blood and speed 

    Die Anatomiestunde 

    Kenner und Täuscher 

    Die Forscher 

      C. Die lebendige Metapher. Pathos 

    Napoleon 

    Der vierte Reiter 

    Die Peitsche 

    Turin, ein Wintermärchen 

      D. Der vergessene Akteur. Historien 

    Zahn und Zeit 

    Land nehmen 

    Das elliptische Tier 

    Herodot 

    Anhang

    Dank 

    Anmerkungen 

    Bildnachweis 

    Register 

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 461
Erscheinungsdatum 15.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-72138-0
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 21,3/13,9/3,2 cm
Gewicht 636 g
Abbildungen mit 85 Abbildungen im Text und 36 Abbildungen auf Tafeln
Auflage 1
Verkaufsrang 145588
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Der kentaurische Pakt

Matthias Preuschoff, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Achten Sie einmal darauf, wie oft Sie in Ihrem Alltag ein Pferd sehen. Sollten Sie nicht gerade auf dem Land wohnen dann wahrscheinlich eher selten bis nie. Jetzt stellen Sie sich vor, dass in London 1890 allein 23000 private Kutschen im Einsatz waren! Hufgetrampel, Gewieher, der Geruch von Pferdeäpfeln. Tote Pferde blockierten die Straßen, auf denen sich Kutschen, Reiter und Fußgänger eng zusammengedrängt fortbewegten. Für den modernen Menschen ist dieses Szenario kaum noch vorstellbar, dabei waren Mensch und Pferd doch jahrtausende symbiotisch miteinander verbunden. Der Mensch war abhängig von der Kraft, Geschwindigkeit und Ausdauer der Pferde, sei es zum Transport oder im Krieg. Und doch dauerte es keine 100 Jahre und das Pferd verschwand nahezu vollständig aus unserem Arbeitsleben Pferde wurden in der Industrialisierung durch Maschinen ersetzt und werden seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich nur noch als Hobby gesehen. Ulrich Raulff hält uns vor Augen, dass dieser Schritt nur ein Augenblinzeln im Lauf der Zeit vorüber ist, betont die Wichtigkeit der Pferde für den menschlichen Fortschritt und erläutert, wie so ein wichtiger "Partner" des Menschen in so rasanter Zeit aus dem Wirtschaftskreislauf wegfallen konnte. Ein spannendes Buch über ein Thema, welches in der Geschichtsforschung oftmals übergangen wurde. Nicht nur für Pferdefans lesenswert!

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