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Du springst, ich falle

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres 2017

(11)
„Maryam Madjidi verwandelt die Tragik des Lebens in glasklare Poesie.“ Julia Schoch.

In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen – ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter. In Paris sind die Hände des Vaters plötzlich nutzlos, die Augen der Mutter müde. Als junge Frau fährt Maryam nach Teheran zurück, verliebt sich und bricht mit allem." Du springst, ich falle" gewann 2017 in Frankreich den Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres. Ein kraftvoller Roman über das, was unsere Zeit bestimmt – die Suche nach Identität und Heimat.

Prix Goncourt du premier roman 2017.

„Die reizvolle Mischung aus Phantasie und realistischen Szenen voller präziser Beobachtungen, Stimmen und Gesten bringt das pralle Leben zum Vorschein.“ Le Figaro.

„Ein großartiges Debüt.“ L‘Express.
Portrait
Maryam Madjidi wurde 1980 in Teheran geboren, verließ mit sechs Jahren den Iran, um mit ihren Eltern in Frankreich zu leben. Heute unterrichtet sie in Paris Flüchtlinge in Französisch und schreibt. Du springst, ich falle ist ihr erster Roman, für den sie u. a. den Prix Goncourt du premier roman 2017 erhielt und mit dem sie ihr Publikum im Sturm eroberte.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 18.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-05050-4
Verlag Blumenbar
Maße (L/B/H) 21,1/14/2,3 cm
Gewicht 345 g
Originaltitel Marx et la poupée
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Julia Schoch
Verkaufsrang 31.234
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein brillant geschriebener Roman zum brandaktuellen Thema Suche nach Identität und Wurzeln.
Madjidi hat für diesen Roman den Prix Goncourt gewonnen.
Unbedingt lesenswert!
Ein brillant geschriebener Roman zum brandaktuellen Thema Suche nach Identität und Wurzeln.
Madjidi hat für diesen Roman den Prix Goncourt gewonnen.
Unbedingt lesenswert!

„Bewegend“

Heike Steinert, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein Autobiografischer Roman über eine Kindheit im Iran und das Aufwachsen im Exil in Frankreich. Das Gefühl in keinen Land wirklich zu hause zu sein,ein Buch über die Suche nach Identität und Heimat. Ein Autobiografischer Roman über eine Kindheit im Iran und das Aufwachsen im Exil in Frankreich. Das Gefühl in keinen Land wirklich zu hause zu sein,ein Buch über die Suche nach Identität und Heimat.

Kundenbewertungen

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Rezension von "Du springst, ich falle" von Maryam Madjidi
von Kaffeeelse am 15.12.2018

"Du springst, ich falle" ist ein autobiographisches Buch der Autorin, die eine ungemein poetische Sprache besitzt. Es kommen immer wieder Sätze, Ausdrücke, Abschnitte, die vom Klang oder Sinn zum Schmelzen schön sind. Was wäre das für ein Buch geworden, wenn es aus einem Erzählfluss/Erzählstrom bestanden hätte. Schade. Dieses abgehackte... "Du springst, ich falle" ist ein autobiographisches Buch der Autorin, die eine ungemein poetische Sprache besitzt. Es kommen immer wieder Sätze, Ausdrücke, Abschnitte, die vom Klang oder Sinn zum Schmelzen schön sind. Was wäre das für ein Buch geworden, wenn es aus einem Erzählfluss/Erzählstrom bestanden hätte. Schade. Dieses abgehackte Hin- und Herspringen hat mich an diesem Buch sehr gestört. Man hätte einen wunderbaren Familienroman daraus bauen können mit vielen historischen Daten versehen. Man hätte in einem Erzählfluss schildern können, was im Iran passiert ist, was dieser Familie passiert ist, was im Exil mit dieser Familie war. Schon diese kurzen Geschehnisse/Einblicke im/in den Iran der Eltern lassen einen beim Lesen Schaudern. Wie kann man weiter machen, wenn man so etwas sehen/erleben muss. Aber durch dieses auch irgendwie unfertige Hin- und Herspringen wird meiner Meinung nach der Geschichte ein großer Teil der Kraft genommen. Und auch eine gewisse Aussage wird dem Buch genommen. Was sehr schade ist. Das was der Autorin in ihrer Kindheit im Iran passiert ist, hat Folgen gehabt, dass spürt man deutlich. Die Autorin kann beim geneigten Leser und auch bei mir durchaus Mitleid erzeugen. Ja. Aber bringt das irgendjemanden weiter. Es hilft. Ja. Es tröstet in einem gewissen Rahmen. Ja. Aber irgendwann muss ein jeder erkennen, dass man selbst den Schlüssel für das eigene Leben in den Händen hält und eben nicht die Vergangenheit der Grund für alles sein darf und muss. Dieser Titel "Du springst, ich falle" sagt es ja schon aus. So etwas gilt in meinen Augen für die Kindheit. Aber sobald man sich erwachsen nennt in meinen Augen nicht mehr. Klar prägt einen das Erlebte der Kindheit. Aber später muss man erkennen, dass man selbst steuert. Und das fehlte mir bei dem Geschilderten der Autorin. Ebenso fehlte mir ein empathischer Blick auf das Leben der Eltern. Und auch den Wunsch in den Iran zurückzukehren kann ich nur in der Form verstehen, ihre Familie wiederzusehen. Aber dort leben zu wollen, eine Frau, die in Frankreich studiert hat, sollte in meinen Augen schon wissen, welche Rechte ihr im Iran noch bleiben. Das ist für mich zu viel des Guten. Natürlich hat man Heimweh. Und kulturell sind Frankreich und der Iran meilenweit voneinander entfernt. Ich glaube auch, dass man vieles vermisst, was das Ganze sicher noch extrem erschwert. Das Thema Essen fand ich da in dem Buch sehr amüsant, aber auch treffend. Aber setzt man deswegen alles aufs Spiel? Aus Trotz !?!?! Und über der ganzen Zeit in dem neuen Land muss es doch sicher auch schöne Geschehnisse gegeben haben, es müssen sich doch Freundschaften in Frankreich entwickelt haben. Das fehlt in diesem Buch vollkommen. Was ich gut gezeichnet fand, ist die Situation eines Flüchtlings in einem fremden Land. Keine Sprache/Verständigung mit anderen zu haben, deswegen ausgegrenzt zu sein, auf die eigene kleine Familie zurückgeworfen zu sein, Das fördert Aggressionen. Die Verständigung zu ermöglichen und dann eine fremde Kultur zu verstehen ist schon schwere Arbeit. Aber im Großen und Ganzen betrachtet, bin ich weder mit der erzählenden Person klargekommen/warmgeworden, noch war diese abgehackte Geschichte etwas für mich. Der Funke ist leider nicht zu mir übergesprungen. Schade.

Konnte mich nicht überzeugen
von Lia48 am 17.10.2018

INHALT: Bei "Du springst, ich falle" handelt es sich um einen autobiografischen Roman, für den die Autorin schon manche Preise erhalten hat. Maryam Madjidi wächst im Iran auf. Ihre Eltern eifern dem Kommunismus nach, weshalb die Tochter ihr Spielzeug an andere Kinder verschenken muss. Sie vergräbt jedoch ihr Eigentum heimlich im... INHALT: Bei "Du springst, ich falle" handelt es sich um einen autobiografischen Roman, für den die Autorin schon manche Preise erhalten hat. Maryam Madjidi wächst im Iran auf. Ihre Eltern eifern dem Kommunismus nach, weshalb die Tochter ihr Spielzeug an andere Kinder verschenken muss. Sie vergräbt jedoch ihr Eigentum heimlich im Garten um es anschließend mit nach Frankreich zu nehmen. 1986 soll in Frankreich Maryams neues, freieres Leben beginnen. Sie ist sechs Jahre alt, als die Familie die Flucht in ein fremdes Land antritt. Doch in Paris ist alles so anders. Eine fremde Sprache, unbekannte Speisen, andere Sitten und Bräuche - alles was sie bisher kannte, wird plötzlich einfach ausgetauscht. Das Mädchen lebt sich nur schwer ein. In der Schule wird sie ausgegrenzt. Nur langsam gewöhnt sie sich an Frankreich. Jahre später studiert Maryam Literaturwissenschaften und setzt sich wieder mit ihrer Muttersprache auseinander. Und schließlich fragt sie sich immer wieder: Wer bin ich eigentlich? Und wo gehöre ich hin? MEINUNG: Was das Buch ausmacht, ist sicherlich die eigenwillige Schreibweise der Autorin. Sie schreibt an vielen Stellen sehr poetisch, manchmal in Gedichtform und ab und zu mit fast schon fiktionalen Inhalten. So übernimmt sie z.B. auch díe Perspektive des Ungeborenen im Bauch der Mutter, oder haucht ihrer Heimatsprache Leben ein. Stellenweise mochte ich die Sprache. Leider wirkten aber die poetischen Elemente auf mich immer wieder zu überzogen. Mit den Erzählperspektiven, die auch innerhalb der sehr kurzen Kapitel mehrmals hin- und herwechselten, hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten. Ich, du, er/ sie - die Blickwinkel änderten sich für mich viel zu schnell. Gleichzeitig ist die Erzählweise der kurzen Episoden nicht chronologisch, sondern wechselt sehr oft in der Zeit vor und zurück. Dazu noch die örtlichen Veränderungen: mal berichtet die Protagonistin über Geschehnisse im Iran, dann wieder aus Frankreich, Japan, Indien oder der Türkei. Dies waren mir viel zu viele Wechsel in Ort, Zeit und Perspektive in zu kurzer Zeit. Dadurch bin ich mit den Personen nicht warm geworden, sie waren mir viel zu distanziert. Durch die kurzen Kapitel und die vielen Wechsel, wirkte der Verlauf der Geschichte für mich sehr "abgehackt" und konnte mich nicht fesseln. Lediglich eine spannende Situation am Anfang und die mehrseitige Erzählung über die Schulzeit im hinteren Teil des Buches, habe ich mit Interesse verfolgt. Hier konnte ich mich auch in die Personen hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Dies hätte ich mir gerne für das ganze Buch gewünscht! FAZIT: Eine biografische Geschichte mit einer eigenwilligen Schreibweise, die mir persönlich jedoch poetisch zu überzogen war. Kurze Kapitel und zu viele Wechsel in Ort, Zeit, und Perspektive, bremsten meinen Lesefluss und bauten Distanz zur Protagonistin auf. Deshalb leider nur 2,5/5 Sternen!

sehr lesenswerter autobiographischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Freudenberg am 12.10.2018

Klapptext: In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier... Klapptext: In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen ? ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter. In Paris sind die Hände des Vaters plötzlich nutzlos, die Augen der Mutter müde. Als junge Frau fährt Maryam nach Teheran zurück, verliebt sich und bricht mit allem." Du springst, ich falle" gewann 2017 in Frankreich den Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres. Ein kraftvoller Roman über das, was unsere Zeit bestimmt ? die Suche nach Identität und Heimat. Dies ist der Debütroman von Maryam Madjidi und ich finde das er ihr hervorragend gelungen ist. Die Autorinerzählt uns ihre Lebensgeschichte.Sie flieht mit ihren Eltern 1986 aus dem Irak nach Frankreich.Damals waren sie 6 Jahre alt. Ich habe erfahren wie ihre Eltern im Irak durch das Regime unterdrückt wurde.Auch Maryam litt darunter.Die Eltern sahen keinen anderen Ausweg als nach Paris zu flüchten.Die Autorin berichtet wie sie sich nun in einer für ihr völlig fremden Welt zurecht finden muss.Sie fühlt sich allein gelassen und es fällt ihr schwer sich einzuleben.Doch mit der Zeit fängt sie an die Situation zu akzeptieren und beginnt ein neues Leben in Frankreich .Doch das Heimweh nach ihrer Heimat bleibt und sie fühlt sich hin und her gerissen. Der Schreibstil von Maryam Madjidi hat mir sehr gut gefallen.Er ist leicht und locker.Es gibt viele kleine Episoden die nicht chronologisch aufgebaut sind.Sehr poetisch und teilweise malerisch beschreibt sie alles einfühlsam.Das hat mir sehr gut gefallen.Es hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt.Es freut mich aber auch das sie nun einen Mittelweg gefunden hat ihr Leben so zu akzeptieren wie es nun ist.Sie lebt weiter in der westlichen Welt und besucht regelmäßig den Irak. Das Cover finde ich auch sehr ansprechend.Man weiß sofort das es sich um sehr emotionales und berührendes Buch handeln muss.Es passt perfekt zu dieser Geschichte. Ich viele lesenswerte Momente mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne