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Kranichland

Roman

(51)
Eine packende Familiengeschichte über das geteilte Deutschland und die Mauern in unseren Herzen.
Die Groen-Schwestern wachsen im Ost-Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus wie ihr Vater Johannes, der am Ministerium für Staatssicherheit Karriere macht. Die künstlerisch begabte Marlene hingegen eckt überall an und verliebt sich Hals über Kopf in Wieland, einen Pfarrerssohn, der die DDR kritisch hinterfragt. Mit jedem Tag wächst die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Als das junge Paar beschließt, in den Westen zu fliehen, trifft Marlenes Vater eine Entscheidung - mit fatalen Folgen, die noch Jahrzehnte später spürbar sind …
"Kranichland" erzählt anhand des bewegenden Schicksals der Familie Groen fast achtzig Jahre deutsche Zeitgeschichte: von Bombennächten und Vertreibung, Wiederaufbau und Gründung der DDR, über das geteilte Deutschland und die Wende bis heute.
Rezension
'Kranichland' wird mit jeder Seite spannender. (...) Ein Roman, der berührt und uns DDR-Geschichte auf sehr unterhaltsame Weise nahebringt. RBB Antenne Brandenburg
Portrait

Anja Baumheier wurde 1979 in Dresden geboren und hat ihre Kindheit in der DDR verbracht. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und arbeitet als Lehrerin für Französisch und Spanisch an einer Berliner Schule. 2018 erschien mit "Kranichland" ihr erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 13.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8052-0021-9
Verlag Wunderlich
Maße (L/B/H) 20,5/12,5/3,5 cm
Gewicht 525 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 6.580
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Vom Ende des 2. Weltkrieges bis zum Fall der Mauer, reicht diese Familiengeschichte. Dieser Roman erzählt von Geschehnissen, die hoffentlich nie in Vergessenheit werden. Toll! Vom Ende des 2. Weltkrieges bis zum Fall der Mauer, reicht diese Familiengeschichte. Dieser Roman erzählt von Geschehnissen, die hoffentlich nie in Vergessenheit werden. Toll!

„Am Ende läuft alles zusammen“

Barbara Albrecht, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Kranichland ist eine etwas verworrene Geschichte mit vielen Zeitsprüngen, in die man sich einlesen muss. Es ist eine doch recht gut gelungene Mischung von Familiendrama und Zeitgeschichte, an derem Ende sich alles zusammen fügt. Etwas Wunschdenken bringt die Autorin wohl auch mit hinein, denn die Realität sah in der damaligen DDR anders aus. Ich kann das beurteilen, ich habe sie erlebt. Aber das ist eine andere Geschichte..... Auf jeden Fall ist Kranichland der Versuch, dem Leser das Leben der vergangenen Jahrzehnte nahe zu bringen, wenn auch das Ende der Geschichte mehr Wunschdenken enthält, als das Leben zu bieten hatte. Kranichland ist eine etwas verworrene Geschichte mit vielen Zeitsprüngen, in die man sich einlesen muss. Es ist eine doch recht gut gelungene Mischung von Familiendrama und Zeitgeschichte, an derem Ende sich alles zusammen fügt. Etwas Wunschdenken bringt die Autorin wohl auch mit hinein, denn die Realität sah in der damaligen DDR anders aus. Ich kann das beurteilen, ich habe sie erlebt. Aber das ist eine andere Geschichte..... Auf jeden Fall ist Kranichland der Versuch, dem Leser das Leben der vergangenen Jahrzehnte nahe zu bringen, wenn auch das Ende der Geschichte mehr Wunschdenken enthält, als das Leben zu bieten hatte.

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Ein packender und bewegender Familienroman, bei welchem der Leser die Familie Groen durch achtzig Jahre der deutschen Geschichte begleitet. Sehr lesenswert! Ein packender und bewegender Familienroman, bei welchem der Leser die Familie Groen durch achtzig Jahre der deutschen Geschichte begleitet. Sehr lesenswert!

Angela Franke, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Sie haben die Fernsehserie „Weißensee“ mit Spannung verfolgt? Dann lesen Sie dieses Buch! Fesselnd und spannend! Sie können es nicht mehr aus der Hand legen. Sie haben die Fernsehserie „Weißensee“ mit Spannung verfolgt? Dann lesen Sie dieses Buch! Fesselnd und spannend! Sie können es nicht mehr aus der Hand legen.

Sabrina Müller, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Fesselnde Familiengeschichte mit problematischer Thematik.. Fesselnde Familiengeschichte mit problematischer Thematik..

K. Meyer, Thalia-Buchhandlung Halle

Ein Roman der deutsche Zeitgeschichte über achtzig Jahre lebendig macht. Eine Geschichte über Familie, Liebe und die Macht von Geheimnissen. Ein Roman der deutsche Zeitgeschichte über achtzig Jahre lebendig macht. Eine Geschichte über Familie, Liebe und die Macht von Geheimnissen.

Sabine Hasler, Thalia-Buchhandlung Korbach

Eine Familiengeschichte und zugleich ein Stück Deutsche Zeitgeschichte - die DDR von der Gründung bis zum Mauerfall, packend und berührend geschrieben.
Eine Familiengeschichte und zugleich ein Stück Deutsche Zeitgeschichte - die DDR von der Gründung bis zum Mauerfall, packend und berührend geschrieben.

K. Heidschötter, Thalia-Buchhandlung Köln

Spannendes, verzwicktes Familienportrait mit vielen unerwarteten Wendungen. Ein wirklich gelungenes Debüt. Spannendes, verzwicktes Familienportrait mit vielen unerwarteten Wendungen. Ein wirklich gelungenes Debüt.

„Kranichland“

C. Winkler, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Eine spannende und bewegende Familiengeschichte über einen Zeitraum von fast achtzig Jahren, erzählt anhand der Familie Groen. Johannes findet nach dem Krieg eine neue Heimat in Rostock und lernt Elisabeth kennen und lieben. Er arbeitet intensiv am Aufbau des Sozialismus und bemerkt augenscheinlich nicht, wie seine Frau und seine Töchter ihm entgleiten. Dann geschehen furchtbare Dinge in der Familie, die auch Johannes, der inzwischen bei der Staatssicherheit arbeitet, nicht mehr unter Kontrolle hat. Lügen, Verrat und Schuld in dieser Familie ziehen sich bis in die heutige Zeit. Eine spannende und bewegende Familiengeschichte über einen Zeitraum von fast achtzig Jahren, erzählt anhand der Familie Groen. Johannes findet nach dem Krieg eine neue Heimat in Rostock und lernt Elisabeth kennen und lieben. Er arbeitet intensiv am Aufbau des Sozialismus und bemerkt augenscheinlich nicht, wie seine Frau und seine Töchter ihm entgleiten. Dann geschehen furchtbare Dinge in der Familie, die auch Johannes, der inzwischen bei der Staatssicherheit arbeitet, nicht mehr unter Kontrolle hat. Lügen, Verrat und Schuld in dieser Familie ziehen sich bis in die heutige Zeit.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein sehr eindringlicher Roman über die DDR-Geschichte. Auf verschiedenen Zeitebenen spielend vermittelt die Story viel Verständnis für so manches Schicksal. Trifft einen Nerv. Ein sehr eindringlicher Roman über die DDR-Geschichte. Auf verschiedenen Zeitebenen spielend vermittelt die Story viel Verständnis für so manches Schicksal. Trifft einen Nerv.

Sigrid Heipcke, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eine berührende Familiengeschichte mit bewegenden Protagonisten und geschickt eingeflochtener Zeitgeschichte, dazu flott erzählt. Eine berührende Familiengeschichte mit bewegenden Protagonisten und geschickt eingeflochtener Zeitgeschichte, dazu flott erzählt.

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Ein berührendes Debüt, das uns die DDR-Geschichte auf unterhaltsame Weise näher bringt. Ein berührendes Debüt, das uns die DDR-Geschichte auf unterhaltsame Weise näher bringt.

„Spuren des Leids“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Zur Zeit widmen sich viele Romane dem Thema Deutschland zur Nachkriegszeit. Auch das überzeugende Debüt von Anja Baumheier "Kranichland" erzählt die dramatische Generationengeschichte der in der DDR lebenden Familie Groen. Sie baute ihr Leben auf einer fataler Lebenslüge auf, die nach und nach auf schockierende Art zerbröckelt. Während der letzten acht Jahrzehnte erfährt ihr so manch trauriges Leid, das seine Spuren bis heute hinterlässt. Zur Zeit widmen sich viele Romane dem Thema Deutschland zur Nachkriegszeit. Auch das überzeugende Debüt von Anja Baumheier "Kranichland" erzählt die dramatische Generationengeschichte der in der DDR lebenden Familie Groen. Sie baute ihr Leben auf einer fataler Lebenslüge auf, die nach und nach auf schockierende Art zerbröckelt. Während der letzten acht Jahrzehnte erfährt ihr so manch trauriges Leid, das seine Spuren bis heute hinterlässt.

„Wenn Alles Lüge ist!“

Anett Nestler, Thalia-Buchhandlung Peine

Mit dieser Feststellung werden die Kinder und Enkelkinder der Berliner Familie Groen konfrontiert.In eindrucksvollen Bildern beschreibt die Autorin, in ihrem Debütroman eine Familie die eng mit der DDR verbunden ist.Der Fluchtversuch einer Tochter wird zur Zerreißprobe und Fundament für falsche Wahrheiten. Die Geschichte geht unter die Haut und macht nachdenklich. Besonders gelungen sind die kleinen Details aus dem Alltagsleben. Manchmal verlieren die handelnden Personen an Schärfe, doch das Leseerlebnis wird dadurch kaum getrübt.
Mit dieser Feststellung werden die Kinder und Enkelkinder der Berliner Familie Groen konfrontiert.In eindrucksvollen Bildern beschreibt die Autorin, in ihrem Debütroman eine Familie die eng mit der DDR verbunden ist.Der Fluchtversuch einer Tochter wird zur Zerreißprobe und Fundament für falsche Wahrheiten. Die Geschichte geht unter die Haut und macht nachdenklich. Besonders gelungen sind die kleinen Details aus dem Alltagsleben. Manchmal verlieren die handelnden Personen an Schärfe, doch das Leseerlebnis wird dadurch kaum getrübt.

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Mehrere Jahrzente deutsche Geschichte, erzählt wird vom Schicksal zweier Schwestern. Wirklich sympathisch war mir keine der beiden Frauen, habe es trotzdem zu Ende gelesen. Okay. Mehrere Jahrzente deutsche Geschichte, erzählt wird vom Schicksal zweier Schwestern. Wirklich sympathisch war mir keine der beiden Frauen, habe es trotzdem zu Ende gelesen. Okay.

N. Canje-Erfurt, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Ein wundervolles Buch über Ostdeutsche Geschichte an dem Beispiel einer Familie. Zwei Schwestern die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es wirkt dabei nie anprangernd. Ein wundervolles Buch über Ostdeutsche Geschichte an dem Beispiel einer Familie. Zwei Schwestern die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es wirkt dabei nie anprangernd.

„Oh wow!“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Anja Baumheier hat für ihr Debüt (ich kann es gar nicht glauben!) gründlich recherchiert und viele geschichtliche Details einfließen lassen. Die Familiengeschichte bleibt dabei im Vordergrund. Unvorstellbar, wie menschenverachtend und diskriminierend die Bevölkerung zu DDR Zeiten behandelt wurde und ich kann mir vorstellen, dass es vielen schlimmer ergangen ist, als im Roman geschildert. Weil es der Autorin hervorragend gelingt, die dunkle Zeit des DDR Regimes, historische Begebenheiten über viele Jahrzehnte hinweg und eine Familiengeschichte zu einem fesselnden, sehr lesenswerten Roman zu komponieren, vergebe ich verdient 5 Sterne! Anja Baumheier hat für ihr Debüt (ich kann es gar nicht glauben!) gründlich recherchiert und viele geschichtliche Details einfließen lassen. Die Familiengeschichte bleibt dabei im Vordergrund. Unvorstellbar, wie menschenverachtend und diskriminierend die Bevölkerung zu DDR Zeiten behandelt wurde und ich kann mir vorstellen, dass es vielen schlimmer ergangen ist, als im Roman geschildert. Weil es der Autorin hervorragend gelingt, die dunkle Zeit des DDR Regimes, historische Begebenheiten über viele Jahrzehnte hinweg und eine Familiengeschichte zu einem fesselnden, sehr lesenswerten Roman zu komponieren, vergebe ich verdient 5 Sterne!

„Familiengeschichte wie eine Achterbahnfahrt“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Ein sehr beachtliches Debüt über eine Familie aus der DDR. Die Autorin gibt jenen eine Stimme, die unter dem SED-Regime gelitten haben und zeigt auf, dass auch nach dem Untergang des Regimes, das psychische Leiden nicht vorbei sein kann und Lügen und Unterdrückung dauerhaft Spuren hinterlassen haben.
Hat mich sehr beeindruckt, auch sprachlich überzeugende Geschichte über die Diktatur der SED.
Ein sehr beachtliches Debüt über eine Familie aus der DDR. Die Autorin gibt jenen eine Stimme, die unter dem SED-Regime gelitten haben und zeigt auf, dass auch nach dem Untergang des Regimes, das psychische Leiden nicht vorbei sein kann und Lügen und Unterdrückung dauerhaft Spuren hinterlassen haben.
Hat mich sehr beeindruckt, auch sprachlich überzeugende Geschichte über die Diktatur der SED.

„Eine Lebenslüge die noch in den nachfolgenden Generationen nachwirkt.“

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

Eine Familiengeschichte die an Dramatik so einiges aufbieten kann. Die Familie Groen, 2 Töchter,leben in Rostock. Charlotte, die älteste Tochter ist so linientreu wie ihr Vater, ihr großes Vorbild, doch Marlene kann die Erwartungen die in sie gesetzt werden nicht erfüllen. Zu groß ihr Freiheitsdrang, zu sehr hinterfragt sie das System, in dem ihr Vater eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Sie möchte mit ihrer großen Liebe in den Westen fliehen. Doch in Prag werden sie festgenommen und auf Jahre inhaftiert. Marlene, zu diesem Zeitpunkt schwanger, gebiert während der Haft eine Tochter; doch man erzählte ihr sie sei gestorben. In Wahrheit gibt das System sie zur Adoption frei. Marlenes Mutter, Elisabeth, erreicht, das ihr das Neugeborene überlassen wird und gibt es als ihr leibliches Kind aus. "Theresa" wächst als ihre jüngste Tochter heran. Nur die engsten Familienmitglieder wissen das Theresa Marlenes Tochter ist. Nicht einmal Charlotte, die älteste Tochter weiß das es nicht ihre Schwester sondern ihre Nichte ist.
Westberlin: Jahre später erhält Theresa einen Brief von einer Kanzlei, sie sei Erbin eines Hauses in Rostock, sie und ein junger Mann Namens Tom, den bis dato keiner der Familie kennt.
Das Erbe irritiert sie, man erzählte ihr immer ihre Schwester Marlene sei tot.
Nun entrollt sich eine Familiengeschichte von solcher Tragik, Schuld, Lügen und politischen Verflechtungen die kaum zu überbieten ist.
Eine deutsch/deutsche Familiengeschichte die unter den Zwängen des politischen Systems gefangen, Entscheidungen von immenser Tragweite trifft und die daraus resultierenden Schicksale kaum verkraftet.
Die Autorin selbst ist der DDR aufgewachsen. Ihr Debüt zeigt sehr gut und anschaulich wie sehr man immer tiefer in systembedingte Zwänge hineinrutschten kann. Mit Empathie und Feingefühl schildert sie ihre Figuren und deren Tragik und wechselt dabei gekonnt die Perspektiven. Mich hat das Buch sehr bewegt.
Eine Familiengeschichte die an Dramatik so einiges aufbieten kann. Die Familie Groen, 2 Töchter,leben in Rostock. Charlotte, die älteste Tochter ist so linientreu wie ihr Vater, ihr großes Vorbild, doch Marlene kann die Erwartungen die in sie gesetzt werden nicht erfüllen. Zu groß ihr Freiheitsdrang, zu sehr hinterfragt sie das System, in dem ihr Vater eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Sie möchte mit ihrer großen Liebe in den Westen fliehen. Doch in Prag werden sie festgenommen und auf Jahre inhaftiert. Marlene, zu diesem Zeitpunkt schwanger, gebiert während der Haft eine Tochter; doch man erzählte ihr sie sei gestorben. In Wahrheit gibt das System sie zur Adoption frei. Marlenes Mutter, Elisabeth, erreicht, das ihr das Neugeborene überlassen wird und gibt es als ihr leibliches Kind aus. "Theresa" wächst als ihre jüngste Tochter heran. Nur die engsten Familienmitglieder wissen das Theresa Marlenes Tochter ist. Nicht einmal Charlotte, die älteste Tochter weiß das es nicht ihre Schwester sondern ihre Nichte ist.
Westberlin: Jahre später erhält Theresa einen Brief von einer Kanzlei, sie sei Erbin eines Hauses in Rostock, sie und ein junger Mann Namens Tom, den bis dato keiner der Familie kennt.
Das Erbe irritiert sie, man erzählte ihr immer ihre Schwester Marlene sei tot.
Nun entrollt sich eine Familiengeschichte von solcher Tragik, Schuld, Lügen und politischen Verflechtungen die kaum zu überbieten ist.
Eine deutsch/deutsche Familiengeschichte die unter den Zwängen des politischen Systems gefangen, Entscheidungen von immenser Tragweite trifft und die daraus resultierenden Schicksale kaum verkraftet.
Die Autorin selbst ist der DDR aufgewachsen. Ihr Debüt zeigt sehr gut und anschaulich wie sehr man immer tiefer in systembedingte Zwänge hineinrutschten kann. Mit Empathie und Feingefühl schildert sie ihre Figuren und deren Tragik und wechselt dabei gekonnt die Perspektiven. Mich hat das Buch sehr bewegt.

„Spannende Zeitreise “

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Fast 80 Jahre deutsche Geschichte mit Krieg, Vertreibung, Gründung und Untergang der DDR - das sind die Zutaten dieses bewegenden Familienromans. Ein absolutes Lesehighlight dieses Frühjahrs!
Für alle, die die Serie "Weissensee" oder "Das Leben der Anderen" mochten.
Fast 80 Jahre deutsche Geschichte mit Krieg, Vertreibung, Gründung und Untergang der DDR - das sind die Zutaten dieses bewegenden Familienromans. Ein absolutes Lesehighlight dieses Frühjahrs!
Für alle, die die Serie "Weissensee" oder "Das Leben der Anderen" mochten.

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

So war´s in der DDR! Ein schweres Thema mit großem psychologischem Gespür leicht und unterhaltsam, glaubhaft und differenziert erzählt. Kompliment für dieses gelungene Debut!
So war´s in der DDR! Ein schweres Thema mit großem psychologischem Gespür leicht und unterhaltsam, glaubhaft und differenziert erzählt. Kompliment für dieses gelungene Debut!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Jena

Skeptisch habe ich begonnen zu lesen, da die Autorin die DDR nur als Kind gekannt hat. Ihr ist aber ein realistischer, bewegender Roman gelungen, dem ich auch 6 Sterne geben würde Skeptisch habe ich begonnen zu lesen, da die Autorin die DDR nur als Kind gekannt hat. Ihr ist aber ein realistischer, bewegender Roman gelungen, dem ich auch 6 Sterne geben würde

Katalin Kocsis, Thalia-Buchhandlung Neubrandenburg

Vertreibung, Flucht, Wiederaufbau, Teilung Deutschland bis zur Wende. Eine bewgende Familiegeschichte zerrissen zwischen zwei deutschen Staaten und deren fatalen Folgen. Ein Muss ! Vertreibung, Flucht, Wiederaufbau, Teilung Deutschland bis zur Wende. Eine bewgende Familiegeschichte zerrissen zwischen zwei deutschen Staaten und deren fatalen Folgen. Ein Muss !

„Ein Familienleben in der DDR“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Im Moment gibt es gerade eine Flut an Romanen, die sich mit dem Deutschland nach dem 2. Weltkrieg beschäftigen. Einige davon habe ich Ihnen ja bereits vorgestellt. Und auch dieses Buch von Anja Baumheier gehört in diese Kategorie, wie das sehr schöne Cover deutlich macht. Aber Anja Baumheiers Roman ist ein wenig anders, denn sie erzählt eine Familiengeschichte, die in der DDR spielt. Es ist übrigens ihr erster Roman.

Mit der Inhaltsangabe, die Sie hier auf der Seite gefunden haben, bin ich mal wieder nur halb zufrieden. Meiner Meinung nach legt sie einen falschen Schwerpunkt des Romans fest. Es geht eigentlich nicht um das Verhältnis der Schwestern Charlotte und Marlene während der 60er Jahre, sondern um die ganze Familie Groen. Und der Zeitrahmen ist auch deutlich größer. Das Buch beginnt 1936 in Jaksonów in Schlesien. Dort feiert Johannes seinen achten Geburtstag. Dann springt die Geschichte in die Gegenwart nach Berlin, wo Theresa einen Brief von einem Notar erhält und erfährt, dass sie ein Haus in Rostock geerbt hat. Allerdings zusammen mit einem Tom Halász. Dann geht es wieder zurück in die Vergangenheit in das Jahr 1943 wo Elisabeth zusammen mit ihrer Mutter Käthe die Bombenangriffe auf Rostock erlebt. Und damit haben wir schon die Hauptakteure des Romans kennengelernt. Johannes und Elisabeth lernen sich 1946 in Rostock kennen, verlieben sich und heiraten. Sie bekommen ihre erste Tochter Charlotte. Später ziehen sie berufsbedingt nach Berlin, wo die zweite Tochter, Marlene, zur Welt kommt. Und ungefähr 17 Jahre später folgt noch die Nachzüglerin Theresa. Johannes hat in Rostock schon früh einen Russen – Kolja – kennengelernt, der für ihn ein Vaterersatz wird. Dieser Kolja spielt eine nicht unerhebliche Rolle bei dem, was später passiert.

Die Autorin erzählt ausgesprochen spannend, wie sich die Geschichte der Familie Groen in der neuen, aufstrebenden DDR entwickelt. Geschickt wechselt sie immer wieder in den Zeiten. Wenn sie in die Vergangenheit geht (das jeweilige Jahr ist immer an der Kapitelüberschrift erkennbar), erzählt sie die Geschichte der Familie chronologisch weiter. In der Gegenwart sind wir einem Rätsel auf der Spur. Warum erbt Theresa ein Haus in Rostock? Und warum wird Charlotte bei dem Erbe nicht berücksichtigt? Wer ist dieser Tom Halász? Und dann taucht später noch der Name Anton auf? Wer ist das? So nach und nach erfahren wir, was wirklich damals in der DDR und nach dem Mauerfall passiert ist und wie die Fäden zusammenhängen. Man ahnt, was passiert sein könnte, aber das ganze Drama kommt wirklich erst am Schluss zu Tage.

Das Buch liest sich ausgesprochen flüssig und spannend. Auch wenn die Zeit immer wieder gewechselt wird, bleibt man trotzdem gut in der gesamten Geschichte drin. Mich hat fasziniert, wie sich die Menschen in der DDR entwickelt haben, bzw. wie sie in bestimmte Situationen hineingerutscht sind, die sie so nicht geplant haben. Mir waren alle Personen sympathisch. Sogar die, die zur Staatsicherheit gehörten. Es ist schön zu erkennen, mit welchem Enthusiasmus die Menschen am Anfang an einen neuen, gerechten Staat geglaubt, aber peu á peu ihre Illusionen verloren haben. Und dann haben sie ganz unterschiedliche Wege gefunden, mit der Situation umzugehen. Viele dieser Geschichten sind natürlich nicht wirklich neu, aber die Autorin hat sie gut in ihre m Roman untergebracht. Und sie öffnet uns Lesern damit erneut die Augen, was damals passiert ist. Auch das ist ein Kapitel, was zu unserer deutschen Geschichte gehört. Ein Kapitel, was sehr schwierig ist, und bei dem ich wieder wie bei dem Buch „Die Vergessenen“ von Emma Sandberg, ins Grübeln komme, ob etwas unrecht ist, wenn es der damaligen Rechtslage entsprach. Für unser heutiges Rechtsempfinden steht das natürlich außer Frage. Sehr spannend, sehr traurig und Stoff, der zum Nachdenken anregt.

Für Leser von Peter Prange („Das Bernstein-Amulett“ und „Unsere wunderbaren Jahre“), Lilli Beck (Glück und Glas“ und „Wie der Wind und das Meer“) und Carmen Korn („Töchter einer neuen Zeit“ und „Jahre des Aufbruchs“), aber auch Marion Brasch mit ihrem sehr persönlichen Buch „Ab jetzt ist Ruhe“.
Im Moment gibt es gerade eine Flut an Romanen, die sich mit dem Deutschland nach dem 2. Weltkrieg beschäftigen. Einige davon habe ich Ihnen ja bereits vorgestellt. Und auch dieses Buch von Anja Baumheier gehört in diese Kategorie, wie das sehr schöne Cover deutlich macht. Aber Anja Baumheiers Roman ist ein wenig anders, denn sie erzählt eine Familiengeschichte, die in der DDR spielt. Es ist übrigens ihr erster Roman.

Mit der Inhaltsangabe, die Sie hier auf der Seite gefunden haben, bin ich mal wieder nur halb zufrieden. Meiner Meinung nach legt sie einen falschen Schwerpunkt des Romans fest. Es geht eigentlich nicht um das Verhältnis der Schwestern Charlotte und Marlene während der 60er Jahre, sondern um die ganze Familie Groen. Und der Zeitrahmen ist auch deutlich größer. Das Buch beginnt 1936 in Jaksonów in Schlesien. Dort feiert Johannes seinen achten Geburtstag. Dann springt die Geschichte in die Gegenwart nach Berlin, wo Theresa einen Brief von einem Notar erhält und erfährt, dass sie ein Haus in Rostock geerbt hat. Allerdings zusammen mit einem Tom Halász. Dann geht es wieder zurück in die Vergangenheit in das Jahr 1943 wo Elisabeth zusammen mit ihrer Mutter Käthe die Bombenangriffe auf Rostock erlebt. Und damit haben wir schon die Hauptakteure des Romans kennengelernt. Johannes und Elisabeth lernen sich 1946 in Rostock kennen, verlieben sich und heiraten. Sie bekommen ihre erste Tochter Charlotte. Später ziehen sie berufsbedingt nach Berlin, wo die zweite Tochter, Marlene, zur Welt kommt. Und ungefähr 17 Jahre später folgt noch die Nachzüglerin Theresa. Johannes hat in Rostock schon früh einen Russen – Kolja – kennengelernt, der für ihn ein Vaterersatz wird. Dieser Kolja spielt eine nicht unerhebliche Rolle bei dem, was später passiert.

Die Autorin erzählt ausgesprochen spannend, wie sich die Geschichte der Familie Groen in der neuen, aufstrebenden DDR entwickelt. Geschickt wechselt sie immer wieder in den Zeiten. Wenn sie in die Vergangenheit geht (das jeweilige Jahr ist immer an der Kapitelüberschrift erkennbar), erzählt sie die Geschichte der Familie chronologisch weiter. In der Gegenwart sind wir einem Rätsel auf der Spur. Warum erbt Theresa ein Haus in Rostock? Und warum wird Charlotte bei dem Erbe nicht berücksichtigt? Wer ist dieser Tom Halász? Und dann taucht später noch der Name Anton auf? Wer ist das? So nach und nach erfahren wir, was wirklich damals in der DDR und nach dem Mauerfall passiert ist und wie die Fäden zusammenhängen. Man ahnt, was passiert sein könnte, aber das ganze Drama kommt wirklich erst am Schluss zu Tage.

Das Buch liest sich ausgesprochen flüssig und spannend. Auch wenn die Zeit immer wieder gewechselt wird, bleibt man trotzdem gut in der gesamten Geschichte drin. Mich hat fasziniert, wie sich die Menschen in der DDR entwickelt haben, bzw. wie sie in bestimmte Situationen hineingerutscht sind, die sie so nicht geplant haben. Mir waren alle Personen sympathisch. Sogar die, die zur Staatsicherheit gehörten. Es ist schön zu erkennen, mit welchem Enthusiasmus die Menschen am Anfang an einen neuen, gerechten Staat geglaubt, aber peu á peu ihre Illusionen verloren haben. Und dann haben sie ganz unterschiedliche Wege gefunden, mit der Situation umzugehen. Viele dieser Geschichten sind natürlich nicht wirklich neu, aber die Autorin hat sie gut in ihre m Roman untergebracht. Und sie öffnet uns Lesern damit erneut die Augen, was damals passiert ist. Auch das ist ein Kapitel, was zu unserer deutschen Geschichte gehört. Ein Kapitel, was sehr schwierig ist, und bei dem ich wieder wie bei dem Buch „Die Vergessenen“ von Emma Sandberg, ins Grübeln komme, ob etwas unrecht ist, wenn es der damaligen Rechtslage entsprach. Für unser heutiges Rechtsempfinden steht das natürlich außer Frage. Sehr spannend, sehr traurig und Stoff, der zum Nachdenken anregt.

Für Leser von Peter Prange („Das Bernstein-Amulett“ und „Unsere wunderbaren Jahre“), Lilli Beck (Glück und Glas“ und „Wie der Wind und das Meer“) und Carmen Korn („Töchter einer neuen Zeit“ und „Jahre des Aufbruchs“), aber auch Marion Brasch mit ihrem sehr persönlichen Buch „Ab jetzt ist Ruhe“.

„Kranichland“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Anja Baumheier ist mit "Kranichland" ein überzeugendes Debüt gelungen.
Beschrieben wird die Geschichte eine Familie in der DDR, diese versucht einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken.

Absolut lesenswert - mein Highlight in diesem Frühjahr!
Anja Baumheier ist mit "Kranichland" ein überzeugendes Debüt gelungen.
Beschrieben wird die Geschichte eine Familie in der DDR, diese versucht einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken.

Absolut lesenswert - mein Highlight in diesem Frühjahr!

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Zwei Schwestern, die in der DDR aufwachsen. Die eine angepasst ans Regime, die andere rebellisch gegen Zwang und Gehorsam. Jahre später wird ein dunkles Familiengeheimnis aufgeklärt Zwei Schwestern, die in der DDR aufwachsen. Die eine angepasst ans Regime, die andere rebellisch gegen Zwang und Gehorsam. Jahre später wird ein dunkles Familiengeheimnis aufgeklärt

Kundenbewertungen

Durchschnitt
51 Bewertungen
Übersicht
34
15
1
1
0

Roman um die jüngere Geschichte.
von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2018

Roman um die jüngere Geschichte Deutschlands. Republikflucht, Gefängnis und das Leben danach für alle Beteiligten in DDR und BRD. Die Geschehnisse machen betroffen und sind beängstigend spannend und traurig zugleich. Es ist doch vieles sehr nahe an der Wahrheit, wie man inzwischen aus der Geschichtsschreibung weiß.

Deusch-Deutsche Familiengeschichte
von Marakkaram aus dem Emsland am 04.09.2018

Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken, heisst, einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen. Als Johannes Groen nach dem Krieg aus Schlesien fliehen muss, findet er in Rostock eine neue Heimat und in Elisabeth die Liebe seines Lebens. Gemeinsam ziehen sie nach Ost-Berlin und bekommen 2 Töchter. Doch... Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken, heisst, einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen. Als Johannes Groen nach dem Krieg aus Schlesien fliehen muss, findet er in Rostock eine neue Heimat und in Elisabeth die Liebe seines Lebens. Gemeinsam ziehen sie nach Ost-Berlin und bekommen 2 Töchter. Doch Johannes arbeitet fieberhaft am Aufbau des Sozialismus mit und merkt dabei gar nicht, wie ihm seine Familie entgleitet. Elisabeth betrügt ihn und seine Jüngste rebelliert offen gegen die DDR. Als sie mit ihrem Freund in den Westen abhauen will, muss Johannes eine folgenschwere Entscheidung treffen, deren Auswirkungen die Familie noch Jahrzehnte verfolgen.... ~ * ~ * ~ * Ein Roman, der erst auf den zweiten Blick (und Empfehlung) mein Interesse geweckt hat - der mich dafür aber umso positiver überrascht hat. Ich weiss auch gar nicht mehr, warum ich eine ziemlich trockene, sehr politisch ausgerichtete Geschichte erwartet hatte. Selbstverständlich spielt Politik eine wichtige Rolle, aber in erster Linie ist es eine Familiengeschichte. Und die ist großartig erzählt. Es geht um Liebe, Selbstbetrug, Verzweiflung und Verrat - das Leben in der DDR, die Stasi und die Entscheidungen, die jeder Mensch in jeder Sekunde seines Lebens trifft. Ich muss zugeben, selten war deutsche Geschichte spannender und interessanter eingebettet als in "Kranichland". Ich habe nebenbei und mit Lesegenuss sehr viel über die damalige Zeit erfahren. Die Charaktere von Anja Baumheier sind so unheimlich authentisch, dass man das Gefühl hat, exakt so könnte es sich zugetragen haben. Und was mir dabei auch sehr gefallen hat, es gibt in dieser Familienkonstellation kein Gut und wirklich Böse, denn die Autorin schildert so lebendig und menschlich, dass man das Handeln nachvollziehen kann, auch wenn man selber vielleicht einiges anders gemacht hätte. Ein mehr als gelungenes Debut!

Eine zerrissene Familie
von Eliza am 22.07.2018

Anja Baumheier hat mich mit ihrem Romandebüt begeistert. Ein praller Roman voller Geschichte, Schicksale, Geheimnisse, Familientragödien sowie Freundschaft und Liebe. Das Cover des Buches kommt ein wenige ?klassisch? daher und zeigt zwei Frauen von hinten in Sommerkleidern an einem Wasser sitzen. Aufgrund der Kleidung kann man ausschließen, dass es... Anja Baumheier hat mich mit ihrem Romandebüt begeistert. Ein praller Roman voller Geschichte, Schicksale, Geheimnisse, Familientragödien sowie Freundschaft und Liebe. Das Cover des Buches kommt ein wenige ?klassisch? daher und zeigt zwei Frauen von hinten in Sommerkleidern an einem Wasser sitzen. Aufgrund der Kleidung kann man ausschließen, dass es sich um eine zeitgenössische Aufnahme handelt, sondern eher um die jüngere Vergangenheit. Die Sehnsucht der Beiden wird durch den Blick auf das Wasser aber gut deutlich. Wenn man dann den Klappentext liest, kann man sich denken, dass die beiden Frauen auf dem Cover die Groen-Schwester symbolisieren sollen. Der Klappentext verrät zwar schon einiges, aber er nimmt Gott sei Dank nicht zu viel Spannung, denn in diesem Roman steckt noch viel viel mehr. Dieser Roman ist nicht nur ein Roman, sondern vor allen Dingen ein Zeugnis der Geschichte unseres Landes. Das Ende des zweiten Weltkrieges, der Wiederaufbau, die Teilung des Landes, der Mauerbau bis hin zur Wiedervereinigung, all das thematisiert Anja Baumheier in ihrem Roman Kranichland anhand des fiktiven Schicksals der Familie Groen. Diese Familie steht stellvertretend für so viele Familien, die durch schwere Zeiten gehen mussten und ein um das andere Mal um ihren Zusammenhalt kämpfen mussten. Die Zeichnung der Protagonisten ist gut, wenn auch meiner Meinung nach noch ein wenig ausbaufähig, denn ich hätte mir vor allen Dingen mehr charakterisierende Beschreibungen gewünscht, die Dialoge und die Handlungen haben aber die Personen recht gut greifbar gemacht. Insgesamt ist der Roman eher dialoglastig, Beschreibungen findet man eher selten. Die vielen raschen Dialoge tragen zu einem sehr hohen Tempo im Roman bei, manche Szenenwechsel sind sehr schnell und knackig. Wer als Fans von ausführlichen Beschreibungen ist, wird sich mit diesem Roman wahrscheinlich etwas schwer tun. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was mir sehr gut gefällt Beide Zeitebenen sind absolut gleichwertig, was Spannung und Aufbau betrifft. ?Damals? und ?Heute? stehen in keiner Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich ganz wunderbar und geben nur zusammen ein rundes Bild der Geschichte ab. Der Roman ist mit leichter Hand geschrieben. So findet man keine komplizierten Satzkonstrukte, sondern eine sehr angenehme eingängige Sprache, die auch zu dieser Zeit und vor allen Dingen zur gesellschaftlichen Schicht der Figuren passt. Zeit- und Ortsangaben helfen dem Leser bei der Orientierung im Roman, somit ist der Roman in großen Teilen gut nachvollziehbar dargestellt. Wobei ein gewisses Hintergrundwissen sicherlich nicht schadet, ich habe in einigen Passagen vieles nachlesen müssen, da ich einiges nicht selber miterlebt habe und es auch nicht in der Schule vermittelt wurde. Ein wunderbarer Roman den ich sehr gerne empfehle. Sicherlich in erster Linie ein Frauenroman, da die Groen-Schwestern im Mittelpunkt stehen und Männer eher als Nebenfiguren auftreten. Vor allen Dingen ist dieser Roman aber ein Zeitzeugnisse und eine beeindruckende Familienstudie.