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Doppelmoral und falsche Toleranz - Die Parallelwelt der Deutschtürken und die Deutschen

Tuba Sarica

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Beschreibung

Eine junge Deutschtürkin über unbequeme Wahrheiten
Für ihre Familie ist Tuba Sarica eine Deutsche, und das ist nicht als Kompliment gemeint. Was läuft schief bei der Integration, wenn "eingedeutscht" als Schimpfwort gilt? Tuba Sarica kritisiert die Deutschtürken dafür, es sich in einer Opferrolle bequem zu machen, eine Parallelwelt zu schaffen, in der eigene Regeln gelten, und sich den Populismus à la Erdogan zu eigen zu machen. Sie kritisiert aber auch die Deutschen, die durch falsch verstandene Toleranz genau diese Entwicklungen fördern. Ein Plädoyer dafür, Konflikte auszutragen und nicht unter einem vermeintlichen Toleranzdeckmantel zu verstecken, der alles nur schlimmer macht.

Tuba Sarica, geb. 1987 in der Nähe von Köln, ist die Enkelin eines türkischen Gastarbeiters. Sie studierte Germanistik und Medienkulturwissenschaften und wohnt in Köln. Auf ihrem Blog weltbewohner.com beschäftigt sie sich mit der deutsch-türkischen Community und den Herausforderungen gelingender Integration.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.05.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783641216474
Verlag Random House ebook
Dateigröße 673 KB

Buchhändler-Empfehlungen

Pauline Haas, Thalia-Buchhandlung Bremen

Sehr interessantes Buch inklusive super Schreibstil, dem man einfach folgen kann und der trotzdem intelligent berichtet.

Wichtiges Buch zur Integrationsdebatte!

Jutta Janßen, Thalia-Buchhandlung Bremen

Wer wissen will, warum die Integration vielen deutschstämmigen Türken schwerfällt, der möge dieses Buch lesen. Mutiger und ehrlicher Bericht einer jungen Deutschtürkin!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
2
1
0
0

Schwierig zu beurteilen
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 11.12.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Tuba Sarica sieht sich mit einem Problem konfrontiert, mit dem viele Migrationskinder der zweiten oder dritten Generation zu kämpfen haben. Nämlich mit dem Zwiespalt zwischen der Kultur der Eltern und der des Landes, in dem man Zuhause ist. Sarica bringt dieses Problem zur Sprache und erklärt, was aus ihrer Sicht bei der Integra... Tuba Sarica sieht sich mit einem Problem konfrontiert, mit dem viele Migrationskinder der zweiten oder dritten Generation zu kämpfen haben. Nämlich mit dem Zwiespalt zwischen der Kultur der Eltern und der des Landes, in dem man Zuhause ist. Sarica bringt dieses Problem zur Sprache und erklärt, was aus ihrer Sicht bei der Integration schief läuft. Ich finde, die Beurteilung dieses Buches sehr schwierig und bin auch sehr im Zwiespalt darüber, was meine abschließende Meinung angeht. Positiv war, dass die Autorin einige sehr wichtige Themen anspricht, die die deutschtürkische Kultur betreffen. Darunter zählt beispielsweise der (sehr) starke Fokus auf die Familie, was einem im ersten Moment vermutlich gar nicht wie etwas schlechtes vorkommt. Es wird aber doch sehr eindeutig dargestellt, wie viel Druck innerhalb des Kulturkreises aufgebaut wird, welches Maß an Loyalität gewährt und verlangt wird, dass man um der Familie willen oft ein Augen zudrückt und wie gerne man innerhalb der eigenen Blase bleibt, ganz getreu nach dem Motto „Wir gegen den Rest der Welt.“ Auch die Schutzblase, mit der sie den Kreis bezeichnet, in den sich viele zurückziehen, fand ich sehr treffend formuliert. Grade als Kinder zweiter oder dritter Generationen steht man selbst da oft im Zwiespalt und fühlt sich zerrissen. Aus der Hinsicht wurden schon ziemlich treffende Dinge formuliert. Aber es gab auch viele Punkte, bei denen ich so nicht zustimmen kann bzw. die das Buch einfach schlecht gemacht haben. In erster Linie war es die ständige Wiederholung des Wortes „Parallelgesellschaft“. Es wurde wirklich unverhältnismäßig oft benutzt und ab einem bestimmten Punkt hing es mir einfach nur noch zu den Ohren raus. Etwas anderes, das mir sehr schnell ins Auge gestochen ist, war ein Punkt, den die Autorin zuvor selbst kritisiert hat, nämlich die mangelnde Trennung zwischen Kultur und Religion. (Deutsch-)Türken und Muslime werden nonstop gemeinsam über einen Kamm geschert, es gibt keine klare Linie die die Autorin zieht. Deutschtürken, Türken, Muslime, türkische Männer, muslimische Deutschtürken, türkische Frauen, muslimische Frauen, deutsche Muslime und und und… All diese Begriffe/Bezeichnungen werden wie Synonyme gebraucht. Auch die Verallgemeinerungen, die im Buch getroffen, haben mich unglaublich gestört. Alle Muslime/Türken sind schlecht, alle Christen/Deutsche sind toll. Erstere hängen im Mittelalter fest, letztere sind in der modernen Gesellschaft angekommen und viel besser. Mal abgesehen davon, dass sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse hauptsächlich auf ihren eigenen Familien- und Bekanntenkreis beschränkt. Die paar Gelegenheiten, andere Deutschtürken besser kennenzulernen werden nach wenigen Augenblicken verworfen, da diese nicht so waren, wie die Autorin selbst. Überhaupt hat es mehr als einmal den Eindruck gemacht, als würden pauschal alle (Deutsch-)Türken dafür verurteilt werden, nicht integrationswillig zu sein und die Autorin stellt sich selbst als einzige dar, der die Integration gelungen ist. Was mir persönlich beim Lesen sehr wehgetan hat war, dass sie ihrer Mutter an vielem Schuld gegeben und kritisiert hat. Denn das war meiner Meinung nach alles andere als konstruktiv. Die Tatsache, dass diese so früh auf sich allein gestellt war und eben irgendwie eine Stütze/Säule gesucht hat, etwas woran sie festhalten konnte, wurde einfach außer Acht gelassen. Ich finde es insgesamt schwer, eine abschließende Meinung zu dem Buch zu bilden. Es hat sowohl positive als auch negative Eigenschaften und ich glaube, dass muss sich jeder für sich selbst entscheiden. Eine Leseempfehlung kann ich trotzdem nicht abgeben. Dafür gab es dann doch zuviele Kritipunkte.

Deutschland und seine türkische Parallelgesellschaft
von Dr. M. am 30.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Als sich Mesut Özil mit "seinem Präsidenten" ablichten ließ, da erklärte man dem verwirrten deutschen Volk hinterher, dass dies ein Fehler gewesen sei und Herr Özil auf dem Wege der Einsicht wäre. Ein paar Wochen später wurde die wesentlich glaubhaftere Variante dieses Fotos dann offenkundig: Herr Özil war damals einfach nur ehr... Als sich Mesut Özil mit "seinem Präsidenten" ablichten ließ, da erklärte man dem verwirrten deutschen Volk hinterher, dass dies ein Fehler gewesen sei und Herr Özil auf dem Wege der Einsicht wäre. Ein paar Wochen später wurde die wesentlich glaubhaftere Variante dieses Fotos dann offenkundig: Herr Özil war damals einfach nur ehrlich. Wenn man einmal die offiziell völlig aberwitzig ablaufende sogenannte Integrationsdebatte verlassen und sich den Tatsachen zuwenden möchte, dann ist dieses Buch einer jungen Türkin ein deutlicher Hinweis darauf, was in diesem Land wirklich passiert. Die Autorin behauptet nämlich, dass es nie eine sogenannte Integration der hier lebenden Türken in die deutsche Gesellschaft gegeben hat. Und es wird auch nie eine geben. Sie schreibt: "Das, was für Verwirrung sorgt, ist die Scheinintegration, die viele Deutschtürken den Deutschen vorspielen. Sie geben sich nach außen hin weltoffen und wirken integriert, sind es aber in Wahrheit überhaupt nicht. Seit Erdogan fühlen sie sich in ihrem Selbstverständnis bestärkt und sehen erst recht keine Veranlassung mehr, sich zu ändern." Auch zu deutschtürkischen Fußballspielern hat die Autorin eine klare Meinung: "Ich habe bisher keinen Nationalspieler erlebt, der seine besondere Position dazu genutzt hätte, wirklich etwas für die Integration zu tun." Ohne den Betreffenden beim Namen zu nennen, erklärt sie zu seiner Gesangsverweigerung vor Länderspielen: "Die Botschaft, die der ihn bewundernde, kleine deutschtürkische Fan daraus entnimmt, ist: Ich brauche mich nicht zu Deutschland zu bekennen und darf in meiner Schutzblase bleiben." Und dann noch dies: "Diese scheinbar unbedeutende Geste verrät in meinen Augen, dass er wohl zu feige ist, sich gegen die antideutsche Stimmung der deutschtürkischen Gemeinde zu stellen." Die Kernthese der Autorin lautet: Die meisten Deutschtürken wollen sich gar nicht integrieren, weil sie sich den Deutschen überlegen fühlen und deren Kultur verachten. Um das zu kaschieren werfen sie den Deutschen Fremdenfeindlichkeit vor, also genau das, was sie selbst praktizieren. Wenn man sich mit der Sachlage noch nicht tiefer beschäftigt hat, dann wird man sich beim Lesen dieses Buches wundern, dass ausgerechnet eine Türkin sie so schildert, wie sie die meisten Deutschen unterschwellig auch empfinden. Und wer noch irgendwie den treuen Glauben besaß, dass es eine gewisse Chance gibt, die Lage zu verbessern, der wird sich mit diesem Text schnell auf dem Boden gerne verdrängter Tatsachen wiederfinden. Selbst wenn sich die deutsche Gesellschaft auf den Kopf stellt, wird sie den fehlenden Integrationswillen der hier lebenden Türken nicht aus der Welt schaffen. Eigentlich sagen das doch schon die in Deutschland erzielten Wahlergebnisse für den gegenwärtigen Herrscher am Bosporus. Dieses Buch besitzt natürlich nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Untersuchung. Er ist lediglich ein (gelegentlich sehr emotionaler) Lebensbericht einer in Deutschland geborenen Türkin, die sich tatsächlich integriert hat, ja sich eigentlich assimilieren möchte. Sie beschreibt erstens den Zustand der türkischen Parallelgesellschaft in Deutschland und zeigt zweitens die Schwierigkeiten auf, auf die man trifft, wenn man aus dieser Blase ausbrechen möchte. Selbst wenn man vieles schon geahnt hat - dieser (natürlich subjektiv gefärbte) ehrliche Bericht nimmt einem jeden eventuell noch vorhandenen Optimismus.

Es muss gelesen werden!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wendeburg am 28.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Toleranz und Integration sind wichtig, vor allem um zu verhindern, dass Parallelgesellschaften entstehen. Durch Parallelgesellschaften entsteht Ablehnung. Fremdenfeindlichkeit. Hass. Auf beiden Seiten. Tuba Sarica hat es erkannt und ein Buch darüber geschrieben. EIn Buch darüber, wie es wirklich in Deutschland aussieht, wovor ab... Toleranz und Integration sind wichtig, vor allem um zu verhindern, dass Parallelgesellschaften entstehen. Durch Parallelgesellschaften entsteht Ablehnung. Fremdenfeindlichkeit. Hass. Auf beiden Seiten. Tuba Sarica hat es erkannt und ein Buch darüber geschrieben. EIn Buch darüber, wie es wirklich in Deutschland aussieht, wovor aber jeder gerne die Augen verschließt. Weil es einfacher ist, wegzuschauen, als zu handeln. Weil die Menschen immer den bequemeren Weg gehen, auch wenn er nicht der richtige ist, Tuba Sarica versucht, der Gesellschaft die Augen zu öffnen. SIe hat den Mut, Dinge anzusprechen, über die sonst geschwiegen wird. Sie selbst ist eine Deutschtürkin. Ihr Großvater war Gastarbeiter. Aufgewachsen und sozialisiert ist sie in Deutschland - und bis zum Tod ihres Vaters in früher Kindheit erlebte sie eine liberale Erziehung. Liberaler als bei anderen deutschtürkischen Familien, wie sie sagt. Doch nach dem Tod des Vaters wurde der Druck der Parallelgesellschaft - und die gibt es - zu groß und ihre Mutter wehrte sich nicht dagegen. Stattdessen erlebte Tuba, wie die deutschtürkische Gemeinschaft immer mehr Macht über ihre Mutter bekam. Tuba schildert, wie sie sich gegen die Parallelgesellschaft gewehrt hat. Gegen eine Gesellschaft, die sich nach außen hin integriert gibt, aber eigentlich ein "Wolf im Schafspelz" ist. Sie schildert, wie deutschlandfeindlich die "Deutschtürkische Community" in Wahrheit ist, angefeuert von Erdogan. Sie erzählt, wie sehr alles, was mit dem Westen zu tun hat, konsequent schlecht geredet und abgelehnt wird. Es sei böse und Tuba, die nach den westlichen Normen und Werten lebt, sei ebenfalls "schlecht". Sie sagt geradeheraus das, was sich viele nicht trauen zu sagen: Dass sich die Deutschtürken - nicht alle, aber doch eine Mehrheit - nicht integrieren wollen, dass sie insgeheim alles ablehnen, was mit Deutschland zu tun hat und stattdessen die rückwärtsgewandte Ideologie von Erdogan bevorzugen. Aber sie sagt auch, dass die Deutschen falsch handeln und zwar aus falsch verstandener Toleranz heraus. Aus Angst, als Nazis und Rassisten beschimpft zu werden. So allerdings kann nichts verändert werden. Tuba Sarica hat es treffend formuliert wenn sie schreibt, dass Toleranz und Respekt nicht einseitig sein darf. Doch in der Parallelgesellschaft, die sie selbst miterlebt, aus der sie selbst kommt, sind diese beiden Werte einseitig. Sie wirft einen kritischen Blick auf alles, was sie selbst miterlebt hat. Und genau diesen kritischen Blick brauchen wir alle. Das Buch soll nicht nur zum Nachdenken anregen, es soll vor allem eins: die Augen öffnen und einen kritischen Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Situation werfen. Nur mit diesem Blick gelingt es, Dinge zu verändern. Tuba Sarica will niemanden an den Pranger stellen. Es gibt kein Gut oder Böse; vielmehr versucht sie, den Mittelweg aufzuzeigen. Etwas, dass sie schon in ihrem Blog versucht. Mit diesem Buch wird sie vielleicht mehr Leute erreichen. Zu wünschen wäre es ihr. Gesellschaften brauchen diese Art der kritischen Lektüre. Nur so können Dialoge entstehen, die etwas bewirken können. Das geht aber nur, wenn darüber geredet wird. Darüber geredet werden darf. Tuba Sarica hatte den Mut, den Mund aufzumachen. Auch, wenn sie dafür von ihrer Familie und der "Community" kritisiert wird. Dafür bewundere ich sie. Nicht viele haben den Mut, um aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Die Welt braucht mehr Menschen wie Tuba. Menschen, die bereit sind, trotz aller Hindernisse kritisch zu urteilen, ohne jemanden zu verurteilen. Dieses Buch sollte gelesen werden. Es sollte darüber geredet werden. Es sollte weitergegeben werden, damit es so viele Menschen wie nur möglich erreicht. Denn nur dann können Missstände behoben verhindert werden, dass sich Vergangenes wiederholt.


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