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Der Augenblick der Zeit

Roman

(5)
Ina Kosmos ist Expertin für Farben, eigentlich will sie selbst Künstlerin sein. Aber sie leidet seit zehn Jahren an einer Blockade, kann nicht zeichnen und malen und hat sich ganz auf die Förderung anderer Künstler spezialisiert. Als sie gezwungen ist, ihre Galerie aufzugeben, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie erhofft sich Trost bei ihrem Freund, dem Kunstfälscher Zack Eisenfell, stattdessen versucht er sie zu überreden, in sein Geschäft einzusteigen. Da entdeckt Ina bei einer Auktion in London ein Frauenporträt, in dem sie einen noch unbekannten Leonardo da Vinci vermutet. Sie wird überboten, setzt aber fortan alles daran, das Bild zu finden und Leonardos Urheberschaft zu beweisen. Fünfhundert Jahre früher erlebt Georg Tannstetter, Sterndeuter und angehender Leibarzt des Kaisers Maximilian I., die Entstehung des Bildes am Mailänder Hof, an dem auch Leonardo da Vinci Hofkünstler ist. Allerdings wird Tannstetter von der Herzogsfamilie getäuscht und braucht viele Jahre, um dem Geheimnis des Porträts auf die Spur zu kommen.Ein atmosphärischer, inspirierender, farbenprächtiger Roman über den Kosmos der schönen Künste und die Kraft der Kreativität.
Portrait
Stephanie Schuster, geboren 1967 in Niederpöcking, studierte nach einer Ausbildung zur Grafikdesignerin in der Kunstakademie München „Bild und Buch“ und illustrierte für viele Verlage Kinder- und Jugendbücher, bevor sie zu schreiben begann. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin, Malerin und Illustratorin und ist mit Kunstgeschichte und internationaler Kunstszene bestens vertraut. Auf den Gebieten der Sterndeutung, der Naturwissenschaften und der Geschichte der Renaissance hat sie akribisch recherchiert. Sie lebt mit ihrer Familie am Starnberger See. Der Augenblick der Zeit ist ihr erster Roman bei Blessing.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 19.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-569-9
Verlag Karl Blessing Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/3,5 cm
Gewicht 528 g
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
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Leonardo über die Schulter schauen
von Andrea Karminrot aus Berlin am 15.05.2018

Stephanie Schuster schickt Einen suchend durch diesen Roman. Die junge Malerin Ina trudelt im München der Neuzeit durch ihr, sich auflösendes Leben und findet einfach nicht zu ihrer Bestimmung zurück. Vor Jahren schon, hatte sie das Malen und Zeichnen aufgegeben. Warum, wird erst im Laufe... Stephanie Schuster schickt Einen suchend durch diesen Roman. Die junge Malerin Ina trudelt im München der Neuzeit durch ihr, sich auflösendes Leben und findet einfach nicht zu ihrer Bestimmung zurück. Vor Jahren schon, hatte sie das Malen und Zeichnen aufgegeben. Warum, wird erst im Laufe des Romans erklärt. Durch ein Gemälde, das sie auf einer Auktion in London erwerben möchte, findet sie langsam zu ihrem Talent zurück. Dieses Gemälde ist es auch, das der Sterndeuter und Dottore George Tannstetter, 1493 in Mailand finden möchte. Noch mehr, gilt sein Interesse der Frau, die auf diesem Gemälde dargestellt sein soll. Doch leider, muss er einige Unwegsamkeiten überwinden bevor er die eventuelle neue Gemahlin von Kaiser Maximilian zu Gesicht bekommt. Statt des Bildes, trifft Tannstetter Leonardo da Vinci, dem er über die Schulter schauen darf, Maximilian den Großen und den damaligen Herrscher über Mailand, Ludovico Sforza, genannt ilMoro. Die Autorin schreibt zwischen den Zeiten. Mal sind wir in London und im München der Moderne, und mal verlaufen wir uns mit dem Dottore in Mailand des Fünfzehnten Jahrhunderts. Wenigen Schriftstellern gelingt es, einen flüssigen Roman mit Zeitenwechsel zu schreiben (zumindest ist mir bisher keiner untergekommen, für Empfehlungen bin ich offen ). Stephanie Schuster gelingt es recht gut. Der Roman liest sich flüssig und unterhaltsam. Die Begegnungen des Dottore mit Leonardo da Vinci sind spannend geschrieben und werfen ein interessantes Licht auf den Meister. Auch haben mir die Ausführungen über die Kunst und Malerei gefallen. Welche Farben, Pigmente und Materialien verwendet wurden und wie sie hergestellt wurden. So, bekam ich wieder große Lust in ein Museum zu gehen, um mir die alten Meister anzuschauen. Die modernen Künstler dagegen, schrecken mich etwas ab. Ina, die Malerin, hat einen Partner der genau solch eine Kunst herstellt, die mich an dem Künstlerischen zweifeln lässt. Auch, wenn man nicht kunstbegeistert ist, langweilig war der Roman keinesfalls. Das Thema ist nicht weit hergeholt. Tatsächlich, gibt es einen Kanadier, der sich auf einer Auktion in ein Bild vernarrt hat. Dieses über Umwege beschafft, ist er sich zu 100 % sicher, einen Leonardo da Vinci zu besitzen. Teilweise, wurde es bestätigt, aber die absolute Bestätigung wird ihm noch verweigert. Hier geht es zu dem Artikel (Spiegel, 2011) Auch schön, ein Bericht im National Geographic (2012) Einen weiteren Bericht in der Presse, findet man hier (Welt, 2015). Die Geister scheiden sich, ob sie das Bild als echten Leonardo ansehen. 2018 war der National Geographic dabei, als der Kunsthistoriker Martin Kemp, das Bild in das ?Sforziada? einfügt. Schade, dass man Leonardo nicht mehr fragen kann.

Die Faszination eines Gemäldes überdauert Jahrhunderte
von einer Kundin/einem Kunden aus Memmingen am 13.05.2018

Die Galeristin Ina Kosmos leidet seit vielen Jahren unter eine Blockade und hat das Malen aufgegeben. Dabei bedeuten ihr Gemälde, die Kunst und Farben alles. Als sie bei einer Auktion vergeblich versucht, ein geheimnisvolles Gemälde zu ersteigern, wird ihre Neugier geweckt. Sie will, ja muss, dieses Gemälde einer schönen,... Die Galeristin Ina Kosmos leidet seit vielen Jahren unter eine Blockade und hat das Malen aufgegeben. Dabei bedeuten ihr Gemälde, die Kunst und Farben alles. Als sie bei einer Auktion vergeblich versucht, ein geheimnisvolles Gemälde zu ersteigern, wird ihre Neugier geweckt. Sie will, ja muss, dieses Gemälde einer schönen, jungen Frau in ihren Besitz bringen. Dabei spielt es nicht so sehr eine Rolle, dass sie in diesem Bild ein Kunstwerk Leonardo da Vincis vermutet. Vielmehr fühlt sie sich magisch davon angezogen. Ohne dass Ina sich dessen bewusst ist, fängt sie wieder an zu skizzieren und ihr Leben ändert sich. Viele Jahrhunderte zuvor begibt sich der Gelehrte, Sterndeuter und angehende Mediziner Georg Tannstetter auf eine beschwerliche Reise nach Italien, um dort die künftige Braut seines Königs in Augenschein zu nehmen. Doch Il Moro, der Ende des 15. Jahrhunderts als Herzog in Mailand das Sagen hat, hält ihn hin. Da stellt sich Tannstetter bald die Frage, ob es die Braut überhaupt gibt und was das Ganze soll. Hartnäckig verfolgt er seinen Auftrag, die Braut zu untersuchen und danach in die Heimat zurückzukehren. In seiner Zeit des Wartens lernt er Leonardo da Vinci kennen und die beiden werden Freunde. Sie vereint die Neugier auf das Leben und die Menschen, genauso wie die Faszination für die Mathematik und die Sterne. In ihrem Debütroman vereint die Künstlerin Stephanie Schuster die breite, faszinierende Palette an Farben, die Liebe zur Kunst, das Suchen und Finden der eigenen Persönlichkeit ihrer beiden Hauptfiguren und die Geschichte um das Portrait einer schönen, jungen Frau aus Italien. Dabei bezieht sie gekonnt und liebevoll den Künstler Leonardo da Vinci genauso mit ein wie auch die geschichtlichen Gegebenheiten dieser Epoche und die schnelllebige Zeit des 21. Jahrhunderts. Die Liebe zur Kunst ist in jedem Satz zu spüren, ohne kitschig zu werden. Die beiden Hauptfiguren Ina Kosmos und Georg Tannstetter vereint eine gemeinsame Leidenschaft, auch wenn sie durch Jahrhunderte getrennt sind. Geschickt und in einem bildhaft schönen Schreibstil führt sie die beiden Handlungsstränge wie selbstverständlich aufeinander zu. Zu Ende des Romans werden die jeweiligen Abschnitte zu Ina und Georg immer kürzen, was die Spannung erhöht und den Leser auf ein gelungenes Ende zuführt. Mühelos gelingt es der Autorin auch die Sprache der jeweiligen Zeit (Gegenwart und Renaissance) anzupassen. Die Charaktere Ina und Georg sind detailreich gezeichnet und die Geschehnisse im Mailand des 15. Jahrhunderts/16. Jahrhunderts gut recherchiert. Mir kam zugute, dass ich kurz zuvor bereits einen historischen Roman über die Borgias gelesen hatte. Da war mir dieses Zeitalter noch sehr präsent. Dieser Roman ist angefangen beim stimmigen und schön gestalteten Cover mit der ?La Bella Principessa? über die pinkfarbenen Bänder die das Buch umschlingen bis hin zu den Kapitelüberschriften in Form von Farbnamen ein Genuss. Ich bin begeistert von diesem wunderschönen Buch und habe die beigelegte Karte mit der persönlichen Widmung und dem Konterfei der Dame oft zur Hand genommen. Immer wieder habe ich mich gefragt, wer sie wohl war und wie ihr Leben verlief. Tief konnte ich in das Leben von Ina Kosmos und Georg Tannstetter eintauchen und habe die Zeit mit ihnen sehr genossen, denn sie sind mir beide ans Herz gewachsen.

Unerhaltsamer Historienroman - nicht nur für Kunstfans!
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 08.05.2018

Der Roman hat einige Stärken zu bieten: Die Kreativität mit der Autorin Stephanie Schuster gesegnet ist lebt sie nicht nur als Illustratorin und Malerin aus, sondern auch als Schriftstellerin. Das vorliegende Werk vereint zwei Zeitstränge, im Mittelpunkt des zeitgenössischen steht die junge Künstlerin und Galeristin Ina, die unter einer... Der Roman hat einige Stärken zu bieten: Die Kreativität mit der Autorin Stephanie Schuster gesegnet ist lebt sie nicht nur als Illustratorin und Malerin aus, sondern auch als Schriftstellerin. Das vorliegende Werk vereint zwei Zeitstränge, im Mittelpunkt des zeitgenössischen steht die junge Künstlerin und Galeristin Ina, die unter einer Malblockade leidet. Sie "verliebt" sich auf einer Auktion in das Portrait einer jungen Dame und setzt alles daran, in den Besitz des Gemäldes zu kommen und die von ihr vermutete Urheberschaft da Vincis bestätigen zu lassen. Der zweite Erzählstrang spielt in der Renaissance und handelt vom jungen Medizinstudenten und Sternendeuter Tannstetter, der im Auftrag des deutschen Kaisers an den Mailänder Hof reist und dort die faszinierende Bekanntschaft mit dem Universalgenie Leonardo da Vinci macht. Guter Stoff also für reichlich Unterhaltung, und die liefert Schuster auch gekonnt ab. Sie zaubert nicht nur mit Farbe, sondern auch mit Worten tolle Bilder, die die Fantasie des Lesers anregen. Die Sprache ist ungekünstelt und dennoch besonders. Vor allem die Überschriften haben es mir angetan: Schuster hat als Titel für die Kapitel Künstlerfarben und Pigmente gewählt, wobei in jedem Erzählstrang die jeweilige "Überschriftsfarbe" wie beiläufig in die Geschichte Eingang findet. Und so lernt auch der künstlerische Laie neben bei etwas über Drachenblut, Grünspan, Sepia oder auch Caput Mortuum. Ein weiterer Pluspunkt des Romans ist die wirklich umfangreiche, fundierte Recherche. Man merkt an vielen liebevollen Details, dass die Autorin den heutigen Kunstbetrieb aber auch die historischen Originalschauplätze selbst gut kennt. Dennoch konnte mich die Geschichte leider nicht völlig überzeugen. Denn - vor allem im Gegenwartsstrang - ist mir manches zu oberflächlich oder auch unglaubwürdig dargestellt. Einige Nebencharaktere verschwinden genauso schnell, wie sie aufgetaucht sind, und viele Handlungen der Protagonistin Ina konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Skizzen haben in der bildenden Kunst ihre Berechtigung, auch in Kurzgeschichten. In einem Roman wünsche ich mir jedoch mehr Details, eine bessere Entwicklung der Charaktere. Dennoch überwog der Lesegenuss und daher spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus und vergebe vier Sterne!