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Der Mond und die Feuer

Roman. Neuübersetzung

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Piemont, Ende der vierziger Jahre. Anguilla, vor gut zwanzig Jahren aufgebrochen, um sein Glück in Amerika zu machen, kehrt in sein Dorf zurück. Hier ist er als Findelkind bei armen Bauern aufgewachsen, hier ist der Ort seiner Jugend. Er sucht nach vertrauten Dingen und Personen, vielleicht auch nach Heimat, doch im Schein der Johannisfeuer kommt eine fremde, ja grausame Wirklichkeit ans Licht.
Portrait
Cesare Pavese, geboren 1908 im Piemont, verlor schon früh seinen Vater. Nach dem Studium übersetzte er Klassiker wie ›Moby Dick‹ oder ›David Copperfield‹ ins Italienische und begann beim Turiner Verlag Einaudi zu arbeiten. Pavese gilt als wichtiger Vertreter des Neorealismo, 1950 erhielt er den Premio Strega für ›Der schöne Sommer‹. Im August desselben Jahres, auf dem Höhepunkt seines literarischen Erfolgs, nahm er sich in einem Turiner Hotelzimmer das Leben.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 25.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24434-2
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,1/2 cm
Gewicht 233 g
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Maja Pflug
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Endlich in neuer Übersetzung erschienen

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Der letzte Roman des großen Cesare Pavese behandelt viele große Themen der Weltliteratur. Auswanderung & Heimkehr, Verwurzelung & Entwurzelung und Widerstand bei den daheim gebliebenen wurden aufs großartigste literarisch verarbeitet. Genial.

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Blut ist überall rot.
von einer Kundin/einem Kunden am 22.10.2018

„Der Mond ist für alle da, genau wie der Regen und die Krankheiten. Ob sie nun in einem Loch oder in einem Palast wohnen, Blut ist überall rot.“ (S. 138) Und genau um dieses Blut geht es Pavese in seinem letzten – kurz vor seinem Selbstmord geschriebenen – Roman, wenn er seinen Erzähler Anguilla Ende der 40er-Jahre nach einer la... „Der Mond ist für alle da, genau wie der Regen und die Krankheiten. Ob sie nun in einem Loch oder in einem Palast wohnen, Blut ist überall rot.“ (S. 138) Und genau um dieses Blut geht es Pavese in seinem letzten – kurz vor seinem Selbstmord geschriebenen – Roman, wenn er seinen Erzähler Anguilla Ende der 40er-Jahre nach einer langen Zeit der Abwesenheit wieder nach Italien zurückkommen lässt. Auch wenn die Landschaft, die Mühsal und das Treiben in den Städten und Dörfern stets gleich erscheinen, so erweist sich dieser Eindruck für den Daheimgekehrten als Täuschung. Auch die Johannisfeuer, die früher schon von der Ferne aus von den Festen kündeten, verbergen kaum noch die Verbrechen, die Bluttaten, die Kriege und Bürgerkriege und vor allem den Hass der Menschen. Während sein Protagonist Anguilla die Zeit des Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs in Amerika verbrachte, verblieb Pavese in der Zeit des Faschismus in Italien. Stets rang der Schriftsteller mit den (Selbst-)Vorwürfen, sich nicht den Partisanen angeschlossen zu haben. Einen alten Freund von Anguilla lässt Pavese im Roman sagen, dass er mit einem Anschluss an die Partisanen alles verloren hätte, das Haus und den Hof. Die Wunden sind riesig, auch wenn der Brandfleck nicht mehr zu erkennen ist, an der Santas Leiche unter dem Reisig des Weinbergs verbrannt wurde. Santina galt stets als die schönste Frau im Ort und wurde als faschistische Spionin von den Partisanen erschossen. Tote werden immer wieder im Wald und unterm Geröll gefunden. Auch wenn mir zur Neuübersetzung von Maja Pflug der Vergleich fehlt, so liest sich das Buch verdammt gut.