Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Das Ende des Schweigens

Herzberg 1

(5)
Es ist dreißig Jahre her, dass Kriminalhauptkommissar Michael Herzberg im berüchtigten Stasigefängnis Bautzen II einsaß. Die schrecklichen Erinnerungen scheinen vergessen.
Doch ein außergewöhnlicher Leichenfund stellt alles auf den Kopf. Ein Ex-Major der NVA wurde grausam ermordet, die Leiche entstellt. Bald muss Herzberg nicht nur mit einer übereifrigen Journalistin fertigwerden, die auf eigene Faust recherchiert. Ein Netzwerk ehemaliger Militärs und Stasileute, das bis in den Polizeiapparat reicht, will verhindern, dass er die düstersten Kapitel der DDR-Diktatur noch einmal aufschlägt. Und das ist längst nicht alles. Die Begegnung mit der attraktiven Stieftochter des Opfers konfrontiert ihn mit seiner größten Lebenslüge. Und die schrecklichen Erinnerungen an Bautzen drängen mit aller Macht ans Licht.
Dennoch glaubt Herzberg, dass der Fall mit seiner persönlichen Geschichte nichts zu tun hat. Ein fataler Irrtum …
Rezension
Rikl hat ein spannendes Thema aufgegriffen, das bislang recht selten im deutschen Kriminalroman zu finden ist.
Portrait
Claudia Rikl

Claudia Rikl, geboren 1972, wuchs in Naumburg auf. Sie studierte Jura und Literaturwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Leipzig. Nach "Das Ende des Schweigens" ist "Der stumme Bruder" ihr zweiter Roman.

… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 528 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783644300101
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 1225 KB
Verkaufsrang 39.106
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

„Zeitgeschichte DDR“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Kein Sympathieträger ist der ehemalige Major der DDR Streitkräfte, der da mit abgeschnittener Zunge aufgefunden wird. Kommissar Herzberg hat ebenfalls mit seinen Erfahrungen aus der Stasihaftzeit zu kämpfen...alles sehr düster und bedrohlich, allerdings eine solide Krimihandlung mit unvorhersehbarer Auflösung und das ist doch schon mal was ! Kein Sympathieträger ist der ehemalige Major der DDR Streitkräfte, der da mit abgeschnittener Zunge aufgefunden wird. Kommissar Herzberg hat ebenfalls mit seinen Erfahrungen aus der Stasihaftzeit zu kämpfen...alles sehr düster und bedrohlich, allerdings eine solide Krimihandlung mit unvorhersehbarer Auflösung und das ist doch schon mal was !

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Düsterer Krimi um deutsch-deutsche Vergangenheit ... irgendwie sind alle Hauptfiguren schwer gestört, das war etwas anstrendend, hängt aber mit der Geschichte zusammen. Okay. Düsterer Krimi um deutsch-deutsche Vergangenheit ... irgendwie sind alle Hauptfiguren schwer gestört, das war etwas anstrendend, hängt aber mit der Geschichte zusammen. Okay.

Pia Buchhorn, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Leider sprang der Funke nicht über, die Handlung plätscherte dahin und die kurzen Absätze machten kein flüssiges Lesen möglich. Sehr schade. Leider sprang der Funke nicht über, die Handlung plätscherte dahin und die kurzen Absätze machten kein flüssiges Lesen möglich. Sehr schade.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
2
1
2
0
0

Die langen Schatten der DDR
von Stephanie Manig aus Oelsnitz/Erzgeb. am 14.04.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Die Journalistin Susanne Ludwig freut sich auf eine Auszeit in einem Neubrandenburger Ferienhaus. Doch noch bevor ihr Urlaub beginnen kann, macht sie in der Ferienhaussiedlung einen grausigen Fund: Susanne entdeckt die blutgetränkte Leiche eines älteren Mannes, dem die Zunge herausgeschnitten wurde. Nachdem sie sich im Krankenhaus einigermaßen von... Die Journalistin Susanne Ludwig freut sich auf eine Auszeit in einem Neubrandenburger Ferienhaus. Doch noch bevor ihr Urlaub beginnen kann, macht sie in der Ferienhaussiedlung einen grausigen Fund: Susanne entdeckt die blutgetränkte Leiche eines älteren Mannes, dem die Zunge herausgeschnitten wurde. Nachdem sie sich im Krankenhaus einigermaßen von dem Schock erholt hat, erwacht ihr journalistischer Eifer. Sie will wissen, wer den Mann auf dem Gewissen hat ? und was es mit der abgeschnittenen Zunge, die auf einem Armeekäppi neben dem Toten abgelegt wurde, auf sich hat. In ?Das Ende des Schweigens? begibt sich Autorin Claudia Rikl in eine fast vergessene Welt ? die der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA). Sie recherchierte gewissenhaft und stellt in ihrem ersten Kriminalroman eine Parallelgesellschaft vor, in die das gemeine Volk seinerzeit kaum Einblicke erhielt und in der es drakonische Strafen und grausige Rituale gab. All dies verknüpft sie mit einem spannenden Kriminalfall, der in der Gegenwart spielt. Im Zentrum der Ermittlungen steht Kommissar Michael Herzberg. Für ihn ist dieser Fall etwas Besonderes, denn er taucht zwangsläufig in seine Vergangenheit ein. Eine Vergangenheit, die ihm bis heute Angst vor geschlossenen Räumen verursacht, denn Herzberg war zu DDR-Zeiten im berüchtigten Gefängnis in Bautzen inhaftiert. Es sind die tatsächlichen Begebenheiten, die diesem Krimi das besondere Etwas verleihen und ihn dadurch realistisch erscheinen lassen: Claudia Rikl thematisiert das gefürchtete NVA-Gefängnis in Schwedt, Massenselbstmorde zu der Zeit, als die Rote Armee in Deutschland einmarschierte und Rituale wie die ?Musikbox?, mit der NVA-Angehörige ihre Kameraden traktierten. Die Hauptfiguren des Romans kämpfen mit ihren Dämonen: Kommissar Herzberg hat Probleme mit seiner Ehefrau, die im Rollstuhl sitzt, während die Journalistin Susanne Ludwig psychische Probleme und ein Sorgerechtsstreit plagen. Dennoch empfand ich die Charaktere ein bisschen zu distanziert ? man könnte auch sagen, dass ich mit ihnen nicht so richtig warm geworden bin. Der Kriminalfall selbst ist allerdings durchweg spannungsreich. Mit einer logischen Handlung und der Tatsache, dass Täter und Motiv erst am Schluss offenbart werden, ist ?Das Ende des Schweigens? ein handwerklich hervorragend gemachter Krimi. Claudia Rikls Schreibstil würde ich als unaufgeregt und durchaus anspruchsvoll bezeichnen. Derzeit arbeitet die in Leipzig lebende Autorin am zweiten Fall für Kommissar Herzberg und sein Team. Da das Ende des aktuellen Bandes durchaus über Cliffhanger-Qualitäten verfügt, darf man gespannt sein, wie es speziell privat für Michael Herzberg weitergeht.

Mein Leseeindruck
von Diana Jacoby aus Bretten am 13.03.2018
Bewertet: Paperback

(4) Gleich zu Beginn, lässt die Autorin ihre Leserschar erschauern. Ein Mann, der sich das Leben nehmen möchte wird auf gefunden und weißt zusätzlich noch ganz andere Verletzungen auf. Verletzungen, die mit einem gewissen Ekelfaktor beschrieben sind. Hier musste ich einfach nochmal einen Blick auf das Cover... (4) Gleich zu Beginn, lässt die Autorin ihre Leserschar erschauern. Ein Mann, der sich das Leben nehmen möchte wird auf gefunden und weißt zusätzlich noch ganz andere Verletzungen auf. Verletzungen, die mit einem gewissen Ekelfaktor beschrieben sind. Hier musste ich einfach nochmal einen Blick auf das Cover wagen. Doch da stand: Kriminalroman, nicht Thriller. Hui, das wird dann wohl nicht unbedingt so ein Heiteitei- Blümchen- Krimi werden. Die vielen Namen, die am Anfang auf mich einprasselten, waren schon etwas anstrengend. Wer gehört zu wem? Wer macht was und wieso? Aber bereits nach 50 Seiten waren diese Unklarheiten beseitigt und der Lesespass konnte so richtig beginnen. Mit Susanne, der Protagonistin, die den Toten entdeckt hat, hatte sich die Autorin wirklich etwas einfallen lassen. Immer nur kurze Hinweise, bei denen stets im Raum steht: Was genau hatte sie so traumatisiert? Da muss es doch noch etwas gegeben haben, als nur den Toten aufzufinden. Hier hüllt sich die Autorin lange in Schweigen und macht diesen Handlungsstrang enorm spannend. Aber auch Kommissar Herzbergs Vergangenheit ist spannend. Verhaftet, weil er ein falsches Buch gelesen hatte? Welches Buch? Und weshalb dann verhaftet? Auch hier wurde lange der Mantel des Schweigens darüber gelegt und immer nur klitzekleine Bruchstücke freigegeben. Auch hier hatte mich die Neugier absolut gepackt. Allgemein läuft Herzberg Leben ja nicht unbedingt rund, dennoch macht er gute Miene zum bösen Spiel und zeigt sich sehr geduldig. Sehr geheimnisvoll fand ich die Rolle des Sven Färber. Auch hier wurden immer nur kleine Änderungen gemacht, und seine Vergangenheit blieb lange Zeit mysteriös und sehr spannend. So war durchgängig ein Spannungsbogen vorhanden und ich wollte immer mehr wissen. Na ja, eigentlich wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich wurde von Kapitel zu Kapitel getragen, um des Rätsels Lösung in kleinen Schritten immer näher zu kommen. Zum Schluß möchte ich noch kurz auf Cover und Klappentext eingehen. Die düsteren Farben, der endlose Blick über den See, all das zeigt schon, dass Spannung zu erwarten ist. Der Klappentext umreißt fast die gesamte Story und macht neugierig. Neugierig auf die Protagonisten und neugierig auf die Handlungsstränge. Mich hätte sowohl Cover als auch Klappentext zum Kauf animiert. Fazit: #Lesespaß oder #Lesefrust? Für mich ganz klar: Lesespaß! Spannung pur und eine Story, die den Leser immer weiter in sich hineinzieht. Da es jedoch um NVA und die ehemalige DDR geht, sollte der Leser schon etwas älter sein, um die Zusammenhänge und Willkür besser nachvollziehen zu können. Dieses ist jedoch nur eine Empfehlung und keine Kritik am Krimi. Von der ersten Seiten an, hatte mich die Autorin fest in Griff. Ich wollte nur noch lesen, lesen. lesen. Durch die vielen kleinen Andeutungen wurde es nie langweilig, sondern die Spannung war durchgängig gegeben. Ich hoffe, dass die Autorin noch weitere Krimi-Ideen umsetzen kann.