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Die Muse von Wien

Roman

Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe 6

(14)
Als die heimliche Verlobung zwischen Gustav Mahler, dem gefeierten Direktor der Wiener Oper, und Alma Schindler, dem schönsten Mädchen der Stadt, durch eine Indiskretion in der Presse bekanntgegeben wird, ist halb Wien in Aufruhr. Bei der Hochzeit 1902, nach einer kurzen, aber stürmischen Verlobungszeit, glaubt die zweiundzwanzigjährige Alma an eine strahlende Zukunft. An der Seite von Gustav, einem der größten Musiker, führt sie ein Leben jenseits der Norm, das sich viele Frauen erträumen. Und doch hat dieses pralle Leben auch seine Schattenseiten. Alma fällt ihr Glück nicht in den Schoß, sie muss immer wieder darum kämpfen und vor allem Opfer bringen. Denn für Gustav soll sie ihre große Leidenschaft aufgeben: die Komposition.
Rezension
"Ein fesselnder Roman über eine der berühmtesten Frauen des 20. Jahrhunderts. Sehr lesenswert." Delmenhorster Kreisblatt 20180817
Portrait
Bernard, Caroline
Caroline Bernard ist Literaturwissenschaftlerin und wurde 1961 in Hamburg geboren. Noch vor dem Abitur machte sie ihre erste Reise nach Paris und verlor ihr Herz an die Stadt. Es folgten längere Aufenthalte als Au-pair, als Sprachschülerin und Stipendiatin. Heute sind Reisen nach Paris, in die Provence oder in die Normandie aus ihrem Leben nicht wegzudenken. Caroline Bernard lebt als freie Autorin in der Nähe von Hamburg. "Rendezvous im Café de Flore" ist nicht ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 496
Erscheinungsdatum 18.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3392-3
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 20,7/13,4/3,8 cm
Gewicht 503 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 10.012
Buch (Klappenbroschur)
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Hanna Rink, Thalia-Buchhandlung Sulzbach (Taunus)

Ein weiteres großes Frauenschicksal, das sich ganz wunderbar in die Reihe einfügt. Eine sehr stimmige Geschichte über eine mutige und starke junge Frau Ein weiteres großes Frauenschicksal, das sich ganz wunderbar in die Reihe einfügt. Eine sehr stimmige Geschichte über eine mutige und starke junge Frau

„Was für ein Frauenleben“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wie so oft in dieser Branche ist der Name Caroline Bernard ein Pseudonym. Wer neugierig ist, wer sich dahinter verbirgt, kann einfach bei Facebook diesen Namen suchen. Dort wird man dann fündig und findet auch die beiden anderen Namen, unter denen die Autorin sonst noch schreibt. Unter Caroline Bernard ist es ihr zweiter Roman. 2016 erschien ebenfalls im Aufbau Verlag der Roman „Rendezvous im Café Flore“, welches ich aber bisher noch nicht gelesen habe.

Wie der Untertitel des Romans „Die Muse von Wien“ schon verrät, ist es ein Roman aus der Reihe der wunderbaren Roman-Biografien des Aufbau Verlags. Die, die ich bisher gelesen habe, kann ich alle empfehlen! Caroline Bernard erzählt die Geschichte von Alma Mahler-Werfel. Ich habe mich zuvor noch nie mit Alma Mahler-Werfel beschäftigt. Mir fiel nur sofort der Titel „Witwe im Wahn“ von Oliver Hilmes ein. Und allein schon durch diesen Titel hatte ich natürlich meine Vorbehalte vor dieser Frau. Doch ich war gespannt auf den Roman. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts und endet 1911. Daran können Sie schon erkennen, dass nur ein kleiner Teil des Lebens von Alma Mahler-Werfel (1879 – 1964) in diesem Roman erzählt wird. Es ist ein Roman über ihre Jugend und über ihre erste Liebe. Der Klappentext ist schon sehr stimmig, so dass ich hier nichts weiter hinzufügen muss.

Es ist eine spannende, eine faszinierende und leider auch eine erschütternde Geschichte über eine sehr sinnliche und sehr begabte junge Frau, die für ihren Ehemann Gustav Mahler alles hintendran stellt, was ihr selbst wichtig ist. In der damaligen Zeit hat man so etwas einfach von den Frauen erwartet. Wer weiß, wie unsere heutige Welt ausgesehen hätte, wenn mehr Frauen ihr Leben so gelebt hätten, wie sie es sich vorgestellt hatten. Und wenn sie ihre Begabungen so hätten einsetzen können, wie sie es verdient hätten. Dieser Roman hat mir große Lust gemacht, mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich hoffe sehr, dass Caroline Bernard noch weitere Bände zu diesem spannenden Frauenleben schreiben wird, denn immerhin hat Alma Mahler-Werfel viele interessante Männer in ihrem Leben kennen- und lieben gelernt. Und diese Männer haben sich mit Sicherheit von dieser interessanten Frau beeinflussen und inspirieren lassen. Mich persönlich würden gerade Walter Gropius und das Bauhaus sehr interessieren. Aber auch der Maler Oskar Kokoschka und der Dichter Franz Werfel sind interessante Themen, mit denen ich mich noch nicht näher befasst habe.

Im Anhang listet die Autorin sorgfältig ihre Quellen auf und gibt Hinweise dazu, wo man sich gut weiter informieren kann.

Wer also Lust hat, sich einmal ganz anders mit dieser Muse verschiedenster Künstler zu beschäftigen, dem kann ich diesen Roman uneingeschränkt empfehlen. Toll zu lesen und ausgesprochen informativ. Dieser Roman öffnet einem die Augen für eine interessante Zeit und verlockt dazu, sich näher mit den angesprochenen Persönlichkeiten und Kunststilen zu beschäftigen.
Wie so oft in dieser Branche ist der Name Caroline Bernard ein Pseudonym. Wer neugierig ist, wer sich dahinter verbirgt, kann einfach bei Facebook diesen Namen suchen. Dort wird man dann fündig und findet auch die beiden anderen Namen, unter denen die Autorin sonst noch schreibt. Unter Caroline Bernard ist es ihr zweiter Roman. 2016 erschien ebenfalls im Aufbau Verlag der Roman „Rendezvous im Café Flore“, welches ich aber bisher noch nicht gelesen habe.

Wie der Untertitel des Romans „Die Muse von Wien“ schon verrät, ist es ein Roman aus der Reihe der wunderbaren Roman-Biografien des Aufbau Verlags. Die, die ich bisher gelesen habe, kann ich alle empfehlen! Caroline Bernard erzählt die Geschichte von Alma Mahler-Werfel. Ich habe mich zuvor noch nie mit Alma Mahler-Werfel beschäftigt. Mir fiel nur sofort der Titel „Witwe im Wahn“ von Oliver Hilmes ein. Und allein schon durch diesen Titel hatte ich natürlich meine Vorbehalte vor dieser Frau. Doch ich war gespannt auf den Roman. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts und endet 1911. Daran können Sie schon erkennen, dass nur ein kleiner Teil des Lebens von Alma Mahler-Werfel (1879 – 1964) in diesem Roman erzählt wird. Es ist ein Roman über ihre Jugend und über ihre erste Liebe. Der Klappentext ist schon sehr stimmig, so dass ich hier nichts weiter hinzufügen muss.

Es ist eine spannende, eine faszinierende und leider auch eine erschütternde Geschichte über eine sehr sinnliche und sehr begabte junge Frau, die für ihren Ehemann Gustav Mahler alles hintendran stellt, was ihr selbst wichtig ist. In der damaligen Zeit hat man so etwas einfach von den Frauen erwartet. Wer weiß, wie unsere heutige Welt ausgesehen hätte, wenn mehr Frauen ihr Leben so gelebt hätten, wie sie es sich vorgestellt hatten. Und wenn sie ihre Begabungen so hätten einsetzen können, wie sie es verdient hätten. Dieser Roman hat mir große Lust gemacht, mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich hoffe sehr, dass Caroline Bernard noch weitere Bände zu diesem spannenden Frauenleben schreiben wird, denn immerhin hat Alma Mahler-Werfel viele interessante Männer in ihrem Leben kennen- und lieben gelernt. Und diese Männer haben sich mit Sicherheit von dieser interessanten Frau beeinflussen und inspirieren lassen. Mich persönlich würden gerade Walter Gropius und das Bauhaus sehr interessieren. Aber auch der Maler Oskar Kokoschka und der Dichter Franz Werfel sind interessante Themen, mit denen ich mich noch nicht näher befasst habe.

Im Anhang listet die Autorin sorgfältig ihre Quellen auf und gibt Hinweise dazu, wo man sich gut weiter informieren kann.

Wer also Lust hat, sich einmal ganz anders mit dieser Muse verschiedenster Künstler zu beschäftigen, dem kann ich diesen Roman uneingeschränkt empfehlen. Toll zu lesen und ausgesprochen informativ. Dieser Roman öffnet einem die Augen für eine interessante Zeit und verlockt dazu, sich näher mit den angesprochenen Persönlichkeiten und Kunststilen zu beschäftigen.

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Interessant und kenntnisreich erzählt, unterhaltend und fließend zu lesen und über das Leben von A. Mahler-Werfel hinaus auch ein schönes Panorama von Wien aus den 20er Jahren. Interessant und kenntnisreich erzählt, unterhaltend und fließend zu lesen und über das Leben von A. Mahler-Werfel hinaus auch ein schönes Panorama von Wien aus den 20er Jahren.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
7
6
0
1
0

Einfach perfekt!
von zauberblume am 18.09.2018

"Die Muse von Wien" aus der Feder der Autorin Caroline Bernard ist nun bereits der 6. Band aus der "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe-Reihe", von der ich ja ein riesengroßer Fan bin. Als Vorlage für diesen Roman diente Alma Mahler, eine reale Person, die auch die Protagonistin in... "Die Muse von Wien" aus der Feder der Autorin Caroline Bernard ist nun bereits der 6. Band aus der "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe-Reihe", von der ich ja ein riesengroßer Fan bin. Als Vorlage für diesen Roman diente Alma Mahler, eine reale Person, die auch die Protagonistin in dieser spannenden und aufregenden Geschichte ist. Alma Mahler war eine der fazinierendsten Frauen im Wien der Jahrhundertwende. Nun zum Inhalt: Alma Schindler, deren Vater früh verstirbt, wächst mit ihrer Schwester Gretl, ihrer Mutter und ihrem Stiefvater inmitten der Wiener Boheme auf. Ihre erste große Liebe ist der Maler Klimt, für den Dirigent und Komponist Gustav Mahler wird sie jedoch zur Muse. Sie ist in den Salons der schillernden Metropole zuhause, verfolgt den Aufstieg der Secession, inspiriert und verführt. Außerdem ist Alma Künstlerin. Ihre große Leidenschaft gehört dem Klavierspiel, zudem komponiert sie furchtbar gerne Dann lernt sie Gustav Mahler kennen und verliebt sich in ihn. Gustav erwidert ihre Liebe, doch er fordert einen hohen Preis von Alma. Sie soll ihre Kunst für ihn aufgeben ..... Der pure Wahnsinn. Noch jetzt bin ich mittendrin in dieser Geschichte, die mich von der ersten Seite an gefesselt, in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Diese atemberaubende Geschichte, das ganze Leben von Alma läuft wie in einem Film in meinem Kopfkino nochmals ab. Ich lerne die hübscheste Frau von Wien - so wird Alma bezeichnet - als junges Mädchen kennen. Spüre förmlich ihre Lebensfreude, ihre Begeisterung und ihren Charme. Sie besitzt auch ein große Herzenswärme. In der Männerwelt erreicht sie meist das, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie Gustav Mahler kennenlernt. Ich fand die Forderung, die er an Alma gestellt hat, einfach unglaublich. Doch zur Jahrhunderwende hatten die Frauen wohl noch nicht so viel zu sagen und mußten sich den Männern unterordnen. Und Almas Liebe zu dem 20 Jahre älteren Gustav war so groß, dass sich ein riesen Opfer für ihn gebracht hat. Es war nicht einfach mit diesem Künstler zusammenzuleben und auch die Schicksalschläge, die die beiden im Laufe ihres Lebens erleiden mußten, haben auch mich zu Tränen gerührt. Ein wirklich bewegendes Leben mit vielen Höhen und Tiefen. Den Epilog fand ich sehr interessant, man erfährt viel über das vergangene Leben von Alma, die ja dann in New York ihren Lebensabend verbringt. Einfach brilliant. Für mich ist diese hervorragende Geschichte wieder ein absolutes Lesehighlight. Eine Lektüre der Extraklasse. Wieder durfte ich eine ganze besondere Frau kennenlernen. Wie heißt es so schön im Nachwort: "Alma Mahler war eine starke Frau, die sich ein Recht auf Glück und Selbstverwirklichung herausnahm, die aber in einer Zeit lebte, in der das nicht vorgesehen war - zumindest nicht für Frauen. " Auch das Cover ist wieder ein echter Hingucker. Passt zu der ganzen Buchreihe hervorragend. Selbstverständlich vergebe ich für diese perfekte Lektüre 5 Sterne und freue mich schon auf das nächste Buch aus dieser Reihe.

Roman über Gustav Mahler
von einer Kundin/einem Kunden aus Eschweiler am 30.07.2018

Alma Schindler gilt als die schönste Frau in Wien. In der Wiener Boheme aufgewachsen wird sie von Künstlern nur so umgarnt. Ihre erste Liebe gilt dem älteren Gustav Klimt - neben dem Klavier spielen und dem Komponieren. So fällt ihr Augenmerk auch schon bald auf den grandiosen Komponisten und... Alma Schindler gilt als die schönste Frau in Wien. In der Wiener Boheme aufgewachsen wird sie von Künstlern nur so umgarnt. Ihre erste Liebe gilt dem älteren Gustav Klimt - neben dem Klavier spielen und dem Komponieren. So fällt ihr Augenmerk auch schon bald auf den grandiosen Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler... Am Anfang war ich von dem Buch sehr genervt. Alma führt sich auf wie ein verwöhntes Kind, dem man das Spielzeug weggenommen hat. Der Schreibstil war ebenso gehalten. Mehr als einmal war ich versucht, das Buch abzubrechen. Ich wollte doch einen Roman über eine starke Frau lesen und nicht über eine, die mit sich und ihrem Leben hadert, sich nur unterordnet und ihre eigenen Bedürfnisse hinter die aller Männer stellt. Höchstwahrscheinlich hätte ich abgebrochen. So aber hielt ich durch und wurde gegen Ende immer mehr versöhnt. So kann ich nun sagen, dass Alma eine Person ist, bei der sich die Geister scheiden. Auch im Nachwort erwähnt die Autorin, dass man Alma Schindler entweder liebt oder hasst. Teilweise schaffte die Autorin das herüber zu bringen, aber genervt war ich eher aus den oben genannten Gründen. Auf jeden Fall vollzieht die Hauptfigur eine Entwicklung. Sie wird erwachsen und das merkt man an ihrem Verhalten und ihrem Ausdruck. Entwicklungen nachzuvollziehen, das gefällt mir in Romanen sehr, so dass im Nachhinein ich hier nochmal Pluspunkte vergeben kann. Neben Alma wird Gustav Mahler noch gut porträtiert. Über weite Strecken fand ich ihn auch wesentlich spannender und interessanter dargestellt als die eigentliche Hauptfigur, was ein wenig schade ist, wenn man bedenkt, dass man mit dieser Reihe eigentlich Frauen in den Blickpunkt rücken will. Rückblickend frage ich mich, ob die Zeitspanne klug gewählt war. So war die kurze Romanze mit Klimt für mich eigentlich unwichtig und ich denke, dass es spannender gewesen wäre, dann eher noch nach hinten 'raus weiter zu erzählen, denn für mich endete das Buch eigentlich da, wo es am spannendsten war. Dann hätte auch Alma viel mehr Raum gehabt, um wirklich die Hauptfigur in diesem Roman zu sein. Also für mich war der Spannungsbogen am Anfang sehr flach, während er nach hinten 'raus in die Höhe schoss. Und dann war das Buch auch schon vorbei. Schade, eigentlich. Glänzen konnte die Autorin aber mit ihren Beschreibungen von Wien und später auch von New York. Sie schaffte es, die Atmosphäre und Unterschiedlichkeit beider Städte einzufangen und mich in diese künstlerische Zeit zurückzuversetzen. Die Stellen habe ich mit Genuss gelesen! So empfehle ich das Buch allen Wien-Liebhaberinnen und Leserinnen, die gerne mehr über Gustav Mahler erfahren wollen! Wenn es allerdings um emanzipierte Frauen geht, dann sucht euch vielleicht lieber ein anderes Buch.

Muse, Künstlerin, Geliebte
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 09.07.2018

Caroline Bernards Buch ist Teil der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe", die im Aufbau Verlag erschienen ist. Der autobiografische Roman hält sich chronologisch sehr genau an das reale Leben der Alma Mahler-Werfel. Alma wurde 1879 als Tochter des Malers Emil Schindlers in Wien geboren. Sie verkehrt schon... Caroline Bernards Buch ist Teil der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe", die im Aufbau Verlag erschienen ist. Der autobiografische Roman hält sich chronologisch sehr genau an das reale Leben der Alma Mahler-Werfel. Alma wurde 1879 als Tochter des Malers Emil Schindlers in Wien geboren. Sie verkehrt schon sehr früh in der Wiener Künstlerszene und lernt bekannte Maler, Musiker und Schriftsteller persönlich kennen. Sie gilt als schönstes Mädchen in der ganzen Stadt und ist sich ihrer Wirkung, v.a. auf Männer, durchaus bewusst. Als 17jährige macht ihr bereits Klimt den Hof, andere Künstler folgen - alle älter und die meisten behandeln sie nicht einmal besonders gut. Ihr Hang zu älteren Männern mag daran liegen, dass sie ihren Vater früh verlor und, so Freuds Theorie, eine Vaterfigur sucht. Das mag auch der Grund sein, wieso sie sich zu dem wesentlichen älteren Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler hingezogen fühlt. Auch Alma spielt hervorragend Klavier und komponiert eigene Stücke. Vor der Heirat erklärt jedoch Mahler in einem 20seitigen Brief was er von Alma erwartet, sollte sie ihn heiraten wollen; u.a. der Verzicht auf ihre eigene musikalische Karriere. Alma heiratet ihn dennoch 1902 in der Wiener Karlskirche. Obwohl Gustav Mahler Alma abgöttisch liebt, dreht sich alles um seine Entfaltung, sei es bei seiner Arbeit an der Wiener Hofoper, beim Komponieren seiner Symphonien oder seinem Verständnis von Gesellschaftsleben. Alma und Gustav bekommen zwei Töchter, von denen eine im Kindesalter an Diphterie stirbt. Alma kann diesen Schicksalsschlag nie überwinden, zumal ihr die bedingungslose Unterstützung Gustav Mahlers immer schwerer fällt. Sie merkt, dass sie sich viel zu sehr zurücknimmt und ihre eigenen Bedürfnisse nicht leben kann. Sei es, dass sie sexuell in ihrer Ehe extrem unbefriedigt ist, sei es, dass sie ihre musikalische Leidenschaft nicht ausleben kann. So lernt sie während eines Kuraufenthalts den jungen Architekten Walter Gropius kennen, den sie nach Gustav Mahlers Tod heiratet, und beginnt mit ihm eine leidenschaftliche Affäre. Eine Trennung von Gustav Mahler kommt für sie jedoch nicht in Frage und als dieser von Walter Gropius erfährt, bemüht er sich mit allen Kräften, seine Ehe zu retten. Mit dem Tod Gustav Mahlers endet das Buch, was ich sehr schade finde. Zu diesem Zeitpunkt ist Alma Mahler erst Anfang 30. Sie hat noch zwei Ehen, div. Affären, die Geburt eines Sohnes uvm. vor sich. Davon erfährt der Leser leider nichts. Das Buch hatte für mich einige Längen, weil der Blick zu stark auf die Ehe mit Gustav Mahler und Almas Liebschaften gerichtet ist. Ich hätte noch gerne mehr über ihre Persönlichkeit erfahren. Davon abgesehen, konnte ich mich gut in Almas Zerrissenheit hineinversetzen und mir das Wien nach der Jahrhundertwende vorstellen. Das Buch hat mein Interesse an anderen Büchern dieser Reihe, wie z.B. "Mademoiselle Coco" oder "Die Tochter des Malers", geweckt.