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Unterwegs in Nordkorea

Eine Gratwanderung

Rüdiger Frank

(2)
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Beschreibung


Innenansichten eines totalen Staats.

Die Entfernung zu uns ist nicht nur in Kilometern zu messen. Nordkorea ist ein diktatorisches System, das vor markigen Drohungen an den Rest der Welt und auch vor der Verhaftung von Touristen nicht zurückschreckt. Wenn überhaupt, dann sollte man keineswegs ohne gründliche Vorbereitung dorthin fahren. Doch wenn man sich dafür entscheidet, dann zeigt sich dem Besucher ein verwirrend vielfältiges und oft widersprüchliches Bild. Reisende bekommen trotz der überall vorherrschenden Zensur in Nordkorea viel gezeigt, doch vieles übersehen sie dabei.

Rüdiger Frank ist einer der weltweit besten Kenner Nordkoreas, seit über einem Vierteljahrhundert bereist er das Land regelmäßig. In seinem neuen Buch fasst er seine Reiseerfahrungen zusammen, gibt praktische Tipps und überraschende Einblicke in Alltag und Kultur Nordkoreas.

"Sein Reiseführer liefert unerwartete, differenzierte Schilderungen der Zustände vor Ort." ARD "ttt - titel thesen temperamente"

Rüdiger Frank, geboren 1969 in Leipzig, studierte Koreanistik, Wirtschaftswissenschaften und Internationale Beziehungen in Berlin und Duisburg. 1991/92 verbrachte er ein Sprachsemester an der Kim-Il-Sung-Universität in Pjöngjang und bereist seither das Land regelmäßig. Nach Lehrtätigkeit in New York und Seoul ist er heute Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens an der Universität Wien und Leiter des dortigen Instituts für Ostasienwissenschaften. Rüdiger Frank ist ein gefragter Nordkorea-Experte in den Medien und berät internationale Organisationen und Regierungen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 14.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04761-8
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 21,8/14,1/3,8 cm
Gewicht 621 g
Abbildungen 32 farbige Abbildungen
Auflage 2
Verkaufsrang 134045

Kundenbewertungen

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Nordkorea - Eine vielfältiges und widersprüchliches Reiseziel
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 30.06.2018

Nachdem ich vor einigen Monaten ein Buch über die Flucht einer außergewöhnlichen Frau aus Nordkorea las, war mein Interesse für dieses Land geweckt. Dieser autobiografische Bericht war zwar glaubwürdig, aber dennoch konnte, beziehungsweise mochte mir kaum vorstellen, dass die geschilderten Zustände Wirklichkeit sein sollten. Ich... Nachdem ich vor einigen Monaten ein Buch über die Flucht einer außergewöhnlichen Frau aus Nordkorea las, war mein Interesse für dieses Land geweckt. Dieser autobiografische Bericht war zwar glaubwürdig, aber dennoch konnte, beziehungsweise mochte mir kaum vorstellen, dass die geschilderten Zustände Wirklichkeit sein sollten. Ich wollte mehr über Nordkorea erfahren, wurde hellhörig, wenn in den Medien darüber berichtet wurde, schaute interessante Dokumentationen bei YouTube und stieß bei meiner Suche nach Büchern, die etwas mehr Aufschluss über dieses Land bieten sollten, auf Rüdiger Frank. Er ist einer der weltweit besten Kenner Nordkoreas und bereist seit über einem Vierteljahrhundert das Land regelmäßig. In seinem neuen Buch „Unterwegs in Nordkorea“ fasst er seine Erfahrungen zusammen, gibt praktische Tipps und tiefe, oft überraschende Einblicke in Alltag und Kultur Nordkoreas. So steht es in der Buchbeschreibung und das Buch hält auch tatsächlich, was es verspricht. „Unterwegs in Nordkorea“ versteht sich selbst als Reiseführer, der den Leser von der Einreise bis zur Ausreise, von Kaesong und Pjöngjang im Süden bis zum Berg Paektu an der chinesischen und der Sonderwirtschaftszone Rason an der russischen Grenze begleitet. Rüdiger Frank führt kundig durch Nordkorea und erklärt, was einen dort erwartet, vom Essen und Einkaufen bis zur Unterkunft, von den Besonderheiten des Landes und den Sehenswürdigkeiten bis zu Begegnungen mit Nordkoreanern. „Man kann in Nordkorea Spaß haben und sich wohl und sicher fühlen; das ändert nichts daran, dass es sich um eine ideologisch fundierte, intolerante Diktatur handelt, in der staatlicher Willkür nicht die bei uns üblichen Grenzen gesetzt sind.“ (S. 29) Und so ist eine Reise nach Nordkorea immer auch eine Gratwanderung. Der Lebensstandard im Land ist bescheiden, die Kriegsgefahr immer präsent. Als Tourist darf man sich nicht frei bewegen und kann, wenn man die Verhaltensregeln nicht befolgt, sogar verhaftet werden. Außerdem stellen sich immer auch viele Fragen: Stärkt unser Geld das System oder trägt es zu dessen Veränderung bei? Wirkt unsere Anwesenheit bestätigend oder irritierend? Kann man etwas über das Land lernen, oder wird man geblendet? Spannende Fragen, die der Autor gleich zu Beginn dieses Buches stellt und die nachdenklich machen. Im folgenden zeigt sich, dass sich dem Reisenden ein verwirrend vielfältiges und oft widersprüchliches Bild von Nordkorea bietet, das der Außenwahrnehmung nicht immer entspricht. Und so warnt der Autor auch davor, dass man vor Ort eine Flut ungewohnter unverständlicher Dinge erlebt, kaum zufriedenstellende Erklärungen erhält und unter Umständen ein erhebliches Maß an innerer Frustration aufbaut. Es gibt wenige Orte, an denen man als Ausländer das Gefühl bekommen kann, unter normalen Menschen zu sein und nicht einer Inszenierung gegenüberzustehen. Es geht vor allem darum, zu begreifen, was man dort sieht und hierzu liefert das der Autor viele gut verständliche Informationen, die teilweise auch sehr unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern versehen werden. Es geht um Einreiseformalitäten, aber auch um wichtige Benimmregeln und Verhaltensvorschriften, die man besser einhält, wenn man nicht in Schwierigkeiten geraten möchte. Man erfährt Wissenswertes über das landesübliche Essen und die Gepflogenheiten vor Ort, bekommt interessante Hintergrundinformationen zu den zahlreichen Museen und den Denkmälern und deren Symbolik und kann sogar ein wenig von der Ostküste Nordkoreas träumen, die landschaftlich den Vergleich mit der Mittelmeerküste in Südfrankreich nicht scheuen muss. Nach einem gewissen Lesefortschritt wird es jedoch ermüdend, dass man auch in kleinen Orten Nordkoreas zwangsläufig revolutionäre Stätten vorfindet – also Orte, an denen das eine oder andere Mitglied der Familie Kim etwas getan oder gesagt hat. Auch muss ich gestehen, dass mir die Beschreibungen der zahlreichen Denkmäler und Museen irgendwann doch zu viel wurden. Letztendlich ist diese kulturelle Überflutung jedoch vermutlich nicht auf den Autor zurückzuführen, sondern vielmehr auf die Art und Weise, auf die sich eine staatlich durchgeplante und mitsamt Guides in strengen Bahnen verlaufende Nordkorea-Reise gestalten kann. Unter dem Aspekt ist es auch selbstverständlich, dass kaum Kontakt zu Einheimischen zustande kommt und die Bevölkerung in diesem Buch ebenso wie bei der Reise meist außen vor bleibt und, wenn überhaupt, aus der Ferne betrachtet wird. Durchaus legitim finde ich es, dass Rüdiger Frank zwischenzeitlich immer auch auf sein Buch „Nordkorea – Innenansichten eines totalen Staates“ verweist, das sich mit einzelnen Themen tiefer gehend befasst. Und obwohl dieses Buch bereits in meinem Bücherregal steht und darauf wartet gelesen zu werden, fühlen sich diese Verweise für mich immer nach ungeliebter Schleichwerbung an, was meine Lesefreude stets ein wenig trübt. Und doch griff ich gern zu „Unterwegs in Nordkorea“ und ließ mich in dieses Land ‚entführen‘, dessen Besuch tatsächlich eine Gratwanderung zu sein scheint, wie der Untertitel des Buches verrät. Zwar las ich diesen Reiseführer nicht mit der Absicht, jemals nach Nordkorea zu reisen, aber dennoch stellt sich mir nach Beendigung des Buches tatsächlich die Frage, ob ich dorthin reisen würde, wenn ich es könnte. Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Aber das Buch würde ich auch nochmal lesen und kann es daher empfehlen.

Beschreibungen von Kuriositäten, Propaganda und versteckter Schönheit eines mysteriösen Landes
von einer Kundin/einem Kunden am 13.05.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Rüdiger Frank lässt uns in seinem Buch "Unterwegs in Nordkorea" an seinem umfangreichen Expertenwissen zu Nordkorea und seinen zahlreichen Reiseerfahrungen, die er sammeln konnte, teilhaben. Er ist ein Kenner der dortigen Kultur, der sich stets bemüht, trotz kritischem Blick dem Land und seinen Bewohnern Respekt zu erweisen. D... Rüdiger Frank lässt uns in seinem Buch "Unterwegs in Nordkorea" an seinem umfangreichen Expertenwissen zu Nordkorea und seinen zahlreichen Reiseerfahrungen, die er sammeln konnte, teilhaben. Er ist ein Kenner der dortigen Kultur, der sich stets bemüht, trotz kritischem Blick dem Land und seinen Bewohnern Respekt zu erweisen. Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Menschen, die einen Urlaub in Nordkorea in Erwägung ziehen. Für solche bietet Frank unverzichtbare Hinweise, angefangen bei Formalitäten und Verhaltenskodex bis hin zur Beschreibung der Sehenswürdigkeiten. Außerdem kann die Lektüre bei einer Entscheidungsfindung helfen, wenn man sich noch nicht sicher ist, ob man aus Sicherheitsgründen oder aufgrund moralischer Bedenken eine Reise antreten soll. Doch auch Leser, die sich wie ich nur für die politische und wirtschaftliche Situation Nordkoreas interessieren, kommen auf ihre Kosten. Die Unmenge an Fakten ist nämlich immer wieder mit persönlichen Reiseerfahrungen gespickt. So liest sich dieses Buch wie eine Mischung aus Reisebericht und Reiseführer. Wer schon einiges an Literatur und Dokumentationen zu Nordkorea gelesen bzw. gesehen hat, bekommt hier einen sehr aktuellen Einblick in das Land. So beobachtet Frank starke Veränderungen im Land seit der Machtübernahme durch Kim Jong-un im Jahr 2011, wie die Entstehung einer Mittelschicht in der Hauptstadt Pjöngjang und die Etablierung von marktwirtschaftlichen Strukturen. Auch das Thema der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea kommt immer wieder auf. Kurzum, ein spannendes Buch über ein Land voller Kontroversen.


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