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Die Inselgärtnerin

Roman

(16)
Wenn das Meer glitzert und es nach Sommer riecht, ist es Zeit, sich zu verlieben ...

Sonja ist kaum über die Trennung von ihrem Mann hinweg, als sie auch noch ihren Job verliert. So hält die Gartenarchitektin nichts in der Heimat, als sie überraschend ein Strandhaus in Florida erbt. Dolphin Island ist zauberhaft: pastellfarbene Häuschen und türkisblaues Meer. Bald findet Sonja nicht nur eine neue Aufgabe – sie möchte so schöne wie umweltfreundliche Dünengärten anlegen –, sondern trifft mit Nick Winslow auch einen Mann, der sie tatsächlich zum Bleiben bewegen könnte. Doch irgendjemand will verhindern, dass Sonja Erfolg hat und auf Dolphin Island heimisch wird. Zum Glück gibt es Lebenskünstler Sam, der ihr immer wieder aus der Patsche hilft ...

Rezension
»Einfach romantisch!«
Portrait
Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und lebt in Hamburg. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits mehrere Romane. Mit Die Inselfrauen und Die Fliederinsel stand sie wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Im Mai 2018 erscheint ihr neuer Roman Die Inselgärtnerin.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.04.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783641209568
Verlag Blanvalet
Dateigröße 930 KB
Verkaufsrang 8.366
eBook
8,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Linda Schmidt, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Für mich ein absolutes Sommer-Sonne-Gute-Laune-Buch für unterhaltsame und gefühlvolle Lesestunden. Die Hemingway-Bezüge machen Spaß uns sind sehr originell Für mich ein absolutes Sommer-Sonne-Gute-Laune-Buch für unterhaltsame und gefühlvolle Lesestunden. Die Hemingway-Bezüge machen Spaß uns sind sehr originell

„Zeit für einen Neubeginn?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Seitdem ich die Bücher von Sylvia Lott für mich entdeckt habe, freue ich mich jedes Jahr auf ihr neustes Buch. Und dabei gibt es sogar noch ihr erstes „Die Rose von Darjeeling“ für mich zu entdecken, denn ich habe meine Liebe zu ihren Büchern erst mit ihrem zweiten „Die Glücksbäckerin von Long Island“ entdeckt. Das Schöne an dieser Liebe ist, dass die Autorin es schafft, mich jedes Mal aufs Neue zu überraschen, denn sie hat kein wirkliches Schema F für ihre Handlungen. Im letzten Jahr hat sie mich z.B. komplett überrascht, als sie einen Roman geschrieben hat, der in Dänemark auf der Fliederinsel Fünen gespielt hat. Ein Roman („Die Fliederinsel“), der sich mit der interessanten Geschichte Dänemarks während des 2. Weltkriegs befasst hat. Doch nun zum aktuellen Buch:

Wer die Romane oder die Biografie der Autorin kennt, weiß, dass sie aus Ostfriesland stammt und eine tiefe Liebe zu dieser Region Deutschlands empfindet. Nachdem das Buch „Die Inselfrauen“ auf Borkum spielt, hat mich der aktuelle Titel etwas in die Irre geführt. „Die Inselgärtnerin“ hat so gar nichts mit Ostfriesland zu tun. Auße, dass die Protagonistin Sonja gerne eine ordentliche friesische Teezeit genießt. Sonja, Ende Dreißig, lebt zu Beginn des Buches in Bad Zwischenahn. Sie ist Landschaftsarchitektin und liebt es auch noch selbst Hand mit anzulegen, anstatt nur am PC zu planen. Doch ihr Leben gerät komplett aus den Fugen. Ihr Mann hat schon seit einiger Zeit eine andere, aber Sonja kann einfach noch nicht loslassen. Als ihr dann auch noch ihr Job gekündigt wird, fällt sie erst einmal ins Bodenlose. Doch zum Glück hat sie eine ordentliche Abfindung bekommen. Und dann ist da noch das Erbe ihrer Tante Sandy, die Anfang der fünfziger Jahre in die USA ausgewandert ist. Sonja hat ihre Tante nur ein einziges Mal getroffen und nur wenige Erinnerungen an sie. Sie hat das Erbe erst einmal in den kundigen Händen des Nachlassverwalters gelassen. Doch nun scheint endlich der Moment gekommen zu sein, wo sie selbst nach Dolphin Island/Florida reisen sollte, um das Haus ihrer Tante zu sichten und zu räumen, um es dann zu verkaufen. So der Plan. Dank guter Berater beantragt sie nicht ein Touristen-Visum, sondern ein Visum, das sie berechtigt 6 Monate in den USA zu bleiben. Und so kommt das, was wir uns bei einem schönen Unterhaltungsroman wünschen. Sonja verliebt sich in das Häuschen ihrer Tante, in die Insel Dolphin Island und in die Menschen, die dort leben. Sie erkennt, dass es dort vielleicht eine Möglichkeit gibt, einen kompletten Neubeginn zu wagen, denn sie hat Ideen, wie sie dort beruflich durchstarten könnte. Und natürlich entdeckt sie auch die Liebe wieder. Doch es ist nicht alles rosig auf Dolphin Island!

Anfangs war ich etwas enttäuscht, als ich im Klappentext gesehen habe, dass Sylvia Lott uns dieses Mal gar nicht wieder nach Ostfriesland mitnimmt. Ich habe es nämlich nicht so mit den USA und insbesondere Florida. Aber ich war doch neugierig, was die Autorin sich für eine Geschichte für uns ausgedacht hat. Und diese Neugier war gut, denn das Buch hat mir gut gefallen. Anders als ihre vorherigen Bücher geht es nur wenig in die Vergangenheit zurück. Einzig ein paar Briefe, Tagebucheinträge und Filme bringen uns das Leben von Sonjas Tante Sandy näher. Das Buch entwickelt sich langsam, doch dann entwickelt es einen richtigen Sog und wird zum Ende sogar fast noch zu einem Krimi. Man merkt dem Buch an, dass Sylvia Lott als Journalistin früher auch Reise-Reportagen geschrieben hat und dass sie das Bundesland Florida liebt. Sie fängt die Atmosphäre des Sonnenstaates richtig gut ein und macht tatsächlich Lust darauf, selbst einmal dorthin zu fahren. Aber sie zeigt auch auf, dass dort nicht alles nur eitel Sonnenschein ist. Als Gärtnerin erkennt Sonja, was die Hurrikans für Schäden anrichten, aber dass daran auch die Menschen selbst mitschuldig sind, denn wir versuchen zu oft, uns die Natur Untertan zu machen. Und sie erlebt Delfine in freier Wildbahn. Entsprechend stößt es ihr bitter auf, als sie einmal eine Show in einem Freizeitpark miterlebt, wo Delfine dressiert vorgeführt werden.

Folgen Sie Sylvia Lott und ihrer Hauptperson Sonja nach Florida. Genießen Sie die schwülwarmen Temperaturen, das Schwimmen im Meer, die relaxte Atmosphäre, die Musik des Motown-Labels und einen verrückten Hemingway-Lookalike-Contest. Dies alles und noch viel mehr gibt es in diesem Roman zu entdecken. Das macht so viel Spaß! Und damit der Spaß auch länger anhält, gibt es am Ende des Buches das Rezept für den leckeren Key Lime Pie und eine Playlist mit Titeln zum Mitgrooven. In diesem Sinne – „Sunny“, dididididi didi didi…


Seitdem ich die Bücher von Sylvia Lott für mich entdeckt habe, freue ich mich jedes Jahr auf ihr neustes Buch. Und dabei gibt es sogar noch ihr erstes „Die Rose von Darjeeling“ für mich zu entdecken, denn ich habe meine Liebe zu ihren Büchern erst mit ihrem zweiten „Die Glücksbäckerin von Long Island“ entdeckt. Das Schöne an dieser Liebe ist, dass die Autorin es schafft, mich jedes Mal aufs Neue zu überraschen, denn sie hat kein wirkliches Schema F für ihre Handlungen. Im letzten Jahr hat sie mich z.B. komplett überrascht, als sie einen Roman geschrieben hat, der in Dänemark auf der Fliederinsel Fünen gespielt hat. Ein Roman („Die Fliederinsel“), der sich mit der interessanten Geschichte Dänemarks während des 2. Weltkriegs befasst hat. Doch nun zum aktuellen Buch:

Wer die Romane oder die Biografie der Autorin kennt, weiß, dass sie aus Ostfriesland stammt und eine tiefe Liebe zu dieser Region Deutschlands empfindet. Nachdem das Buch „Die Inselfrauen“ auf Borkum spielt, hat mich der aktuelle Titel etwas in die Irre geführt. „Die Inselgärtnerin“ hat so gar nichts mit Ostfriesland zu tun. Auße, dass die Protagonistin Sonja gerne eine ordentliche friesische Teezeit genießt. Sonja, Ende Dreißig, lebt zu Beginn des Buches in Bad Zwischenahn. Sie ist Landschaftsarchitektin und liebt es auch noch selbst Hand mit anzulegen, anstatt nur am PC zu planen. Doch ihr Leben gerät komplett aus den Fugen. Ihr Mann hat schon seit einiger Zeit eine andere, aber Sonja kann einfach noch nicht loslassen. Als ihr dann auch noch ihr Job gekündigt wird, fällt sie erst einmal ins Bodenlose. Doch zum Glück hat sie eine ordentliche Abfindung bekommen. Und dann ist da noch das Erbe ihrer Tante Sandy, die Anfang der fünfziger Jahre in die USA ausgewandert ist. Sonja hat ihre Tante nur ein einziges Mal getroffen und nur wenige Erinnerungen an sie. Sie hat das Erbe erst einmal in den kundigen Händen des Nachlassverwalters gelassen. Doch nun scheint endlich der Moment gekommen zu sein, wo sie selbst nach Dolphin Island/Florida reisen sollte, um das Haus ihrer Tante zu sichten und zu räumen, um es dann zu verkaufen. So der Plan. Dank guter Berater beantragt sie nicht ein Touristen-Visum, sondern ein Visum, das sie berechtigt 6 Monate in den USA zu bleiben. Und so kommt das, was wir uns bei einem schönen Unterhaltungsroman wünschen. Sonja verliebt sich in das Häuschen ihrer Tante, in die Insel Dolphin Island und in die Menschen, die dort leben. Sie erkennt, dass es dort vielleicht eine Möglichkeit gibt, einen kompletten Neubeginn zu wagen, denn sie hat Ideen, wie sie dort beruflich durchstarten könnte. Und natürlich entdeckt sie auch die Liebe wieder. Doch es ist nicht alles rosig auf Dolphin Island!

Anfangs war ich etwas enttäuscht, als ich im Klappentext gesehen habe, dass Sylvia Lott uns dieses Mal gar nicht wieder nach Ostfriesland mitnimmt. Ich habe es nämlich nicht so mit den USA und insbesondere Florida. Aber ich war doch neugierig, was die Autorin sich für eine Geschichte für uns ausgedacht hat. Und diese Neugier war gut, denn das Buch hat mir gut gefallen. Anders als ihre vorherigen Bücher geht es nur wenig in die Vergangenheit zurück. Einzig ein paar Briefe, Tagebucheinträge und Filme bringen uns das Leben von Sonjas Tante Sandy näher. Das Buch entwickelt sich langsam, doch dann entwickelt es einen richtigen Sog und wird zum Ende sogar fast noch zu einem Krimi. Man merkt dem Buch an, dass Sylvia Lott als Journalistin früher auch Reise-Reportagen geschrieben hat und dass sie das Bundesland Florida liebt. Sie fängt die Atmosphäre des Sonnenstaates richtig gut ein und macht tatsächlich Lust darauf, selbst einmal dorthin zu fahren. Aber sie zeigt auch auf, dass dort nicht alles nur eitel Sonnenschein ist. Als Gärtnerin erkennt Sonja, was die Hurrikans für Schäden anrichten, aber dass daran auch die Menschen selbst mitschuldig sind, denn wir versuchen zu oft, uns die Natur Untertan zu machen. Und sie erlebt Delfine in freier Wildbahn. Entsprechend stößt es ihr bitter auf, als sie einmal eine Show in einem Freizeitpark miterlebt, wo Delfine dressiert vorgeführt werden.

Folgen Sie Sylvia Lott und ihrer Hauptperson Sonja nach Florida. Genießen Sie die schwülwarmen Temperaturen, das Schwimmen im Meer, die relaxte Atmosphäre, die Musik des Motown-Labels und einen verrückten Hemingway-Lookalike-Contest. Dies alles und noch viel mehr gibt es in diesem Roman zu entdecken. Das macht so viel Spaß! Und damit der Spaß auch länger anhält, gibt es am Ende des Buches das Rezept für den leckeren Key Lime Pie und eine Playlist mit Titeln zum Mitgrooven. In diesem Sinne – „Sunny“, dididididi didi didi…


Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
6
10
0
0
0

Neuanfang
von Eliza am 14.09.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sylvia Lotts Bücher sind für mich Pflichtprogramm, denn seit ?Die Rose von Darjeeling? hat diese Autorin sich in mein Herz geschrieben. Ihre Bücher hebe ich mir immer für ganz besondere Momente auf. Diesmal entführt uns die Autorin nach Florida, ein ganz anderes Setting als noch bei ?Die Fliederinsel?. Der... Sylvia Lotts Bücher sind für mich Pflichtprogramm, denn seit ?Die Rose von Darjeeling? hat diese Autorin sich in mein Herz geschrieben. Ihre Bücher hebe ich mir immer für ganz besondere Momente auf. Diesmal entführt uns die Autorin nach Florida, ein ganz anderes Setting als noch bei ?Die Fliederinsel?. Der Roman ist insgesamt leichter und lockerer als sein Vorgänger. Ein richtiger Sommerroman, der einen die Sorgen vergessen lässt und uns in das Urlaubsparadies Florida entführt. Das Cover finde ich gut gelungen, ein Dünengarten ist zu sehen, sowie das Meer. Beides spielt in dem Roman eine Rolle. Der Klappentext verrät leider sehr viel. Irgendwie ist hier das Ende schon absehbar, zumindest wenn man es mit der Zeit gelernt hat, solche Klappentexte zwischen den Zeilen zu lesen. Dennoch ist man als Leserin gespannt, wie sich dies alles entwickelt und welche Schikanen Sonja sich nicht gefallen lassen sollte. Die Protagonistin Sonja ist ein gut angelegter Charakter. Einzig ihren Spitznamen, den sie sich im Roman zulegt, kann mich nicht überzeugen. Die Männer kommen in diesem Roman relativ schlecht weg, sie wirken meiner Meinung nach zu klischeehaft, einzige Ausnahme ist hier Sam, aber als Held muss er das wohl auch sein. Männliche Leser werden somit wahrscheinlich nicht viel Freude an diesem Roman haben, wobei ich glaube, dass sie auch nicht zur primären Zielgruppe der Autorin gehören. Der Roman wird größtenteils chronologisch erzählt, einzig die Briefe und Aufzeichnungen die Sonja im Haus ihrer Tante findet, bilden kurze Rückblicke. Ich muss gestehen, dass mir der Erzählstil der Autorin auf zwei Zeitebenen besser gefällt. Sicherlich kommt auch hier keine große Langeweile auf, denn es bleibt immer spannend und neue Aspekte kommen hinzu, dennoch bevorzuge ich den parallelen Erzählstil der Autorin, auch wenn dies ?meckern? auf sehr hohem Niveau ist. In sich ist der Roman logisch und nachvollziehbar aufgebaut inklusive Happy End, also genau das, was man von einer Sommerlektüre erwartet. Beste Unterhaltung (auf diesmal nicht ganz so hohem Niveau) ist garantiert. Eine tiefere Botschaft hat dieser Roman, den Schutz der Umwelt und besonders der Meere. Man merkt, dass dies der Autorin am Herzen liegt und diese Botschaft transportiert sie ganz hervorragend. Was Hemingway und die Musik in diesem Roman angeht (mehr wird nicht dazu verraten) trifft die Autorin voll ins Schwarze und beschert dem Leser nicht nur Kopfkino sondern auch eine wunderbare Gute-Laune-Playlist (im Anhang zu finden). Der Roman lässt sich wunderbar leicht lesen, somit die perfekte Sommer- bzw. Urlaubslektüre. Wieder ein guter Roman von Sylvia Lott, leider aber nicht ihr bestes Werk, dennoch werde ich der Autorin treu bleiben und hoffen, dass sie wieder in die ?alte? Spur zurückfindet.

Aussergewöhnliche Themen verknüpft zu einer tollen Sommerlektüre
von Bücher in meiner Hand am 05.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sylvia Lotts neuer Roman hat für einmal rein gar nichts mit dem sonst in ihren Büchern vorkommenden Wirrungen aus der Vergangenheit zu tun. Nur schon deswegen musste ich "Die Inselgärtnerin" lesen! Ein weiterer Lesegrund war für mich der Beruf der Protagonistin: eine Gärtnerin. Die Gärtnerin heisst Sonja, wohnt in... Sylvia Lotts neuer Roman hat für einmal rein gar nichts mit dem sonst in ihren Büchern vorkommenden Wirrungen aus der Vergangenheit zu tun. Nur schon deswegen musste ich "Die Inselgärtnerin" lesen! Ein weiterer Lesegrund war für mich der Beruf der Protagonistin: eine Gärtnerin. Die Gärtnerin heisst Sonja, wohnt in Hannover, verdaut gerade die Trennung von ihrem Mann Justus und verliert auch noch ihren Job. Nun hat sie endlich Zeit nach Florida zu reisen, denn ihre verstorbene Tante Sandy hat sie beerbt. Eigentlich fliegt Sonja nur hin um den Verkauf des Hauses zu beaufsichtigen, doch schon bald fühlt sie sich wohl und geniesst ihre Auszeit. Ihre Tante lebte in einem kleinen paradiesischen Flecken, das leider immer mehr vom Klimawandel bedroht wird. Sonja sprüht vor Ideen, wie sie die Inselgärten umweltfreundlicher bepflanzen könnte und darf schon bald Nicks Garten neu gestalten. Doch das mit ihrer Arbeitsbewilligung will einfach nicht klappen. Schnell freundet sich Sonja mit einigen Nachbarn und deren Freunde aus dem Kulturzentrum an und nennt sich fortan Sunny. Mit ihrer Tante Sandy, Muschelsucherin Stormy und Nachbarin Rainy bildet sie eine Wetterfront, mit den noch lebenden Frauen ein Backgroundtrio für das Kulturfest. Die modernen Weather Girls fand ich sehr nett, doch für mich hätte es diese Namensspielereien nicht unbedingt gebraucht; besonders bei der Namensgebung von Sunny hätte es noch ein paar zusätzliche Sätze gebraucht, damit der neue Namen natürlicher wirkt. Ich weiss nicht, ob es mit dem plötzlichen Namenswechsel zu tun hatte oder an ihrer Herangehensweise, aber Sonja wird nicht mein Lieblingscharakter des Monats. Sie ist nett beschrieben, aber viel Sympathiepunkte bekommt sie von mir nicht. Vielleicht hätte sie sich von Anfang an einen selbst ausgewählten Anwalt nehmen sollen, vielleicht wäre sie mir dadurch ernsthafter erschienen. Lorraine, Stormy und die Bernsteins fand ich liebenswürdiger. Irgendwann tauchte dann noch der geheimnisvolle Sam auf; über ihn hätte ich mir mehr Infos gewünscht und von Anfang an ein gezielteres Nachfragen von Sonjas Seite her. Die beschriebenen amerikanischen Senioren, die sich in Florida zur Ruhe setzen, kamen sehr glaubhaft daher. Die angesprochenen Umwelt- und Artenschutzfragen machten Sinn - gerade in Florida - und hätten von mir aus sogar noch vertieft werden können. Toll war die Geschichte um Tante Sandy und Esther Williams. Dass Sandy Teil von Williams Wasserballett war, fand ich grandios. Auch die Idee, Sam beim Hemingway Contest teilnehmen zu lassen, gefiel mir sehr gut. Diese beiden Themen gaben "Der Inselgärtnerin" Würze, machen den Roman besonders. Ebenso die viele Musik - die Songs für das Fest der Inselbewohner hatte ich schon lange nicht mehr gehört, musste aber jeweils sofort mitsummen. Eine entsprechende Playlist findet sich am Ende des Buches. Fazit: Hemingway, Wasserballett und die "Weather Girls" - ausgefallene Themen verknüpft zu einer tollen Sommerlektüre, nur leider tat ich mich schwer mit der Protagonistin. 4 Punkte.

Ein Neuanfang und seine Widrigkeiten
von vielleser18 aus Hessen am 27.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sonjas Mann hat eine Neue, die Gärtnerei, in der sie schon Jahrzehnte gearbeitet hat, wird verkauft und ihr gekündigt. Was nun? Zeit für einen Neuanfang. Da Sonja in Florida ein Haus geerbt hat, dass sie eigentlich ungesehen verkaufen wollte, stimmen sie die drastischen Veränderung um. Sie fliegt in... Sonjas Mann hat eine Neue, die Gärtnerei, in der sie schon Jahrzehnte gearbeitet hat, wird verkauft und ihr gekündigt. Was nun? Zeit für einen Neuanfang. Da Sonja in Florida ein Haus geerbt hat, dass sie eigentlich ungesehen verkaufen wollte, stimmen sie die drastischen Veränderung um. Sie fliegt in die Staaten um eine Auszeit zu nehmen und sich persönlich um den Verkauf zu kümmern. Doch dann kommt alles anders als geplant. Nette Nachbarn, eine Landschaft zum Verlieben, der Abstand zum (noch) Ehemann, bewegen Sonja erst einmal zu bleiben. Neue Aufgaben und ein attraktiver Auftraggeber tragen auch dazu bei. Doch so einfach wie es sich Sonja gedacht hat, wird es auch auf Dolphin Island nicht. Sylvia Lott konnte mich mit den Landschaftsbeschreibungen bezaubern, es ist eine richtige Sommerlektüre, die mich mit nach Florida, auf diese fiktive Insel Dolphin Island genommen hat, das Meer, der Strand, die Dünen, das sommerliche Leben.....man kann es sich beim Lesen gut vorstellen. Durch alte Briefe und Filme, die Sonja entdeckt, wird auch nach und nach das Leben der Tante aufgerollt, ihr Leben, ihre verpasste Liebe, die Tragik, die dahinter steckt. Sonja, die sich in Florida zu Sunny verändert, macht selbst eine Entwicklung durch. Sie muss sich finden, sich ihre eigenen Wünsche klar machen, dabei bekommt sie Unterstützung von neuen Freunden, aber da ist auch jemand, der ihr Steine in den Weg legt und ihren Neuanfang verhindern will. Die Geschichte ist eine sonniger Frauenroman, bei dem die Figuren sich entwickeln, auf Landschaftsbeschreibungen großen Wert gelegt wird und bei dem es auch um Naturschutz geht , insbesondere Delphine spielen hier im Roman eine große Rolle. Sonjas fast zu leichter Wechsel von Deutschalnd, der Sprachwechsel, der so unkompliziert zu klappen scheint, und manchmal leichte Längen im Buch, bei dem mir der Spannungsbogen etwas abgeflacht ist, sind die einzigen Kritikpunkte. Eine federleichte Sommerlektüre, die einen mitnimmt an einen fernen Ort, in ein anderes Leben, mit all seinen sonnigen und schattigen Seiten.