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Wenn wir wieder leben

Roman

(70)
Eine tragische Familiengeschichte und die Geschichte einer großen Liebe, die ins Nazideutschland zurückführt
Der neue große historische Roman von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth
Das vornehme Ostseebad Zoppot bei Danzig in den 1920er Jahren. Hier herrschen überschäumende Lebenslust und unbeschwerte Sommerfrische.
Die vier Freunde Lore, Gundi, Julius und Erik erfreuen die Kurgäste mit flotten Rhythmen und eingängigen Melodien und träumen vom Durchbruch als Musiker.
Bald ist ihnen tatsächlich Erfolg beschieden, auf dem Luxusschiff Wilhelm Gustloff befahren sie die Meere – und ignorieren, dass sich die Zeiten schon lange geändert haben. Gundi verliebt sich in den Sänger Tadek, aber dann überfällt Hitler Polen, und Tadek schließt sich dem Widerstand gegen die Nazi-Besatzer an: Das Ende einer großen Liebe?
Rezension
"Einfach toll wegen der starken, lebendigen Frauencharaktere. Und weil Bestsellerautorin Charlotte Roth einfühlsame und kluge Fragen nach Schuld und Vergebung stellt." Für Sie, 18.06.2018
Portrait
Roth, Charlotte
Charlotte Roth, Jahrgang 1965, ist Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit zehn Jahren freiberuflich als Autorin tätig. Charlotte Roth hat Globetrotter-Blut und zieht mit Mann und Kindern durch Europa, hält an ihrem Koffer in Berlin aber unverbrüchlich fest. Sie lebt heute in London, liebt aber Berlin über alles. Ihr Debüt, "Als wir unsterblich waren", war ein Bestseller, dem seitdem zahlreiche weitere Romane über Frauenschicksale vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte folgten.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 02.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-52030-7
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,4/3,2 cm
Gewicht 405 g
Verkaufsrang 8.716
Buch (Taschenbuch)
10,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Charlotte Roth hat es geschafft einen schwierigen Teil der Geschichte mit Wanda und Matti persönlich werden zu lassen. Das Ende der Geschichte war dann wirklich unerwartet. Charlotte Roth hat es geschafft einen schwierigen Teil der Geschichte mit Wanda und Matti persönlich werden zu lassen. Das Ende der Geschichte war dann wirklich unerwartet.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Schön und spannend geschriebene Familiengeschichte. Lohnt sich! Schön und spannend geschriebene Familiengeschichte. Lohnt sich!

„Gegen das Schweigen“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

In ihrem neuen historischen Roman widmet sich Charlotte Roth der Frage nach der unserer Herkunft. Wanda wäre heute 75 Jahre alt. Als sie als junge Studentin von ihrer Mutter wissen will, was ihre Familie unter den Nationalsozialisten gemacht hat, hüllt diese sich in Schweigen. Wanda kann dieses Schweigen nicht akzeptieren und macht sich in Gdansk/ Zoppot auf die Suche nach jemanden, der sich erinnert. Dabei spürt sie dem Schicksal von vier jungen Menschen: Gundi, Julius, Lore und Erik auf, die zu spät merkten, wie der sinnlose Krieg ihre Jugend und Unbeschwertheit jäh beendete. Wird Wanda mehr über ihre Mutter und deren Rolle während des Krieges erfahren? Feinfühlig stellt Charlotte Roth Fragen nach Schuld und Vergebung auf, ohne dabei zu verurteilen. Die beiden Handlungsstränge – so viel sei an dieser Stelle verraten – werden zu einem überraschenden Ende zusammengeführt. Eine echte Leseempfehlung!
Zu empfehlen ist dieser akribisch recherchierte, eindrucksvolle Roman jungen Erwachsenen, die mehr über das Ende des nationalsozialistischen Deutschlands und das Leben ihrer Großeltern und Eltern erfahren möchten.



In ihrem neuen historischen Roman widmet sich Charlotte Roth der Frage nach der unserer Herkunft. Wanda wäre heute 75 Jahre alt. Als sie als junge Studentin von ihrer Mutter wissen will, was ihre Familie unter den Nationalsozialisten gemacht hat, hüllt diese sich in Schweigen. Wanda kann dieses Schweigen nicht akzeptieren und macht sich in Gdansk/ Zoppot auf die Suche nach jemanden, der sich erinnert. Dabei spürt sie dem Schicksal von vier jungen Menschen: Gundi, Julius, Lore und Erik auf, die zu spät merkten, wie der sinnlose Krieg ihre Jugend und Unbeschwertheit jäh beendete. Wird Wanda mehr über ihre Mutter und deren Rolle während des Krieges erfahren? Feinfühlig stellt Charlotte Roth Fragen nach Schuld und Vergebung auf, ohne dabei zu verurteilen. Die beiden Handlungsstränge – so viel sei an dieser Stelle verraten – werden zu einem überraschenden Ende zusammengeführt. Eine echte Leseempfehlung!
Zu empfehlen ist dieser akribisch recherchierte, eindrucksvolle Roman jungen Erwachsenen, die mehr über das Ende des nationalsozialistischen Deutschlands und das Leben ihrer Großeltern und Eltern erfahren möchten.



„Spannende Reise“

Anett Nestler, Thalia-Buchhandlung Peine

Charlotte Roth's Geschichtsreisen sind immer etwas Besonderes. Wie auch schon in ihren anderen Büchern ist ein Stück Geschichte mit einem Familienschicksal verknüpft. Diesmal geht die Reise nach Zoppot, einem Seebad bei Danzig. Eine Gruppe von lebenslustigen jungen Menschen träumt davon Musiker zu werden. Ihr Traum wird erfüllt, doch der Preis ist hoch. Die Geschichte hat viel zu bieten, doch leider agieren die Figuren nanchmal etwas zu stur und extrem. Und manche interessanten Figuren verlaufen im Sand. Trotzdem Unterhaltung pur. Charlotte Roth's Geschichtsreisen sind immer etwas Besonderes. Wie auch schon in ihren anderen Büchern ist ein Stück Geschichte mit einem Familienschicksal verknüpft. Diesmal geht die Reise nach Zoppot, einem Seebad bei Danzig. Eine Gruppe von lebenslustigen jungen Menschen träumt davon Musiker zu werden. Ihr Traum wird erfüllt, doch der Preis ist hoch. Die Geschichte hat viel zu bieten, doch leider agieren die Figuren nanchmal etwas zu stur und extrem. Und manche interessanten Figuren verlaufen im Sand. Trotzdem Unterhaltung pur.

Wollberg Nina-Verena, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Ich bin von nahezu jedem Buch der Autorin begeistert, aber dieses ist ihr bestes bislang! Danzig und Zoppot sind einfach gut beschrieben und die ganze Geschichte sehr spannend! TOP Ich bin von nahezu jedem Buch der Autorin begeistert, aber dieses ist ihr bestes bislang! Danzig und Zoppot sind einfach gut beschrieben und die ganze Geschichte sehr spannend! TOP

Larissa Stoff, Thalia-Buchhandlung Düren

Ein neue tragisch schöne Familiengeschichte von Charlotte Roth. Und wieder einmal konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, so bewegt war ich von Gundis und Wandas Geschichte! Ein neue tragisch schöne Familiengeschichte von Charlotte Roth. Und wieder einmal konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, so bewegt war ich von Gundis und Wandas Geschichte!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Eine Lebensgeschichte verpackt in einen Schmöker der von der ersten Seite in den Bann zieht. Unterhaltung mit Hintergrund. Eine Lebensgeschichte verpackt in einen Schmöker der von der ersten Seite in den Bann zieht. Unterhaltung mit Hintergrund.

Ingeborg Hense, Thalia-Buchhandlung Soest

Charlotte Roth schafft es immer wieder, einem ein Stück deutsche Geschichte nahezubringen. Erschütternd. Charlotte Roth schafft es immer wieder, einem ein Stück deutsche Geschichte nahezubringen. Erschütternd.

Anja Cordes, Thalia-Buchhandlung Neuss

Ein packender Familienroman, der in Zoppot an der Ostsee spielt. Gundi muss sich zw. zwei Männern entscheiden u. während des 2. Weltkrieges flüchten. Bis zum Ende absolut fesselnd! Ein packender Familienroman, der in Zoppot an der Ostsee spielt. Gundi muss sich zw. zwei Männern entscheiden u. während des 2. Weltkrieges flüchten. Bis zum Ende absolut fesselnd!

„Morgen am Meer“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Charlotte Roth ist für mich ein absolutes Phänomen. Jedes Jahr im Sommer kommt seit 2014 ein neuer Roman von ihr heraus. Und häufig noch ein weiteres im Herbst, welches dann unter einem anderen Pseudonym erscheint. Ich bin bisher noch von keinem ihrer Bücher enttäuscht worden. Immer wieder sind es spannend erzählte, interessante Geschichten, und ich lerne jedes Mal etwas Neues über die jüngere Geschichte kennen. Nun sollte man meinen, dass das keine große Kunst sei. Autoren haben ja genug Zeit zum Schreiben. Aber dabei wird gerne vergessen, dass nur die wenigsten Autoren allein von ihren Büchern leben können. Charlotte Roth hat z. B. noch eine feste Arbeitsstelle in einem Museum und eine Familie zu versorgen. Ich frage mich immer wieder, woher sie diese Energie nimmt. Chapeau!

Nachdem wir uns in ihrem letzten Roman hauptsächlich in Frankreich aufgehalten habe („Bis wieder ein Tag erwacht“), nimmt sie uns dieses Mal mit nach Danzig und Zoppot. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich am Anfang des Buches sehr überrascht. Es beginnt nämlich nicht in den 20er oder 30er Jahren in Danzig, sondern 1963 in Berlin. Wanda, eine junge Frau, die an der Berliner Universität auf Lehramt studiert, lernt in der Mensa den ausgesprochen interessanten Studenten Andras kennen – ein junger Mann, der sie durch seine ungewohnte Art gleichzeitig anzieht und abstößt. Es stellt sich heraus, dass Andras ein ganz großes Thema hat. Er möchte, dass die Deutschen sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Er selbst ist Halbjude und hat allein mit seiner Mutter überlebt. Durch die Gespräche mit ihm fängt Wanda an, Zuhause nach ihrer Geschichte zu fragen. Und sie stößt an eine absolute Mauer des Schweigens. Ihr selbst war gar nicht wirklich bewusst, dass sie zum einen gar nicht in Berlin geboren wurde, sondern 1944 in Zoppot, und zum anderen die Familienkonstellation eine ganz ungewöhnliche ist.

Dann springt die Geschichte im 2. Teil ins Jahr 1927 nach Danzig und Zoppot. Wir lernen endlich Gundi kennen, eine junge Frau, die von ihrem geliebten Großvater, genannt Pop, aufgezogen wird. Sie liebt ihren Großvater über alles. Jedes Wochenende fahren sie gemeinsam von Danzig nach Zoppot zu der Tante Karl, mit der ihr Großvater ein Bratkartoffelverhältnis hat. Ihre drei großen Lieben sind ihr Pop, Zoppot und Musik. Mehr braucht sie nicht im Leben. Zusammen mit ihrer Halbschwester Lore und den beiden Jungs Julius und Erik gründet sie eine Band, die sich die Piroggen nennt. Ihr großer Traum ist es Karriere zu machen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, doch peu a´peu geht es bergauf. Die Autorin springt in ihrer Handlung zwischen diesen beiden Zeiten hin und her, wobei die Haupthandlung die Handlung ist, die im Klappentext fast schon zu ausführlich beschrieben wurde.

Mich hat dieses Buch auf mehrerlei Weise sehr fasziniert. Zum einen der Handlungsstang, der 1963/1964 spielt. Mir war gar nicht bewusst, dass in dieser Zeit die Zeit des 3. Reiches fast komplett verschwiegen wurde. „Nun muss doch langsam auch mal gut sein!“ hieß es immer wieder. Die Erwachsenen lebten ihr Leben, als ob nichts passiert war. Die sogenannten Persilscheine haben viele Menschen von ihrer Schuld reingewaschen. Doch was haben die Eltern und Großeltern der Menschen, die Anfang der 60er Jahre erwachsen geworden sind, wirklich in der dunklen Zeit gemacht? Haben Sie einmal ihre Großeltern oder Eltern gefragt? Ich habe es bei meinen Großeltern nicht gewagt. Jetzt ist es zu spät, aber ich frage mich wirklich, ob ich es hätte wissen möchten, und ob meine Liebe speziell zu meiner Großmutter, die ich über alles geliebt habe, Schaden genommen hätte? Wanda, die Hauptperson dieses Handlungsstrangs hat es gewagt. Und sie hat alles dafür riskiert, um die Wahrheit zu erfahren.

Ich selbst bin erst 1963 geboren worden. Und ich meine, dass dieses Thema in meiner Zeit schon viel in Kinderbüchern, die ich gelesen habe, thematisiert wurde. Allerdings erinnere ich mich, dass die Fernsehserie „Holocaust“, die uns von der Schule aus empfohlen wurde, mich als 15 jähriges Mädchen furchtbar erschreckt und in gewissem Sinne auch traumatisiert hatte. Ich konnte sie damals zur Erstausstrahlung nicht komplett ansehen. Allerdings wurde spätestens da mein Interesse für diese Zeit geweckt.

Zum anderen hat Charlotte Roth mir Danzig und Zoppot nahegebracht. Dies ist nicht mein erster Roman, der sich mit der schwierigen Situation Danzigs nach dem 1. Weltkrieg auseinandersetzt. Aber so gut wie Charlotte Roth hat es noch niemand geschafft, mir diese Problematik zwischen den Deutschen und den Polen nahezubringen. Mir war nicht bewusst, dass die Nationalsozialisten nicht nur die Juden, sondern auch die Polen vernichten wollten. Eine Thematik, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter zuspitzt. Und so ganz nebenbei hat sie den Charme der damaligen Zeit auferstehen lassen. Die Sprache, die die Menschen damals gesprochen haben – einfach herrlich!

Und drittens die Geschichte von Gundi. Gundi ist eine junge, nicht sehr gebildete junge Frau, die politisch total uninteressiert ist. Ihr Großvater hat alles Böse von ihr ferngehalten, obwohl er selbst Arbeiter auf einer Werft war und dort schwierige Zeiten durchmachen musste. Gundi ist mir während der ganzen Geschichte nicht wirklich sympathisch gewesen. Aber sie hat mich dennoch fasziniert. Denn so wie sie durch das Leben gelaufen ist, mit Scheuklappen, so haben es sicherlich ganz viele Menschen damals gemacht. Und vielleicht ist sie mir gerade deshalb so unsympathisch, weil ich mich selbst teilweise in ihr wiederentdecke!? Auch heute leben wir leider wieder in einer Zeit, in der es schwerfällt, eine eindeutige Stellung zu beziehen. Wie häufig machen wir die Augen zu und sagen, dass es schon nicht so schlimm sei. Oder sagen sogar, dass die Mitglieder einer gewissen Partei doch gar nicht so unrecht haben. Doch was kann daraus entstehen? Gundi hat es auf die harte Tour lernen müssen. Hoffen wir, dass es uns nicht auch noch einmal so geht!

Ein spannendes Buch, was mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat.
Charlotte Roth ist für mich ein absolutes Phänomen. Jedes Jahr im Sommer kommt seit 2014 ein neuer Roman von ihr heraus. Und häufig noch ein weiteres im Herbst, welches dann unter einem anderen Pseudonym erscheint. Ich bin bisher noch von keinem ihrer Bücher enttäuscht worden. Immer wieder sind es spannend erzählte, interessante Geschichten, und ich lerne jedes Mal etwas Neues über die jüngere Geschichte kennen. Nun sollte man meinen, dass das keine große Kunst sei. Autoren haben ja genug Zeit zum Schreiben. Aber dabei wird gerne vergessen, dass nur die wenigsten Autoren allein von ihren Büchern leben können. Charlotte Roth hat z. B. noch eine feste Arbeitsstelle in einem Museum und eine Familie zu versorgen. Ich frage mich immer wieder, woher sie diese Energie nimmt. Chapeau!

Nachdem wir uns in ihrem letzten Roman hauptsächlich in Frankreich aufgehalten habe („Bis wieder ein Tag erwacht“), nimmt sie uns dieses Mal mit nach Danzig und Zoppot. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich am Anfang des Buches sehr überrascht. Es beginnt nämlich nicht in den 20er oder 30er Jahren in Danzig, sondern 1963 in Berlin. Wanda, eine junge Frau, die an der Berliner Universität auf Lehramt studiert, lernt in der Mensa den ausgesprochen interessanten Studenten Andras kennen – ein junger Mann, der sie durch seine ungewohnte Art gleichzeitig anzieht und abstößt. Es stellt sich heraus, dass Andras ein ganz großes Thema hat. Er möchte, dass die Deutschen sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Er selbst ist Halbjude und hat allein mit seiner Mutter überlebt. Durch die Gespräche mit ihm fängt Wanda an, Zuhause nach ihrer Geschichte zu fragen. Und sie stößt an eine absolute Mauer des Schweigens. Ihr selbst war gar nicht wirklich bewusst, dass sie zum einen gar nicht in Berlin geboren wurde, sondern 1944 in Zoppot, und zum anderen die Familienkonstellation eine ganz ungewöhnliche ist.

Dann springt die Geschichte im 2. Teil ins Jahr 1927 nach Danzig und Zoppot. Wir lernen endlich Gundi kennen, eine junge Frau, die von ihrem geliebten Großvater, genannt Pop, aufgezogen wird. Sie liebt ihren Großvater über alles. Jedes Wochenende fahren sie gemeinsam von Danzig nach Zoppot zu der Tante Karl, mit der ihr Großvater ein Bratkartoffelverhältnis hat. Ihre drei großen Lieben sind ihr Pop, Zoppot und Musik. Mehr braucht sie nicht im Leben. Zusammen mit ihrer Halbschwester Lore und den beiden Jungs Julius und Erik gründet sie eine Band, die sich die Piroggen nennt. Ihr großer Traum ist es Karriere zu machen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, doch peu a´peu geht es bergauf. Die Autorin springt in ihrer Handlung zwischen diesen beiden Zeiten hin und her, wobei die Haupthandlung die Handlung ist, die im Klappentext fast schon zu ausführlich beschrieben wurde.

Mich hat dieses Buch auf mehrerlei Weise sehr fasziniert. Zum einen der Handlungsstang, der 1963/1964 spielt. Mir war gar nicht bewusst, dass in dieser Zeit die Zeit des 3. Reiches fast komplett verschwiegen wurde. „Nun muss doch langsam auch mal gut sein!“ hieß es immer wieder. Die Erwachsenen lebten ihr Leben, als ob nichts passiert war. Die sogenannten Persilscheine haben viele Menschen von ihrer Schuld reingewaschen. Doch was haben die Eltern und Großeltern der Menschen, die Anfang der 60er Jahre erwachsen geworden sind, wirklich in der dunklen Zeit gemacht? Haben Sie einmal ihre Großeltern oder Eltern gefragt? Ich habe es bei meinen Großeltern nicht gewagt. Jetzt ist es zu spät, aber ich frage mich wirklich, ob ich es hätte wissen möchten, und ob meine Liebe speziell zu meiner Großmutter, die ich über alles geliebt habe, Schaden genommen hätte? Wanda, die Hauptperson dieses Handlungsstrangs hat es gewagt. Und sie hat alles dafür riskiert, um die Wahrheit zu erfahren.

Ich selbst bin erst 1963 geboren worden. Und ich meine, dass dieses Thema in meiner Zeit schon viel in Kinderbüchern, die ich gelesen habe, thematisiert wurde. Allerdings erinnere ich mich, dass die Fernsehserie „Holocaust“, die uns von der Schule aus empfohlen wurde, mich als 15 jähriges Mädchen furchtbar erschreckt und in gewissem Sinne auch traumatisiert hatte. Ich konnte sie damals zur Erstausstrahlung nicht komplett ansehen. Allerdings wurde spätestens da mein Interesse für diese Zeit geweckt.

Zum anderen hat Charlotte Roth mir Danzig und Zoppot nahegebracht. Dies ist nicht mein erster Roman, der sich mit der schwierigen Situation Danzigs nach dem 1. Weltkrieg auseinandersetzt. Aber so gut wie Charlotte Roth hat es noch niemand geschafft, mir diese Problematik zwischen den Deutschen und den Polen nahezubringen. Mir war nicht bewusst, dass die Nationalsozialisten nicht nur die Juden, sondern auch die Polen vernichten wollten. Eine Thematik, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter zuspitzt. Und so ganz nebenbei hat sie den Charme der damaligen Zeit auferstehen lassen. Die Sprache, die die Menschen damals gesprochen haben – einfach herrlich!

Und drittens die Geschichte von Gundi. Gundi ist eine junge, nicht sehr gebildete junge Frau, die politisch total uninteressiert ist. Ihr Großvater hat alles Böse von ihr ferngehalten, obwohl er selbst Arbeiter auf einer Werft war und dort schwierige Zeiten durchmachen musste. Gundi ist mir während der ganzen Geschichte nicht wirklich sympathisch gewesen. Aber sie hat mich dennoch fasziniert. Denn so wie sie durch das Leben gelaufen ist, mit Scheuklappen, so haben es sicherlich ganz viele Menschen damals gemacht. Und vielleicht ist sie mir gerade deshalb so unsympathisch, weil ich mich selbst teilweise in ihr wiederentdecke!? Auch heute leben wir leider wieder in einer Zeit, in der es schwerfällt, eine eindeutige Stellung zu beziehen. Wie häufig machen wir die Augen zu und sagen, dass es schon nicht so schlimm sei. Oder sagen sogar, dass die Mitglieder einer gewissen Partei doch gar nicht so unrecht haben. Doch was kann daraus entstehen? Gundi hat es auf die harte Tour lernen müssen. Hoffen wir, dass es uns nicht auch noch einmal so geht!

Ein spannendes Buch, was mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat.

Franziska Zeuch, Thalia-Buchhandlung Baunatal

Jedes Jahr beschert mir die liebe Charlotte Roth mein Lesehighlight! Ich liebe ihren Schreibstil und die tollen Charaktere, die sie erschafft. Unbedingt lesen!!! Jedes Jahr beschert mir die liebe Charlotte Roth mein Lesehighlight! Ich liebe ihren Schreibstil und die tollen Charaktere, die sie erschafft. Unbedingt lesen!!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
70 Bewertungen
Übersicht
37
22
7
3
1

Wenn wir wieder leben
von Svanvithe am 02.10.2018

?Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Wenn Menschenfeinde aufmarschieren, müssen wir eine Zeit lang aufhören, Schneider, Buchhalter und Musiker zu sein, und zusammen zur Mauer werden, an der Verbrecher abprallen. Darum kämpfen, wieder zu leben. Unser richtiges Leben.? Berlin 1963. Die neunzehnjährige Wanda hat bisher ein unbeschwertes und beständiges... ?Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Wenn Menschenfeinde aufmarschieren, müssen wir eine Zeit lang aufhören, Schneider, Buchhalter und Musiker zu sein, und zusammen zur Mauer werden, an der Verbrecher abprallen. Darum kämpfen, wieder zu leben. Unser richtiges Leben.? Berlin 1963. Die neunzehnjährige Wanda hat bisher ein unbeschwertes und beständiges Leben geführt. Keines, in dem das Geld reichlich fließt, aber es geht ihr und ihrer Familie, die aus Mutter, genannt Matti, Tante Lore und den Schwestern Vera und Ariane besteht, gut. Zudem ist sie privilegiert: sie darf studieren. Mit ihrem offenen, den Menschen zugewandten Wesen findet sie schnell Freunde. Als sie eines Tages Andras kennenlernt, ist die bisherige Gleichmut ihres Daseins vorbei, denn der streitbare junge Mann, der im Holocaust Mitglieder seiner jüdischen Familie verloren hat und sich vehement für die Opfer des Naziregimes einsetzt, gibt ihr eine harte Nuss zu knacken: Warum hat es sie eigentlich nie interessiert, wo sie herstammt, wo ihre Wurzeln liegen? Warum wird in ihrer Familie nie darüber gesprochen? Hat diese womöglich in den Zeiten des Krieges Schuld auf sich geladen und versucht, wie viele andere einen Mantel des Schweigens darüber zu legen? Wanda lässt nicht locker und akzeptiert die wenigen, ausweichenden und vertröstenden Antworten nicht. Als sie ein erschütternder Schicksalsschlag trifft, muss sie sich selbst auf die Reise nach Polen an den Ort ihrer Geburt begeben, um die Schatten, die über der Vergangenheit liegen, lüften zu können... In den Zwanziger Jahren genießen Gundi, Lore, Julius und Erik in Danzig und dem angrenzenden Ostseebad Zoppot ihre Jugend und die Sommerfrische und träumen von einer Karriere als Musiker. Sie wollen anderen Menschen Freude bringen und mit beschwingten Melodien unterhalten. Eine entsprechende Tanzkapelle haben sie bereits, indes der Erfolg will sich für ?Die Piroggen? noch nicht richtig einstellen. Danzig wird vom internationalen Völkerbund verwaltet, die Nazis haben in der Stadt, in der Deutsche und Polen relativ problemlos zusammenleben, bislang nichts zu melden. Doch ziehen bereits erste dunkle Wolken auf. Aber das interessiert Gundi Sonnenschein ? wie sie von allen genannt wird ? nicht. Sie ist das glücklichste Kind von der Ostsee. Auch ohne Vater und Mutter, dafür verwöhnt vom heiß geliebten Großvater Pop und Tante Karl, nimmt sie das Leben leicht, redet sich die Welt schön, und keiner kann sich ihrem überschäumenden Gemüt und ihrer schwingenden Sinnlichkeit entziehen und ihr lange böse sein. Als Gundi und ?Die Piroggen? mit dem Lied ?Morgen am Meer? ihren Durchbruch haben und zu einer bekannten Größe avancieren, dauert es nicht lange und sie fallen auch der ortsansässigen erstarkenden NSDAP ins Auge. Deren Gauleiter Forster ist in das Lied verliebt und protegiert ?Die vier aus Zoppot?, wie sie inzwischen heißen, bis hin zu Auftritten auf der ?Wilhelm Gustloff?, einem Kreuzfahrtschiff des von den Nazis kreierten ?Kraft durch Freude?-Programms. Dort begegnet Gundi, zwischenzeitlich mit Julius verheiratet und Mutter einer Tochter, dem Sänger Tadek und der wahren Liebe, um die sie kämpfen muss, als Polen von Hitlers Deutschland überfallen wird und Tadek sich dem Widerstand anschließt. Zu welchen Opfern ist sie für die Erfüllung ihrer Sehnsüchte bereit? Charlotte Roth überzeugt mit ?Wenn wir wieder leben? mit einer meisterhaften Geschichte, die nicht nur kraftvoll, sondern auch mit Gedankentiefe, Emotionalität und einer Botschaft erzählt wird. Durch ihren respektvollen Umgang mit der Vergangenheit, gelingt es der Autorin, mit ihrem Werk dem sich breit machenden Vergessen ein Erinnern entgegenzusetzen, das neben innigen, ergreifenden, traurigen und wütend machenden Momenten auch ungemein viel Hoffnung Humanität und Liebe offenbart. Wortkonstrukte und Satzgesänge lassen unschwer die Autorin erkennen. Ihrem herausragende, bilderreichen, manchmal auch larmoyanten Schreibstil, der gleichermaßen zu Tränen rührt und einen lächeln lässt, wohnt ein einzigartiger Zauber inne, der nur in ihren Romanen zu finden ist. Erhöht wird der Lesegenuss dadurch, dass die Autorin es gekonnt versteht, dem Geschehen durch die Verwendung von Begriffen und Redewendungen des im Danziger Raum gesprochenen Missingsch zusätzliche Atmosphäre zu verleihen. In den Figuren von Charlotte Roth steckt enormes Herzblut. Sie lotet deren charakterliches Potential aus, erspart ihnen nichts, heischt kein Wohlwollen ein, sondern lässt sie durchaus zum Unverständnis aller agieren. So erzeugt sie eine markante Lebensnähe, die nichts beschönigt. Deutlich wird dies insbesondere an Gundi, die mit ihrem Verhalten, ihrer politischen Unwissenheit und dem damit einhergehenden Desinteresse, ihrer Sorglosigkeit und starken, rücksichtslos scheinenden Sehnsucht nach Liebe nicht immer Sympathiepunkte sammelt, weil sie in der privaten kleinen Welt nicht über den Tellerrand schaut und die Auswirkungen auf die Ereignisse um sie herum begreift. Nicht rechtzeitig zumindest... Es ist Charlotte Roths persönlichstes Buch, wie sie im Nachwort erklärt. Weil Danzig und seine Menschen Teil ihrer eigenen Familiengeschichte sind. Und weil es wichtig ist, in dieser Zeit die Stimme zu erheben. Gut, dass sie es geschrieben hat.

?Vergessen wollen? wird in der nächsten Generation zu ?nicht wissen wollen?
von einer Kundin/einem Kunden aus Leonberg am 24.09.2018

In ihrem Roman ?Wenn wir wieder leben? begibt sich die Autorin Charlotte Roth nach Danzig und ins benachbarte Seebad Zopot. Sie nimmt die Leser*in auch ein Stück weit mit in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie und bringt die wechselhafte Geschichte der Stadt Danzig, die im Zentrum des Ausbruchs des... In ihrem Roman ?Wenn wir wieder leben? begibt sich die Autorin Charlotte Roth nach Danzig und ins benachbarte Seebad Zopot. Sie nimmt die Leser*in auch ein Stück weit mit in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie und bringt die wechselhafte Geschichte der Stadt Danzig, die im Zentrum des Ausbruchs des 2. Weltkriegs stand, auf verständliche Weise näher. Zumindest ich hatte bisher zwar verstanden, dass Danzig besonders wichtig war, aber die Vorgeschichte der Region zwischen Polen und Deutschland wurde mir erst durch diesen Roman bewusst. Charlotte Roth erzählt die Geschichte der jungen Studentin Wanda, die sich im Jahr 1963 in Berlin beginnt Fragen zu stellen, was ihre Familie in der Vergangenheit durchlebt hat und wie sie nach Berlin gelangt ist. So führt der andere Erzählstrang ins Jahr 1927 in Danzig und ins Ostseebad Zoppot. Gundi erlebt eine glückliche Kindheit bei ihrem Großvater Pop, wo sie viel Liebe empfängt und viele Freiheiten genießt. Mit ihrer Halbschwester Lore und zwei Jungs, Erik und Julius gründet sie mit 17 Jahren eine Band. Der rote Faden der Geschichte ist der Aufstieg der Band, bzw. der Kapelle und die Suche nach dem ultimativen Lied, das Gundi zu schreiben verspricht. Ohne zu viel vom Inhalt vorweg zu nehmen, kann man erwarten, dass der Nationalsozialismus natürlich in Zoppot und Danzig seine Spuren hinterlässt. Gundi, Lore, Erik und Julius führen lange ein relativ sorgloses Leben, wollen die Entwicklungen nicht sehen oder profitieren davon, ohne direkt offensichtlich Böses zu tun. Durch den Wechsel der beiden Zeitstränge, die oft mit einem Cliffhanger enden, wird man als Leser immer wieder motiviert, weiter zu lesen. Die Handlung wird vor allem in der zweiten Hälfte des Romans zunehmend spannender. Das letzte Drittel habe ich fast am Stück gelesen. Obwohl mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat, bin ich mit den meisten Protagonisten nicht wirklich warm geworden. Die Hauptfigur Gundi weist alle Charaktereigenschaften auf, die ich in meinem Leben verachte. Gundi ist naiv, narzisstisch, nutzt andere Menschen sowohl emotional als auch in alltäglichen Situationen aus. Sie hat eigentlich nichts gelernt und erwartet eher ein Wunder, als dass sie bereit ist, richtig hart zu arbeiten. Aber vielleicht gerade weil es im wirklichen Leben durchaus solche Menschen gibt, mit deren Marotten man zu kämpfen hat, fand ich das Buch sehr realistisch. Auch die Thematik des Hinterfragens, was die eigene Familie in der Zeit des Nationalsozialismus gemacht hat, finde ich sehr wichtig. Von mir erhält es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Eine fesselnde und zutiefst bewegende Geschichte!
von Monika Schulte aus Hagen am 22.08.2018

Gundi Friböse, die wegen ihr stets guten Laune von allen nur Gundi Sonnenschein genannt wird, hat gemeinsam mit ihrer Schwester Lore und den Freunden Julius und Erik nur einen großen Wunsch: Endlich berühmt werden mit ihrer Band "Piroggen". Einmal im Grandhotel in Zoppot bei Danzig auftreten, da, wo sich... Gundi Friböse, die wegen ihr stets guten Laune von allen nur Gundi Sonnenschein genannt wird, hat gemeinsam mit ihrer Schwester Lore und den Freunden Julius und Erik nur einen großen Wunsch: Endlich berühmt werden mit ihrer Band "Piroggen". Einmal im Grandhotel in Zoppot bei Danzig auftreten, da, wo sich die Reichen und Schönen zur Sommerfrische tummeln, doch die Tür zum Grandhotel bleibt ihnen verschlossen. Die Jahre vergehen, Gundi ist immer noch auf der Suche nach "ihrem" Lied. Sie findet dieses Lied, doch geschrieben hat es eine andere. Mit dem Lied "Morgen am Meer" wird die Gruppe jedoch endlich bekannt. Die Nazis kommen an die Macht. Auch sie lieben das Lied. Die Freunde wollen noch nicht wahrhaben, dass die Welt sich im Umbruch befindet. Endlich sind sie berühmt. Endlich haben sie Erfolg. Sogar auf dem KDF-Schiff, der Wilhelm Gustloff, einem Luxusschiff, fahren sie mit und spielen ihre Musik. Gundi macht es sogar möglich, dass ihr geliebter Großvater Pop sie auf dem Schiff begleiten darf. Julius und Gundi heiraten, damit das gemeinsame Kind nicht unehelich aufwachsen muss, doch lieben tut Gundi einen anderen, den Sänger Tadek. Hitler überfällt Polen. Der Zweite Weltkrieg bricht aus und nun müssen auch die Freunde erkennen, dass nichts mehr so sein wird wie zuvor. Viele Jahre später wird Wanda von ihrem Studienfreund Andras gefragt, was ihre Eltern im Krieg gemacht haben. Wo waren sie? Haben sie sich schuldig gemacht? Wanda, die sich bisher keine Gedanken darüber gemacht hat, befragt ihre Mutter Matti und ihre Tante Lore, doch Antworten bekommt sie keine. Eine Wand aus Schweigen breitet sich vor ihr aus. Wanda beschließt nach Polen zu reisen, nach Sopot, doch auch hier, in den Sechziger Jahren, ist kaum jemand bereit, ihr Auskunft zu geben. Wird es Wanda gelingen, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen? Wird sie erfahren, wer ihre Familie wirklich ist und wo ihre eigenen Wurzeln liegen? "Wenn wir wieder leben" - ein Roman, der fasziniert, der zutiefst berührt, der aus der Masse heraussticht. Es ist eine fesselnde und zutiefst bewegende Geschichte. Es ist Charlotte Roths persönlichster Roman, was beim Lesen auch immer wieder deutlich wird. Mit erzählerischer Kraft und großem Einfühlungsvermögen bringt uns die Autoren die Geschichte und ihre Protagonisten nahe. Man fiebert, man zittert mit, man lacht und weint gemeinsam und man hält vor Spannung und Entsetzen den Atem an. Vor dem inneren Auge des Lesers läuft ein Film ab. "Wenn wir wieder Leben" - eine fesselnde Geschichte, nachdenklich stimmend, unendlich traurig und voller Leben. Ein absolutes MUSS für jeden Leser!