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Ede und Unku - die wahre Geschichte

Das Schicksal einer Sinti-Familie von der Weimarer Republik bis heute

Janko Lauenberger, Juliane Wedemeyer

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Beschreibung

»Ich hasse das Wort >ZigeunerEde und Unku - mit über 5 Mio Exemplaren eines der meistverkauften Bücher in Deutschland. Die Erstausgabe erschien 1931, das Buch war viele Jahre Schullektüre und erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Arbeiterjungen Ede und dem Sintimädchen Unku während der Weimarer Republik. Doch was kaum jemand weiß: Schon kurz nach der Machtergreifung Hitlers wurde das Buch verboten und das »Zigeunermädchen« Unku in einem Konzentrationslager umgebracht. Der Musiker Janko Lauenberger ist Unkus Ur-Cousin. Er erzählt in diesem Buch ihre wahre Geschichte und gleichzeitig seine eigene als Sintikind in der ehemaligen DDR und später im wiedervereinigten Deutschland. Zeitgeschichte - persönlich und emotionalEin Stück deutsch-deutscher NachkriegsgeschichteZDF plant DokumentarfilmDDR-Kindheitserinnerungen werden wach

»... eine anrührende, aufrüttelnde und zartbittere Geschichte ...«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 26.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-579-08694-1
Verlag Gütersloher Verlagshaus
Maße (L/B/H) 22,3/14,6/2,7 cm
Gewicht 424 g
Verkaufsrang 94008

Buchhändler-Empfehlungen

Geschichte

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Für jeden Leser, der "früher" Ede und Unku mit Interesse und Begeisterung gelesen hat, ist dieses Buch eine Bereicherung. Janko Lauenberger begibt sich auf die Spuren seiner Familie, wir vor allem Unku genauer kennen, durchleben mit ihr ihr Schicksal - berührend.

Kundenbewertungen

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Erschütternd
von Ulrike Frey aus Haltern am See am 19.01.2021

Das Cover zeigt einen Jungen und ein Mädchen, die miteinander lachen. Es ist in den Farben Gelb, Rot und Weiß gehalten. Ganz oben lesen wir die Namen der Autoren "Janko Lauenberger mit Juliane von Wedemeyer". Herausgegeben wurde das Buch im Güters Loher Verlagshaus. Das Buch "Ede und Unku" von Grete Weiskopf alias Alex Weddin... Das Cover zeigt einen Jungen und ein Mädchen, die miteinander lachen. Es ist in den Farben Gelb, Rot und Weiß gehalten. Ganz oben lesen wir die Namen der Autoren "Janko Lauenberger mit Juliane von Wedemeyer". Herausgegeben wurde das Buch im Güters Loher Verlagshaus. Das Buch "Ede und Unku" von Grete Weiskopf alias Alex Wedding handelte auch von tapferen Kommunisten und habgierigen Kapitalisten, was wohl der Grund war, weshalb es als Schullektüre in der damaligen DDR auf dem Lehrplan stand. Doch das alles hat den Autoren Janko Lauenberger nicht interessiert. Ihn interessierten vielmehr die Bilder, auf denen er Verwandte wiedererkannte. Das Sinti-Mädchen Unku ist seine Großcousine, eine Cousine seiner Großmutter. Und so begibt sich der in Berlin bekannte Jazzmusiker Janko Lauenberger gemeinsam mit der Journalistin Juliane von Wedemeyer auf die Spuren seiner Familie, die damals noch Lauenburger hieß. Diese Familie hat in den Jahren 1918 bis 1945 in der DDR ein schlimmes Leben gefristet. Janko schafft es, die Geschichte seiner Familie zu verfolgen. Dies ist sehr unterhaltsam, aber auch erschütternd. Und er stellt auf seiner Suche fest, sehr viel hat sich nicht geändert im vereinten Deutschland. Wenn jemand schwarze Haare hat, wird erst getuschelt, dann weggeschaut, die wenigsten fragen nach. - Aber seien wir ähnlich, sind nicht die meisten so erzogen, sich von den "Zigeunern" fernzuhalten", die sind schmutzig, stehlen, lügen, etc.? Nun gut, ich bin Jahrgang 1955, ich hab es noch so erlebt, und zwar in Westdeutschland. Dennoch ist es mir vollkommen egal, wer woher kommt. Doch ich erlebe leider nicht nur im Fernsehen den offenen Rassismus. Dieses Buch muss jeder lesen, der Interesse daran hat, zu erfahren, wie es die Sinti und Roma ihrerseits damals gesehehen haben! Das Buch ist gut recherchiert, flüssig zu lesen, manchmal leider mit Längen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Besonders toll find ich die beigefügten Fotos, die immer wieder nahebringen, dass es sich um die Realität handelt.

Ein literarisches Mahnmal
von monerl aus Langen am 08.06.2018

Meine Meinung Über Ede und Unku bin ich rein zufällig gestolpert, als ich vor kurzem auf Annes Blog die Rezension zum Buch gelesen hatte. In der DDR war das Buch Schullektüre, in der BRD nicht, soweit ich weiß. Auf meinem Leseweg #GegenDasVergessen bin ich auf den Völkermord an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialiste... Meine Meinung Über Ede und Unku bin ich rein zufällig gestolpert, als ich vor kurzem auf Annes Blog die Rezension zum Buch gelesen hatte. In der DDR war das Buch Schullektüre, in der BRD nicht, soweit ich weiß. Auf meinem Leseweg #GegenDasVergessen bin ich auf den Völkermord an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten aufmerksam geworden und ich hatte den Wunsch, noch mehr Bücher zu diesem Thema zu lesen. So kam die Erstveröffentlichung von “Ede und Unku – Die wahre Geschichte” für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Im vorliegenden Buch berichtet der Ur-Cousin Janko Lauenberger über Unku, die mit bürgerlichem Namen Erna Lauenburger hieß. Wir erfahren vieles über Unkus Familie, ihre Kindheit und Jugend und wie Sinti und Roma im damaligen Deutschland gelebt hatten. Ebenso geht der Autor darauf ein, wie Unku die Autorin Grete Weiskopf, die das Buch “Ede und Unku” 1931 unter dem Pseudonym Alex Wedding herausgebracht hat, kennenlernte. Sich mit dieser Thematik zu beschäftigen ist nicht leicht. Nicht das Recherchieren, das Schreiben und auch nicht das Lesen. Das Ende ist klar und der Weg dorthin schmerzhaft. Aber es darf nicht vergessen werden, was diesen Menschen angetan wurde! Die Wenigsten haben überlebt und ihre Familien und die Nachkommen müssen sich auch heute wieder und immer noch mit Rassismus beschäftigen. So wie Janko, der Ur-Cousin von Unku, der 1976 geboren wurde. Dieses Buch nutze der Autor auch dazu, um seine Geschichte aufzuschreiben. Er erzählt wie er zu seinem Namen und Nachnamen kam, über seine Kindheit in der DDR und wie zerstreut seine große Familie vor dem Mauerfall im Westen und Osten war. Da er optisch als Sinti zu erkennen ist, hatte er in seiner zweiten Schule bereits mit Rassismus zu kämpfen, der ihm das Leben so sehr schwer machte, sodass er von den Behörden unberechtigter Weise von seiner Familie getrennt und 7 Monate in ein Waisenhaus zur Besserung eingewiesen wurde. Auf der Suche nach Unku, ihrer Vergangenheit und ihrem schlimmen Schicksal entblößt sich die traurige Geschichte der deutschen Sinti und Roma. “Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, wenn die Männer [Unkus Mann Mucki, seine beiden Brüder und sein Vater] entlassen werden, dass sie die Arbeit bald wieder einstellen. Laubinger sowie seine Söhne haben noch nie feste Arbeit gehabt und auch noch nie den festen Willen gezeigt, sich um geregelte Arbeit zu bemühen, sondern sind stets nach Zigeunerart im Lande umhergezogen.” (S. 112) Solche geschmacklos formulierte Ablehnungsbescheide, die Männer nicht aus den KZs zu entlassen, erhielt Hans, Unkus Schwiegermutter, auf jeden ihrer Briefe. Er zeigt sehr deutlich die Vorurteile, mit denen Sinti und Roma in Verbindung gebracht wurden. Daran hat sich bis heute leider nicht viel geändert. Formulierungen wie z.B., Zigeuner stehlen, sind schmutzig, faul, wollen nicht arbeiten… bekam selbst Janko Lauenberger oft genug zu hören. Umso mehr freut es mich, dass er und seine Familie zu ihrer Herkunft stehen und diese auch im Bandnamen unterstreichen, wie z.B. “Sinti Swing Qintett”, “Sinti Swing Berlin”. Fazit Ein sehr lesenswertes und informatives Buch, das ein literarisches Mahnmal dafür ist, was einem Volk aus einer Randgruppe angetan wurde, das bis heute um Aufmerksamkeit kämpfen muss. Durch Ergänzungen mit Bildern schafft es eine noch größere Nähe zu Unku und ihrer im KZ ermordeten Familie. Es hat mich sehr berührt und ich bin unglaublich froh, es gelesen zu haben. Als Ergänzung dazu, werde ich jetzt “Ede und Unku”, die ursprüngliche Geschichte, lesen. Ich bin sehr gespannt auf das Buch, das Janko Lauenberger schon sein ganzes Leben lang begleitet hat.


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