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Die Frau, die liebte

Roman. Mit einem Nachwort von Judith Hermann

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe

»Dieser Roman gehört mit zum Besten, was die amerikanische Literatur zu bieten hat.« Vikram Seth

Als Martin Guerre nach langjähriger, rätselhafter Abwesenheit endlich zu seiner Frau zurückkehrt, ist Bertrande de Rols, eine Frau von 30 Jahren, von Sinnen vor Glück. Der inzwischen zehnjährige Sohn weicht dem Vater nicht mehr von der Seite, das Gut blüht auf, die große Familie ist wieder vereint. Acht Jahre lang hatte Bertrande sich gesehnt, hatte gebangt und gezürnt, war weder Witwe noch frei gewesen, und jetzt – endlich – kann sie sich hingeben. Der Liebe, ihrer Sinnlichkeit, seinem Begehren. Welcher Dämon treibt ihr plötzlich Zweifel ins Herz? Ist der Mann, den sie liebt, wirklich Martin? Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einer düsteren Ahnung, entfesselt sie eine richterliche Untersuchung – und eine Tragödie.

Mit einem Nachwort von Judith Hermann

Portrait
Janet Lewis (1899 - 1998) wurde in Chicago geboren und lebte zumeist in Kalifornien. Früh begann sie Gedichte zu veröffentlichen. Zusammen mit ihrem Mann, dem Dichter Yvor Winters, war sie ihr Leben lang politisch streitbar und aktiv, vehemente Kriegsgegnerin und Fürsprecherin der Indianer und Schwarzen. Mit ›Die Frau, die liebte‹ griff Janet Lewis einen der berühmtesten Justizfälle Frankreichs auf und schuf den fulminanten Auftakt zu ihrer Trilogie um strittige Justizfälle.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 136
Erscheinungsdatum 29.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28155-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,6/14,4/2 cm
Gewicht 305 g
Originaltitel The Wife of Martin Guerre
Übersetzer Susanne Höbel
Verkaufsrang 126535
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein Schmuckstück .

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

WOW! So schmal, so großartig. Die Geschichte einer Frau, die eine Chance ergreift, obwohl sie Zweifel aber doch keine Wahl hat.

literarisches Kleinod mit historischem Hintergrund

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Immer wieder mal geht es mir so, dass ein schlankes Buch (wie diese Novelle der Kalifornierin Janet Lewis) länger im Hinterkopf verweilt als wesentlich umfangreichere "Kollegen". Inspiriert durch eine Sammlung historischer Strafrechtsfälle nimmt uns Lewis` Geschichte mit in die französischen Pyrenäen im 16.JH.Im Mittelpunkt steht dabei Betrande de Rols, eine früh verheiratete Bauerntochter, deren Mann, Martin Guerre, für acht Jahre spurlos verschwunden war. Als er schließlich wohlbehalten wieder auftaucht, sind alle glücklich: Frau, Sohn,Geschwister und Gesinde und es gibt erneut Nachwuchs. Aber Bertrande traut dem Frieden nicht - zu liebenswürdig und vollkommen ist dieser Rückkehrer- anders vom Wesen als ihr Mann früher und sie beginnt an ihm zu zweifeln.... Eine patriarchalische Welt, strenger katholischer Glaube und diverse Gerüchte, all das mündet schließlich in einem Aufsehen erregendem Prozess, der seine Initiatorin vielleicht frei, aber nicht glücklicher machen wird... Janet Lewis verwendet eine schnörkellose, aber bilderreiche Prosa, die die Wucht ihrer Geschichte ein wenig abmildert - am Ende bleibt die Frage für mich : wie hätte ich an Bertrande`s Stelle gehandelt ? P.S.Falls Ihnen dabei Verfilmungen mit G.Depardieu oder J.Foster einfallen, liegen sie übrigens richtig :-)

Kundenbewertungen

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Zeitreise in das 16. Jh.!
von Miri am 22.05.2018

Das kleine Büchlein hat Einiges zu bieten. Auch durch die sprachlichen Mittel dürfen die Leserinnen in das 16.Jahrhundert eintauchen. In dieser Hinsicht sehr gelungen: Die Atmosphäre, die Erzählkunst sind meisterhaft erfasst! Allerdings muss ich auch zugeben, dass es nicht so ganz "Meins" war. Ich würde dieses Buch eher denen em... Das kleine Büchlein hat Einiges zu bieten. Auch durch die sprachlichen Mittel dürfen die Leserinnen in das 16.Jahrhundert eintauchen. In dieser Hinsicht sehr gelungen: Die Atmosphäre, die Erzählkunst sind meisterhaft erfasst! Allerdings muss ich auch zugeben, dass es nicht so ganz "Meins" war. Ich würde dieses Buch eher denen empfehlen, die Schwäche für wahre Begebenheiten (Fall von Martin Guerre), Geschichte und poetische/archaische Sprache haben. Alle anderen, die Fans von runden, abgeschlossen und "in-real-time" inspirierenden Geschichten mit einigermaßen gutem Ausgang sind, finden hin und da einige Schwächen. Die Geschichte selbst ist das Abbild der damaligen Strukturen: gezwungene Ehe mit 11 Jahren resp. Kinderehen, Ehre, patriarchale Tradition, bockiger Junge, der vor seinen Pflichten flieht und dann aus heiterem Himmel auftaucht und seine Macht/ Patriarchat beansprucht, Illusion einer starken Frau: Furcht vor Tradition, Sünde - immer untergeben, auch wenn es so scheint, dass sie gegen alle kämpft (für was??? Ehre, Tradition) und der ungewisse Abschluss - niemand weiß, was aus den Akteurinnen wurde u.v.m. Die Hauptakteurin Bertrande kämpft gegen alle, sogar gegen sich selbst und man erahnt schon sehr früh, dass egal wie die Geschichte mit dem Hochstapler ausgeht, sie verliert immer. Mein subjektives Urteil: lesenswerte Schilderung eines interessanten Geschichtsereignisses.

Ein literarischer Leckerbissen
von einer Kundin/einem Kunden am 26.04.2018

Die Grundlage dieser Geschichte bildet ein tatsächlich belegter und ausgesprochen ungewöhnlicher Rechtsfall aus dem Jahre 1539, den die Autorin sehr gekonnt in Romanform umzusetzen wusste. Der rasanten Geschichte fehlt es weder an Spannung noch an unerwarteten Wendungen und auch sprachlich kommt man wirklich auf seine Kosten. Ei... Die Grundlage dieser Geschichte bildet ein tatsächlich belegter und ausgesprochen ungewöhnlicher Rechtsfall aus dem Jahre 1539, den die Autorin sehr gekonnt in Romanform umzusetzen wusste. Der rasanten Geschichte fehlt es weder an Spannung noch an unerwarteten Wendungen und auch sprachlich kommt man wirklich auf seine Kosten. Ein schlankes Buch, das den Leser gänzlich zu sättigen versteht.

kleines, feines Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 28.03.2018

Bertrande de Rols ist elf Jahre alt, als sie mit dem gleichaltrigen Martin Guerre verheiratet wird. Beider Eltern sind stolze Großbauern aus der Gascogne. Altehrwürdig, stolz und feudal. Um den Besitz zu halten und zu vermehren, ist es üblich, seine Nachkommen bereits im Kindesalter finanziell vielversprechend zu verheiraten. " ... Bertrande de Rols ist elf Jahre alt, als sie mit dem gleichaltrigen Martin Guerre verheiratet wird. Beider Eltern sind stolze Großbauern aus der Gascogne. Altehrwürdig, stolz und feudal. Um den Besitz zu halten und zu vermehren, ist es üblich, seine Nachkommen bereits im Kindesalter finanziell vielversprechend zu verheiraten. " Ein Jahr verging, in dem Bertrande sich keines anderen Gefühls für ihren Mann bewusst war als dem milder Dankbarkeit dafür, dass er sie nicht behelligte". Je älter Martin wird, desto heftiger fallen die Auseinandersetzungen mit seinem Vater aus. Eines Tages entwendet er Saatgut. Um der schweren Bestrafung durch den Vater zu entgehen, verlässt Martin den Hof. Einzig seiner Ehefrau Bertrande erzählt Martin von seinem Vorhaben und bittet sie, dieses Geheimnis für sich zu behalten. "Die Frau, die liebte" von Janet Lewis ist ein kleines, feines Lesevergnügen.