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Du springst, ich falle

Roman

(10)
„Maryam Madjidi verwandelt die Tragik des Lebens in glasklare Poesie.“ Julia Schoch.

In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen – ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter. In Paris sind die Hände des Vaters plötzlich nutzlos, die Augen der Mutter müde. Als junge Frau fährt Maryam nach Teheran zurück, verliebt sich und bricht mit allem." Du springst, ich falle" gewann 2017 in Frankreich den Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres. Ein kraftvoller Roman über das, was unsere Zeit bestimmt – die Suche nach Identität und Heimat.

Prix Goncourt du premier roman 2017.

„Die reizvolle Mischung aus Phantasie und realistischen Szenen voller präziser Beobachtungen, Stimmen und Gesten bringt das pralle Leben zum Vorschein.“ Le Figaro.

„Ein großartiges Debüt.“ L‘Express.
Portrait

Maryam Madjidi wurde 1980 in Teheran geboren, verließ mit sechs Jahren den Iran, um mit ihren Eltern in Frankreich zu leben. Heute unterrichtet sie in Paris Flüchtlinge in Französisch und schreibt. Du springst, ich falle ist ihr erster Roman, für den sie u. a. den Prix Goncourt du premier roman 2017 erhielt und mit dem sie ihr Publikum im Sturm eroberte.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 18.05.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783841214881
Verlag Aufbau digital
Dateigröße 4488 KB
Übersetzer Julia Schoch
Verkaufsrang 31.012
eBook
13,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein brillant geschriebener Roman zum brandaktuellen Thema Suche nach Identität und Wurzeln.
Madjidi hat für diesen Roman den Prix Goncourt gewonnen.
Unbedingt lesenswert!
Ein brillant geschriebener Roman zum brandaktuellen Thema Suche nach Identität und Wurzeln.
Madjidi hat für diesen Roman den Prix Goncourt gewonnen.
Unbedingt lesenswert!

„Bewegend“

Heike Steinert, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein Autobiografischer Roman über eine Kindheit im Iran und das Aufwachsen im Exil in Frankreich. Das Gefühl in keinen Land wirklich zu hause zu sein,ein Buch über die Suche nach Identität und Heimat. Ein Autobiografischer Roman über eine Kindheit im Iran und das Aufwachsen im Exil in Frankreich. Das Gefühl in keinen Land wirklich zu hause zu sein,ein Buch über die Suche nach Identität und Heimat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
4
3
3
0
0

Konnte mich nicht überzeugen
von Lia48 am 17.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

INHALT: Bei "Du springst, ich falle" handelt es sich um einen autobiografischen Roman, für den die Autorin schon manche Preise erhalten hat. Maryam Madjidi wächst im Iran auf. Ihre Eltern eifern dem Kommunismus nach, weshalb die Tochter ihr Spielzeug an andere Kinder verschenken muss. Sie vergräbt jedoch ihr Eigentum heimlich im... INHALT: Bei "Du springst, ich falle" handelt es sich um einen autobiografischen Roman, für den die Autorin schon manche Preise erhalten hat. Maryam Madjidi wächst im Iran auf. Ihre Eltern eifern dem Kommunismus nach, weshalb die Tochter ihr Spielzeug an andere Kinder verschenken muss. Sie vergräbt jedoch ihr Eigentum heimlich im Garten um es anschließend mit nach Frankreich zu nehmen. 1986 soll in Frankreich Maryams neues, freieres Leben beginnen. Sie ist sechs Jahre alt, als die Familie die Flucht in ein fremdes Land antritt. Doch in Paris ist alles so anders. Eine fremde Sprache, unbekannte Speisen, andere Sitten und Bräuche - alles was sie bisher kannte, wird plötzlich einfach ausgetauscht. Das Mädchen lebt sich nur schwer ein. In der Schule wird sie ausgegrenzt. Nur langsam gewöhnt sie sich an Frankreich. Jahre später studiert Maryam Literaturwissenschaften und setzt sich wieder mit ihrer Muttersprache auseinander. Und schließlich fragt sie sich immer wieder: Wer bin ich eigentlich? Und wo gehöre ich hin? MEINUNG: Was das Buch ausmacht, ist sicherlich die eigenwillige Schreibweise der Autorin. Sie schreibt an vielen Stellen sehr poetisch, manchmal in Gedichtform und ab und zu mit fast schon fiktionalen Inhalten. So übernimmt sie z.B. auch díe Perspektive des Ungeborenen im Bauch der Mutter, oder haucht ihrer Heimatsprache Leben ein. Stellenweise mochte ich die Sprache. Leider wirkten aber die poetischen Elemente auf mich immer wieder zu überzogen. Mit den Erzählperspektiven, die auch innerhalb der sehr kurzen Kapitel mehrmals hin- und herwechselten, hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten. Ich, du, er/ sie - die Blickwinkel änderten sich für mich viel zu schnell. Gleichzeitig ist die Erzählweise der kurzen Episoden nicht chronologisch, sondern wechselt sehr oft in der Zeit vor und zurück. Dazu noch die örtlichen Veränderungen: mal berichtet die Protagonistin über Geschehnisse im Iran, dann wieder aus Frankreich, Japan, Indien oder der Türkei. Dies waren mir viel zu viele Wechsel in Ort, Zeit und Perspektive in zu kurzer Zeit. Dadurch bin ich mit den Personen nicht warm geworden, sie waren mir viel zu distanziert. Durch die kurzen Kapitel und die vielen Wechsel, wirkte der Verlauf der Geschichte für mich sehr "abgehackt" und konnte mich nicht fesseln. Lediglich eine spannende Situation am Anfang und die mehrseitige Erzählung über die Schulzeit im hinteren Teil des Buches, habe ich mit Interesse verfolgt. Hier konnte ich mich auch in die Personen hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Dies hätte ich mir gerne für das ganze Buch gewünscht! FAZIT: Eine biografische Geschichte mit einer eigenwilligen Schreibweise, die mir persönlich jedoch poetisch zu überzogen war. Kurze Kapitel und zu viele Wechsel in Ort, Zeit, und Perspektive, bremsten meinen Lesefluss und bauten Distanz zur Protagonistin auf. Deshalb leider nur 2,5/5 Sternen!

sehr lesenswerter autobiographischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Freudenberg am 12.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Klapptext: In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier... Klapptext: In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen ? ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter. In Paris sind die Hände des Vaters plötzlich nutzlos, die Augen der Mutter müde. Als junge Frau fährt Maryam nach Teheran zurück, verliebt sich und bricht mit allem." Du springst, ich falle" gewann 2017 in Frankreich den Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres. Ein kraftvoller Roman über das, was unsere Zeit bestimmt ? die Suche nach Identität und Heimat. Dies ist der Debütroman von Maryam Madjidi und ich finde das er ihr hervorragend gelungen ist. Die Autorinerzählt uns ihre Lebensgeschichte.Sie flieht mit ihren Eltern 1986 aus dem Irak nach Frankreich.Damals waren sie 6 Jahre alt. Ich habe erfahren wie ihre Eltern im Irak durch das Regime unterdrückt wurde.Auch Maryam litt darunter.Die Eltern sahen keinen anderen Ausweg als nach Paris zu flüchten.Die Autorin berichtet wie sie sich nun in einer für ihr völlig fremden Welt zurecht finden muss.Sie fühlt sich allein gelassen und es fällt ihr schwer sich einzuleben.Doch mit der Zeit fängt sie an die Situation zu akzeptieren und beginnt ein neues Leben in Frankreich .Doch das Heimweh nach ihrer Heimat bleibt und sie fühlt sich hin und her gerissen. Der Schreibstil von Maryam Madjidi hat mir sehr gut gefallen.Er ist leicht und locker.Es gibt viele kleine Episoden die nicht chronologisch aufgebaut sind.Sehr poetisch und teilweise malerisch beschreibt sie alles einfühlsam.Das hat mir sehr gut gefallen.Es hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt.Es freut mich aber auch das sie nun einen Mittelweg gefunden hat ihr Leben so zu akzeptieren wie es nun ist.Sie lebt weiter in der westlichen Welt und besucht regelmäßig den Irak. Das Cover finde ich auch sehr ansprechend.Man weiß sofort das es sich um sehr emotionales und berührendes Buch handeln muss.Es passt perfekt zu dieser Geschichte. Ich viele lesenswerte Momente mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne

Autobiografischer Roman über eine Geflüchtete mit einer Identitätskrise - anrührend, aber aufgrund des Schreibstils anstrengend zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 08.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maryam flieht mit ihren Eltern, überzeugten Kommunisten, 1986 im Alter von sechs Jahren von Teheran nach Paris ins Exil. Das Mädchen fühlt sich fremd, vermisst ihre Heimat, ihre Großmutter und das iranische Essen. Sie weigert sich zunächst, sich zu integrieren, möchte erst nicht spielen, dann nicht sprechen, dann nicht... Maryam flieht mit ihren Eltern, überzeugten Kommunisten, 1986 im Alter von sechs Jahren von Teheran nach Paris ins Exil. Das Mädchen fühlt sich fremd, vermisst ihre Heimat, ihre Großmutter und das iranische Essen. Sie weigert sich zunächst, sich zu integrieren, möchte erst nicht spielen, dann nicht sprechen, dann nicht essen. Auf diese Weise findet sie keine Freunde, wird in der Schule gemieden. Trotz ihrer Verweigerungshaltung lernt sie die französische Sprache schnell und ist eine gute Schülerin. Sie wird später Literaturwissenschaften studieren und sich dann auch wieder mit ihrer Muttersprache beschäftigen. 17 Jahre, 2003, später kehrt sie zum ersten Mal wieder in den Iran zurück und würde am liebsten dort bleiben. Der autobiographische Roman von Maryam Madjidi ist in drei Teile untergliedert: das Leben als "Kind der Partei" und die Entscheidung der Eltern, vom Iran nach Frankreich zu fliehen, die Ankunft und ersten Jahre in Frankreich sowie Maryam als junge Frau auf der Suche nach Identität und Heimat. Er ist mal aus der Ich-Perspektive von Maryam, mal aus der Perspektive auf das Mädchen beschrieben. Die Autorin schildert die Brutalität des iranischen Regimes und den Kampf der Eltern dagegen, die ihre Tochter egoistisch dafür einsetzen und als kleines Kind, sogar bereits als Ungeborenes, in Gefahr bringen. Auch die Situation für das kleine Mädchen in der westlichen Welt ist eindringlich und anrührend geschildert. Ihre Angst vor dem Fremden und ihre Verweigerungshaltung vor dem Neuen sind nachvollziehbar. Die Identitätskrise zieht sich bis zum Ende des Buches durch. "Du springst, ich falle" ist anstrengend zu lesen. Ihre Erlebnisse sind in vielen Kapiteln ohne Zusammenhang und sehr knapp geschildert. Dabei sind sie nicht chronologisch, sondern scheinbar willkürlich aneinandergereiht. Der Schreibstil ist eher poetisch als nüchtern. Gerade am Anfang habe ich mich schwer getan, in den Roman hineinzukommen, während ich den zweiten Teil als Kind in Frankreich anschaulich und anrührend fand. Der letzte Teil war mir wiederum zu durcheinander und zu Maryam als Erwachsene konnte ich kaum einen Zugang finden. In Zeiten der Flüchtlingskrise ist "Du springst, ich falle" ein aktueller Roman, der die Situation eines Geflüchteten mit Integrationsschwierigkeiten und der Vereinbarkeit der erlernten Kultur mit der neuen Heimat eindringlich schildert. Letztlich ist mir die Autobiographie, von der man nicht weiß, wie viel Fiktion und wie viel Wirklichkeit ist, zu sprunghaft geschrieben und bleibt mir gerade im Erwachsenenalter, in der sie die Liebe zu ihrer Heimat neu entdeckt, zu sehr an der Oberfläche.