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"Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

Leben nach Auschwitz


Das bewegende Vermächtnis eines Auschwitz-Überlebenden

Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz, und was er über diese Zeit zu sagen hat, ist eindringlich und unglaublich zugleich. Im Gespräch mit dem Psychologen und Bestsellerautor Manfred Lütz erzählt er auf berührende Weise erstmals ausführlich über seine Erlebnisse im KZ. Eindringlich und bescheiden bringt er uns nahe, wie er trotz tiefer Erschütterung den Glauben an die Würde des Menschen zurückgewann und sogar im Leiden Sinn erleben konnte.

Portrait
Jehuda Bacon, geboren 1929 in Mährisch-Ostrau im heutigen Tschechien, wurde im Herbst 1942 mit seiner Familie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, im Dezember 1943 kam er nach Auschwitz-Birkenau. Er überlebte als Einziger seiner Familie und wanderte 1946 nach Palästina aus, wo er als Künstler Erfolge feierte. Seine Werke hängen in vielen bedeutenden Museen auf der ganzen Welt. Jehuda Bacon lebt mit seiner Frau in Jerusalem. Manfred Lütz, Psychiater, Psychologe und Theologe, ist als Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln tätig. Als Autor mehrerer Bestseller nimmt er in überregionalen Zeitungen regelmäßig zu aktuellen Themen Stellung. Zuletzt erschien sein Buch »Wie Sie unvermeidlich glücklich werden. Eine Psychologie des Gelingens«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 11.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10273-1
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 18,7/12,1/1,9 cm
Gewicht 202 g
Verkaufsrang 22462
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Was für ein beeindruckender Mann

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

„Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“ – was für ein einfacher, aber gleichzeitig kraftvoller Satz. Und den hat ein Überlebender des KZ Auschwitz geäußert. Dieser Satz hat mich veranlasst, dieses Buch zu lesen. Falls Sie Jehuda Bacon nicht kennen sollten, hier einige Informationen über ihn. Er würde 1929 in Ostrava/Tschechien als chassidischer Jude geboren und lebt heute in Israel. Er ist Künstler und Professor für Grafik und Zeichnen. Und er ist ein Mensch, der sich sehr stark mit dem Glauben auseinandergesetzt hat. 2013 hat er das Verdienstkreuz am Bande für seine Verdienste um die deutsch-israelische Aussöhnung und den jüdisch-christlichen Dialog bekommen. Manfred Lütz wiederum ist ein deutscher Arzt, katholischer Theologe und Schriftsteller von Sachbüchern zu verschiedensten Themen. Er schrieb gerade an einem Buch über das Thema Glück, als er im Fernsehen Jehuda Bacon sah, und dann einige Monate später das Glück hatte jenen Jehuda Bacon kennenzulernen. Aus diesem Kennenlernen und dem langen Gespräch, welches die beiden Männer geführt haben, ist dieses Buch entstanden. Ein Gespräch über Auschwitz, dem Glauben und das Leben. Eigentlich hatte ich mir auf Grund des Untertitels „Leben nach Auschwitz“ etwas anderes vorgestellt. Ich dachte, es sein mehr die Biografie eines Mannes, der Auschwitz überlebt hat, und wie ihn diese furchtbare Erfahrung geprägt hat. Allerdings hätte mir bei dem Verlag Gütersloher Verlagshaus eigentlich klar sein müssen, dass es sich um ein Buch handelt, welches tief mit dem Glauben verbunden ist. Nichtdestotrotz hat mich dieses Buch zutiefst beeindruckt. Jehuda Bacon ist ein erstaunlicher Mensch. Er hat Auschwitz überlebt, er hat Todesmärsche überlebt. Und trotzdem ist er ein positiver, gläubiger Mensch geblieben. Er versucht in jedem Menschen den einen Funken zu finden, der ihn zu einem menschlichen Wesen mit Mitgefühl macht. Er hat sich sehr intensiv mit den Religionen beschäftigt und hat in den unterschiedlichen monotheistischen Religionen viel mehr einendes denn Trennendes gefunden. Ich bewundere diesen Mann für seine Güte, seine Demut und seine Fähigkeit zu vergeben und in jedem Menschen etwas Positives zu entdecken. Mich wird dieses Buch noch eine Weile beschäftigen. Besonders auch deshalb, weil Jehuda Bacon eine sehr interessante Meinung zum Thema Atheismus vertritt. Ein wunderbares Buch, was hervorragend in die heutige Zeit passt. Denn es ist ein Buch, welches für Vergebung und Aussöhnung plädiert.

Kundenbewertungen

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Ein Highlight
von einer Kundin/einem Kunden aus Celle am 27.01.2019

Ich habe schon viele Erfahrungsberichte von Überlebenden und auch Berichte von deren Flucht oder Aufenthalten in Konzentrationslagern gelesen. Selten hatte ich so einen Kloß im Hals und war so beeindruckt wie bei diesem Buch. Das Buch ist als Interview geschrieben, womit ich nicht gerechnet habe. Als ich das Buch beendet hatt... Ich habe schon viele Erfahrungsberichte von Überlebenden und auch Berichte von deren Flucht oder Aufenthalten in Konzentrationslagern gelesen. Selten hatte ich so einen Kloß im Hals und war so beeindruckt wie bei diesem Buch. Das Buch ist als Interview geschrieben, womit ich nicht gerechnet habe. Als ich das Buch beendet hatte, erschien es mir aber genau die richtige Schreibweise um den Leser nachhaltig zu beeindrucken. Jehuda Bacon hat so viel schlimmes in seinem jungen Leben erlebt und geht so klar mit diesen Dingen um. Ich hatte vorher noch nichts von ihm gehört, aber nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich mir seine Bilder angeschaut und konnte das Buch noch viel besser verstehen. Es ist schlimm, dass solche Bücher geschrieben werden müssen und Menschen solche Dinge erleben mussten. Tief beeindruckt hat mich, dass er immer probiert hat das Positive im Menschen zu sehen. Selbst in den Menschen, die ihn in Auschwitz gequält haben. Ich bin tief beeindruckt über Jehuda Bacon und seine Einstellung. Den Satz von Manfred Lütz unter dem Klappentext konnte ich erst nicht verstehen, Nach Beendigung kann ich es. Ein Buch, das viel mehr überall erscheinen müsste. Jehuda Bacon ist so ein weiser Mann und es kann jeder von seiner Einstellung zum Leben profitieren. Ich vergebe verdiente 5 Sterne und bin immer noch tief beeindruckt.

ein bewegendes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Darmstadt am 23.11.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

einfühlsam nähert sich Manfred Lütz der schwierigen Aufgabe, mit einem KZ-Überlebenden über Glücksmomente in auswegsloser Situation zu sprechen. Was heraus kam ist ein Dokument großer Menschlichkeit