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Kraft

Roman

Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen …

Komisch, furios und böse erzählt Jonas Lüscher in diesem klugen Roman von einem Mann, der vor den Trümmern seines Lebens steht, und einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann.

Portrait
Jonas Lüscher, geboren 1976 in der Schweiz, lebt in München. 2013 erhielt er den Berner Literaturpreis und den Bayerischen Kunstförderpreis. Sein Debüt »Frühling der Barbaren« wie auch sein zweiter Roman »Kraft« standen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. »Kraft« wurde mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 09.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71661-6
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,6/2,5 cm
Gewicht 225 g
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 70280
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Sprachlich trotz oft langer Sätze meisterhaft

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Wirtschaftsroman, Wissenschaftsroman und die Verzweiflung eines Tübinger Rhetorikprofessors, der sich durch die Teilnahme an einem Wettbewerb im Silicon Valley von Schulden und Ehe freikaufen will.

Kraft besteht nicht ohne Güte

Matthias Preuschoff, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Richard Kraft, alternder neoliberaler Rhetorikprofessor, steht vor den Trümmern seiner Existenz. Deshalb versucht er,vermittelt durch einen Studienfreund, in den USA 1 Millionen Dollar bei einem Philosophiewettbewerb zu gewinnen. Angewidert von der jungen, selbstgerechten Geldelite des Silicon Valleys nutzt Kraft Den Trip nach Nordkalifornien dafür sein Leben Revue passieren zu lassen, um eine Antwort auf die ausgeschriebene Preisfrage zu finden, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können Zynisch und schwarzhumorige Abrechnung mit der heutigen Gesellschaft. Scharfzüngig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Rhetorik Professor
von einer Kundin/einem Kunden am 20.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch hat mir sehr gefallen. An die langen Sätze schon zu Anfang habe ich mich recht schnell gewöhnt. Kraft ist ein Draufgänger. Der ziemlich derb scheitert. Keine Empfehlung für Leseanfänger. Trotzdem vergebe ich 5 Punkte. Es hat durchaus Potential zum Klassiker zu werden.

Leider nicht ganz mein Fall; sprachlich allerdings sehr toll
von einer Kundin/einem Kunden aus Gießen am 30.05.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Um die Frage, “warum alles was ist, auch gut ist?“ sollte es in diesem Werk gehen. Zumindest glaubte ich das anhand des Klappentextes. Doch im Grunde ist es die Erzählung über einen recht kraftlosen (und blassen) Protagonisten Kraft, der bei dem Versuch, diese Fragestellung zu beantworten, erstmalig so richtig beginnt, über sein... Um die Frage, “warum alles was ist, auch gut ist?“ sollte es in diesem Werk gehen. Zumindest glaubte ich das anhand des Klappentextes. Doch im Grunde ist es die Erzählung über einen recht kraftlosen (und blassen) Protagonisten Kraft, der bei dem Versuch, diese Fragestellung zu beantworten, erstmalig so richtig beginnt, über sein vergangenes Leben zu reflektieren. Was leider vor allem durch geschichtliche und philosophische Exkurse geschieht, welche ich nicht immer ganz verstanden habe, obwohl ich davon ein solides Grundverständnis besitze. Man merkt dem Werk irgendwie an, dass Lüscher versucht, seine gescheiterte Dissertation in diesem Roman zu verwurschteln (was er im Nachwort ja quasi selbst zugibt), weshalb er sich streckenweise eher wie eine wissenschaftliche Arbeit mit sehr, sehr speziellem Thema lesen lässt. Dies hat mir persönlich nicht so zugesagt, da ich das Gefühl habe, auch das Ende nicht richtig durchdrungen zu haben, da mir das nötige, eben dich sehr spezielle Fachwissen der Philosophie fehlt. Für philosophisch versierte sowie politisch interessierte Leser aber bestimmt lesenswert (und eigentlich nur für diese), mich persönlich hat der Roman demnach leider nicht erreicht. Dabei möchte ich noch die genutzte Sprache allerdings als wirklich hervorragend nicht unerwähnt lassen, da ich diese wirklich ausgezeichnet fand. Dies hat mich letztendlich dazu bewegt, den Roman auszulesen und nicht vorzeitig zu beenden.

von einer Kundin/einem Kunden aus Koblenz am 28.05.2017
Bewertet: anderes Format

Eine Geschichte einer Parabel gleich, die unserer Gesellschaft gekonnt einen Spiegel vorhält. Und dieser offenbart mehr als nur einen Schönheitsfehler. Absolute Leseempfehlung!