Warenkorb
 

Wie Treibholz im Sturm

Roman

(10)
Liebe und Hoffnung in Zeiten der Not: In ihrem Roman „Wie Treibholz im Sturm“ erzählt Daniela Ohms eine ergreifende Liebesgeschichte im ländlichen Nord-Deutschland der Nachkriegszeit.

Eine winzige, unbeheizte Dachkammer auf einem Gutshof in Schleswig-Holstein ist Hannahs Zuhause, seit sie aus Hamburg evakuiert wurde. In einer einzigen Bombennacht hat sie ihre gesamte Familie verloren. Als weitere Flüchtlinge nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem überfüllten Hof eintreffen, muss Hannah die Kammer teilen, und das Wunder geschieht: Der halb verhungerte Soldat Moritz reißt sie aus ihrer Lethargie. Mit ihm sammelt sie Treibholz am Strand, um zu heizen. Mit ihm zusammen will sie den Hungerwinter, der in Schleswig-Holstein herrscht und den Flüchtlingen schwer zusetzt, überleben. Doch als sie sich näherkommen und beginnen, sich ihre Geschichten zu erzählen, muss Hannah erfahren, dass Moritz nicht bleiben kann …

Eine dramatisch-anrührende Liebesgeschichte aus Deutschlands früher Nachkriegszeit, die das Schicksal jener zeigt, die nach Krieg, Flucht und Evakuierung Schritt für Schritt in ein neues Leben gehen.
Portrait
Daniela Ohms wurde 1978 in Rheda-Wiedenbrück in NRW geboren. Sie ist in Westfalen auf einem Bauernhof aufgewachsen, zwischen Natur und Tieren in einem riesigen Haus, auf dessen Dachboden sich die Familiengeschichte von 500 Jahren finden ließ. So ist es kein Wunder, dass sie bereits in ihrer Jugend mit dem Schreiben begann. Später studierte sie Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Geschichte und Psychologie. Heute lebt die Autorin mit Mann und Kindern in Berlin.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 03.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-65431-6
Verlag Knaur HC
Maße (L/B/H) 22,1/14,8/4,3 cm
Gewicht 760 g
Verkaufsrang 63.270
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

„Über das Weiterleben“

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Essen

Bei einem Bombenangriff auf Hambrg hat die junge Hannah ihre gesamte Familie verloren. Das Kriegsende erlebt sie als Flüchtling auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein. Es ist eine Zeit großer Unsicherheit, und wie viele andere weiß auch Hannah nicht, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll.
Auf dem Hof lebt auch Moritz, ein schwer traumatisierter ehemaliger Soldat. Behutsam kommen er und Hannah sich näher.
Feinfühlig und mit viel Empathie für ihre Figuren und außergewöhnlichem Verständnis für die damalige Zeit. erzählt Daniela Ohms eine unheimlich bewegende Geschichte über das Weiterleben, die beim Lesen vor dem inneren Auge wirklich lebendig wird und auch lange danach im Kopf bleibt.
Sehr lesenswert.
Bei einem Bombenangriff auf Hambrg hat die junge Hannah ihre gesamte Familie verloren. Das Kriegsende erlebt sie als Flüchtling auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein. Es ist eine Zeit großer Unsicherheit, und wie viele andere weiß auch Hannah nicht, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll.
Auf dem Hof lebt auch Moritz, ein schwer traumatisierter ehemaliger Soldat. Behutsam kommen er und Hannah sich näher.
Feinfühlig und mit viel Empathie für ihre Figuren und außergewöhnlichem Verständnis für die damalige Zeit. erzählt Daniela Ohms eine unheimlich bewegende Geschichte über das Weiterleben, die beim Lesen vor dem inneren Auge wirklich lebendig wird und auch lange danach im Kopf bleibt.
Sehr lesenswert.

„Unglaublich intensiv und sehr traurig“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die Autorin Daniela Ohms kannte ich bisher noch nicht. Dabei ist es bereits ihr zweiter Roman, der sich mit dem Thema Deutschland und 3. Reich, bzw. Nachkriegszeit beschäftigt. Wenn ich nicht darüber gestolpert wäre, dass das aktuelle Buch in Schleswig Holstein spielen würde, hätte ich ihm auf Grund des Covers keinen zweiten Blick geschenkt. Nun bin ich allerdings froh, dass ich es gemacht habe. Ich kann Ihnen schon vorab sagen, dass ich noch nie einen Roman gelesen habe, der das Thema 2. Weltkrieg und die unmittelbare Zeit danach so intensiv und ergreifend aufgegriffen hat. Ich musste die Lektüre zwischendrin unterbrechen, da ich die Geschichte nicht in einem Stück verkraften konnte.

Daniela Ohms erzählt die Geschichte von Hannah und dem Soldaten, der Fuchs genannt wird. Der Klappentext gibt den Inhalt schon richtig wieder, aber ein wenig zu vereinfacht. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, die einfach nur in einer schwierigen Zeit spielt. Das Buch beginnt gleich unwahrscheinlich spannend und dramatisch, denn im Prolog erfahren wir Hannahs schlimmste Nacht. Es ist der 24. Juli 1943. Hannah, die mit ihrer Familie im Hamburger Grindelviertel lebt, möchte endlich mal wieder einen Abend ins Kino gehen. Bisher hat es in Hamburg noch keine Bombenangriffe gegeben. Doch diese Unschuld soll Hamburg in jener Nacht verlieren. Und für Hannah bricht in dieser Nacht ihre Welt zusammen. Dann springt das Buch in das Jahr 1945. Hannah lebt inzwischen in einer winzigen Dachkammer auf einem Gutshof im Kreis Plön. Ihre bisherigen Mitbewohner verlassen Plön und kehren nach Hamburg zurück. Somit bekommt Hannah neue Zimmernachbarn. Und da der Wohnraum so knapp ist, werden ihr tatsächlich drei ehemalige Wehrmachtssoldaten zugeteilt, die noch nicht von den Briten entnazifiziert worden sind. Das Verfahren läuft noch. Es sind Egon, ein junger Mann, der auf den ersten Blick sehr großspurig und machohaft daherkommt, sein Kumpel Freddie, der dem Alkohol sehr zugeneigt ist und ein rothaariger junger Mann, der nicht spricht. Er wird von allen nur Fuchs genannt, da niemand seinen wirklichen Namen kennt. Diese vier Menschen müssen sich nun zusammenraufen, um die zwei schlimmen Nachkriegswinter zu überstehen. Langsam aber sicher kommen sich der Fuchs und Hannah näher. Aber es schlummert etwas in dem Fuchs, was es für alle Beteiligten schwierig macht.

Daniela Ohms erzählt die Geschichte auf eine sehr vielschichtige Art und Weise. Es gibt die Haupthandlung, die ganz stringent vorwärts strebt und die 1950 mit dem Epilog endet. Doch dazwischen schiebt sie Erinnerungen von Hannah, die sich Hannah von der Seele schreibt, als sie einmal Papier zugeteilt bekommt. So erfahren wir, wie es ihr als Kind, junges Mädchen und Ehefrau ergangen ist. Sie hat im Hamburger Grindelviertel gelebt, wo ihr Vater eine Apotheke hatte. (Das Hamburger Grindelviertel war eines der Viertel, in denen in Hamburg die Juden gelebt haben. Es erschüttert mich immer wieder, wenn ich dort spazieren gehe, wie viele Stolpersteine dort liegen.) Ihre Eltern hatten keine Berührungsängste und Hannahs beste Freundin war die Jüdin Klara. Und dann gibt es immer wieder Einschübe, in denen wir in die Gedanken- und Gefühlswelt des Fuchses eintauchen. Wir lernen ihn näher kennen. Seine Herkunft und seine Zeit als Wehrmachtssoldat und was er dort Schreckliches erlebt hat. Aus diesen drei unterschiedlichen Geschichten ergibt sich ein sehr intensives Gesamtbild, was mich zutiefst erschüttert und berührt hat.

Die Autorin schafft es so, uns einige sehr schwierige Themen dieser Zeit nahezubringen:

- Die Verbrechen der Wehrmacht im Osten
- Die Hungerwinter nach dem 2. Weltkrieg
- Die Situation der Flüchtlinge, Vertriebenen und Soldaten, die in ihrer neuen Heimat nicht willkommen waren
- Die Wolfskinder

Ich habe noch keinen Roman gelesen, bei dem die Situation der Soldaten so gut beschrieben wurde. Der Fuchs ist nicht an die vorderste Front gekommen, sondern er sollte Partisanen bekämpfen. Spätestens durch die umstrittenen Wehrmachtsausstellungen wissen wir, was dort teilweise passiert ist. Doch was hätten die einfachen Soldaten anders machen können? Und wie konnten sie mit dieser Schuld später leben? Dies ist ein Aspekt der Handlung. Genau so interessant finde ich die Geschichte von Hannah und ihrer Familie, die ursprünglich zufrieden mit ihren jüdischen Nachbarn wohnte. Doch durch die Machtergreifung Hitlers hat sich dort die Situation ganz leise Stück für Stück verändert. Hannah hat ihre Freundin zwar nie wirklich verraten, aber durch die Rassentrennung haben sich die beiden jungen Frauen immer weiter entfremdet. Und irgendwann war es zu spät. Dann hätte Hilfe Gefahr für die eigene Familie bedeutet. Auch das ist ein ausgesprochen brisantes Thema. Und nicht zuletzt die Situation der Menschen nach dem 2. Weltkrieg. Städte waren teilweise fast komplett zerstört. Wohnraum war äußerst knapp. Und dann kamen auch noch zwei extrem kalte Winter hinzu. Es gab kaum etwas zu essen und zu heizen. Wenn man das heute liest, fragt man sich wirklich, wie die Menschen unter diesen Voraussetzungen haben überleben können. Und wie diese Menschen es geschafft haben, unser Deutschland aufzubauen, in dem wir heute gut leben können. Und das ist die Generation unserer Eltern und Großeltern. Das Ganze ist erst gute 70 Jahre her. Eigentlich unvorstellbar!

In ihrem Nachwort gibt uns die Autorin noch sehr viel Hintergrundwissen mit an die Hand. Und was mir persönlich besonders gut gefallen hat, ist, dass sie das damalige Flüchtlingselend mit der heutigen Flüchtlingssituation vergleicht. Wenn man diese beiden Situationen vergleicht, erkennt man, dass wir nicht nur auf einem hohen, sondern sehr hohem Niveau jammern.

Ein unglaublich interessantes und wichtiges Buch, dem ich möglichst viele Leserinnen und Leser wünsche, damit sie unsere jüngere Geschichte besser verstehen können.
Die Autorin Daniela Ohms kannte ich bisher noch nicht. Dabei ist es bereits ihr zweiter Roman, der sich mit dem Thema Deutschland und 3. Reich, bzw. Nachkriegszeit beschäftigt. Wenn ich nicht darüber gestolpert wäre, dass das aktuelle Buch in Schleswig Holstein spielen würde, hätte ich ihm auf Grund des Covers keinen zweiten Blick geschenkt. Nun bin ich allerdings froh, dass ich es gemacht habe. Ich kann Ihnen schon vorab sagen, dass ich noch nie einen Roman gelesen habe, der das Thema 2. Weltkrieg und die unmittelbare Zeit danach so intensiv und ergreifend aufgegriffen hat. Ich musste die Lektüre zwischendrin unterbrechen, da ich die Geschichte nicht in einem Stück verkraften konnte.

Daniela Ohms erzählt die Geschichte von Hannah und dem Soldaten, der Fuchs genannt wird. Der Klappentext gibt den Inhalt schon richtig wieder, aber ein wenig zu vereinfacht. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, die einfach nur in einer schwierigen Zeit spielt. Das Buch beginnt gleich unwahrscheinlich spannend und dramatisch, denn im Prolog erfahren wir Hannahs schlimmste Nacht. Es ist der 24. Juli 1943. Hannah, die mit ihrer Familie im Hamburger Grindelviertel lebt, möchte endlich mal wieder einen Abend ins Kino gehen. Bisher hat es in Hamburg noch keine Bombenangriffe gegeben. Doch diese Unschuld soll Hamburg in jener Nacht verlieren. Und für Hannah bricht in dieser Nacht ihre Welt zusammen. Dann springt das Buch in das Jahr 1945. Hannah lebt inzwischen in einer winzigen Dachkammer auf einem Gutshof im Kreis Plön. Ihre bisherigen Mitbewohner verlassen Plön und kehren nach Hamburg zurück. Somit bekommt Hannah neue Zimmernachbarn. Und da der Wohnraum so knapp ist, werden ihr tatsächlich drei ehemalige Wehrmachtssoldaten zugeteilt, die noch nicht von den Briten entnazifiziert worden sind. Das Verfahren läuft noch. Es sind Egon, ein junger Mann, der auf den ersten Blick sehr großspurig und machohaft daherkommt, sein Kumpel Freddie, der dem Alkohol sehr zugeneigt ist und ein rothaariger junger Mann, der nicht spricht. Er wird von allen nur Fuchs genannt, da niemand seinen wirklichen Namen kennt. Diese vier Menschen müssen sich nun zusammenraufen, um die zwei schlimmen Nachkriegswinter zu überstehen. Langsam aber sicher kommen sich der Fuchs und Hannah näher. Aber es schlummert etwas in dem Fuchs, was es für alle Beteiligten schwierig macht.

Daniela Ohms erzählt die Geschichte auf eine sehr vielschichtige Art und Weise. Es gibt die Haupthandlung, die ganz stringent vorwärts strebt und die 1950 mit dem Epilog endet. Doch dazwischen schiebt sie Erinnerungen von Hannah, die sich Hannah von der Seele schreibt, als sie einmal Papier zugeteilt bekommt. So erfahren wir, wie es ihr als Kind, junges Mädchen und Ehefrau ergangen ist. Sie hat im Hamburger Grindelviertel gelebt, wo ihr Vater eine Apotheke hatte. (Das Hamburger Grindelviertel war eines der Viertel, in denen in Hamburg die Juden gelebt haben. Es erschüttert mich immer wieder, wenn ich dort spazieren gehe, wie viele Stolpersteine dort liegen.) Ihre Eltern hatten keine Berührungsängste und Hannahs beste Freundin war die Jüdin Klara. Und dann gibt es immer wieder Einschübe, in denen wir in die Gedanken- und Gefühlswelt des Fuchses eintauchen. Wir lernen ihn näher kennen. Seine Herkunft und seine Zeit als Wehrmachtssoldat und was er dort Schreckliches erlebt hat. Aus diesen drei unterschiedlichen Geschichten ergibt sich ein sehr intensives Gesamtbild, was mich zutiefst erschüttert und berührt hat.

Die Autorin schafft es so, uns einige sehr schwierige Themen dieser Zeit nahezubringen:

- Die Verbrechen der Wehrmacht im Osten
- Die Hungerwinter nach dem 2. Weltkrieg
- Die Situation der Flüchtlinge, Vertriebenen und Soldaten, die in ihrer neuen Heimat nicht willkommen waren
- Die Wolfskinder

Ich habe noch keinen Roman gelesen, bei dem die Situation der Soldaten so gut beschrieben wurde. Der Fuchs ist nicht an die vorderste Front gekommen, sondern er sollte Partisanen bekämpfen. Spätestens durch die umstrittenen Wehrmachtsausstellungen wissen wir, was dort teilweise passiert ist. Doch was hätten die einfachen Soldaten anders machen können? Und wie konnten sie mit dieser Schuld später leben? Dies ist ein Aspekt der Handlung. Genau so interessant finde ich die Geschichte von Hannah und ihrer Familie, die ursprünglich zufrieden mit ihren jüdischen Nachbarn wohnte. Doch durch die Machtergreifung Hitlers hat sich dort die Situation ganz leise Stück für Stück verändert. Hannah hat ihre Freundin zwar nie wirklich verraten, aber durch die Rassentrennung haben sich die beiden jungen Frauen immer weiter entfremdet. Und irgendwann war es zu spät. Dann hätte Hilfe Gefahr für die eigene Familie bedeutet. Auch das ist ein ausgesprochen brisantes Thema. Und nicht zuletzt die Situation der Menschen nach dem 2. Weltkrieg. Städte waren teilweise fast komplett zerstört. Wohnraum war äußerst knapp. Und dann kamen auch noch zwei extrem kalte Winter hinzu. Es gab kaum etwas zu essen und zu heizen. Wenn man das heute liest, fragt man sich wirklich, wie die Menschen unter diesen Voraussetzungen haben überleben können. Und wie diese Menschen es geschafft haben, unser Deutschland aufzubauen, in dem wir heute gut leben können. Und das ist die Generation unserer Eltern und Großeltern. Das Ganze ist erst gute 70 Jahre her. Eigentlich unvorstellbar!

In ihrem Nachwort gibt uns die Autorin noch sehr viel Hintergrundwissen mit an die Hand. Und was mir persönlich besonders gut gefallen hat, ist, dass sie das damalige Flüchtlingselend mit der heutigen Flüchtlingssituation vergleicht. Wenn man diese beiden Situationen vergleicht, erkennt man, dass wir nicht nur auf einem hohen, sondern sehr hohem Niveau jammern.

Ein unglaublich interessantes und wichtiges Buch, dem ich möglichst viele Leserinnen und Leser wünsche, damit sie unsere jüngere Geschichte besser verstehen können.

Melanie Jezyschek, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Schonungslos direkt und dennoch einfühlsam. Eine überwältigende Geschichte über Liebe, Hoffnung und Schuld kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, die einen nicht so schnell loslässt. Schonungslos direkt und dennoch einfühlsam. Eine überwältigende Geschichte über Liebe, Hoffnung und Schuld kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, die einen nicht so schnell loslässt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
9
1
0
0
0

Sehr toll...
von Marlene Bär aus Halle am 18.08.2018

Meiner Meinung ein sehr ergreifendes und realistisches Buch. Ich konnte mit jeder Figur mitfiebern, aber auch mitleiden. Fast so toll, wie ?Honigtot?

Ein absolut berührender Roman mit tollen Charakteren
von einer Kundin/einem Kunden aus Haselünne am 14.07.2018

Zum Inhalt: Liebe und Hoffnung in Zeiten der Not: In ihrem Roman Wie Treibholz im Sturm erzählt Daniela Ohms eine ergreifende Liebesgeschichte im ländlichen Nord-Deutschland der Nachkriegszeit. Eine winzige, unbeheizte Dachkammer auf einem Gutshof in Schleswig-Holstein ist Hannahs Zuhause, seit sie aus Hamburg evakuiert wurde. In einer einzigen Bombennacht hat sie... Zum Inhalt: Liebe und Hoffnung in Zeiten der Not: In ihrem Roman Wie Treibholz im Sturm erzählt Daniela Ohms eine ergreifende Liebesgeschichte im ländlichen Nord-Deutschland der Nachkriegszeit. Eine winzige, unbeheizte Dachkammer auf einem Gutshof in Schleswig-Holstein ist Hannahs Zuhause, seit sie aus Hamburg evakuiert wurde. In einer einzigen Bombennacht hat sie ihre gesamte Familie verloren. Als weitere Flüchtlinge nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem überfüllten Hof eintreffen, muss Hannah die Kammer teilen, und das Wunder geschieht: Der halb verhungerte Soldat Moritz reißt sie aus ihrer Lethargie. Mit ihm sammelt sie Treibholz am Strand, um zu heizen. Mit ihm zusammen will sie den Hungerwinter, der in Schleswig-Holstein herrscht und den Flüchtlingen schwer zusetzt, überleben. Doch als sie sich näherkommen und beginnen, sich ihre Geschichten zu erzählen, muss Hannah erfahren, dass Moritz nicht bleiben kann. Eine dramatisch-anrührende Liebesgeschichte aus Deutschlands früher Nachkriegszeit, die das Schicksal jener zeigt, die nach Krieg, Flucht und Evakuierung Schritt für Schritt in ein neues Leben gehen. Zur Autorin: Daniela Ohms wurde 1978 in Rheda-Wiedenbrück in NRW geboren. Sie ist in Westfalen auf einem Bauernhof aufgewachsen, zwischen Natur und Tieren in einem riesigen Haus, auf dessen Dachboden sich die Familiengeschichte von 500 Jahren finden ließ. So ist es kein Wunder, dass sie bereits in ihrer Jugend mit dem Schreiben begann. Später studierte sie Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Geschichte und Psychologie. Heute lebt die Autorin mit Mann und Kindern in Berlin. Meine Meinung: Ich habe ja im letzten Jahr auch das Debüt der Autorin gelesen, welches mir schon sehr gut gefallen hat. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass es einen neuen Roman der Autorin gibt. Freundlicherweise wurde mir das Buch zu Rezensionszwecken vom Verlag zur Verfügung gestellt. Zum Cover möchte ich sagen, dass es optisch auch sehr gut zu dem 1. Roman der Autorin passt. Das Cover selbst gefällt mir auch sehr gut. Ich finde es passend und stimmig. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist trotz der ernsten Thematik recht flüssig. Die Autorin schafft es einfach auch immer, dem Leser die Charaktere sehr nahe zu bringen. Die letzten 100 Seiten haben mich nochmal mehr berührt, so dass die Autorin es sogar geschafft hat, mich zum Weinen zu bringen, was beim Lesen eher selten bei mir der Fall ist. Alles in allem kann ich hier nur eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es trotz der recht vielen Seiten recht schnell weg gelesen. Die Charaktere konnten mein Herz absolut berühren, so dass ich hier nichts anderes als die vollen 5 Sterne geben kann und möchte. Ich freue mich schon jetzt auf hoffentlich weitere Bücher der Autorin. 5 von 5 Sternen Cover, Buchinfos und Klappentext: ©Knaur Verlag Autoreninfos: ©Knaur Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt Beitragsbild: ©Pixabay.com

Wie Treibholz im Sturm
von Sabine aus Köln am 01.07.2018

Das neue Buch von Daniela Ohms war anders und hatte nicht so einen starken Sog auf mich wie "Winterhonig", trotzdem aber war die Geschichte eindringlich, dicht erzählt und voller Atmosphäre. Der Klappentext könnte einen denken lassen, es handelt sich um eine rührige Liebesgeschichte im Nachkriegsdeutschland, doch ich habe das ganz... Das neue Buch von Daniela Ohms war anders und hatte nicht so einen starken Sog auf mich wie "Winterhonig", trotzdem aber war die Geschichte eindringlich, dicht erzählt und voller Atmosphäre. Der Klappentext könnte einen denken lassen, es handelt sich um eine rührige Liebesgeschichte im Nachkriegsdeutschland, doch ich habe das ganz anders empfunden. Ja ? es gibt auch eine Liebesgeschichte, aber vielmehr steht für mich die Frage der Schuld im Mittelpunkt. Wer hat Schuld am ganzen Kriegsgeschehen, am Leid, das gerade an der Front unbeschreiblich ist, in den Lazaretten, aber auch bei den Hinterbliebenen, die in Schutt und Asche um ihr Leben kämpfen, Hungersnöte und Kälte zu überstehen versuchen; ist mal als Mitläufer nicht auch schuldig oder kann man sich darauf zurückziehen, nur Befehlen gefolgt zu sein; jeder geht anders mit seinem Erlebten um, den einen zerfrisst die Schuld, andere überspielen sie mit bitteren Scherzen, wieder andere schweigen sich aus und versuchen zu vergessen. Neben Hannah, die nach Schleswig-Holstein auf einen Gutshof evakuiert wurde, nachdem sie ihre ganze Familie verloren hat, stehen im Mittelpunkt noch drei Soldaten, mit denen sie sich eine kleine Dachkammer teilt. Nach anfänglichem Misstrauen und Unsicherheit, entwickelt sich zwischen den ungleichen Menschen langsam so etwas wie Freundschaft, bis sie alle von ihren unterschiedlichen Vergangenheiten eingeholt werden. Die Geschichte ist sehr ruhig und obwohl es doch viel Schreckliches zu berichten gibt, bleibt die Erzählung leise, dafür aber umso eindringlicher. Sie gibt erschreckende Einblicke in die Nachkriegszeit, was die überlebende Bevölkerung durchmachen musste, wie sie um ihr Überleben hart kämpften. Nur langsam hat sich eine subtile Spannung aufgebaut, und ich muss gestehen, dass mir gerade die erste Hälfte des Buches doch ein wenig zu ruhig war. Dabei sind die Charaktere wirklich großartig gezeichnet ? sehr differenziert und fernab jeglicher Klischees, mit Ecken und Kanten, so dass sie sehr authentisch wirkten. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hauptsächlich steht dabei Hannah im Mittelpunkt. Es gibt aber immer wieder auch Abschnitte, in denen in die Vergangenheit geblickt wird, was einzelne Soldaten im Krieg an der Front erlebt haben; außerdem gibt es Tagebucheinträge, die das Geschehen nochmal aus einer anderen Sicht erzählen. So erhält man als Leser nach und nach ein umfassendes Bild ? doch trotz des umfassendes Blicks auf die Dinge steht es mir nicht zu, ein Verhalten zu bewerten oder gar ein ?Urteil? zu fällen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, sehr dicht und voller Atmosphäre. An manchen Stellen war mir die Erzählweise ein wenig zu langatmig, trotzdem waren die Beschreibungen fantastisch und authentisch und vor meinen Augen sind viele Bilder entstanden ? jetzt habe ich ein sehr konkretes Bild vom Nachkriegsdeutschland vor Augen. Im Nachwort geht die Autorin auf die Idee zu diesem Roman ein ? und interessant finde ich die Parallele zu den aktuellen Flüchtlingsproblemen. Insgesamt ist auch dieses Buch wieder sehr gelungen, auch wenn es mir trotz aller Eindringlichkeit und Atmosphäre an manchen Stellen zu ruhig und langatmig war. Ich gebe 4 von 5 Sternen und empfehle es allen, die sich für diesen Zeitabschnitt Deutschlands interessieren. Mein Fazit Eine eindringlich und dicht erzählte Geschichte, die ein sehr gutes Bild des Nachkriegsdeutschlands zeichnet; dabei steht die Liebesgeschichte gar nicht so sehr im Vordergrund, vielmehr die Schuldfrage der Soldaten, aber auch die der Hinterbliebenen. Nachdem mir die erste Hälfte ein wenig zu ruhig war, baut sich in der zweiten dann eine subtile Spannung auf ? und ab da habe ich mich auch angekommen im Buch gefühlt. Ich gebe 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch auf jeden Fall an Interessierte weiter.