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Die Hochzeit der Chani Kaufman

Roman

Sie haben sich dreimal gesehen, sie haben sich noch nie berührt, aber sie werden heiraten: die neunzehnjährige Chani Kaufman und der angehende Rabbiner Baruch Levy. Doch wie geht Ehe, wie geht Glück? Eine fast unmögliche Liebesgeschichte in einer Welt voller Regeln und Rituale. Das freche und anrührende Debüt von Eve Harris.
Portrait
Eve Harris, geboren 1973 in London, Tochter polnisch-israelischer Eltern, arbeitete zwölf Jahre als Lehrerin, darunter an katholischen und jüdisch-orthodoxen Mädchenschulen in London und Tel Aviv. ›Die Hochzeit der Chani Kaufman‹ ist ihr erster Roman; er schaffte es auf die Longlist des renommierten Man Booker Prize und war Finalist bei den National Jewish Book Awards 2014. Eve Harris lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in London.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 25.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24430-4
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,1/11,3/3,5 cm
Gewicht 338 g
Originaltitel The Marrying of Chani Kaufman
Auflage 3
Übersetzer Kathrin Bielfeldt
Verkaufsrang 2287
Buch (Taschenbuch)
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12,00
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Nina-Verena Wollberg, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

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Eine andere Welt...

Victoria Blos, Thalia-Buchhandlung

Während wir Chani auf ihrem Weg in die Ehe begleiten, tauchen wir tief ein in den Alltag, die Bräuche und Gesetze einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London. Mit feinsinnigem Humor bringt uns die Autorin dieses doch so fremde Leben näher. Ich bin tief beeindruckt!

Kundenbewertungen

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Eindrücklich & lesenswert!
von Lia48 am 14.07.2019

INHALT: Chani Kaufman ist 19 Jahre alt, wächst in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde auf und hat immer noch keinen Ehemann in Sicht. Bis Baruch Levy, ein angehender Rabbiner ein Auge auf auf die junge Frau wirft. Er setzt sich in den Kopf, dass er Chani zur Frau nehmen möchte, obwohl er aus einer deutlich wohlhabenderen Familie ... INHALT: Chani Kaufman ist 19 Jahre alt, wächst in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde auf und hat immer noch keinen Ehemann in Sicht. Bis Baruch Levy, ein angehender Rabbiner ein Auge auf auf die junge Frau wirft. Er setzt sich in den Kopf, dass er Chani zur Frau nehmen möchte, obwohl er aus einer deutlich wohlhabenderen Familie stammt. Beide sind strenggläubig aufgewachsen, müssen sich an zahlreiche Regeln halten, dürfen sich nur wenige Male sehen und müssen schließlich eine Entscheidung treffen. Doch sie wissen kaum etwas voneinander. Und wie funktioniert das mit der Ehe überhaupt? Die Rebbetzin Rivka Zilberman hat jüdische Wurzeln, hatte aber wenig mit dem Glauben zu tun. Durch ihren Ehemann, einem orthodoxen Rabbiner, verändert sich ihr Leben drastisch... Avromi Zilberman lernt an der Uni die Studentin Shola kennen. Diese verdreht ihm gehörig den Kopf. Doch sie ist keine Jüdin und sollte somit eigentlich tabu für ihn sein... MEINUNG: Geschickt verwebt die Autorin Eve Harris in diesem Buch die Lebenswege verschiedener Menschen mit jüdisch-orthodoxem Glauben, die miteinander in Beziehung stehen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um Chani und die um die Rebbetzin. Chani und Baruch plagen viele Ängste und Sorgen. Viel zu wenig kennen sie einander, wissen wenig über das andere Geschlecht oder über das, was durch eine Ehe auf sie beide zukommen wird. Ich fand ihre Geschichte interessant. Und ich fand es sehr eindrücklich geschildert, wie sie sich nach nur 3-4 Treffen für oder gegen eine Heirat entscheiden mussten! Die Rebbetzin leidet derweil in ihrer Ehe. Es gibt so viele Regeln und Gebote, die sie nun seit Jahren einhalten muss. Schließlich ist sie die Frau eines Rabbis und hat sich auch als solche zu verhalten und unterzuordnen. Doch eigentlich ist das nicht das Leben, das sie führen möchte... Die Geschichte um die Rebbetzin hat mich besonders bewegt und auch zum Nachdenken angeregt. Und eine Szene hat mich wirklich etwas geschockt, wütend gemacht und mir gleichzeitig aber auch nochmals vor Augen geführt, wie weit manche Menschen gehen, um die Regeln ihrer Religion einzuhalten: "Ein Gesetz verbot ihm, sie zu berühren, und ein anderes besagte, dass er um jeden Preis ihr Leben retten musste. Er wusste nicht, was er tun sollte." (S.46) Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen! Für alle, die es noch lesen wollen: Ich würde euch hier eine Printausgabe empfehlen, da sehr viele jiddische Wörter und Ausdrücke benutzt werden, die hinten im Buch erklärt werden, und man so besser hin- und herblättern kann! FAZIT: Ein eindrückliches Buch, das ich euch ans Herz legen möchte! 4-4,5/5 Sterne!

Eintauchen in eine andere, faszinierende Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In dieser Geschichte werden die Schicksale zweier Frauen in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London erzählt - Chani Kaufmann wird sich mit einem jungen Mann vermählen, den sie kaum kennt und Rebecca Zilberman hadert mit ihrem Leben als Ehefrau eines ultraorthodoxen Rabbis. Ein sehr lehrreicher und sehr sensibel, aber auch hu... In dieser Geschichte werden die Schicksale zweier Frauen in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London erzählt - Chani Kaufmann wird sich mit einem jungen Mann vermählen, den sie kaum kennt und Rebecca Zilberman hadert mit ihrem Leben als Ehefrau eines ultraorthodoxen Rabbis. Ein sehr lehrreicher und sehr sensibel, aber auch humorvoll erzählter Roman. Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt, weil ich eine, für mich einfach komplett unbekannte Welt kennenlernen durfte.

Faszinierendes, bewegendes und eindrückliches Debut
von einer Kundin/einem Kunden aus Fahrni am 09.10.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;) Schon etwas länger bin ich um dieses Buch herumgeschlichen nun durfte es endlich bei mir einziehen und ich habe es definitiv nicht bereut. Da ich es grösstenteils in der ungekürzten Hörbuchvariante gehört habe werde ich zuerst darauf eingehen. Die Sprecherin Anna Schudt, war... Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;) Schon etwas länger bin ich um dieses Buch herumgeschlichen nun durfte es endlich bei mir einziehen und ich habe es definitiv nicht bereut. Da ich es grösstenteils in der ungekürzten Hörbuchvariante gehört habe werde ich zuerst darauf eingehen. Die Sprecherin Anna Schudt, war mir bis dahin unbekannt, nach beenden des Romans kann ich allerdings sagen, dass ich jederzeit wieder zu einem Hörbuch von ihr greifen würde. Zu Beginn hatte ich etwas Bedenken ob ihre Stimme wirklich zu der jungen Chani passt, letztendlich konnte mich ihre Interpretation aber vollends überzeugen. Sie spricht recht tief, eher undramatisch, aber durchaus lebendig, variantenreich und in einem angenehmen Tempo. Mit der Zeit konnte ich mich so richtig fallen lassen, es entstanden Bilder in meinem Kopf und ich versank in dieser mir rätselhaften und dennoch einnehmenden Welt. Der Schreibstil selber ist schnörkellos, ja fast schon schlicht, schonungslos offen, irgendwie nüchtern, sehr präzise in den Beschreibungen, trotzdem nie ausschweifend und versprühte für mich eine interessante Atmosphären-Mischung aus Melancholie und Humor Erzählt wird im personalen Stil aus mehreren Perspektiven zusätzlich ergeben sich immer wieder Zeitsprünge. Am Anfang des Kapitels werden diese ganz klar mit dem jeweiligen Namen und der Jahreszahl deklariert, dennoch benötigte ich doch etwas Übung und Eingewöhnungszeit um in der Hörbuchfassung stets folgen zu können. Obwohl aus mehreren Sichten erzählt wird würde ich Chani Kaufmann und Rebecca Zilberman als die tatsächlichen Protagonistinnen benennen, da der Fokus grösstenteils auf ihnen liegt. Die zwei Frauen waren mir gleichermassen sympathisch wahrscheinlich deshalb, weil sie sich von ihren Charakterzügen her sehr ähneln. Beide sind neugierig, offen, ehrlich, schlagfertig, mutig und haben das Herz auf dem rechten Fleck. Mit nur wenigen Worten werden ihre Gedanken oder Gefühle dargelegt und bewirkten bei mir jedoch immer wieder sehr viel Empathie. Es gibt noch viele weitere Personen, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen und auch da fand ich die Charakterausarbeitung äusserst gelungen. Unter anderem die von Baruch dem künftigen Ehemann von Chani. Ihn mochte ich ebenfalls wirklich gerne, hingegen habe ich die Wandlung von Rabbi Zilberman fassungslos mitverfolgt! Durch meinen christlichen Glauben war mir das ein oder andere über das Judentum schon bekannt, aber natürlich niemals in diesem Ausmass, weshalb ich doch immer wieder froh um das Glossar am Ende des Buches ( auch im Booklet in der Hörbuchvariante enthalten) war. Man spürt und es ist auch ersichtlich, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. Mir hat der ganze Aufbau, die Vernetzung, die einfühlsame& wertfreie Wissensvermittlung und dieses fremdartige Setting mit der besonderen beklemmenden und trotzdem humorvollen Atmosphäre wahnsinnig gut gefallen. Bei mir wurden unzählige Emotionen ausgelöst, denn ich war wütend, traurig, bestürzt, berührt und doch gab es auch Momente wo ich einfach lauthals losprusten musste. Ein eindrückliches, faszinierendes Debut, welches mich gerade in der Hörbuchfassung begeistern konnte und noch lange in mir nachhallen wird. 5 Sterne