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Süden und Westen

Notizen

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»Sie werden aus diesen vierzig Jahre alten Notizen mehr über Amerikas Zukunft erfahren als aus der Zeitung von morgen.« Esquire

Ein feinsinniges Porträt uramerikanischer Landschaften, in dem sich bereits die Bruchlinien andeuten, an denen entlang sich das heutige Amerika spaltet: Im Sommer 1970 unternahm Joan Didion gemeinsam mit ihrem Mann John Gregory Dunne eine Reise in die amerikanischen Südstaaten, mit der vagen Idee, darüber zu schreiben. Das Stück ist nie erschienen, aber ihre Notizen blieben erhalten und werden nun erstmals veröffentlicht. Wie in ihren hochgelobten Essays und Reportagen zeigt sich auch in diesem ursprünglichen Material die Beobachtungsgabe, der Scharfsinn und das Gespür für beiläufige und doch vielsagende Szenen sowie Didions präzise, unwiderstehlich rhythmisierte Sprache, die ihre Texte so einzigartig macht. Ergänzt werden Didions Reisenotizen um bisher ebenfalls unveröffentlichte Aufzeichnungen, die 1976 entstanden, als sie in San Francisco im Auftrag des Rolling Stone den Prozess beobachtete, der der Millionenerbin Patty Hearst wegen Bankraubs gemacht wurde.

»Ein Buch für ihre vielen hingebungsvollen Leser und für jeden, der sich für den geheimnisvollen Prozess des Schreibens interessiert.« Booklist
Portrait
Joan Didion, geboren 1934 in Sacramento, Kalifornien, arbeitete als Journalistin für verschiedene  amerikanische Zeitungen und war u. a. Redakteurin der Vogue. Sie hat fünf Romane und zahlreiche  Sachbücher veröffentlicht, darunter Das Jahr magischen Denkens. Joan Didion lebt in New York City.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 23.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-05022-0
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 19,8/12,2/2,2 cm
Gewicht 265 g
Originaltitel South and West
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Antje Rávic Strubel
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Lesenswert - vor allem der erste Teil, eine Reisebeschreibung
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 06.07.2018

Die Journalistin und Schriftstellerin Joan Didion hat in ihren Notizbüchern Gedanken aber auch Gespräche und Entwürfe für Artikel oder Bücher festgehalten. Mit ?Süden und Westen? wurden Auszüge aus Tagebüchern der 1970er Jahre veröffentlicht und mit ihnen ein umfassender Blick auf die damalige Gesellschaft mit ihren politischen wie kulturellen Aspekten. Beim... Die Journalistin und Schriftstellerin Joan Didion hat in ihren Notizbüchern Gedanken aber auch Gespräche und Entwürfe für Artikel oder Bücher festgehalten. Mit ?Süden und Westen? wurden Auszüge aus Tagebüchern der 1970er Jahre veröffentlicht und mit ihnen ein umfassender Blick auf die damalige Gesellschaft mit ihren politischen wie kulturellen Aspekten. Beim ersten Teil des vorliegenden Werkes kann man Joan Didion und ihren Mann John Gregory Dunne, ebenfalls Schriftsteller und Journalist, bei einem Roadtrip durch Alabama, Mississippi und Louisiana begleiten. Ihre Gespräche mit unterschiedlichsten Einheimischen, ihre Beobachtungen in den Kleinstädten beleuchten die Themen, die das Erbe der Südstaaten darstellen: Rassismus und extreme gesellschaftliche Unterschiede. Und nicht selten musste ich innehalten und mich fragen, wie viel sich von den Eindrücken Didions in den 70ern zu heute wohl verändert hat - nur um zu den Schluss zu kommen, dass es mitunter nicht viel sein dürfte? Der zweite Teil ist eine Sammlung von Notizen zu einer Auftragsarbeit über den Patty Hearst-Prozess für den Rolling Stone, die allerdings nie veröffentlicht wurde. Die Millionenerbin Hearst wurde 1974 von einer linken Gruppe entführt, schloß sich allerdings wenige Monate später selbst der Gruppe an und beging mit ihr einige Überfälle. 1976 wurde sie in besagtem Prozess in San Francisco zu 35 Jahren verurteilt, später wurde die Strafe herabgesetzt und schlussendlich wurde Hearst begnadigt. Der erste Teil umfasst den Hauptteil des Buches und zeigt Didions Sprachwitz und ihre Beobachtungsgabe, die nicht nur mit den Beschreibungen der Menschen, denen sie begegnet, besticht, sondern vor allem auch den Umständen der Reise, den Details der jeweiligen Umgebung. ?Süden und Westen? ist mehr als bloß ein Notizbuch. Nein, dieses Buch zeigt das Talent einer großen Essayistin und dürfte sicherlich auch ein Hinweis der Autorin Jahrgang 1934 sein, denn ich bin mir sicher, dass sie mit der Freigabe ihrer Texte etwas bewirken wollte. Vielleicht ja, dass wir erkennen, wie wenig wir uns in den letzten vier Jahrzehnten entwickelt haben? Wenn überhaupt - betrachtet man eben diese Regionen nach einem Jahr Trump?scher Präsidentschaft? Ein lesenswertes Werk, wenn auch sicherlich kein massenkompatibles.

Schlechte Übersetzung
von einer Kundin/einem Kunden am 04.04.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Leider ist die Übersetzung dieses an sich interessanten Buches (wenn auch ältere Verhältnisse beschrieben werden, hat sich ja doch in den USA nicht viel verbessert) so schlecht, dass man, wenn man nie dort war (und das scheint für die Übersetzerin zu gelten) vieles gar nicht versteht. In der Kürze... Leider ist die Übersetzung dieses an sich interessanten Buches (wenn auch ältere Verhältnisse beschrieben werden, hat sich ja doch in den USA nicht viel verbessert) so schlecht, dass man, wenn man nie dort war (und das scheint für die Übersetzerin zu gelten) vieles gar nicht versteht. In der Kürze nur zwei Beispiele: "Studentenvereinigung" ist die örtliche Übersetzung von "student union", was am ehesten unserer Mensa entspricht, "sorority" ist schlicht eine Studentenverbindung für Frauen, "fraternity" eine für Männer, "Schwesternschaft" versteht niemand. Es gibt viele Sprachfehler, der ganze Text wirkt irgendwie hilflos unkongenial übersetzt usw. Schade.

Notizen
von einer Kundin/einem Kunden am 23.02.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Joan Didion gilt zu Recht als eine bedeutende US-amerikanische Autorin, da ihre Reportagen wirklich ein Stück Amerika zeigen. Dazu gehören diese Notizen auch, die aus den siebziger Jahren stammen und bisher unveröffentlicht waren. Ein (kurzer) Teil sind Kalifornische Notizen). Doch zunächst gibt es Reisenotizen. Didion beschreibt ihre Reise in den amerikanischen... Joan Didion gilt zu Recht als eine bedeutende US-amerikanische Autorin, da ihre Reportagen wirklich ein Stück Amerika zeigen. Dazu gehören diese Notizen auch, die aus den siebziger Jahren stammen und bisher unveröffentlicht waren. Ein (kurzer) Teil sind Kalifornische Notizen). Doch zunächst gibt es Reisenotizen. Didion beschreibt ihre Reise in den amerikanischen Süden im Jahr 1970. Ihre Route führt sie durch Louisiana, Mississippi, Alabama. Als Frau aus Kalifornien erlebt sie den Süden als konservativ, eigenwillig und ihr fremd. Das besondere an diesen Notizen ist, dass Joan Didion genau beobachtet. Sie sieht auch das nicht offensichtliche und aus ihren Gesprächen mit den Menschen der Umgebung kann man viel schließen. Erwähnenswert ist, dass sie nicht direkt urteilt, außer in ihren lakonischen Bemerkungen natürlich. Die Lakonie kennzeichnet ihren Stil und übt auch heute noch einen Lese-Reiz aus. Nicht unerwähnt bleiben soll das interessante und erhellende Nachwort.