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Von Beruf Schriftsteller

Haruki Murakami verkörpert den Typus des zurückgezogenen Schriftstellers wie wenige andere. Der japanische Bestsellerautor gilt als ausgesprochen scheu. Doch nun bricht Murakami das Schweigen und lässt uns an seiner reichen Erfahrung als Schriftsteller teilhaben. Anhand von Kafka, Raymond Chandler, Dostojewski und Hemingway sowie anderen Vertretern der Weltliteratur reflektiert er über Literatur und ihre Bedeutung für ihn selbst. Und der Leser begegnet zum ersten Mal dem Menschen Murakami. Wer weiß schon von seiner großen Kennerschaft der klassischen Musik, seiner Leidenschaft für Jazz? Ein einmaliger Blick in die Werkstatt und das Herz eines der größten und erfolgreichsten Schriftsteller unserer Zeit. Und im Grunde das, was Murakami in seiner Zurückhaltung nie schreiben würde: eine Autobiographie.

Rezension
"Hier schreibt einer, der sich seines Könnens zu sicher ist, um damit noch prahlen zu müssen." Britta Heidemann, LITERARISCHE WELT
Portrait
Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 10.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71697-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,6/2,2 cm
Gewicht 221 g
Originaltitel Shokugyo toshite no shosetsuka
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Übersetzer Ursula Gräfe
Verkaufsrang 61930
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

Murakami erklärt, wie man einen Roman schreibt. Im Grunde kann man diese Sammlung von Essays eine Autobiographie nennen, die den bescheidenen Autor etwas greifbarer macht.

Mehr als nur ein einfacher Schriftsteller!

Daniel Kornwinkel, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Bei so vielen Menschen denkt man heute, wieso bringen Sie ein Buch heraus? Bei Haruki Murakami ist das anders, er ist seit über 30 Jahren im Beruf tätig und schreibt nicht nur den schrägen Weg wie er zum Autor geworden ist und was er vorher alles so getrieben hat und auch jetzt noch anstellt neben den tollen Büchern, er zeigt den Menschen, was es heißt ein wirklich persistenter Schriftsteller von Beruf zu sein, welcher sich sein gesamtes Leben davon finanzieren will! Inspirierendes Werk, ich fand es fantastisch. Viel spaß beim Lesen wünsche ich! :)

Kundenbewertungen

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"Was ist daran falsch, sich wohlzufühlen?"
von Dr. M. am 19.06.2018

Dafür, dass Haruki Murakami angeblich ungern über sich selbst spricht, wie man auf der Buchrückseite erfährt, ist dieser autobiografisch eingefärbte Text ziemlich lang. Und vor allem erstaunlich offen. Wenn man als Autor seine Kritiker liest und dann auch noch ernst nimmt, wird das Leben nicht unbedingt einfacher. Murakami zi... Dafür, dass Haruki Murakami angeblich ungern über sich selbst spricht, wie man auf der Buchrückseite erfährt, ist dieser autobiografisch eingefärbte Text ziemlich lang. Und vor allem erstaunlich offen. Wenn man als Autor seine Kritiker liest und dann auch noch ernst nimmt, wird das Leben nicht unbedingt einfacher. Murakami zitiert aus einem Essay von Raymond Carver: " … Oder aber mach deine Arbeit so gut, wie es deine Fähigkeiten, deine Begabungen erlauben, und dann rechtfertige dich nicht und entschuldige dich nicht. Beklage dich nicht, erkläre nichts." An diese Ratschläge hält er sich in diesem Buch, mal partiell abgesehen vom letzten Punkt. Unerwartet ausführlich lässt Murakami seine Leser mit den hier gesammelten Aufsätzen über sich selbst und seine Methodik Blicke in seine Welt werfen. Vielleicht ist das aus seiner Sicht so dumm nicht. Denn wer will es schon, bei aller Bescheidenheit, seinen Kritikern und den sogenannten Literaturwissenschaftlern überlassen, was die Nachwelt über einen selbst denken und wissen soll? Wenn man Murakamis Bücher nicht kennt, also kaum einen Zugang zu ihm hat, dann mögen diese Texte vielleicht gelegentlich langweilig erscheinen, was sicher auch daran liegt, dass sein Autor ein ziemlich normales und sehr diszipliniertes Leben führt, das oft abseits der lauten Gesellschaft stattfindet. An Murakamis Offenbarungen wird man schwer etwas Gekünsteltes oder gar Kompliziertes finden. Im Gegenteil: Viele seiner Ansichten und Einsichten sind weise und ausgesprochen persönlich, sodass man sich nur wundern kann, sie so offen, manchmal fast schon ein wenig zu offen, lesen zu können. "Es ist leicht, an anderen herumzumäkeln", schreibt Murakami, "aber wenn der Betroffene alles ernst nimmt, wird er bald am Ende sein. Deshalb sage ich kategorisch, dass es mir egal sei. Und wenn noch so scheußliches Zeug geredet wird, ich schreibe, was ich schreiben will." Da muss man erst einmal hinkommen. Für wohlmeinende Leser seiner Bücher oder angehende Schriftsteller mag dieses Buch eine kleine Fundgrube fürs Verständnis sein. Unabhängig davon erzählt es ein wenig aus dem Leben eines klugen Menschen. Deshalb kann man es auch lesen, wenn man nicht alle Bücher Murakamis kennt. Eine gewisse Kenntnis seiner Werke schadet natürlich nicht und hilft an einigen Stellen schließlich doch, denn natürlich geht der Autor auch auf sein Schaffen ein. Insgesamt ein interessantes und auch unerwartetes Buch eines klugen, disziplinierten und geerdeten Mannes, der nichts mehr beweisen muss und der schreibt, weil er sich dabei wohlfühlt..

Dem Meister über die Schulter schauen
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der heurige literarische Bücherherbst hat ein ganz besonderes Gustostückerl auf Lager: Haruki Murakamis wohl persönlichstes Werk. Vom Beruf Schriftsteller handelt, wie man es vom Titel eigentlich schon erahnen kann, übers Schreiben. Ja, er schreibt über das Schreiben und es ist beinahe so, als ob man dem Meister über die Schulte... Der heurige literarische Bücherherbst hat ein ganz besonderes Gustostückerl auf Lager: Haruki Murakamis wohl persönlichstes Werk. Vom Beruf Schriftsteller handelt, wie man es vom Titel eigentlich schon erahnen kann, übers Schreiben. Ja, er schreibt über das Schreiben und es ist beinahe so, als ob man dem Meister über die Schulter schaut. Und wenn es jemand erklären kann dann er, schließlich schreibt Murakami seit über 35 Jahren. Letztlich wird niemand sein Talent leugnen können und dass trotzdem er sich selbst für einen ganz normalen Menschen hält. Hier kommt, meiner Meinung nach, ein ganz typischer japanischer Wesenszug zum Vorschein. Er nimmt aber auch Stellung zu der Atomkatastrophe Fukushima, erklärt weshalb er nur wenig Wert auf Auszeichnungen und Literaturpreise legt und zeigt die Unterschiede zwischen westlicher und östlichen Buchveröffentlichungen auf. Interessant ist, dass dieser Roman in Japan nicht online erhältlich war, sondern nur in Buchläden. Trotzdem war die erste Auflage schwuppdiwupp, innerhalb weniger Tage vergriffen. Der geneigte Murakami-Fan weiß, dass der große Meisterromancier, eigentlich sehr zurückgezogen lebt und kaum Interviews gibt, daher ist - Vom Beruf Schriftsteller - ein Musthave, nicht nur für seiner Anhänger. Ein bisschen lässt er in sein Privatleben blicken, auch wenn man sich hier keine Autobiografie erwarten darf. In - Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede - hat er bereits in seinen Alltag blicken lassen. Das steht auf meinem SuB (=Stapel ungelesener Bücher) nun ganz weit oben.

Einsichten und Ansichten
von Sandra Matteotti aus Zürich am 25.11.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Wunsch, etwas über sich zu erzählen, begleitete Haruki Murakami schon eine Weile. Schrieb er die Texte anfänglich noch für sich selber und nicht für einen Verleger, fand er sie bei einem nachträglichen Lesen doch zu ungeschliffen und versuchte, sie so zu formulieren, als ob sie für ein Publikum gedacht wären. Während des Sch... Der Wunsch, etwas über sich zu erzählen, begleitete Haruki Murakami schon eine Weile. Schrieb er die Texte anfänglich noch für sich selber und nicht für einen Verleger, fand er sie bei einem nachträglichen Lesen doch zu ungeschliffen und versuchte, sie so zu formulieren, als ob sie für ein Publikum gedacht wären. Während des Schreibens und Umschreibens lernte sich Haruki Murakami selber besser kennen. Er merkte, dass ihn gewisse Themen und Meinungen seit vielen Jahren begleiten. Nun ist aus diesen Texten ein Buch geworden, welches auch dem Leser den Menschen und Schriftsteller Murakami näher bringt. Der sonst eher zurückgezogene Schriftsteller erzählt nicht nur von seinem Schreiben, er offenbart auch viel von seiner Biografie und seinem Denken. Wie sind Schriftsteller und was braucht man, wenn man einer sein will? Mit dieser Frage beschäftigt sich das erste Kapitel. Danach erzählt Haruki Murakami von seinem Weg zur Schriftstellerei, behandelt Themen wie Originalität, die Herkunft von Ideen und Inhalten, den Ort des Schreibens sowie auch seine Abneigung gegen die Schule, die Art und Weise, wie er Figuren entwirft oder für welche Leser er schreibt. Wer nun selber Schrifsteller werden will, für den hat Haruki Murakami eine sehr aufmunternde Botschaft: "… einen Roman kann im Grunde jeder verfassen, der des Schreibens mächtig ist, einen Kugelschreiber und ein Heft zur Hand hat und vielleicht noch ein gewisse Fähigkeit zum Fabulieren besitzt." Von Beruf Schriftsteller ist ein sehr persönliches und leises Buch. Haruki Murakami wirkt nie belehrend oder überheblich, er gibt keine unhaltbaren Versprechen, sondern erzählt in einer eingängigen und unterhaltsamen Weise von seinem Schreiben und davon, was dieses für ihn bedeutet. Fazit: Ein sehr persönliches und unterhaltsames Buch, das Einblicke ins Leben und Schaffen des Menschen und Schriftstellers Haruki Murakami gewährt. Absolut empfehlenswert!