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Das Meer so nah

Roman

(9)
Lucy S. Harper ist Lehrerin für Mathematik in Manchester. Sie lebt allein, liebt die Welt der Zahlen und verabscheut Überraschungen. Wie den Anruf, den sie eines Tages erhält: Eine ihr unbekannte Frau namens Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte. Zuerst glaubt Lucy an einen Irrtum, denn ihr Vater Peter ist wohlauf - von jenem George, der in Irland angeblich auf sie wartet, hat sie noch nie gehört. Doch als ihre Eltern äußerst seltsam reagieren, wird Lucy misstrauisch. Spontan beschließt sie, nach Irland aufzubrechen und der Sache auf den Grund zu gehen. Und damit beginnt das erste Abenteuer ihres Lebens ...
Portrait
Fiona Blum ist das Pseudonym der Schriftstellerin und Juristin Veronika Rusch. Sie hat in Passau und Rom studiert und mehrere Jahre als Anwältin gearbeitet. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. Für ihren Roman »Liebe auf drei Pfoten« erhielt sie den begehrten DELIA-Literaturpreis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 23.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-31478-2
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 20,5/12,8/3,2 cm
Gewicht 449 g
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 19.152
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

S. Möller, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ein einfühlsamer Roadtrip mit einem gelungenen Mix aus irischer Geschichte, Musik, Herz, Gefühl und Verstand. Ein einfühlsamer Roadtrip mit einem gelungenen Mix aus irischer Geschichte, Musik, Herz, Gefühl und Verstand.

Elisabeth Jäckel, Thalia-Buchhandlung Riesa

Ein wundervolles Buch über Irland und die Magie der Freundschaft. Ich wollte gar nicht mehr aus der Geschichte entfliehen!
Eignet sich super für den Sommerurlaub, große Empfehlung
Ein wundervolles Buch über Irland und die Magie der Freundschaft. Ich wollte gar nicht mehr aus der Geschichte entfliehen!
Eignet sich super für den Sommerurlaub, große Empfehlung

„Wunderbar verrückte Charaktere“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

2016 hatte Fiona Blum das Glück, dass sie gleich mit ihrem ersten Roman „Liebe auf drei Pfoten“ den DeLiA Literaturpreis für den besten Liebesroman gewinnen konnte. Durch diesen Preis bin ich auf die Autorin und das Buch aufmerksam geworden und habe dadurch eine ganz zauberhafte Geschichte lesen können, die sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre. 2017 erschien dann „Frühling in Paris“, welches mir ebenso gut gefallen hat. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, als ich in der Goldmann Vorschau entdeckte, dass auch in diesem Jahr wieder ein neues Buch der Autorin erscheint. Inzwischen habe ich das Buch ausgelesen und möchte nun meine Eindrücke mit Ihnen teilen.

2016 entführte uns Fiona Blum in einen etwas unbekannteren Stadtteil von Rom. 2017 ging es nach Paris in das Marais. Und 2018 entführt sie uns nach Irland. Alle drei Bücher eint, dass die Autorin wunderbare Menschen zum Leben erweckt, die irgendwie anders sind, denen das Leben nicht immer fair mitgespielt hat. Sie schafft es immer wieder, diesen Menschen Leben einzuhauchen und sie so liebevoll zu skizzieren, dass man sie einfach lieb gewinnen muss. So auch in diesem Buch. Zum Inhalt brauche ich Ihnen nicht viel zu erzählen. Die Inhaltsangabe ist stimmig. Lucy Skye Harper ist Anfang 40 und ein wenig eigen. Sie ist geschieden und lebt inzwischen alleine, da ihre Tochter woanders studiert. Schon als Kind haben ihr die Zahlen und die Logik, die die Mathematik ausmachen, Halt im Leben gegeben. Unordnung, Chaos und Überraschungen kann sie gar nicht leiden. Doch jetzt gerät ihr Leben gehörig aus den Fugen. Nicht nur, dass sie gerade eine Art Zwangspause als Lehrerin einlegen muss – den Grund dafür erfahren Sie natürlich in dem Buch – erhält sie auch noch diesen absolut ominösen Anruf, der sie tatsächlich aus ihrem üblichen Trott herausreißt. Es beginnt eine verrückte Odyssee durch Irland.

Ähnlich wie meiner Freundin, die hier auch eine Buchbesprechung geschrieben hat, habe ich etwas gebraucht, bis ich mit dem Roman warm geworden bin. Lag es daran, dass es gleich am Anfang des Buches eine ziemlich lange Auflistung der Personen gab, die in diesem Roman mitspielen? Lag es daran, dass ich mir die irischen Namen nicht so einfach merken konnte? Lag es daran, dass es gerade sehr warm und sonnig war, als ich das Buch las und die Geschichte im eher kühlen und regnerischen Irland spielt? Oder lag es daran, dass ich am Anfang einfach noch nicht ahnte, wohin die Geschichte gehen sollte? Doch dann hat es mich irgendwie ganz plötzlich gepackt, und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe die Entwicklung geliebt, die Lucy Skye Harper in dieser Geschichte macht. Am Ende des Romans ist sie eine ganz andere Person als zu Beginn der Geschichte. Ich habe die einzelnen Personen, die z.T. schon sehr speziell sind, in mein Herz geschlossen. Und ich habe gelacht und geweint! Am Ende war ich glücklich, wie sich die Geschichte für die Protagonisten entwickelt hat und traurig, weil ich meine neu gefundenen Freunde schon wieder verlieren musste.

Lassen Sie sich ein auf eine abenteuerliche Reise durch das ländliche Irland! Kehren Sie teilweise zurück in die Zeit der 70er Jahre! Hören Sie die Musik, die in diesem Roman eine wichtige Rolle spielt! Ich bin zwischendrin immer mal wieder an den Computer gegangen, weil ich mir die Lieder anhören wollte, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen. Und ich bin fündig geworden. Entdecken Sie eine wunderbare und verrückte Geschichte! Und falls Sie im Sommer lieber Bücher lesen, die in der Sonne spielen, dann heben Sie sich das Buch für trübe Herbsttage auf. Das Buch ist einfach wunderbar, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat!.

Wenn ich dieses Buch mit anderen vergleichen sollte, ist es eine ganz eigene Mischung aus „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson, „Die Phantasie der Schildkröte“ von Judith Pinnow und „Die Galerie der Düfte“ von Julia Fischer – ein wunderbares und ein wenig verrücktes Märchen.
2016 hatte Fiona Blum das Glück, dass sie gleich mit ihrem ersten Roman „Liebe auf drei Pfoten“ den DeLiA Literaturpreis für den besten Liebesroman gewinnen konnte. Durch diesen Preis bin ich auf die Autorin und das Buch aufmerksam geworden und habe dadurch eine ganz zauberhafte Geschichte lesen können, die sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre. 2017 erschien dann „Frühling in Paris“, welches mir ebenso gut gefallen hat. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, als ich in der Goldmann Vorschau entdeckte, dass auch in diesem Jahr wieder ein neues Buch der Autorin erscheint. Inzwischen habe ich das Buch ausgelesen und möchte nun meine Eindrücke mit Ihnen teilen.

2016 entführte uns Fiona Blum in einen etwas unbekannteren Stadtteil von Rom. 2017 ging es nach Paris in das Marais. Und 2018 entführt sie uns nach Irland. Alle drei Bücher eint, dass die Autorin wunderbare Menschen zum Leben erweckt, die irgendwie anders sind, denen das Leben nicht immer fair mitgespielt hat. Sie schafft es immer wieder, diesen Menschen Leben einzuhauchen und sie so liebevoll zu skizzieren, dass man sie einfach lieb gewinnen muss. So auch in diesem Buch. Zum Inhalt brauche ich Ihnen nicht viel zu erzählen. Die Inhaltsangabe ist stimmig. Lucy Skye Harper ist Anfang 40 und ein wenig eigen. Sie ist geschieden und lebt inzwischen alleine, da ihre Tochter woanders studiert. Schon als Kind haben ihr die Zahlen und die Logik, die die Mathematik ausmachen, Halt im Leben gegeben. Unordnung, Chaos und Überraschungen kann sie gar nicht leiden. Doch jetzt gerät ihr Leben gehörig aus den Fugen. Nicht nur, dass sie gerade eine Art Zwangspause als Lehrerin einlegen muss – den Grund dafür erfahren Sie natürlich in dem Buch – erhält sie auch noch diesen absolut ominösen Anruf, der sie tatsächlich aus ihrem üblichen Trott herausreißt. Es beginnt eine verrückte Odyssee durch Irland.

Ähnlich wie meiner Freundin, die hier auch eine Buchbesprechung geschrieben hat, habe ich etwas gebraucht, bis ich mit dem Roman warm geworden bin. Lag es daran, dass es gleich am Anfang des Buches eine ziemlich lange Auflistung der Personen gab, die in diesem Roman mitspielen? Lag es daran, dass ich mir die irischen Namen nicht so einfach merken konnte? Lag es daran, dass es gerade sehr warm und sonnig war, als ich das Buch las und die Geschichte im eher kühlen und regnerischen Irland spielt? Oder lag es daran, dass ich am Anfang einfach noch nicht ahnte, wohin die Geschichte gehen sollte? Doch dann hat es mich irgendwie ganz plötzlich gepackt, und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe die Entwicklung geliebt, die Lucy Skye Harper in dieser Geschichte macht. Am Ende des Romans ist sie eine ganz andere Person als zu Beginn der Geschichte. Ich habe die einzelnen Personen, die z.T. schon sehr speziell sind, in mein Herz geschlossen. Und ich habe gelacht und geweint! Am Ende war ich glücklich, wie sich die Geschichte für die Protagonisten entwickelt hat und traurig, weil ich meine neu gefundenen Freunde schon wieder verlieren musste.

Lassen Sie sich ein auf eine abenteuerliche Reise durch das ländliche Irland! Kehren Sie teilweise zurück in die Zeit der 70er Jahre! Hören Sie die Musik, die in diesem Roman eine wichtige Rolle spielt! Ich bin zwischendrin immer mal wieder an den Computer gegangen, weil ich mir die Lieder anhören wollte, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen. Und ich bin fündig geworden. Entdecken Sie eine wunderbare und verrückte Geschichte! Und falls Sie im Sommer lieber Bücher lesen, die in der Sonne spielen, dann heben Sie sich das Buch für trübe Herbsttage auf. Das Buch ist einfach wunderbar, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat!.

Wenn ich dieses Buch mit anderen vergleichen sollte, ist es eine ganz eigene Mischung aus „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson, „Die Phantasie der Schildkröte“ von Judith Pinnow und „Die Galerie der Düfte“ von Julia Fischer – ein wunderbares und ein wenig verrücktes Märchen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Irland in seiner vollen Pracht
von einer Kundin/einem Kunden aus Zäziwil am 25.07.2018

Lucy ist Mathematikerin und ganz anders als ihre Schwester. Sie hasst Überraschungen und lebt für ihre Zahlen. Bis sie eines Tages überraschenderweise einen Anruf erhält. Nicht ihr angeblicher Vater sondern ein völlig fremder Mann soll ihr Vater sein. Ihre Eltern sind nicht sehr entgegenkommend mit den Antworten und so... Lucy ist Mathematikerin und ganz anders als ihre Schwester. Sie hasst Überraschungen und lebt für ihre Zahlen. Bis sie eines Tages überraschenderweise einen Anruf erhält. Nicht ihr angeblicher Vater sondern ein völlig fremder Mann soll ihr Vater sein. Ihre Eltern sind nicht sehr entgegenkommend mit den Antworten und so macht sie sich auf nach Irland. Sie lernt eine Gruppe von Freunden ihres Vaters kennen, macht einen Roadtrip durch Irland und verändert sich selber Schritt für Schritt. Dies war mein erstes Buch von Fiona Blum. Die Beschreibung Irlands hat mir sehr gefallen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Aus diesem Grund ist Irland wieder höher in der Liste der Wunsch Reisedestinationen gestiegen. Der Schreibstil ist detailreich, flüssig und leicht. Den verschiedenen Erzählsträngen kann man gut und einfach folgen. Die Geschichte ist stimmig von Anfang bis zum Schluss. Fiona kam mir am Anfang etwas spröde vor. Dass sie sich aber dann auf die Veränderungen eingelassen hat und sich weiterentwickelt, gefiel mir sehr. Dies macht starke Frauen aus. Auch die restlichen Figuren waren authentisch und sympatisch. Ich war jedoch enorm froh, fanden sich vorne im Buch, Beschreibungen der verschiedenen Personen. Auch die Karte Irlands mit der Reiseroute von Lucy fand ich toll. Leider hat es bei mir etwas gedauert, bis ich den Sog der Geschichte gespürt habe. Danach konnte ich das Buch aber nicht mehr aus der Hand legen. Ich vergebe diesem Buch sehr gerne 4,5 von 5 Sterne. ? HerzensangelegenheitBuch

Das Meer so nah
von Sabine aus Köln am 06.06.2018

Die ersten beiden Bücher der Autorin haben mir schon gut gefallen und auch dieses hat meinen Geschmack genau getroffen - Fiona Blum wird langsam zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Es ist vor allem die Atmosphäre, die mich völlig eingenommen hat, diese Mischung aus Hommage an die grüne Insel, Roadmovie und Charakterstudie.... Die ersten beiden Bücher der Autorin haben mir schon gut gefallen und auch dieses hat meinen Geschmack genau getroffen - Fiona Blum wird langsam zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Es ist vor allem die Atmosphäre, die mich völlig eingenommen hat, diese Mischung aus Hommage an die grüne Insel, Roadmovie und Charakterstudie. Und das Ganze erzählt mit wundervollen Worten, die - ohne schnörkelig zu sein - trotzdem lieblich und herzergreifend sind. Es gibt mehrere Erzählstränge, die sich immer mal wieder kreuzen, dann aber auch wieder auseinandergehen, dazu auch Rückblicke in die Vergangenheit. Lucy, eine Mathematiklehrerin durch und durch, erfährt durch einen Telefonanruf von ihrem schwerkranken, bis dahin aber nicht bekanntem Vater ? sie macht sich auf nach Irland, doch kommt leider zu spät; ihr Vater ist bereits verstorben. Und trotzdem beginnt für die Lucy ein Abenteuer, in dem sie sich selber von einer ganz neuen Seite kennenlernt. Lucy ist ein skurriler Charakter und vielleicht habe ich sie gerade deswegen auch sofort ins Herz geschlossen. Wirkt sie erst wie eine Mathematikerin, die nur für ihre Zahlen lebt und dadurch sehr spröde und trocken rüberkommt, zeigt sie auf ihrer Reise durch Irland auch noch eine andere Seite ? eine liebevolle, berührende und herzliche Art. Und am meisten hat mir gefallen, dass sie sich auf Veränderungen eingelassen hat, sich ihnen stellt und damit einen ganz neuen Lebensabschnitt beginnt. Aber nicht nur Lucy ist als Figur gut gelungen ? in Irland trifft sie auf eine Gruppe alter Freunde ihres Vaters, die alle sehr eigen und schrullig sind ? aber sympathisch schrullig und mit dem Herz am rechten Fleck. Nach und nach erfährt man auch von ihnen die jeweiligen Vergangenheiten und kann die eine oder andere Marotte viel besser nachvollziehen. Durch diese Ecken und Kanten wirken sie echt und authentisch ? und damit glaubhaft und sympathisch. Die Geschichte ist ? obwohl sie fast einem Roadmovie nahekommt ? doch eine ruhige. Und auch wenn es nicht sonderlich spannend ist, entwickelt sie doch eine Sogwirkung, die sich langsam aufbaut, so dass ich im letzten Drittel nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich habe mich richtig wohlgefühlt mit den Charakteren, habe die Reise durch Irland mit tollen Beschreibungen richtig genossen und mich der ruhigen und liebevollen Atmosphäre, die im Buch herrscht, hingegeben. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil der Einstieg doch etwas gemächlich war ? das hat sich aber zum Glück dann verloren. Mein Fazit Eine schöne Geschichte, die den Leser nicht nur in Irland abtauchen lässt, sondern auch wundervolle und gestandene Charaktere bietet, die trotz ? oder gerade wegen? ? ihrer Ecken und Kanten einfach nur sympathisch sind. Eine tolle Atmosphäre, eine wunderschöne Sprache voller Poesie, die dabei aber keineswegs schnörkelig ist und eine Reise zu sich selbst ? zumindest für die Protagonistin. Ich gebe der Geschichte 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

Erzählstark
von Bücher in meiner Hand am 25.05.2018

Was war ich überrascht als Autorin Fiona Blum im April sich auf Instagram freute, dass ihr neues Buch bald erscheint. Obwohl ich für mich selbst eine Liste mit für mich interessanten Neuerscheinungen führe, fehlte dort ihr neues Buch - keine Ahnung wieso mir das entgangen ist. Umso mehr freute... Was war ich überrascht als Autorin Fiona Blum im April sich auf Instagram freute, dass ihr neues Buch bald erscheint. Obwohl ich für mich selbst eine Liste mit für mich interessanten Neuerscheinungen führe, fehlte dort ihr neues Buch - keine Ahnung wieso mir das entgangen ist. Umso mehr freute ich mich, so unerwartet wieder einen Roman von ihr lesen zu können, denn seit "Liebe auf drei Pfoten" gehört Fiona Blum zu meinen Lieblingsautorinnen. Nach Rom und Paris spielt ihr neues Buch in Irland. Stellt euch vor, ihr seid bereits über 40 und erfährt durch einen Anruf, dass euer Vater im Spital ist. Nicht der Vater, den ihr 42 Jahre lang für euren Vater gehalten habt, nein, ein gänzlicher unbekannter Mann. Ich nehme an, ihr wärt genauso perplex wie Lucy, nicht? Kurzerhand packt diese ihre Sachen und reist nach Irland, wo sie von der ihr noch unbekannten Anruferin Maureen abgeholt wird. Mit ihr und Geordies Freunden durchlebt Lucy einige ungewöhnliche Tage. Als sie danach heimfahren will, wird sie durch unerwartete Zwischenfälle aufgehalten. Spontan entschliesst sich Lucy länger auf der Insel zu bleiben und nach Galway zu reisen. John Lennon ist schuld. Der hat nämlich so einiges mit Geordie und seiner Geschichte zu tun und Lucy ist einfach nur noch neugierig... Soviel Spontanität ist total ungewöhnlich für Mathematiklehrerin Lucy. Sie liebt Regeln und vernünftige Entscheidungen. Dass sie jetzt so gegen ihr Gemüt arbeitet, überrascht sie selbst am meisten. Die zahlreichen Begegnungen mit ihr bisher unbekannten Menschen in Irland geben ihr Mut dazu. Geordie ist der gemeinsame Nenner aller Figuren. Er, der rastlose Musiker, war allen wichtig, er hat in allen etwas bewegt. Nach und nach erfährt der Leser die Lebensgeschichten der Clique; wie auch von Personen, die an den diversen Stationen im Roman auftauchen und natürlich Geordies Geschichte. Der Roman wird für alle Charaktere zu einer Pilgerreise nach Galway, die sie alle verändert - denn nicht nur Lucy ist unterwegs. Beim Lesen hofft man, dass sie alle wie Geordie die "Heimat ihrer Seele" finden werden. In "Das Meer so nah" mag ich ohne Ausnahme alle Figuren. Oft gibt es ja mindestens eine Figur, mit der man so gar nicht kann. Doch solche Figuren fehlen gänzlich. Man muss sie einfach alle mögen: Maureen, 52, die sich Lucy gegenüber verantwortlich fühlt wie eine Mutter; Roisin, die Pubwirtin und Feenspezialistin, die wie ein Hexe wirkt; Murphy, das Hutzelmännli mit der Zahnlücke; der junge Flynn, der durch sein Tattoo aggressiv wirkt; der 60jährige Seamus mit dem Glasauge; Gracie, Nachfahre einer Piratin und mit Wäscheständer anstatt Rollator unterwegs; deren verschüchterte Nichte Erin, von der niemand viel weiss; nicht zu vergessen der wortkarge Schafbauer Liam Cullen und einige mehr. Sie alle werden auch im Personenregister erwähnt, in welchem man besser erst während der Lektüre nachschaut, sonst verwirrt es mehr als es hilft. Sympathisch war mir zum Glück auch Protagonistin Lucy S. Harper. In Irland erfährt sie endlich was ihr zweiter Vorname bedeutet. S die Abkürzung für Skye - die vier Buchstaben sollten sie an den blauen Himmel, an die Leichtigkeit und an die Weite erinnern. Denn ihre Augen sind so "blau wie das Meer und der Himmel" (63/221). Sie macht wohl die grösste Veränderung durch - und das nicht laut, sondern sehr leise und wird feinfühlig erzählt. Die Sprachstärke der Autorin durchzieht auch ihren dritten Roman. Die Namen der Pubs sind geprägt von Humor und Wortspielen; und nur sie kann so schön und so kurz beschreiben weshalb ein Alkoholiker wurde wie er ist. Oder Irland so präzise umschreiben: "Ein Land voller Kurven und Umwege, abstruser Geschichten und unerwarteter Ereignisse. Nirgends eine gerade Strasse, keine Linie, die verlässlich in eine Richtung wies, keine Gleichung, die aufging. Stattdessen Schafe und Regen und Strassengräben, Pubs, die nach bösen Schwiegermüttern benannt worden waren, Orte, die sogar Google nur mit Mühe fand und in denen es lediglich eine einzige, flackernde Strassenlaterne gab, Stürme die einem das Hirn wegfegten, seltsame Käuze, schweigende Schaffarmer und nirgends irgendetwas Verlässliches zum Festhalten. Kein Baum, kein Geländer, nirgendwo. Ein einziges Durcheinander. Kein Wunder, dass ihr schwindlig war." (65/221) Fionas Blums Roman liest man mit einem Dauerlächeln im Gesicht, mal wird daraus ein Grinsen, dann ein melancholisches Nicken gepaart mit einem Seufzer. Mit "Das Meer so nah" legt sie einen gefühlvollen, unterhaltenden und amüsanten Roman vor, geprägt durch seine herrlich einfachen Charakteren - wer fährt denn wegen John Lennon quer durch die Insel, nur um ein Pub zu suchen? Fazit: Ein Roman wie ein Dominospiel - jede Handlung setzt etwas anderes ins Rollen. Eine berührende und erzählstarke Geschichte, die von von der ersten Seite an gefangen nimmt. 5 Punkte.