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Die Maske

Die mächtige japanische Kuki-Familie folgt einer menschenverachtenden Tradition: Der jeweils jüngste Sohn wird dazu erzogen, das Böse über die Menschheit zu bringen. Und so erhält Fumihiro eine Ausbildung, deren Ziel Zerstörung und Unglück ist, so viel ein einzelner Mensch nur vermag. Doch er hat andere Pläne: Fumihiro liebt das Waisenmädchen Kaori und will sie beschützen - und damit wird sein eigener Vater zu seinem schlimmsten Feind.

Portrait
Fuminori Nakamura, geboren 1977 in Tokai studierte Öffentliche Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima. 2003 erschien sein Debüt ›Ju‹ (›Der Revolver‹). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Nakamura lebt in Tokio.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783257608724
Verlag Diogenes Verlag AG
Originaltitel Aku to Kamen no Ruru
Dateigröße 957 KB
Übersetzer Thomas Eggenberg
Verkaufsrang 27934
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...oder zumindest denken, dass es hier nichts Gutes mehr gibt." In der mächtigen japanischen Kuki-Familie wird einer bestimmten Tradition gefolgt: Der jeweils jüngste Sohn wird dazu erzogen, ein Geschwür für die Welt zu sein. Er soll das Böse über die Menschheit bringen. Nun soll also Fumihiro zu genau so einem Geschwür herangezogen werden und Unglück sähen, so viel wie ihm nur möglich ist, doch der Junge hat andere Pläne. Er hat sich in seine Adoptivschwester verliebt, das Waisenmädchen Kaori und ihr Schutz wird zu seiner obersten Priorität. Damit wird allerdings sein Vater zu seinem schlimmsten Feind… Der japanische Schriftsteller Fuminori Nakamura ist für mich eine echte Sensation und dank Diogenes sind bisher drei Romane von ihm auf dem deutschen Markt veröffentlicht worden. „Die Maske“ war nun leider erst einmal der letzte Roman, der von diesem guten Mann noch auf meiner Leseliste stand und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht. Unheimlich düster, packend und intensiv erzählt Nakamura in seiner ruhigen Art von Fumihiro Kuki, der zu einem Monster wider Willen herangezogen wird. Aus der Ich-Perspektive beschreibt Fumihiro seinen Werdegang und lässt den Leser an allem teilhaben, was ihn zu der Person macht, die er nun mittlerweile ist. Was ist Gut und Böse? Wie kann man weiterleben, wenn Schuldgefühle die ständigen Begleiter sind? Bei Nakamura geht es wie immer um viel und er verarbeitet alle großen Themen auf eine wundervolle Art und Weise. Liebe, Einsamkeit, Schuld und noch viel mehr, bilden die Basis für die Geschichte, die sich wieder einmal den Außenseitern widmet. Es ist eine Parabel auf eine Gesellschaft, in der jeder eine Maske tragen muss, um von der Gemeinschaft nicht ausgestoßen zu sein, denn nur so lange wir uns daran halten, was andere von uns erwarten, sind wir auch ein Teil der Welt. Doch was ist, wenn wir diese Erwartungen einfach nicht erfüllen können oder wollen? Nakamura hat nicht einfach nur einen Roman geschrieben, sondern mixt hier und da Krimielemente mit hinein und verleiht dem Ganzen eine beklemmende Düsterheit, die einen als Leser nicht kalt lässt. Die minimalistische Sprache tut ihr Übriges (aus dem japanischen übersetzt von Thomas Eggenberg), damit dieses Werk seine volle Wirkung entfalten kann. Das ist wirklich großer Sport!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Karlsruhe am 11.07.2019
Bewertet: anderes Format

Fuminori Nakamura ist ein Meister beim Entwerfen melancholisch- düsterer Szenen. "Die Maske" ist ein gelungener Genre-Mix den ich verschlungen habe. Unbedingt Lesen!

von einer Kundin/einem Kunden am 11.02.2019
Bewertet: anderes Format

Man leidet ab der ersten Seite mit den Protagonisten mit. Das Buch bewegt sich zwischen Großstadtroman, Kriminalgeschichte, (Polit)Thriller und äußerst dunkler Familiengeschichte.

Bösartig, düster, hoffnungslos! Lesetipp!
von Schurken.blog aus Österreich am 08.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Tradition wird in Japan groß geschrieben. Ganz besonders dann, wenn man zum Kuki-Clan gehört. Fumihiro ist gefangen, denn sein Vater hat etwas ganz Besonderes mit dem Jungen vor. Er will der Welt ein Geschwür des Bösen geben. Dieses Geschwür hat einen Namen: Fumihiro. Der Clanpatriach verspricht den Jungen, dass er zum vierzehn... Tradition wird in Japan groß geschrieben. Ganz besonders dann, wenn man zum Kuki-Clan gehört. Fumihiro ist gefangen, denn sein Vater hat etwas ganz Besonderes mit dem Jungen vor. Er will der Welt ein Geschwür des Bösen geben. Dieses Geschwür hat einen Namen: Fumihiro. Der Clanpatriach verspricht den Jungen, dass er zum vierzehnten Geburtstag die Hölle kennen lernen wird. Dass bei diesem Plan seine Adoptivschwester Kaori eine große Rolle spielen ahnt er noch nicht. Grausam setzt der Patriach seine Familientradtion fort. Dann rückt der Geburtstag näher und so nach und nach tut sich das Grauen des Bösen auf. Fuminori Nakamura ist wohl auch so ein Japaner mit zwei Gesichtern. Sein erstes übersetztes Buch „Der Dieb“ liest sich nämlich ganz anders, das ist so eine Geschichte, die den Schalk im Nacken hat. In „Die Maske“ geht es auch um die Unterwelt Tokios, aber viel bösartiger, dunkler, hoffnungsloser. Beim Lesen war ich von der ersten Seite an gefesselt und tastete mich mit Beklemmungsgefühlen voran. Denn dieser alte böse Mann, Fumihiros Vater, lässt dem Jungen keine Chance. Und man ahnt: Das kann nur böse enden und überhaupt, diesen Traditionen entkommt man nicht. So ergeht es auch Fumihiro, der eigentlich ein guter Junge ist, dem aber keine Chance bleibt, sein Leben im Guten zu führen. In so einer Familie ist einfach kein Platz für Gutes, und genau das beweist Nakamura auf jeder Seite. Gut ist es nur für den Leser: Denn der verfolgt das fortschreitende Grauen und weiß: Das wird böse enden. Wieder einmal hat mich Fuminori Nakamura fesseln können. Und zwar von Anfang an. Denn auch sein zweites, sein richtig böses, Gesicht steht dem japanischen Autor richtig gut. Wer sich auf eine hoffnungslose Familientradition einlassen möchte, kommt um dieses Buch nicht rum. Bei all dem Bösen ist es nämlich verdammt gut zu lesen. Lesetipp!