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In der Wildnis bin ich frei

Mein Leben in den Wäldern Neuseelands

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Miriam Lancewood arbeitet als Lehrerin in Neuseeland, als sie beschließt, Komfort und Sicherheit gegen ein einfaches Nomadenleben einzutauschen. Sie verkauft Hab und Gut, kündigt Job und Wohnung, um mit Rucksack, Zelt und Proviant in die raue Bergwelt Neuseelands zu ziehen.Mit ihrem Ehemann Peter macht sie sich auf, mitten in die atemberaubende Natur Neuseelands. Die beiden übernachten im Zelt und in Berghütten, ernähren sich von wilden Tieren und essbaren Pflanzen. Sie wandern in unbekannten Täler, durch üppige Wälder und erkunden verborgene Seitenarme reißender Flüsse. Und auch wenn die Winter unerbittlich kalt sind und die Abgeschiedenheit an den Nerven zehrt, findet Miriam hier eine Verbindung zur Natur und zu sich selbst, die alle Strapazen aufwiegt. So findet Miriam als Aussteigerin in der Einsamkeit nicht nur zu innerer Klarheit und Stärke, sondern auch ihren Platz in der Welt. Fesselnd und inspirierend erzählt Miriam Lancewood von ihrem großen Abenteuer in der Wildnis und davon, was im Leben wirklich wichtig ist.

„Ein freies Leben zu führen bedeutet für mich, einer ungewissen Zukunft mutig entgegen zu treten.“
Portrait
Miriam Lancewood, geboren 1983, wuchs in Holland in einem anthroposophischen Haushalt auf. Ihre Kindheit war geprägt von der Liebe zur Natur, zum Theater, zur Kunst und Musik. Ihr Praxisjahr als Sportlehrerin absolvierte sie in Afrika. Von dort reiste sie weiter nach Indien, wo sie ihren neuseeländischen Ehemann Peter kennenlernte. 2011 entschieden sich die beiden, der Zivilisation den Rücken zu kehren und in der Wildnis Neuseelands zu leben.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 408
Erscheinungsdatum 03.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-21438-1
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 21,1/13,5/3 cm
Gewicht 485 g
Originaltitel Woman in the Wilderness
Abbildungen 2 schwarzweisse Fotos,mit 8 Farbfotoss
Übersetzer Kristina Lake-Zapp
Verkaufsrang 3.997
Buch (Paperback)
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Natur intensiv erleben
von Magische Farbwelt am 15.10.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Also zunächst muss ich den Hut ziehen vor so viel Mut und Ehrgeiz. Denn sind wir mal ehrlich: Für mich wäre ein Leben in der Wildnis nichts. Na klar schätze ich die Natur und ich wandle auch gern durch sie hindurch und genieße die Zeit, die in diesem Moment... Also zunächst muss ich den Hut ziehen vor so viel Mut und Ehrgeiz. Denn sind wir mal ehrlich: Für mich wäre ein Leben in der Wildnis nichts. Na klar schätze ich die Natur und ich wandle auch gern durch sie hindurch und genieße die Zeit, die in diesem Moment kurz stehen zu bleiben scheint, aber ich möchte dennoch nicht den Luxus einer warmen Dusche, eines Daches über dem Kopf und den Schutz eines Hauses vermissen. Und ich muss nicht hungrig in Bett gehen. Die Autorin Miriam Lancewood beschreibt in ihrem Buch ?In der Wildnis bin ich frei? von ihren Abenteuern, Erlebnissen und auch Erleuchtungen, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Peter beim Leben unter freiem Himmel erlebt, nicht zu wissen, was einen am nächsten Tag oder gar in der Nacht erwarten wird. Die Erzählungen waren packend, auch als Leser kann man die Eindrücke spüren, und der Leser wird hier und da einige Dinge, die er als selbstverständlich erachtet, mit anderen Augen sehen.

Frei und wild sein an der Nabelschnur der Zivilisation
von Dr. M. am 09.06.2018

Selbstverständlich bleibt es jedem Menschen selbst überlassen, wie er sich sein Leben organisiert, wenn er damit anderen keinen Schaden zufügt. Wenn man jedoch über die eigene Weltsicht und sein selbst erwähltes Dasein ein Buch schreibt, das einen durchaus attraktiven Titel trägt, der wiederum den einen oder anderen Mitbürger zum... Selbstverständlich bleibt es jedem Menschen selbst überlassen, wie er sich sein Leben organisiert, wenn er damit anderen keinen Schaden zufügt. Wenn man jedoch über die eigene Weltsicht und sein selbst erwähltes Dasein ein Buch schreibt, das einen durchaus attraktiven Titel trägt, der wiederum den einen oder anderen Mitbürger zum Lesen dieses Textes animiert, dann muss man sich wohl auch darauf gefasst machen, Widerspruch vorgetragen zu bekommen. Miriam ist Holländerin. Auf einem Trip durch Asien lernte sie den Neuseeländer Pete Lancewood kennen und zog anschließend zu ihm in seine Inselheimat. Miriam ist dreißig, Pete sechzig. Und beide teilen offenbar ihre Neigung, sich gerne außerhalb der Zivilisation aufzuhalten. Neuseeland bietet dafür viel Platz. Nachdem sie ihren schmalen Besitz veräußerten, zogen sie mit Sack und Pack in irgendwelche stillen Täler, um dort im Zelt (meistens mit angeschlossener Hütte) zu leben. Ihre Lebensmittelvorräte reichen dann für mehrere Monate, nach deren Ablauf sie dann zurückkehren, um sich für einen neuen Aufenthalt in der Wildnis vorzubereiten. Mit ihrem Flitzbogen sieht die gute Miriam aus wie eine wunderschöne Amazone. Peter dagegen fristet offenbar sein Dasein als stiller Genießer seiner Spielgefährtin, denn etwas anderes wird im Buch nicht übermittelt. Ihre Wildheit steigert sich, schließlich ist sie im besten Alter, seine scheint sich zu legen. Gelegentlich schwächelt er bereits und möchte bald einen Platz finden, an dem er sich heimisch fühlt, wenn es ans Sterben geht. Vorher erklärt er seiner Miriam aber noch das Leben, während sie ihm kaum zu widersprechen wagt, ihn anhimmelt und ihre abweichenden Meinungen verdrückt. Das Leben in der Zivilisation ist sowieso irgendwie Mist, und die menschliche Entwicklung hin zu festen Behausungen, Ackerbau und Viehzucht waren ein einziger Irrtum, denn für die beiden Herumwanderer führt sie offenbar zu Stress und Unfreiheit. In der Wildnis haben sie dagegen viel Zeit. Das liegt aber nur daran, dass es eine Zivilisation gibt, in die man zurückkehren und sich versorgen kann. Gäbe es sie nicht, dann hätten die beiden Schein-Aussteiger nämlich jede Menge zu tun und müssten wohl erkennen, wie schwer es ist, ohne die stressige menschliche Gesellschaft zu überleben. Natürlich passen sich die Sinnesorgane und der gesamte Körper an die Gegebenheiten der Natur an, wenn man sich aus der lauten Zivilisation für lange Zeit entfernt. Man wird gleichzeitig sensibler in der Wahrnehmung und härter im Durchhalten. Ohne den schwärmerischen Rezensenten zu nahe treten zu wollen: Im warmen Zimmer lesen sich solche Berichte vielleicht angenehm, und man ist geneigt, nur die schönen Seiten in seine Vorstellung hineinzulassen. Frostnächte im Zelt sind allerdings nichts für Weicheier. Und nasse Klamotten in der Kälte fühlen sich auch nicht lustig an. Dafür kann man sich im Eiswasser waschen und andere Vorteile der nicht vorhandenen Zivilisation in vollen Zügen genießen. Darüber ein Buch von fast vierhundert Seiten zu schreiben, ist wohl auch eine echte Herausforderung, denn das Leben in der Wildnis ist zwar frei, gelegentlich aber auch ereignislos, vor allem wenn man an der Nabelschnur der Zivilisation hängt, sich also nicht wirklich ums Überleben kümmern muss. Dann kann man herrlich in der eigenen Weisheit schwelgen, die oft ins tief Philosophische geht. Beispielsweise über die Stärke von Tieren, die man gerade umgebracht hat, weil man sich im Winter schließlich irgendwie ernähren muss. Diese Stärke geht dann in Miriam über, ist also nicht verloren. Wie kann man sich doch die Welt schön reden, wenn man eigentlich lieber Vegetarier sein und keine Tiere töten möchte. Manchmal weiß man angesichts der Naivität und Flachheit dieser Schilderungen nicht, ob man darüber tatsächlich lachen sollte. Die beiden haben keine technischen Geräte dabei, was man verstehen kann, weil es schließlich keinen Strom gibt. Deshalb besitzen sie auch keinen Fotoapparat. Und "außerdem entgeht uns jedes Mal, wenn wir ein altes Foto betrachten, die Schönheit des Hier und Jetzt". Solche Sätze können einen ungeübten Leser eines solchen Blödsinns schon aus der Bahn werfen. Warum sollte er dann nämlich dieses Buch lesen? Es lenkt schließlich auch vom Hier und Jetzt ab. Mir jedoch hat diese Lektüre gefallen, was jedoch nur daran liegt, dass ich ein großer Fan von Leuten bin, die sich einbilden, die großen Dinge des Lebens verstanden zu haben und daran in Wirklichkeit grandios gescheitert sind. Für Anhänger von Survival-Büchern oder entsprechenden Erlebnissen ist diese Lektüre jedoch vertane Zeit, weil die ganze Geschichte auf einem Gleis abläuft, das damit nichts zu tun hat. Die Komik in diesem Buch äußert sich gelegentlich subtil. Am Anfang hieß es noch, dass die beiden Wildcamper sich auf die Apokalypse vorbereiten. Mit einem angeschlossenen Supermarkt scheint mir das jedenfalls kein wirklich realitätsnahes Training zu sein. Später erscheint dieser Gedanke dann nicht mehr. Dann geht es nur noch ums Herumziehen im Menschenleeren. Was dieses Buch eigentlich vermitteln wollte, ist mir nicht wirklich deutlich geworden. Vielleicht geht es einfach nur darum, Geld für neue Abenteuer oder die Altershütte für Peter zu verdienen. Sei es ihnen gegönnt.