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Reich werden an der Börse

100 Weisheiten für Ihr Geld

(1)
„Reich werden an der Börse“ richtet sich an Börseneinsteiger ebenso wie an erfahrene Anleger, die eine alternative Sicht auf vermeintlich bekannte Börsenthemen kennenlernen wollen.
In 100 voneinander unabhängigen Kapiteln werden alle Zusammenhänge vermittelt, die für einen Erfolg an der Börse wirklich wichtig sind beziehungsweise deren Missachtung einem solchen entgegenstehen. Behandelt wird ein breites Spektrum an Themen, angefangen von der Anzahl an Aktien, die ein Anleger sinnvollerweise besitzen sollte, über Börsen-Heuristiken wie „Buy on bad news“ bis hin zu verhaltensökonomischen Konzepten.
Auch einige Börsen-Mythen, etwa dass höhere Risiken nicht notwendigerweise mit höheren Renditen belohnt werden, werden in diesem Buch schonungslos entsorgt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 28.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86470-573-1
Verlag Börsenbuchverlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,9/3 cm
Gewicht 416 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 53.819
Buch (Paperback)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Verkündung des einzig Wahren
von Dr. M. am 25.07.2018

Die Essenz dieses Werkes kann man etwas vereinfacht so zusammenfassen: Will man an der Börse reich werden, dann gibt es nur einen Weg, nämlich den vom Autor beschriebenen. Alles andere funktioniert nicht. Für einen solchen Glauben gibt es in der Psychologie mit Sicherheit einen Fachbegriff. Was Peter Thilo Hasler in... Die Essenz dieses Werkes kann man etwas vereinfacht so zusammenfassen: Will man an der Börse reich werden, dann gibt es nur einen Weg, nämlich den vom Autor beschriebenen. Alles andere funktioniert nicht. Für einen solchen Glauben gibt es in der Psychologie mit Sicherheit einen Fachbegriff. Was Peter Thilo Hasler in seinem Buch zelebriert, ist nichts weiter als die klassische Herangehensweise von Graham und Dodd, die in der Gegenwart von Munger und Buffett verfeinert wurde und diese beiden Herren zu unfassbarem Reichtum gebracht hat. Da eine systematische Herangehensweise nicht viel Neues bringen würde, entschloss sich der Autor zu einer aufgelockerten und vereinfachenden Darstellung, bei der man neun Zehntel überlesen kann, weil diese Ausführungen praktisch kaum einen Nutzen bringen. Wen interessiert zum Beispiel, was man von der Kleidervorführerin Gisele Bündchen lernen kann? Dass angeblich prominente Menschen keine Ahnung von den Finanzmärkten haben, überrascht nicht wirklich. Immerhin liegt der nützliche Anteil der Ausführungen in diesem Buch im Rahmen von Sturgeons Gesetz, welches vom Autor unter Weisheit 19 zitiert wird, wohl in der Annahme, dass es auf ihn nicht zutreffen würde: 90 Prozent von allem, was publiziert wird, ist Mist. Es geht also in diesem Buch um das Aufspüren von Aktien, deren Kauf sich langfristig lohnen soll. Um solche Unternehmen zu finden, muss man sich eine Menge Arbeit machen. Es gilt die Zahlenwerke von Aktiengesellschaften zu untersuchen, ihr Management einzuschätzen und Zukunftsperspektiven zu bewerten. Wie man das machen soll, wird in diesem Buch in einer ersten Näherung erklärt. Mit Sicherheit bietet eine Analyse von Bilanzen eine recht tragfähige Grundlage für eine Unternehmenseinschätzung, immer vorausgesetzt, das Zahlenwerk ist ehrlich und versteckt nichts. Aber bereits an dieser Stelle lauert ein Risiko, das gerne von Kleinanlegern übersehen wird. Solche Analysen bilden schließlich auch die Grundlage für das Wirken zahlreicher Fonds. Große Fond-Gesellschaften, etwa Fidelity, lassen sich von ihren Analysten aus den Bilanzen von Aktiengesellschaften Kennzahlen erstellen, aus denen die Fondmanager Entscheidungen ableiten können. Wird es interessant, dann gehen sie in die Unternehmen und interviewen die CEOs. Abgesehen davon, dass kaum einer der Fondmanager blind einer Bilanz vertrauen würde, kann man sich doch fragen, warum nur wenige dieser Fonds den Markt schlagen. Und wenn sie das nicht tun, warum sollte man das dann nachmachen und annehmen, man wäre tatsächlich besser als Leute, die über viel mehr Informationen verfügen? Folgt man diesem Gedanken, dann wäre es doch viel einfacher, man würde sich einen oder mehrere den Gesamtmarkt passiv adaptierenden ETFs ins Depot legen. Schließlich würde das auch der Logik des Autors entsprechen, der gleich zu Beginn seiner Ausführungen immer wieder betont, dass der DAX durchschnittlich jedes Jahr um etwa 5 Prozent gestiegen ist. Dann hätte man alles, was man braucht und würde sich viel Mühe sparen. Einen Nachteil birgt hier das eventuelle Emittentenrisiko. Was an diesem Buch verwirrt, ist seine Schwarz-Weiß-Malerei. So formuliert der Autor etwa unter Weisheit 48: "Warum Value Investing nicht immer funktioniert, aber trotzdem der einzig richtige Weg ist". Man kann leicht zahlreiche Beispiele finden, die eine solch absolute Aussage widerlegen. Später unterteilt Hasler die Kleinanleger in Investoren und Spekulanten. Die einen sind die Guten, die anderen einfach nur dämlich. Tatsächlich findet man nicht wenige Ahnungslose an den Börsen. Allerdings gibt es zwischen diesen und den "Investoren" auch noch andere Leute, die jedoch nicht in Haslers primitives duales Weltbild passen. Das soll jedoch nicht heißen, dass man aus diesem Buch nichts lernen kann. Es enthält tatsächlich Wissenswertes, wenn man dem Autor und seiner Herangehensweise folgen möchte. Hasler unterteilt seinen Text in vier Teile: Einleitung und Grundlagen, Über Werte, Preise und Risiken, Die richtige Auswahl, Von der Theorie zur Praxis. Neben den zahlreichen allgemeinen Hinweisen, die alle in den Rang einer Weisheit befördert werden, findet man auch durchaus praktische Dinge, etwa wie Analysten einen Aktienkurs bewerten. Auch auf die oben von mir gestellte Frage gibt Hasler eine Antwort: Fondmanager sind nicht immer besser als kleine Investoren, weil sie noch gewissen Randbedingungen folgen müssen, die ein Privatmensch nicht hat. Das stimmt. Allerdings setzt ein solcher Vergleich stets voraus, dass man auch Informationsgleichheit herrscht. Im dritten Teil befasst sich Hasler mit dem Auffinden der richtigen Aktien. Einfach gesagt geht es bei dieser Art des Investierens immer darum, ein fundamental-analytisch unterbewertetes Unternehmen mit einem sehr guten Management und hervorragenden Zukunftsaussichten zu entdecken. Allein schon dieser Anspruch sollte darauf hinweisen, dass es sich dabei nicht nur um das Analysieren eines Zahlenwerkes handelt, sondern auch um rein subjektive Einschätzungen, bei denen man völlig auf dem Holzweg sein kann. Allen Ernstes behauptet Hasler doch tatsächlich in diesem Buch, man könne die Zukunft voraussehen (Weisheit 56). Das Buch bietet aus meiner Sicht eine bunte Mischung aus Börsenboulevard, selbstherrlichen Behauptungen und ernsthaften Ausführungen. Als ersten Einstieg in die Welt von Graham und Dodd kann man es durchaus nutzen. Danach empfiehlt es sich jedoch, die Grundlagen dieser Herangehensweise ausführlicher und tiefer zu studieren. Von Haslers Buch kann man nicht erwarten, dass es auch die zahlreichen Fallen aufzählt, die mit dem Value-Investing verbunden sind. Da es für Anfänger geschrieben wurde, stellt es die Situation vereinfacht dar. Selbst Buffett ist inzwischen unter dem Einfluss von Munger vom klassischen Ansatz des Value-Investings, so wie er hier erläutert wird, abgewichen. Andere Verbesserungen, wie etwa die Kombination aus Value-Investing und Trendfolgestrategien kommen schon allein deshalb nicht in diesem Buch vor, weil sein Autor dafür offenbar blind ist, obwohl es dazu aussagekräftige Studien gibt. Dass man mit Trendfolgestrategien überdurchschnittliche Erfolge erzielen kann, streitet Hasler sogar ab. Betrachtet man dieses Buch als Hinweissammlung für Anfänger, dann erfüllt es seinen Zweck. Nicht mehr und nicht weniger.