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Patria

(41)
«Patria» heißt Vaterland, Heimat. Aber was ist Heimat? Die beiden Frauen und ihre Familie, um die es in Fernando Aramburus von der Kritik gefeierten und mit den größten spanischen Literaturpreisen ausgezeichneten Roman geht, sehen ihre Heimat mit verschiedenen Augen.
Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder unter denen leben, die einst schweigend zugesehen hatten, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Das Auftauchen von Bittori beendet schlagartig die vermeintliche Ruhe im Dorf. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert. Dass Mirens Sohn etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat, ist Bittoris schlimmste Befürchtung. Die beiden Frauen gehen sich aus dem Weg, doch irgendwann lässt sich die lange erwartete Begegnung nicht mehr vermeiden ...
Ein Bestseller in Spanien, monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste, ein epochemachender Roman über Schuld und Vergebung, Freundschaft und Liebe, der zeigt, wie Terrorismus den inneren Kern einer Gemeinschaft angreift und wie lange es dauert, bis die Menschen wieder zueinander finden.
Rezension
Diese Geschichte hat das Leben selbst geschrieben. Wir tauchen in sie ein und fiebern mit den Protagonisten mit. Ich habe seit langem kein so überzeugendes und bewegendes Buch mehr gelesen.
Portrait
Fernando Aramburu

Fernando Aramburu wurde 1959 in San Sebastián im Baskenland geboren. Seit Mitte der achtziger Jahre lebt er in Hannover. Für seine Romane wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Premio Vargas Llosa, Premio Biblioteca Breve, Premio Euskadi, und zuletzt, für „Patria“, mit dem Premio Nacional de la Crítica 2017, dem bedeutendsten spanischen Literaturpreis, dem Premio Nacional de Narrativa 2017und mit dem Premio Strega Europeo 2018.


Willi Zurbrüggen

Willi Zurbrüggen, geboren 1949 in Borghorst, Westfalen. Er übersetzte u. a. Antonio Muñoz Molina, Luis Sepúlveda und Rolando Villazón aus dem Spanischen. Ausgezeichnet mit dem Übersetzerpreis des spanischen Kulturministeriums und dem Jane-Scatcherd-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 768 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.01.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783644001268
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 1390 KB
Übersetzer Willi Zurbrüggen
Verkaufsrang 16.088
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Diotima Johanns, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Eine fantastisch lebendige Darstellung aller Facetten menschlicher Verarbeitung von Gewalteinwirkung. Heute so aktuell wie zu Zeiten der ETA. Klare Leseempfehlung! Eine fantastisch lebendige Darstellung aller Facetten menschlicher Verarbeitung von Gewalteinwirkung. Heute so aktuell wie zu Zeiten der ETA. Klare Leseempfehlung!

Alexandra Herrmann, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Eindringlich und bewegend erzählter Roman über die Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges auf eine Familie, ein Dorf, ein Land, eine Gesellschaft. Eindringlich und bewegend erzählter Roman über die Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges auf eine Familie, ein Dorf, ein Land, eine Gesellschaft.

„756 Seiten vollgepackt mit Emotionen“

Andrea Kowalleck, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Ein tief berührender und sehr bewegender Roman über Geschehnisse während des Baskenaufstandes in Spanien, welcher mit diesem Thema in Zeiten von Terrorismus (leider) wieder hochaktuell ist. Fernando Amburu schildert überzeugend das Leben zweier befreundeter Familien in einem kleinen Dorf, die aufgrund des Eintreten eines Sohnes in die ETA und dessen Beteiligung an Attentaten zu verbitternden Feinden werden. Der Autor schreibt aus unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten, die dem Leser alle ans Herz wachsen, und wechselt in verschiedene Zeitzonen, er schreibt neutral, ohne Wertung abzugeben und erzeugt große Gefühle beim Lesen. Einfach meisterhaft, wie er 756 Seiten vollpackt mit Emotionen und Ereignissen, dass man einfach nicht aufhören kann, zu lesen und bis zum Schluss hofft und wünscht, dass alle Beteiligten durch Vergeben und Verzeihen wieder zueinander finden. Ein spannendes, sensibles, nachdenkliches Buch, welches mich traurig und glücklich zugleich gemacht hat. Ein tief berührender und sehr bewegender Roman über Geschehnisse während des Baskenaufstandes in Spanien, welcher mit diesem Thema in Zeiten von Terrorismus (leider) wieder hochaktuell ist. Fernando Amburu schildert überzeugend das Leben zweier befreundeter Familien in einem kleinen Dorf, die aufgrund des Eintreten eines Sohnes in die ETA und dessen Beteiligung an Attentaten zu verbitternden Feinden werden. Der Autor schreibt aus unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten, die dem Leser alle ans Herz wachsen, und wechselt in verschiedene Zeitzonen, er schreibt neutral, ohne Wertung abzugeben und erzeugt große Gefühle beim Lesen. Einfach meisterhaft, wie er 756 Seiten vollpackt mit Emotionen und Ereignissen, dass man einfach nicht aufhören kann, zu lesen und bis zum Schluss hofft und wünscht, dass alle Beteiligten durch Vergeben und Verzeihen wieder zueinander finden. Ein spannendes, sensibles, nachdenkliches Buch, welches mich traurig und glücklich zugleich gemacht hat.

Philipp Roth, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Der baskische Bestsellerautor durchleuchtet 30 Jahre ETA-Terror, lässt Opfer- und Täterfamilien zu Wort kommen und gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Der baskische Bestsellerautor durchleuchtet 30 Jahre ETA-Terror, lässt Opfer- und Täterfamilien zu Wort kommen und gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden.

Isabel Senske, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Facetten des ETA-Terrors und die Geschichte zweier Familien - absolut packend erzählt! Facetten des ETA-Terrors und die Geschichte zweier Familien - absolut packend erzählt!

Julia Nitschke, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Eine gewaltige, vielschichtige Erzählung über die Folgen von Terrorismus - gespiegelt durch zwei ehemals befreundete Familien. Unbedingt zu empfehlen! Eine gewaltige, vielschichtige Erzählung über die Folgen von Terrorismus - gespiegelt durch zwei ehemals befreundete Familien. Unbedingt zu empfehlen!

„Wer sind die Opfer?“

Kerstin Wichmann, Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Anhand von verschiedenen Familienschicksalen erzählt Aramburu von den Folgen des baskischen Terrors.
Durch die nicht chronologische Erzählweise entfalten sich die politischen und privaten Spannungen als ein komplexes Mosaik. Das Wechselspiel zwischen dem allwissenden und dem Ich-Erzähler definiert seinen außergewöhnlichen Stil.
Eines der ersten Bücher, dass sich endlich mit der Geschichte der ETA befasst!
Anhand von verschiedenen Familienschicksalen erzählt Aramburu von den Folgen des baskischen Terrors.
Durch die nicht chronologische Erzählweise entfalten sich die politischen und privaten Spannungen als ein komplexes Mosaik. Das Wechselspiel zwischen dem allwissenden und dem Ich-Erzähler definiert seinen außergewöhnlichen Stil.
Eines der ersten Bücher, dass sich endlich mit der Geschichte der ETA befasst!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein absolut tolles Buch! Allein das bisher weitgehend ignorierte Thema lässt den Roman überragen. Und das toppt der Autor noch, indem er mit einem extrem frischen Stil aufwartet. Ein absolut tolles Buch! Allein das bisher weitgehend ignorierte Thema lässt den Roman überragen. Und das toppt der Autor noch, indem er mit einem extrem frischen Stil aufwartet.

Ein schwieriges Thema, das sehr vielschichtig in einem großartigen Roman verpackt wurde. Man fühlt mit allen Parteien und kann das hochaktuelle Thema auf jede Zeit beziehen. Ein schwieriges Thema, das sehr vielschichtig in einem großartigen Roman verpackt wurde. Man fühlt mit allen Parteien und kann das hochaktuelle Thema auf jede Zeit beziehen.

„Eine absolut lesenswerte Geschichte!“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Miren und Bittori sind seit ihrer Kindheit unzertrennliche Freundinnen. Sie leben in einem kleinen Dorf im Baskenland und sind glücklich und angepasst. Auch ihre Hochzeiten finden fast zeitgleich statt. Während Bittori den Fuhrpark Unternehmer Txato heiratet, gibt sich Miren mit dem Arbeiter Joxian zufrieden. Auch die Männer sind unzertrennlich und fahren gemeinsam leidenschaftlich gern Fahrrad an den Sonntagen. Beide Familien bekommen Kinder, die das enge Band der Familien mit in die Wiege gelegt bekommen. Doch mit der Zeit belastet das finanzielle Ungleichgewicht die Freundschaft zwischen Miren und Bittori. Besonders Miren wirft häufig ein neidisches Auge auf das Leben der Nachbarn, deren Kinder eine bessere Schulbildung geniessen als die ihren. Schleichend bildet sich die Untergrundorganisation ETA und Mirens Sohn Joxe Mari wird schnell begeisterter Anhänger.
Bei Txato treffen unterdessen Erpresserbriefe der ETA ein. Mehrmals erkauft er sich scheinbare Sicherheit; denkt oft darüber nach aus dem Örtchen wegzuziehen in dem er als Unternehmer schliesslich geächtet wird. Doch für Bittori kommt das nicht in Frage. Der Ort bedeutet Heimat und sie will sich nicht vertreiben lassen. Doch eines Tages geschieht das unfassbare: Txato wird mitten am Tag nach der Mittagspause auf offener Straße erschossen.
Ihre einstige Freundin Miren wendet sich schon lange von ihr ab.
Bittori und ihren Kindern bricht es das Herz. Sie verlassen den Ort für über 20 Jahre.
Doch als Bittori eines Tages erfährt, dass sie sterbenskrank ist, kehrt sie zurück in ihre Heimat. Sie ist getrieben davon, endlich die Wahrheit über den Anschlag zu erfahren, der nie wirklich aufgeklärt wurde. Und nun gerät alles erneut ins Wanken.

Ich habe ein wenig gebraucht, um mich auf den Schreibstil von Fernando Aramburu einzulassen. Dann wurde ich wie in einem Sog angezogen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Tragik dieser Geschichte nimmt den Leser vollkommen in sich auf. Aramburu schildert auf der Perspektive aller Familienangehöriger und weckt eine starke Emphatie. PATRIA ist ein grosser Roman und zurecht ausgezeichnet!
Miren und Bittori sind seit ihrer Kindheit unzertrennliche Freundinnen. Sie leben in einem kleinen Dorf im Baskenland und sind glücklich und angepasst. Auch ihre Hochzeiten finden fast zeitgleich statt. Während Bittori den Fuhrpark Unternehmer Txato heiratet, gibt sich Miren mit dem Arbeiter Joxian zufrieden. Auch die Männer sind unzertrennlich und fahren gemeinsam leidenschaftlich gern Fahrrad an den Sonntagen. Beide Familien bekommen Kinder, die das enge Band der Familien mit in die Wiege gelegt bekommen. Doch mit der Zeit belastet das finanzielle Ungleichgewicht die Freundschaft zwischen Miren und Bittori. Besonders Miren wirft häufig ein neidisches Auge auf das Leben der Nachbarn, deren Kinder eine bessere Schulbildung geniessen als die ihren. Schleichend bildet sich die Untergrundorganisation ETA und Mirens Sohn Joxe Mari wird schnell begeisterter Anhänger.
Bei Txato treffen unterdessen Erpresserbriefe der ETA ein. Mehrmals erkauft er sich scheinbare Sicherheit; denkt oft darüber nach aus dem Örtchen wegzuziehen in dem er als Unternehmer schliesslich geächtet wird. Doch für Bittori kommt das nicht in Frage. Der Ort bedeutet Heimat und sie will sich nicht vertreiben lassen. Doch eines Tages geschieht das unfassbare: Txato wird mitten am Tag nach der Mittagspause auf offener Straße erschossen.
Ihre einstige Freundin Miren wendet sich schon lange von ihr ab.
Bittori und ihren Kindern bricht es das Herz. Sie verlassen den Ort für über 20 Jahre.
Doch als Bittori eines Tages erfährt, dass sie sterbenskrank ist, kehrt sie zurück in ihre Heimat. Sie ist getrieben davon, endlich die Wahrheit über den Anschlag zu erfahren, der nie wirklich aufgeklärt wurde. Und nun gerät alles erneut ins Wanken.

Ich habe ein wenig gebraucht, um mich auf den Schreibstil von Fernando Aramburu einzulassen. Dann wurde ich wie in einem Sog angezogen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Tragik dieser Geschichte nimmt den Leser vollkommen in sich auf. Aramburu schildert auf der Perspektive aller Familienangehöriger und weckt eine starke Emphatie. PATRIA ist ein grosser Roman und zurecht ausgezeichnet!

„Vielschichtig“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein vielschichtiger Roman über Schuld, Eitelkeit, Vergebung und vielleicht auch Verstehen. Spannt den Bogen von Politik und Geschichte hin zu Freunden und Familie. Großartig, lässt den Leser nachdenklich zurück. Ein vielschichtiger Roman über Schuld, Eitelkeit, Vergebung und vielleicht auch Verstehen. Spannt den Bogen von Politik und Geschichte hin zu Freunden und Familie. Großartig, lässt den Leser nachdenklich zurück.

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Tolle Familiensaga! Jede Seite lohnt. Der Roman über den baskischen Terrorismus ist ein Meisterwerk. Ein Buch, das bleibt. Unbedingt lesen! Tolle Familiensaga! Jede Seite lohnt. Der Roman über den baskischen Terrorismus ist ein Meisterwerk. Ein Buch, das bleibt. Unbedingt lesen!

„Ein Riss geht durch die Heimat“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Es gibt nur wenige opulente Romane, die den Leser über 750 Seiten in Atem halten und zudem kontinuierlich an Flughöhe gewinnen ohne unterwegs in sprachliche und dramaturgische Luftlöcher zu fallen. Dem spanischen Autor Fernando Aramburu, der schon seit über drei Jahrzehnten seine Zelte in Hannover aufgeschlagen hat, ist dieses Kunststück mit seiner Familiensaga aus dem Baskenland scheinbar spielerisch gelungen. Spielerisch deshalb, weil sich Aramburu für eine robuste und zupackende Sprache entschieden hat, die an die Tradition mündlicher Überlieferungen anknüpft und mit jedem Wort den Geist seiner Figuren atmet. Worum geht's? Die Bewohner eines Dorfes bei San Sebastian leben in einer scheinbaren Idylle: Jeder kennt jeden und man trifft sich zum Tratsch auf dem Markt oder betreibt an Sonntagen gemeinsamen Radsport um anschließend im Lokal den Durst zu löschen. Erst ist es nur ein kleiner Haarriss, der in Form der baskischen Unabhängigkeitsbewegung durch die Heimat geht geht. Doch nach und nach überziehen Attentate und der Terror der ETA das Land, die einen solchen Keil in die Gemeinschaft schlägt, dass selbst zwischen Eltern und Kindern und über Generationen befreundeten Familien eine eisige Grabesstille herrscht, die in Hass und Tod übergeht. Natürlich ist es ein politisches Buch, dass aber von Figuren beseelt ist, die uns mehr als plastisch vor dem inneren Auge erscheinen. Dreh- und Angelpunkt ist die alte und sterbenskranke Witwe Bittori, die nach über zwanzig Jahren zurück in ihr Heimatdorf geht, um herauszufinden, wer damals am Tod ihres Mannes die Schuld und Verantwortung trägt. Sicherlich ist dieser Roman eine Herausforderung; wer sich aber darauf einlässt, liest eine wunderbare Saga, die sich zudem mit den großen und universellen Themen Freundschaft, Zusammenleben, Angst und Familie beschäftigt.Unbedingtee Leseempfehlung! Es gibt nur wenige opulente Romane, die den Leser über 750 Seiten in Atem halten und zudem kontinuierlich an Flughöhe gewinnen ohne unterwegs in sprachliche und dramaturgische Luftlöcher zu fallen. Dem spanischen Autor Fernando Aramburu, der schon seit über drei Jahrzehnten seine Zelte in Hannover aufgeschlagen hat, ist dieses Kunststück mit seiner Familiensaga aus dem Baskenland scheinbar spielerisch gelungen. Spielerisch deshalb, weil sich Aramburu für eine robuste und zupackende Sprache entschieden hat, die an die Tradition mündlicher Überlieferungen anknüpft und mit jedem Wort den Geist seiner Figuren atmet. Worum geht's? Die Bewohner eines Dorfes bei San Sebastian leben in einer scheinbaren Idylle: Jeder kennt jeden und man trifft sich zum Tratsch auf dem Markt oder betreibt an Sonntagen gemeinsamen Radsport um anschließend im Lokal den Durst zu löschen. Erst ist es nur ein kleiner Haarriss, der in Form der baskischen Unabhängigkeitsbewegung durch die Heimat geht geht. Doch nach und nach überziehen Attentate und der Terror der ETA das Land, die einen solchen Keil in die Gemeinschaft schlägt, dass selbst zwischen Eltern und Kindern und über Generationen befreundeten Familien eine eisige Grabesstille herrscht, die in Hass und Tod übergeht. Natürlich ist es ein politisches Buch, dass aber von Figuren beseelt ist, die uns mehr als plastisch vor dem inneren Auge erscheinen. Dreh- und Angelpunkt ist die alte und sterbenskranke Witwe Bittori, die nach über zwanzig Jahren zurück in ihr Heimatdorf geht, um herauszufinden, wer damals am Tod ihres Mannes die Schuld und Verantwortung trägt. Sicherlich ist dieser Roman eine Herausforderung; wer sich aber darauf einlässt, liest eine wunderbare Saga, die sich zudem mit den großen und universellen Themen Freundschaft, Zusammenleben, Angst und Familie beschäftigt.Unbedingtee Leseempfehlung!

„Eine Suche nach Versöhnung“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

"Patria" ist vor allem ein sehr spanisches Buch, hat die wichtigsten Literaturpreise dort bekommen und verlangte von mir erst mal, die geschichtlichen Ereignisse des Kontlikts im Baskenland nachzulesen.

Es ist ein Buch gegen die Bilanz des Schreckens, lässt die Fronten aufbrechen zwischen den beteiligten - einst befreundeten - Familien und fragt nach Freundschaft, Schuld, Scham, Versöhnung und Verzeihen.
Ein packender Roman, atmosphärisch dicht und spannend!
"Patria" ist vor allem ein sehr spanisches Buch, hat die wichtigsten Literaturpreise dort bekommen und verlangte von mir erst mal, die geschichtlichen Ereignisse des Kontlikts im Baskenland nachzulesen.

Es ist ein Buch gegen die Bilanz des Schreckens, lässt die Fronten aufbrechen zwischen den beteiligten - einst befreundeten - Familien und fragt nach Freundschaft, Schuld, Scham, Versöhnung und Verzeihen.
Ein packender Roman, atmosphärisch dicht und spannend!

Christel Cader, Thalia-Buchhandlung bonn

Zwei eng befreundete Familien geraten zwischen die Fronten des ETA.
Jahrzehnte lang sind Vergebung, Freundschaften und friedliche Gemeinschaft durch das Gift des Terrors zerstrört.
Zwei eng befreundete Familien geraten zwischen die Fronten des ETA.
Jahrzehnte lang sind Vergebung, Freundschaften und friedliche Gemeinschaft durch das Gift des Terrors zerstrört.

Dermot Willis, Thalia-Buchhandlung Kassel

Das Buch liest sich wie eine Mischung aus Hemingway und Garcia-Maquez. Definitiv eins für Liebhaber von Heimatromanen und auch Klassikern. Das Buch liest sich wie eine Mischung aus Hemingway und Garcia-Maquez. Definitiv eins für Liebhaber von Heimatromanen und auch Klassikern.

„Familiensaga“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Fernando Aramburus Roman „Patria“ entführt seine Leser ins Baskenland. Dort wurde Bittoris Ehemann Txato 20 Jahre zuvor von Terroristen der ETA erschossen. Um zu erfahren, was sich damals zugetragen hat, kehrt Bittori in ihr Heimatdorf zurück. Beeindruckender Roman um lesenswerte Themen wie Ursachen und Konsequenzen von Terror, Familie, Freundschaft, Vergebung und Liebe. Anspruchsvolles Frühjahrshighlight! Fernando Aramburus Roman „Patria“ entführt seine Leser ins Baskenland. Dort wurde Bittoris Ehemann Txato 20 Jahre zuvor von Terroristen der ETA erschossen. Um zu erfahren, was sich damals zugetragen hat, kehrt Bittori in ihr Heimatdorf zurück. Beeindruckender Roman um lesenswerte Themen wie Ursachen und Konsequenzen von Terror, Familie, Freundschaft, Vergebung und Liebe. Anspruchsvolles Frühjahrshighlight!

Carina Nickenig, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Ein fesselndes und spannendes Lesevergnügen mit vielen Emotionen um einst zwei Freundinnen bietet dieses Meisterwerk aus Spanien. Absolut lesenswert und zu Recht preisgekrönt. Ein fesselndes und spannendes Lesevergnügen mit vielen Emotionen um einst zwei Freundinnen bietet dieses Meisterwerk aus Spanien. Absolut lesenswert und zu Recht preisgekrönt.

„Eine bewegende Geschichte zweier Familien“

Thomas Coenen, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

ist Patria von Fernando Aramburu die beschreibt, wie der Terror der ETA im Baskenland, Familien auseinander reißt. Eindringlicher Roman der mit Emotionen spielt! ist Patria von Fernando Aramburu die beschreibt, wie der Terror der ETA im Baskenland, Familien auseinander reißt. Eindringlicher Roman der mit Emotionen spielt!

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Hier erlebt man mit, wie aus Vielstimmigkeit auf grandiose Weise eine Einheit entsteht, die sowohl Herz als auch Verstand erschüttert. Hier erlebt man mit, wie aus Vielstimmigkeit auf grandiose Weise eine Einheit entsteht, die sowohl Herz als auch Verstand erschüttert.

„Patria“

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Ein großartiger Roman, der die zerstörerische Kraft und die sinnlose Gewalt des politischen Extremismus anprangert, indem er dem Leser dessen Auswirkungen anhand eines kleinen Dorfes im Baskenland, eingebettet in die Geschichte zweier Familien, aufzeigt. Sehr lesenswert, auch durch die schöne, klare Sprache des Autors. Ein großartiger Roman, der die zerstörerische Kraft und die sinnlose Gewalt des politischen Extremismus anprangert, indem er dem Leser dessen Auswirkungen anhand eines kleinen Dorfes im Baskenland, eingebettet in die Geschichte zweier Familien, aufzeigt. Sehr lesenswert, auch durch die schöne, klare Sprache des Autors.

„"Um Verzeihung bitten erfordert mehr Mut, als eine Waffe abzufeuern, eine Bombe zu zünden."“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nachdem die ETA den bewaffneten Aufstand offiziell aufgibt, begibt sich die Witwe Bittori in ihr Heimatdorf, in dem ihr Mann, ein Opfer der ETA, begraben liegt. Sie möchte, dass der Sohn ihrer ehemals besten Freundin, der als Terrorist im Gefängnis sitzt, für seine Taten um Vergebung bittet. Doch der Widerstand im Dorf ist noch groß und sowohl der Pastor als auch Miren, die ehemals beste Freundin, wollen von den ganzen Taten nichts mehr wissen. Nur ihre Tochter, die durch einen spastischen Anfall verstummt und im Rollstuhl sitzt, setzt sich für die Aufarbeitung ein.

In Rückblicken wird deutlich, wie sehr die ETA und der bewaffnete Aufstand die Familien und vor allem den Kindern seelischen Schaden zugefügt hat. Auch die Dorfgemeinschaft, welche die ETA unterstützt hat und durch massiven Druck die Familienmitglieder dazu gebracht hat, ihre moralischen Vorstellungen dem bewaffneten Kampf zu opfern, wird hierbei nicht verschont. Ein mutiges literarisches Statement, gegen Militanz und Ideologie.
Nachdem die ETA den bewaffneten Aufstand offiziell aufgibt, begibt sich die Witwe Bittori in ihr Heimatdorf, in dem ihr Mann, ein Opfer der ETA, begraben liegt. Sie möchte, dass der Sohn ihrer ehemals besten Freundin, der als Terrorist im Gefängnis sitzt, für seine Taten um Vergebung bittet. Doch der Widerstand im Dorf ist noch groß und sowohl der Pastor als auch Miren, die ehemals beste Freundin, wollen von den ganzen Taten nichts mehr wissen. Nur ihre Tochter, die durch einen spastischen Anfall verstummt und im Rollstuhl sitzt, setzt sich für die Aufarbeitung ein.

In Rückblicken wird deutlich, wie sehr die ETA und der bewaffnete Aufstand die Familien und vor allem den Kindern seelischen Schaden zugefügt hat. Auch die Dorfgemeinschaft, welche die ETA unterstützt hat und durch massiven Druck die Familienmitglieder dazu gebracht hat, ihre moralischen Vorstellungen dem bewaffneten Kampf zu opfern, wird hierbei nicht verschont. Ein mutiges literarisches Statement, gegen Militanz und Ideologie.

Paula Ulrich, Thalia-Buchhandlung Düren

Wer es schafft, Emotionen in so starker Sprache federleicht in Worte zu fassen und dabei glaubwürdig bleibt der verdient zurecht einer der bedeutendsten spanischen Literaturpreise! Wer es schafft, Emotionen in so starker Sprache federleicht in Worte zu fassen und dabei glaubwürdig bleibt der verdient zurecht einer der bedeutendsten spanischen Literaturpreise!

„Das Buch, das Spanien bewegt - und mich“

Lisa Kohl, Thalia-Buchhandlung Hagen

Bittoris Ehemann, selbst Baske, wurde vor zwanzig Jahren auf offener Straße von den Terroristen der ETA erschossen. Seinen Verlust hat sie nie verarbeiten können. Jetzt, zwanzig Jahre später zieht sie zurück in ihr Dorf, setzt sich den Blicken der ehemaligen Nachbarn und Freunde aus.
Ein großartiger Roman über Familie, Kameradschaft und politische Überzeugung. Aber auch ein Plädoyer dafür, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen.
Durch den elliptischen Schreibstil und die Emotionalität der Beschreibungen,, fliegt man nur so durch den Text und merkt gar nicht, dass schon wieder 100 Seiten vergangen sind.
Bittoris Ehemann, selbst Baske, wurde vor zwanzig Jahren auf offener Straße von den Terroristen der ETA erschossen. Seinen Verlust hat sie nie verarbeiten können. Jetzt, zwanzig Jahre später zieht sie zurück in ihr Dorf, setzt sich den Blicken der ehemaligen Nachbarn und Freunde aus.
Ein großartiger Roman über Familie, Kameradschaft und politische Überzeugung. Aber auch ein Plädoyer dafür, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen.
Durch den elliptischen Schreibstil und die Emotionalität der Beschreibungen,, fliegt man nur so durch den Text und merkt gar nicht, dass schon wieder 100 Seiten vergangen sind.

„Großartiges Erzählen im Stil von Gabriel Garcia Marquez“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Eine Geschichte des Baskenlandes am Beispiel zweier ehemals befreundeter Familien, die sich politisch überwerfen. In Spanien spricht JEDER über dieses Buch! Sie müssen sich allerdings nicht unbedingt für die unterschiedlichen Aspekte baskischer Auseinandersetzungen interessieren - die Themen sind universell: Es geht um blinde Loyalität, Rivalität und Nationalismus und ganz viel um Familie. Eine Geschichte des Baskenlandes am Beispiel zweier ehemals befreundeter Familien, die sich politisch überwerfen. In Spanien spricht JEDER über dieses Buch! Sie müssen sich allerdings nicht unbedingt für die unterschiedlichen Aspekte baskischer Auseinandersetzungen interessieren - die Themen sind universell: Es geht um blinde Loyalität, Rivalität und Nationalismus und ganz viel um Familie.

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Der Mann der einen wurde ermordet, der Sohn der anderen sitzt im Gefängnis als Terrorist verhaftet. Wie hängen die Schicksale der beiden Frauen - einst gute Freundinnen - zusammen? Der Mann der einen wurde ermordet, der Sohn der anderen sitzt im Gefängnis als Terrorist verhaftet. Wie hängen die Schicksale der beiden Frauen - einst gute Freundinnen - zusammen?

„„Patria“ heißt Vaterland“

Jana Torge, Thalia-Buchhandlung Freital

Bitorris Mann wurde vor über 20 Jahren von Terroristen erschossen. Sie möchte jetzt herausfinden, was damals wirklich geschah.
Fernando Aramburu hat einen Schreibstil, der mich in seinen Bann zieht, sodass ich nicht aufhören möchte, die bewegende und spannende Geschichte von Bittori zu lesen.
Bitorris Mann wurde vor über 20 Jahren von Terroristen erschossen. Sie möchte jetzt herausfinden, was damals wirklich geschah.
Fernando Aramburu hat einen Schreibstil, der mich in seinen Bann zieht, sodass ich nicht aufhören möchte, die bewegende und spannende Geschichte von Bittori zu lesen.

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Die Geschichte zweier Familien, welche durch einen Terroranschlag auseinandergerissen werden. Besonders überzeugt hat mich die realistische und empathische Figurenzeichnung. Die Geschichte zweier Familien, welche durch einen Terroranschlag auseinandergerissen werden. Besonders überzeugt hat mich die realistische und empathische Figurenzeichnung.

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Die ETA, zwei Familien und der Terror
welcher Freundschaften zerreißt
und Gemeinschaften im Kern zerstört.
Kann Versöhnung gelingen ?
Mitreißend,toll,lesenswert !!
Die ETA, zwei Familien und der Terror
welcher Freundschaften zerreißt
und Gemeinschaften im Kern zerstört.
Kann Versöhnung gelingen ?
Mitreißend,toll,lesenswert !!

„Der Krieg ist vorbei, die Wunden sind offen“

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Essen

Die ETA hat ihren bewaffneten Kampf aufgegeben, doch die Wunden, die der Terrorismus in die Gesellschaft gerissen hat, sind noch lange nicht verheilt.
Am Beispiel zweier einst befreundeter, später durch ein tödliches Attentat entzweiter Familien erzählt Fernando Aramburu unglaublich feinfühliger und bewegender Sprachkraft von der zerstörerischen Gewalt, mit der Terrorismus bis in den Kern einer Gesellschaft eindringt und wie manchmal unerreichbar weit der Weg zur Versöhnung scheint.
Ein großartiges, episches Buch, dessen mitreißender Wirkung man sich als Leser kaum entziehen kann.
Die ETA hat ihren bewaffneten Kampf aufgegeben, doch die Wunden, die der Terrorismus in die Gesellschaft gerissen hat, sind noch lange nicht verheilt.
Am Beispiel zweier einst befreundeter, später durch ein tödliches Attentat entzweiter Familien erzählt Fernando Aramburu unglaublich feinfühliger und bewegender Sprachkraft von der zerstörerischen Gewalt, mit der Terrorismus bis in den Kern einer Gesellschaft eindringt und wie manchmal unerreichbar weit der Weg zur Versöhnung scheint.
Ein großartiges, episches Buch, dessen mitreißender Wirkung man sich als Leser kaum entziehen kann.

„Literarischer Bestseller aus Spanien“

Ulrike Walther, Thalia-Buchhandlung Gotha

Unglaublich spannend und ergreifend schildert der Autor das Schicksal zweier Familien vor dem Hintergrund des baskischen Terrors.
Dieser Roman, ausgezeichnet mit den größten spanischen Literaturpreisen, ist der perfekte Start ins Lesejahr 2018.
Unglaublich spannend und ergreifend schildert der Autor das Schicksal zweier Familien vor dem Hintergrund des baskischen Terrors.
Dieser Roman, ausgezeichnet mit den größten spanischen Literaturpreisen, ist der perfekte Start ins Lesejahr 2018.

„Ein Highlight der spanischen Literatur!“

Kristina Urban, Thalia-Buchhandlung Berlin

Für mich ist es jetzt schon ein Lieblingsbuch 2018, weil es Fernando Aramburu auf scheinbar leichte Art und Weise gelingt diese doch sehr emotionale Geschichte in Worte zu fassen. Fast schon behutsam lässt er seine Figuren erzählen, wie sie persönlich innerhalb der Familie und jeder für sich mit den Ereignissen der ETA umgehen oder zumindest den Versuch unternehmen, damit zurecht zu kommen....

Vor allem schließt sich am Ende sehr glaubwürdig der Kreis um diese neun Personen und lässt den Leser atemlos, begeistert und befriedigt (ob des gelungenen Endes) zurück.
Für mich ist es jetzt schon ein Lieblingsbuch 2018, weil es Fernando Aramburu auf scheinbar leichte Art und Weise gelingt diese doch sehr emotionale Geschichte in Worte zu fassen. Fast schon behutsam lässt er seine Figuren erzählen, wie sie persönlich innerhalb der Familie und jeder für sich mit den Ereignissen der ETA umgehen oder zumindest den Versuch unternehmen, damit zurecht zu kommen....

Vor allem schließt sich am Ende sehr glaubwürdig der Kreis um diese neun Personen und lässt den Leser atemlos, begeistert und befriedigt (ob des gelungenen Endes) zurück.

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 11.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Fernando Aramburu, selbst ein gebürtiger Baske, hat einen ganz großen Roman vorgelegt, der in Spanien bereits ausgezeichnet wurde und mit dem er mir das Baskenland und seine Menschen als stolzes, eigenwilliges Volk mit eigener Sprache (Euskera) und Kultur, nahegebracht hat. Dies ist bereits der neunte Roman des Autors, dessen... Fernando Aramburu, selbst ein gebürtiger Baske, hat einen ganz großen Roman vorgelegt, der in Spanien bereits ausgezeichnet wurde und mit dem er mir das Baskenland und seine Menschen als stolzes, eigenwilliges Volk mit eigener Sprache (Euskera) und Kultur, nahegebracht hat. Dies ist bereits der neunte Roman des Autors, dessen großes Thema der Terror der ETA ist. Obwohl er bereits seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, wurde bisher nur sehr wenig ins Deutsche übersetzt. Aramburu erzählt von zwei ehemals innig befreundeten Familien, die aufgrund von Drohungen und Geldforderungen der ETA an den Familienvater und Kleinunternehmer Txato und vor allem wegen des darauf folgenden Drucks der Dorfbewohner jeglichen Kontakt zueinander abreißen lassen. Txato wird schließlich von Aktivisten der ETA, welche für ein unabhängiges Baskenland kämpft, auf offener Straße erschossen, die Hinterbliebenen sind fortan Geächtete. Beste Freundinnen werden zu Feindinnen. Gräben durchziehen nicht nur das Dorf, sondern interessanterweise auch die Familien und am Ende sind alle die Leidtragenden. Am Beispiel dieser beiden Familien zeigt Aramburu auf, wie Terrorismus eine Gesellschaft von innen heraus zerstören kann. Ein epochaler Roman, der 30 Jahre baskischer Geschichte abdeckt. Das Bemerkenswerte an diesem Buch ist, dass der Autor es schafft, praktisch ohne Wertung aus allen Perspektiven zu erzählen. So leidet man mit dem ETA-Aktivisten ebenso, wie mit der Witwe des Ermordeten. Der Leser erfährt auf eindringliche Weise, wie aus einem gewöhnlichen Dorfjungen, einem Bruder und Sohn, ein Terrorist werden konnte. Ja, man fühlt plötzlich, dass es für ihn mit großen Willensanstrengungen verbunden gewesen wäre, einen anderen Weg zu gehen. "Wir bemühen uns, dem Leben einen Sinn zu geben, eine gewisse Ordnung, aber am Ende macht das Leben mit einem, was es will." Seite 317 Von der Ermordung des Txato erfährt man gleich zu Beginn des Romans. Dies macht also nicht die Spannung der Geschichte aus. Vielmehr liegt der Fokus auf dem Vorher, wie es dazu kommen konnte und auch auf dem Nachher, wie kann man mit dem Geschehenen, mit der Schuld, weiterleben. Die Handlung entfaltet sich nicht etwa chronologisch; in zahllosen Perspektivwechseln und Zeitschienenwechseln liest der Leser nach und nach, wie alles begann. Die Geschichte ist in einfacher Sprache gehalten. Nicht wertend erzeugt der Autor dennoch große Gefühle, vieles steht zwischen den Zeilen. Sehr schön fand ich die Szenen, wenn sich Txatos Witwe Bittori am Grab ihres Mannes mit ihm unterhält, so als wäre er gar nicht weg und könnte antworten. Der tote Familienvater wird um Rat gefragt und „erfährt“ alle möglichen Alltagsneuigkeiten. Bittori ist zutiefst verbittert und hat sich geschworen niemals zu weinen und das tut sie auch nicht. Trotzdem liegen in diesen Gesprächen am Grab so viele Emotionen. Es ist eines jener Bücher, die man nach Beendigung am liebsten gleich noch einmal lesen möchte. Es gäbe sicher noch Vieles zu entdecken. Tatsächlich hat mich dieses Werk dazu gebracht, über die ETA und die Unabhängigkeitsbewegung der Basken zu recherchieren. Der Terrorismus ist ein Thema, das auch heute wieder hochaktuell ist. Die Geschichte kann in alle Zeiten übertragen werden. Ich wünsche diesem tollen Buch noch viele Leser, die sich darauf einlassen wollen! Ein großartiger und wichtiger Roman, bitte unbedingt lesen!

Das Buch ist für alle Literaturinteressierte ein Muss.
von Eberhard Landes am 11.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es geht in dem Buch um das Baskenland, spezieller um die ETA (die "Euskadi Ta Askatasuna"), die von 1960 bis 2011 das Ziel eines von Spanien unabhängigen, sozialistisch geprägten baskischen Staates verfolgte, der die spanischen Regionen Baskenland und Navarra sowie das französische Baskenland umfassen sollte. Soviel zum inzwischen historischen... Es geht in dem Buch um das Baskenland, spezieller um die ETA (die "Euskadi Ta Askatasuna"), die von 1960 bis 2011 das Ziel eines von Spanien unabhängigen, sozialistisch geprägten baskischen Staates verfolgte, der die spanischen Regionen Baskenland und Navarra sowie das französische Baskenland umfassen sollte. Soviel zum inzwischen historischen Hintergrund. Vor diesem geht es um die Angehörigen insbesondere zweier Familien über 3 Generationen. Sie leben in einem fiktiven Dorf in der Nähe von San Sebastian. Durch die Entwicklungen, durch die Politik, durch das Streben nach einem unabhängigen Baskenland, frei von – wie die ETA es nannte - der spanischen Besetzung, durch die damit einhergehende Gewalt und ein dadurch ausgelöstes ganz tragisches Ereignis werden sie von Freunden zu erbitterten Feinden. Die politischen Konflikte wirken derart in den Alltag hinein, dass sie Familien und Freundschaften, ja Leben, zerstören. Und nicht nur zwischen den Familien, auch innerhalb dieser resultieren aus dem Terror der ETA tiefe Spalten und schwere seelische Verletzungen. Zuweilen „richtig starker Tobak“, was die Akteure durchmachen müssen. Der Autor beschreibt dies alles sehr einfühlsam und lässt den Leser die Gefühle und Gedanken der Akteure spüren, nachempfinden. Da ist nichts Schrilles, alles geschrieben, wie mit Weichzeichner gezeichnet. Und doch geht es so richtig unter die Haut. Zahlreiche Zeitsprünge (nahezu von jedem der zahlreichen Kapitel zum nächsten), Episoden, die keiner chronologischen Ordnung folgen und häufige Wechsel der Erzähler und ihrer Perspektiven: Bei so manchen Autor verwirrt sowas den Leser ungemein; nicht so bei Fernando Aramburu. Diese seine Stilmittel sind trotz ihrer Häufigkeit nicht nur kein Problem, sondern machen den besonderen Reiz des Buches aus, denn der Autor nimmt den Leser hierbei ganz behutsam mit und unterstützt ihn, das Gesamtbild zu erkennen. Dass der Text zuweilen Ausdrücke in baskischer Sprache (Euskera) enthält, macht das Buch noch stimmungsvoller; kritisch ist jedoch anzumerken, dass man für eine Übersetzung stets im Glossar am Ende des Buches nachschlagen muss, was den Lesefluss unterbricht. Hier wären Fußnoten am unteren Rand jeder betroffenen Seite die bessere technische Lösung gewesen. Auch vor dem aktuellen (2018) Hintergrund des Konfliktes in Katalonien, wenngleich dieser - da ohne Waffengewalt - nicht 1:1 vergleichbar ist, ist der emotional mitreißende Roman sehr lesenswert. Ich gehe gar darüber hinaus und urteile, das Buch ist für alle Literaturinteressierte ein Muss.

Großartig !!!
von Kaffeeelse am 27.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein raffinierter und mitreißender Roman über zwei miteinander befreundete Familien, die durch den Terror der ETA auseinandergerissen werden. Der Roman ist in verschiedenen Zeitebenen geschrieben, er springt von Kapitel zu Kapitel in die verschiedenen Jahre des Geschehens, chronologisch nicht geordnet. Und auch die in der Ich-Perspektive schildernde Person des... Ein raffinierter und mitreißender Roman über zwei miteinander befreundete Familien, die durch den Terror der ETA auseinandergerissen werden. Der Roman ist in verschiedenen Zeitebenen geschrieben, er springt von Kapitel zu Kapitel in die verschiedenen Jahre des Geschehens, chronologisch nicht geordnet. Und auch die in der Ich-Perspektive schildernde Person des jeweiligen Kapitels ist immer wieder eine Andere. Im Blickpunkt stehen alle Personen beider Familien, ihre Entwicklung in der Zeit und in den Geschehnissen, für die das Leben so sorgt und ihre Entwicklung durch den Terror. Es ist eine psychologisch sehr durchdachte Entwicklung der Personen zu sehen, die sich als sehr klar gezeichnete Charaktere darstellen. Und der Autor beschreibt das in einem sehr markanten Schreibstil. Oft fehlen Teile von Sätzen, wie unfertig dahingeworfene Bausteine. Aber der Klang der Sprache und die Eindringlichkeit des Geschriebenen erzeugen einen starken Sog. Man kann dieses Buch schlecht weglegen, sich diesem Grauen nicht entziehen. Die Personen gehen einem nahe, auch wenn sie teilweise recht spröde gezeichnet sind, was aber auch die Folge aus den Geschehnissen in ihrem Leben ist. Die Handlung des Buches befasst sich mit den neun Personen der beiden befreundeten Familien, die in einem baskischen Dorf in Spanien leben. Einmal Txato, seine Frau Bittori und die beiden Kinder Xabier und Nerea. Und auf der anderen Seite Joxian, seine Frau Miren und die drei Kinder Arantxa, Joxe Mari und Gorka. Beide Familien sind von baskischer Nationalität, die erste etwas reicher, haben ein Fuhrunternehmen, die zweite etwas ärmer, sind Arbeiter. Väter wie auch Mütter sind eng miteinander befreundet, auch die Kinder haben gute Kontakte zueinander. Dies ist die Situation bis zum Erstarken der ETA, danach verändert sich die Lage allmählich. Durch Erpressungsversuche, Druck von außen, Diffamierungen, politischem Kalkül, veränderten politischen Überzeugungen verändern sich die Charaktere allmählich, bis es schließlich zum Mord an Txato kommt. Bittori und ihre Kinder verlassen schlussendlich sogar ihr Heimatdorf und ziehen ins nahe gelegene San Sebastian. Danach versuchen die Hauptpersonen mit der neuen Situation zurechtzukommen, die alten engen Freundschaften sind zerbrochen. Es vergehen Jahre, in denen seitens der Hauptpersonen versucht wird zu leben, mit ihrer Geschichte klarzukommen. Mit der Bekanntgabe des Waffenstillstandes durch die ETA verändert sich die Lage erneut. Bittori versucht Licht in die Geschehnisse von damals zu bringen. Die Personen des Romans sind fein gewebte Charaktere, die in einem Land leben, in dem politische Strukturen mehr und mehr Einfluss auf das Leben dieser Personen nehmen. Man erlebt wie dieser Fanatismus das Leben dieser Charaktere nach und nach vergiftet/zerstört. Der Leser durchlebt dieses Drama mit den Hauptpersonen und sie tun einem leid, man empfindet schließlich eine ganze Bandbreite an Gefühlen für die jeweiligen Charaktere. Dieses Buch/seine Charaktere haben mich extrem berührt, der Autor schafft es bei mir eine sehr reale Welt zu zeichnen, mit allem was Menschen so ausmacht. Ein großartiger Roman von einem großartigen Schriftsteller. Dieses Buch ist eine Hommage an das Leben und zeigt anschaulich was Nationalismus eigentlich ist und wie zersetzend/zerstörend er wirkt. Gerade in heutigen Zeiten ein sehr zu empfehlendes Buch !!! Ein Buch das sehr bald ein Preisgekröntes sein wird !!! Chapeau !!!