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Ein mögliches Leben

Roman

(54)

Ein junger Mann begleitet seinen Großvater auf eine Reise in die deutsche Vergangenheit, durch die sich für ihre Familie alles ändert

Ein Wunsch, den Martin seinem Großvater Franz nicht abschlagen kann: eine letzte große Reise unternehmen, nach Amerika, an die Orte, die Franz seit seiner Gefangenschaft 1944 nicht mehr gesehen hat. Martin lässt sich auf dieses Abenteuer ein, obwohl er den Großvater eigentlich nur aus den bitteren Geschichten seiner Mutter kennt. Unter der sengenden texanischen Sonne, zwischen den Ruinen der Barackenlager, durch die Begegnung mit den Zeugen der Vergangenheit, werden in dem alten Mann die Kriegsjahre und die Zeit danach wieder lebendig. Und endlich findet er Worte für das, was sein Leben damals für immer verändert hatte.

Mit jeder Erinnerung, mit jedem Gespräch kommt Martin seinem Großvater näher, und langsam beginnt er die Brüche zu begreifen, die sich durch seine Familie ziehen. Er erkennt, wie sehr die Vergangenheit auch sein Leben geprägt hat und sieht seine eigene familiäre Situation in einem neuen Licht.

Ein vielschichtiger Roman über die tiefen Spuren, die der Krieg bis heute in vielen Familien hinterlassen hat.

Portrait

Hannes Köhler, geboren 1982 in Hamburg, lebt als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Studium der Neueren deutschen Literatur und Neueren/Neuesten Geschichte in Toulouse und Berlin. 2011 erschien der Debütroman In Spuren (mairisch). Hannes Köhler war u.a. Teilnehmer der Prosawerkstatt im LCB, Stadtschreiber in Kitzbühel, Stipendiat der Stiftung Preußische Seehandlung und des Goldschmidt-Programms für deutsch-französische Literaturübersetzung. Für Ein mögliches Leben unternahm er eine zweimonatige Recherchereise in die USA und führte zahlreiche Zeitzeugengespräche.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783843717083
Verlag Ullstein eBooks
Dateigröße 2154 KB
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18,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Vielschichtig und tief berührend“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Auf den Spuren der Vergangenheit reisen Martin und sein Großvater nach Texas. Ein bewegender, hintersinniger und wunderbar erzählter Roman über die Folgen des Krieges. Großartig! Auf den Spuren der Vergangenheit reisen Martin und sein Großvater nach Texas. Ein bewegender, hintersinniger und wunderbar erzählter Roman über die Folgen des Krieges. Großartig!

„Eine denkwürdige Reise, die sprichwörtlich in die Vergangenheit führt...“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Die Geschichte des jungen Franz beginnt 1944 in der Normandie, wo er als Kriegsgefangener der USA nach Texas verschifft wird. Lange hat Franz nicht im Krieg gedient; er ist ursprünglich ein junger und stolzer Kumpel aus Essen. Sowohl bei sich zu Hause mit Vater und Bruder als auch im Gefangenenlager wird die Treue zu Hitler kontrovers diskutiert. Hans verhält sich still, was dieses Thema betrifft. Nur gegenüber seinem Freund Paul und einer Handvoll Kameraden traut er sich, kritisch zu sein. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als das Ende des Krieges welches die eigene Freiheit zu bedeuten hätte...
Ganze 70 Jahre später - Franz ist seit kurzem verwittwet - ringt er seinem Enkelsohn Martin das Versprechen ab mit ihm zurück nach Texas zu kehren. Mit jeder Erinnerung und jedem Gespräch kommen sich Franz und Martin, die trotz der Verwandschaft nicht wirklich viel voneinander wussten, näher.
Mir hat "Ein mögliches Leben" gut gefallen. Als Leser erfasst man schnell das Herzblut von Hannes Köhler, dass in angetrieben haben muss um diese Geschichte zu erzählen.
Die Geschichte des jungen Franz beginnt 1944 in der Normandie, wo er als Kriegsgefangener der USA nach Texas verschifft wird. Lange hat Franz nicht im Krieg gedient; er ist ursprünglich ein junger und stolzer Kumpel aus Essen. Sowohl bei sich zu Hause mit Vater und Bruder als auch im Gefangenenlager wird die Treue zu Hitler kontrovers diskutiert. Hans verhält sich still, was dieses Thema betrifft. Nur gegenüber seinem Freund Paul und einer Handvoll Kameraden traut er sich, kritisch zu sein. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als das Ende des Krieges welches die eigene Freiheit zu bedeuten hätte...
Ganze 70 Jahre später - Franz ist seit kurzem verwittwet - ringt er seinem Enkelsohn Martin das Versprechen ab mit ihm zurück nach Texas zu kehren. Mit jeder Erinnerung und jedem Gespräch kommen sich Franz und Martin, die trotz der Verwandschaft nicht wirklich viel voneinander wussten, näher.
Mir hat "Ein mögliches Leben" gut gefallen. Als Leser erfasst man schnell das Herzblut von Hannes Köhler, dass in angetrieben haben muss um diese Geschichte zu erzählen.

„Das Ende bleibt das Ende“

Gerhard Scheibel, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Irgendwann muss man sich entscheiden und die Konsequenzen tragen. Man kann sich nicht immerzu raushalten. Durchaus vielschichtig mit einem Schuss Goethe. Gedanken: Wenn die Jungen spießiger sind als die Alten, dann muss man sich Sorgen machen. Irgendwann muss man sich entscheiden und die Konsequenzen tragen. Man kann sich nicht immerzu raushalten. Durchaus vielschichtig mit einem Schuss Goethe. Gedanken: Wenn die Jungen spießiger sind als die Alten, dann muss man sich Sorgen machen.

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Wie der Krieg unser Leben und das der nachfolgenden Generationen beeinflusst liest man hier. Großvater Franz begibt sich auf eine sehr persönliche Reise mit seinem Enkel Martin. Wie der Krieg unser Leben und das der nachfolgenden Generationen beeinflusst liest man hier. Großvater Franz begibt sich auf eine sehr persönliche Reise mit seinem Enkel Martin.

Andrea Rauh, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Dieser vielschichtige und eindringliche Roman beschreibt die Zeitreise eines ehemaligen Kriegsgefangenen in das damalige Lager in Texas. Eine Aufarbeitung der besonderen Art. Dieser vielschichtige und eindringliche Roman beschreibt die Zeitreise eines ehemaligen Kriegsgefangenen in das damalige Lager in Texas. Eine Aufarbeitung der besonderen Art.

„Reise ins Leben“

Iris Rosenthal, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Ein junger Mann reist mit seinem Großvater in die USA zu dem Ort, in dem der Großvater, Franz, Kriegsgefangener gewesen ist. In Rückblenden erfährt der Leser was der junge Franz dort erlebt hat und wie sehr in diese Ereignisse sein ganzes spätere Leben geprägt haben. Ein wirklich eindringlich geschriebenes Buch, welches von der ersten Seite an fasziniert. Ein junger Mann reist mit seinem Großvater in die USA zu dem Ort, in dem der Großvater, Franz, Kriegsgefangener gewesen ist. In Rückblenden erfährt der Leser was der junge Franz dort erlebt hat und wie sehr in diese Ereignisse sein ganzes spätere Leben geprägt haben. Ein wirklich eindringlich geschriebenes Buch, welches von der ersten Seite an fasziniert.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
54 Bewertungen
Übersicht
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Stichworte
von Hortensia13 am 23.05.2018

Martin möchte seinem Grossvater Franz einen Wunsch erfüllen und reist mit ihm nach Amerika. Zusammen besuchen sie die Orte, die Franz seit seiner Gefangenschaft 1944 nicht mehr gesehen hat. Auf den Spuren der Vergangenheit fängt sich Franz an die letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges zu erinnern. Diese Erinnerungen prägten... Martin möchte seinem Grossvater Franz einen Wunsch erfüllen und reist mit ihm nach Amerika. Zusammen besuchen sie die Orte, die Franz seit seiner Gefangenschaft 1944 nicht mehr gesehen hat. Auf den Spuren der Vergangenheit fängt sich Franz an die letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges zu erinnern. Diese Erinnerungen prägten und prägen ihre Familie heute noch. Der Einstieg fiel mir schwer, was hauptsächlich am Schreibstil lag. Der Autor versucht mit Schlagworten Atmosphäre zu schaffen. Diese stichwortigartige Aufzählungen behindern in meinen Augen den Lesefluss und bedingen eine grosse Konzentration, um folgen zu können. Auch fand ich die Sprünge zwischen den Erinnerungen zu willkürlich. Eindeutig nicht mein Stil des Buches und für mich 2,5 Sterne wert.

Kamerad unter Fremden, Fremder unter Kameraden
von Jenny Vogler am 12.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

?Der Blick nach vorn hatte sein Versprechen von der goldenen Zukunft längst verloren. Am Ende lag Schwärze, das Nichts, da waren sie sich einig, sie und ihr Vater.? Inhalt Gemeinsam mit seinem Enkel Martin unternimmt der betagte Franz Schneider noch einmal eine Reise nach Amerika, besucht die Orte seiner längst vergangenen... ?Der Blick nach vorn hatte sein Versprechen von der goldenen Zukunft längst verloren. Am Ende lag Schwärze, das Nichts, da waren sie sich einig, sie und ihr Vater.? Inhalt Gemeinsam mit seinem Enkel Martin unternimmt der betagte Franz Schneider noch einmal eine Reise nach Amerika, besucht die Orte seiner längst vergangenen Kriegsgefangenschaft während des 2. Weltkrieges. Dort wo er einst in Baracken gelebt hat und Baumwolle pflückte, wo er Freunde fand, die ihm wichtig waren und Menschen, die ihre Hitlerliebe mitgebrachten um andere damit zu tyrannisieren. Rückblickend ergibt sich das Bild über die vielen Jahre in der Obhut einer fremden Regierung, mit der Franz durchaus sympathisierte. Es zeigt sich, warum der alte Mann, ein Geheimnis um seinen verlorenen Finger macht und warum er seiner Tochter Barbara die Briefe einer Freundin zukommen lässt, die vielleicht in der Gunst seiner Zuneigung noch weiter ober rangierte als ihre Mutter. Und auch Martin entdeckt Seiten an seinem Großvater, die ihm bisher unbekannt waren und beginnt seine eigenen Beziehungen zu überdenken. Meinung Der junge Hamburger Autor Hannes Köhler setzt sich in diesem Roman mit einer eher ungewöhnlichen Problematik der Kriegsjahre auseinander, die in der Literaturlandschaft relativ unbefleckt daherkommt. Denn obwohl in der Gegenwartsliteratur die Thematik des zweiten Weltkrieges und seine Ausuferungen gerne im Mittelpunkt stehen, fand ich diesen Abstecher in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager sehr inspirierend und informativ. Man merkt dem Text die fundierte Recherchearbeit an, obwohl er wie im Nachwort vermerkt, ein fiktives Werk ist, lediglich in Anlehnung an historische Begebenheiten. Eingebettet in eine Familiengeschichte erzählt der Autor aus dem Leben eines Mannes, der zwar dem Krieg in der Heimat entkam, nicht aber den Schrecken und Ängsten seiner fatalistischen Auswirkungen. Im Zentrum der Erzählung findet man eine besondere Spezies Mensch, ich würde sie als ?Die Aufgelesenen? bezeichnen, Menschen die in der Fremde für den offiziell politischen Gegner Strafarbeit leisten müssen. Doch die Lebensbedingungen sind nicht schlecht und die Arbeit zwar schwer aber auch gerecht. So dass es den Soldaten, die allesamt an der Front und im Hinterland gekämpft haben, gar nicht so schlecht geht wie anzunehmen. Vielmehr sind es ihre Einstellungen zum Leben, zum Krieg, ja auch zum Führer, die für Reibereien sorgen. Eine Art Gruppendynamik in den Lägern entsteht, zwischen denen, die auf den Endsieg Hitlers hoffen, anderen die sich klar auf die Seite der Amerikaner stellen und jenen, die sich schweigend zurückziehen oder ihr Fähnchen einfach in den Wind halten. Schon bald steuert der Leser auf den Kern der Geschichte zu, der sich zwischen Kameradschaft, Hass und Ausgrenzung befindet und der zeigt, welche Ausmaße das nationalsozialistische Gedankengut in den Köpfen der Menschen hinterlassen hat. Doch das ist nicht alles, die Erzählung streift sehr viele zwischenmenschliche Belange, nicht nur die Gefühle der Soldaten, den Zwiespalt, in dem sich die Verantwortlichen befinden, sondern eben auch die langfristigen Auswirkungen auf das normale Leben nach dem Krieg, auf Familienbande, die zwar entsteht aber längst nicht so unbelastet ist, wie gewünscht. Das Buch ist sehr vielschichtig, in leiser eindringlicher Erzählsprache gehalten, so dass man sehr gut in die Geschichte hineinfinden kann. Doch bis zur Hälfte des Textes konnte der Funke nicht so richtig überspringen, vielleicht weil mir persönlich zu Vieles angesprochen wurde. Einerseits ist es nämlich die persönliche Sicht, die Erlebnisse des Kriegsbetroffenen, die besprochen werden, andererseits die gegenwärtige Handlung einer eher schweigsamen, durchaus belasteten Familiengeschichte zwischen Vater, Tochter und Enkelsohn. Der Wechsel der beiden Handlungsstränge konnte mich nicht immer fesseln, erschwerte mir in gewisser Weise die Nähe zum Text. Fazit Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen alternativen Kriegsroman, der in weiten Teilen auch eine Familiengeschichte ist. Mit einer großen Portion Einfühlungsvermögen, interessanten Fakten und ansprechender Schreibweise kann das Buch absolut punkten. Gefühle werden hier sehr sachlich, äußerst präzise und passend zu den geschaffenen Charakteren transferiert, was für eine hohe Glaubwürdigkeit sorgt. Manchmal muss man Schlucken, ob der Dramatik im Stillen, manchmal kann man lächeln über den sorgsamen Umgang mit lebenslangen Freundschaften und an anderen Stellen driftet man etwas ab, hinein ins Leben, so wie es ist, nur mit den tiefen Spuren seelischer Verletzungen im Gepäck.

Ein mögliches Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 29.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine Reise in die Vergangeheit Cover und Gestaltung: Den Buchtitel finde ich passend zum Inhalt, denn es hätte auch anders verlaufen können. Das Hardcover gefällt mir auch nur die Umschlaggestaltung finde ich nicht so ansprechend, dafür aber die Idee, das Coverbild gedreht zu positionieren finde ich kreativ und abwechslungsreich. Inhalt und eigene... Eine Reise in die Vergangeheit Cover und Gestaltung: Den Buchtitel finde ich passend zum Inhalt, denn es hätte auch anders verlaufen können. Das Hardcover gefällt mir auch nur die Umschlaggestaltung finde ich nicht so ansprechend, dafür aber die Idee, das Coverbild gedreht zu positionieren finde ich kreativ und abwechslungsreich. Inhalt und eigene Meinung: Der Autor Hannes Köhler hat mit seinem Buch ?Ein mögliches Leben? eine interessante und lesenswerte Geschichte geschrieben. Martin macht sich mit seinem Großvater auf eine große Reise. Eine Reise nach Amerika, eine Reise in die Vergangenheit. Die Erzählungen und die beschriebenen Erfahrungen seines Großvaters wirken sehr lebendig und ich als Leserin habe die Geschehnisse bildlich vor Augen. Franz war früher ein Wehrmachtssoldat im zweiten Weltkrieg. Am Ende dieses Krieges wurde er von den Amerikanern in Gefangenschaft genommen. Sie besuchen diese Orte und Franz öffnet sich immer mehr was diese schwierige Zeit angeht. Man erkennt, wie sehr ein Mensch von diesem Weltkrieg, dem Nationalsozialismus und all solchen Erlebnissen und Denkweisen geprägt wird. Er erinnert sich an die Gefangenschaft, Mitgefangenen und dieser schrecklichen Zeit und der Autor verbindet dies auch sehr gut mit seiner Familiengeschichte. Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwer gefallen. Gut gefallen hat mir dagegen der Schreibstil und der Wechsel der Zeiten - Gegenwart, Vergangenheit. Einige Fakten waren mir noch unbekannt, aber man lernt ja nie aus. Dieses Buch empfehle ich gerne weiter.