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Aufruhr in mittleren Jahren

Roman

(13)
Ingrid und Jan sind seit 25 Jahren verheiratet und führen in Oslo, Norwegen, ein Leben in Wohlstand. Doch Ingrid kann nicht mehr – sie sieht alles schwarz. Die freudlose Ehe frustriert sie, das Engagement am Arbeitsplatz ist nur geheuchelt, und von den halbwüchsigen Söhnen ist kein Trost zu erwarten. Während Ingrid eine Therapie beginnt, schlittert Jan in eine Affäre mit seiner jungen Kollegin Hanne. Das dauert ein Jahr, dann zwingt Hanne den zaudernden Jan, Ingrid zu verlassen. Diese reagiert gelassen, zieht kurzerhand mit einer Matratze in ihr Auto und fühlt zum ersten Mal seit langem eine tiefe Zufriedenheit. Mitreißend und voll schwarzem Humor erzählt Nina Lykke vom Drama einer Familie – mit fast versöhnlichem Ausgang.
Portrait
Nina Lykke wurde 1965 geboren. Ihr Debüt Orgien, og andre fortellinger (2010) war für den norwegischen Jugendkritikerpreis nominiert. Ihren Durchbruch hatte Lykke mit ihrem Roman Aufruhr in mittleren Jahren (2016), der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war, den norwegischen Jugendkritikerpreis gewann und in Norwegens größtem Bücherklub zum Buch des Monats gekürt wurde.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783312010714
Verlag Verlag Nagel & Kimche AG
Dateigröße 1686 KB
Übersetzer Ina Kronenberger, Sylvia Kall
Verkaufsrang 19.340
eBook
15,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Janina Bangert, Thalia-Buchhandlung Hanau

Nina Lykke erzählt gnadenlos ehrlich vom Zerfall einer Familie. Ein sarkastischer und bitterböser Blick auf unsere Gesellschaft.
Absolute Leseempfehlung!
Nina Lykke erzählt gnadenlos ehrlich vom Zerfall einer Familie. Ein sarkastischer und bitterböser Blick auf unsere Gesellschaft.
Absolute Leseempfehlung!

Simone Mkirech, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Unzufriedenheit im eingefahrenen Ehealltag,Untreue des Ehemannes.Für Ingrid eröffnen sich nach anfänglichem Schock ganz neue Möglichkeiten...Bissig und pointiert geschrieben! Unzufriedenheit im eingefahrenen Ehealltag,Untreue des Ehemannes.Für Ingrid eröffnen sich nach anfänglichem Schock ganz neue Möglichkeiten...Bissig und pointiert geschrieben!

Christel Cader, Thalia-Buchhandlung bonn

Ingrid ist nicht nur die verlassene Ehefrau sondern die Starke, die ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nimmt, mit ihrem Mann und den verwöhnten Machos in der Familie abrechnet!! Ingrid ist nicht nur die verlassene Ehefrau sondern die Starke, die ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nimmt, mit ihrem Mann und den verwöhnten Machos in der Familie abrechnet!!

Angela Franke, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Böse, zynisch und sehr intelligent beschreibt Nina Lykke das Leben einer Frau am Abgrund, aufgerieben zwischen Beruf, Familie und der Sehnsucht nach mehr. Böse, zynisch und sehr intelligent beschreibt Nina Lykke das Leben einer Frau am Abgrund, aufgerieben zwischen Beruf, Familie und der Sehnsucht nach mehr.

„Am Rande des Nervenzusammenbruchs“

Sabine van Ahlen, Thalia-Buchhandlung Münster

Sie sind Anfang bis Mitte 50 und gehören damit zu den denen, die als Zielgrupe auf kulturellen Veranstaltungskalendern inzwischen ganz ironiefrei in der Rubrik „junge Senioren“ aufgeführt werden? Sie sind lange verheiratet, haben erwachsene Kinder, stehen unangefochten im beruflichen Leben, haben viel erreicht und können, wenn schon nicht glücklich, so doch mehr als zufrieden sein? Dann sind Sie reif für dieses Buch.
Den Protagonisten Ingrid und Jan in Nina Lykkes preisgekröntem Roman bricht bei der Gretchenfrage „Was erwarte ich jetzt noch von meinem Leben?“ der kalte Schweiß aus. Sie haben längst erwachsene Söhne, die noch immer mietfrei und mit Rundum-Service bei den Eltern leben, diese aber dennoch - oder gerade deshalb – bestenfalls mit Gleichgültigkeit strafen, vermutlich aber ganz einfach verachten. Sie sind, was man wohl „gut situiert“ nennt. Sie haben eine angenehm konfliktarme, geregelte Gewohnheitsehe geführt und sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiterzugehen scheint. Ingrid, von lebenslangen Zwängen und Neurosen beherrscht, kann ihre innere Wut, ihren gelegentlichen unvernünftigen Drang, einfach nur noch zu schreien, kaum noch beherrschen und fühlt, wie die Energie, allmorgendlich wieder die Maske der Normalität aufzutragen, sie zunehmend verläßt. Ihr Mann Jan dagegen will sich noch einmal beweisen, will Verpaßtes, Ungelebtes endlich nachholen, seine gefühlte Jugend noch einmal so richtig ausleben, komplett mit junger Geliebter, aufregendem Sexualleben und – wer weiß – noch einmal mit Windeln und Babygeschrei. Schade nur, daß er sich an die angenehmen Seiten des Spießerlebens gewöhnt hat und sein wild entschlossenes „Alles-auf-Anfang“ gerne mit Rückkehrgarantie zu der möglichst geduldig und verständnisvoll auf ein Ende seiner Selbstfindungsphase wartenden Ehefrau hätte. Selbstfindung auf Probe sozusagen. Was aber, wenn die Geliebte sich weniger als Jungbrunnen, denn als fordernd, hysterisch und (sex)besessen entpuppt, ihre biologische Uhr deutlich ticken hört und jetzt endlich, nach jahrelanger Rastlosigkeit, Nägel mit Köpfen machen will?
Nina Lykkes Roman ist ein messerscharfes, bisweilen ätzendes, aber äußerst gelungenes Psychogramm unserer allzu reibungslos funktionierenden (gut)bürgerlichen Gesellschaft, deren Einfamilienhaus-Kulissen unser Leben Lügen straft. Wir funktionieren nur noch mit äußerster Mühe, und sind Schauspieler unserer Selbst im täglichen Theater zufriedener Normalität, ohne die Einsicht, wer wir sind und sein wollen auch nur zulassen zu können. Denn dann droht nicht nur die Fassade zu bröckeln, dann bricht unser ganzes sorgfältig aufgebautes Sicherheitsgerüst zusammen. Das ist mitunter böse und sarkastisch, aber leider auch allzu wahr. Man kann darüber lachen wie über eine gelungene Karikatur und seine diebische Freude daran haben, aber Vorsicht: an diesem Gelächter kann man sich schwer verschlucken
Sie sind Anfang bis Mitte 50 und gehören damit zu den denen, die als Zielgrupe auf kulturellen Veranstaltungskalendern inzwischen ganz ironiefrei in der Rubrik „junge Senioren“ aufgeführt werden? Sie sind lange verheiratet, haben erwachsene Kinder, stehen unangefochten im beruflichen Leben, haben viel erreicht und können, wenn schon nicht glücklich, so doch mehr als zufrieden sein? Dann sind Sie reif für dieses Buch.
Den Protagonisten Ingrid und Jan in Nina Lykkes preisgekröntem Roman bricht bei der Gretchenfrage „Was erwarte ich jetzt noch von meinem Leben?“ der kalte Schweiß aus. Sie haben längst erwachsene Söhne, die noch immer mietfrei und mit Rundum-Service bei den Eltern leben, diese aber dennoch - oder gerade deshalb – bestenfalls mit Gleichgültigkeit strafen, vermutlich aber ganz einfach verachten. Sie sind, was man wohl „gut situiert“ nennt. Sie haben eine angenehm konfliktarme, geregelte Gewohnheitsehe geführt und sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiterzugehen scheint. Ingrid, von lebenslangen Zwängen und Neurosen beherrscht, kann ihre innere Wut, ihren gelegentlichen unvernünftigen Drang, einfach nur noch zu schreien, kaum noch beherrschen und fühlt, wie die Energie, allmorgendlich wieder die Maske der Normalität aufzutragen, sie zunehmend verläßt. Ihr Mann Jan dagegen will sich noch einmal beweisen, will Verpaßtes, Ungelebtes endlich nachholen, seine gefühlte Jugend noch einmal so richtig ausleben, komplett mit junger Geliebter, aufregendem Sexualleben und – wer weiß – noch einmal mit Windeln und Babygeschrei. Schade nur, daß er sich an die angenehmen Seiten des Spießerlebens gewöhnt hat und sein wild entschlossenes „Alles-auf-Anfang“ gerne mit Rückkehrgarantie zu der möglichst geduldig und verständnisvoll auf ein Ende seiner Selbstfindungsphase wartenden Ehefrau hätte. Selbstfindung auf Probe sozusagen. Was aber, wenn die Geliebte sich weniger als Jungbrunnen, denn als fordernd, hysterisch und (sex)besessen entpuppt, ihre biologische Uhr deutlich ticken hört und jetzt endlich, nach jahrelanger Rastlosigkeit, Nägel mit Köpfen machen will?
Nina Lykkes Roman ist ein messerscharfes, bisweilen ätzendes, aber äußerst gelungenes Psychogramm unserer allzu reibungslos funktionierenden (gut)bürgerlichen Gesellschaft, deren Einfamilienhaus-Kulissen unser Leben Lügen straft. Wir funktionieren nur noch mit äußerster Mühe, und sind Schauspieler unserer Selbst im täglichen Theater zufriedener Normalität, ohne die Einsicht, wer wir sind und sein wollen auch nur zulassen zu können. Denn dann droht nicht nur die Fassade zu bröckeln, dann bricht unser ganzes sorgfältig aufgebautes Sicherheitsgerüst zusammen. Das ist mitunter böse und sarkastisch, aber leider auch allzu wahr. Man kann darüber lachen wie über eine gelungene Karikatur und seine diebische Freude daran haben, aber Vorsicht: an diesem Gelächter kann man sich schwer verschlucken

„Bissige norwegische Familiengeschichte“

Ruth Roßmeisl, Thalia-Buchhandlung Regensburg

Eine unangenehme Dreiecksbeziehung , bei der es allen drei Protagonisten so richtig an den Kragen geht. Doch wer hat am Ende die besseren Karten nach all dem Aufruhr in der Hand ? Beschwingte, scharfsinnige, herrlich bissige Lektüre ! Eine unangenehme Dreiecksbeziehung , bei der es allen drei Protagonisten so richtig an den Kragen geht. Doch wer hat am Ende die besseren Karten nach all dem Aufruhr in der Hand ? Beschwingte, scharfsinnige, herrlich bissige Lektüre !

„Unterhaltsame Satire“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Die Silberhochzeit haben Ingrid und Jan bereits hinter sich, ihr Leben in Oslo könnte eigentlich ein unbeschwertes, von finanziellen Sorgen befreites Leben sein. Wäre da nicht fehlende Liebe. Nach Jahren leben sie einen routinemäßigen Alltag, die Erinnerungen an gute Zeiten reichen nicht mehr für ein Zusammenleben. So müssen sich beide aufmachen in ein neues Leben. Ob es ein besseres ist? Lesen Sie selbst! Schonungslos offen hält Nina Lykke uns den Spiegel vor, zeigt auf wie eine Familie nach so vielen Jahren zerbrechen kann – das macht sie aber nicht mit erhobenem Zeigefinger oder ach so gut gemeinten Ratschlägen, sondern sehr unterhaltsam mit viel Ironie, bissigen Dialogen und jeder Menge (schwarzem) Humor. Die Silberhochzeit haben Ingrid und Jan bereits hinter sich, ihr Leben in Oslo könnte eigentlich ein unbeschwertes, von finanziellen Sorgen befreites Leben sein. Wäre da nicht fehlende Liebe. Nach Jahren leben sie einen routinemäßigen Alltag, die Erinnerungen an gute Zeiten reichen nicht mehr für ein Zusammenleben. So müssen sich beide aufmachen in ein neues Leben. Ob es ein besseres ist? Lesen Sie selbst! Schonungslos offen hält Nina Lykke uns den Spiegel vor, zeigt auf wie eine Familie nach so vielen Jahren zerbrechen kann – das macht sie aber nicht mit erhobenem Zeigefinger oder ach so gut gemeinten Ratschlägen, sondern sehr unterhaltsam mit viel Ironie, bissigen Dialogen und jeder Menge (schwarzem) Humor.

„Inge schläft im Auto....“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Wenn man nicht mehr weiß wie es weitergehen soll , dann ist man unterwegs! Inge ist jedenfalls unterwegs, raus aus einer handfesten Depression , müde vom Alltag einer Lehrerin ,müde als Familienmutter fast erwachsener Söhne und erschöpft in einer trostlosen Ehe. Eigentlich eine Geschichte, die schon oft gehört und ebenso häufig literarisch verarbeitet ist. Der Blick darauf ist hier anders, vielschichtig und scharf, manchmal bissig und ironisch und auch komisch...vorgefertigte Lösungen werden jedenfalls nicht serviert und das macht das Ganze spannend und lebhaft ! Wenn man nicht mehr weiß wie es weitergehen soll , dann ist man unterwegs! Inge ist jedenfalls unterwegs, raus aus einer handfesten Depression , müde vom Alltag einer Lehrerin ,müde als Familienmutter fast erwachsener Söhne und erschöpft in einer trostlosen Ehe. Eigentlich eine Geschichte, die schon oft gehört und ebenso häufig literarisch verarbeitet ist. Der Blick darauf ist hier anders, vielschichtig und scharf, manchmal bissig und ironisch und auch komisch...vorgefertigte Lösungen werden jedenfalls nicht serviert und das macht das Ganze spannend und lebhaft !

C. Ksoll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Zitat: "...warum tat man das Falsche, obwohl man es nicht wollte, und warum schmeckte es so gut, das Falsche zu tun..."

Ehe-Geschichte die so überall passieren kann. Lesenswert.
Zitat: "...warum tat man das Falsche, obwohl man es nicht wollte, und warum schmeckte es so gut, das Falsche zu tun..."

Ehe-Geschichte die so überall passieren kann. Lesenswert.

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Wohlstand, ein lange Ehe, erwachsene Kinder, eine heile Welt, oder?Mitreißend, rabenschwarz und mit bösem Witz erzählt das Buch über den Familienzerfall mit überraschendem Ausgang! Wohlstand, ein lange Ehe, erwachsene Kinder, eine heile Welt, oder?Mitreißend, rabenschwarz und mit bösem Witz erzählt das Buch über den Familienzerfall mit überraschendem Ausgang!

„Unter der Oberfläche einer langjährigen Ehe...“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Ingrid und Jan sind seit vielen Jahren verheiratet, die beiden Nesthockersöhne machen längst ihr eigenes Ding. Während Ingrid mit der Eintönigkeit ihres Alltags zu kämpfen hat, begehrt Jan die jüngere Hanne, was schließlich die Ehe- und Familienfassade bröckeln lässt. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt uns Nina Lykke auf humorvolle, mitreißende und oft sarkastische Weise ein Ehe- und Familiendrama, bei dessen Lektüre ich an vielen Stellen laut lachen musste, welches mich aber auch nachdenklich zurückgelassen hat. Sehr Empfehlenswert! Ingrid und Jan sind seit vielen Jahren verheiratet, die beiden Nesthockersöhne machen längst ihr eigenes Ding. Während Ingrid mit der Eintönigkeit ihres Alltags zu kämpfen hat, begehrt Jan die jüngere Hanne, was schließlich die Ehe- und Familienfassade bröckeln lässt. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt uns Nina Lykke auf humorvolle, mitreißende und oft sarkastische Weise ein Ehe- und Familiendrama, bei dessen Lektüre ich an vielen Stellen laut lachen musste, welches mich aber auch nachdenklich zurückgelassen hat. Sehr Empfehlenswert!

„...but I have promises to keep, and miles to go, before I sleep!“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Ingrid kann nicht mehr schlafen, sie ist erschöpft von ihrem Leben mit Jan, von ihrem Alltag als Lehrerin, von dem immer gleichen Trott, von ihren beiden Söhnen, die mit Anfang 20 immer noch das Hotel Mama bewohnen, und einfach nicht ausziehen wollen. Kurz vor ihrer Silberhochzeit zeigt Ingrid alle Anzeichen einer Depression. Und dann offenbart ihr Jan, dass er seit geraumer Zeit ein Verhältnis mit Hanne hat, und jetzt eine Auszeit von der Ehe braucht, um sich über alles klar zu werden. Natürlich ist Hanne deutlich jünger als Jan, Single, und ihre biologische Uhr tickt jeden Tag lauter...

Das alles klingt sattsam bekannt und wie schon häufig gehört und gelesen. Was diesen Roman auszeichnet, ist aber seine raffinierte Erzählkonstruktion, seine gerade, schnörkellose Sprache, und vor allem sein grimmiger, unterkühlter, nordischer Humor. Das ausgerechnet Ingrid am meisten von all dem profitiert, und sich wie Phönix aus der Asche ihres bürgerlichen Einerlei erhebt, ist dann das Sahnehäubchen des Buches!

Nur ein Zitat, um zu zeigen, wie die "neue" Ingrid mit ihrem alten Ich, dass immer alles erledigt hat, sich nie beklagte, jetzt umgeht. Der Grund für ihren Zorn ist ein Paar, mit dem sie schon seit Unizeiten befreundet ist, und die ihr, wie eigentlich bei jedem Zusammentreffen, ziemlich auf die Nerven gehen:
"Ich gehe jetzt. Und ich will Euch in meinem Leben nie mehr Wiedersehen. Wenn ich vor euch sterbe, will ich nicht, dass einer von euch zu meiner Beerdigung kommt. Ich gehe auch nicht zu eurer, wenn ihr vor mir sterbt, was ich hoffe!"
Ingrid kann nicht mehr schlafen, sie ist erschöpft von ihrem Leben mit Jan, von ihrem Alltag als Lehrerin, von dem immer gleichen Trott, von ihren beiden Söhnen, die mit Anfang 20 immer noch das Hotel Mama bewohnen, und einfach nicht ausziehen wollen. Kurz vor ihrer Silberhochzeit zeigt Ingrid alle Anzeichen einer Depression. Und dann offenbart ihr Jan, dass er seit geraumer Zeit ein Verhältnis mit Hanne hat, und jetzt eine Auszeit von der Ehe braucht, um sich über alles klar zu werden. Natürlich ist Hanne deutlich jünger als Jan, Single, und ihre biologische Uhr tickt jeden Tag lauter...

Das alles klingt sattsam bekannt und wie schon häufig gehört und gelesen. Was diesen Roman auszeichnet, ist aber seine raffinierte Erzählkonstruktion, seine gerade, schnörkellose Sprache, und vor allem sein grimmiger, unterkühlter, nordischer Humor. Das ausgerechnet Ingrid am meisten von all dem profitiert, und sich wie Phönix aus der Asche ihres bürgerlichen Einerlei erhebt, ist dann das Sahnehäubchen des Buches!

Nur ein Zitat, um zu zeigen, wie die "neue" Ingrid mit ihrem alten Ich, dass immer alles erledigt hat, sich nie beklagte, jetzt umgeht. Der Grund für ihren Zorn ist ein Paar, mit dem sie schon seit Unizeiten befreundet ist, und die ihr, wie eigentlich bei jedem Zusammentreffen, ziemlich auf die Nerven gehen:
"Ich gehe jetzt. Und ich will Euch in meinem Leben nie mehr Wiedersehen. Wenn ich vor euch sterbe, will ich nicht, dass einer von euch zu meiner Beerdigung kommt. Ich gehe auch nicht zu eurer, wenn ihr vor mir sterbt, was ich hoffe!"

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Das Leid der Gewohnheit
von einer Kundin/einem Kunden am 19.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wieso leben sich Paare auseinander? Mit viel Witz wird hier die Geschichte von Ingrid und Jan beschrieben. Immer wieder aus Sicht einer anderen beteiligten Person. Dies macht das Buch besonders interessant, denn nur so bekommt man bei der Geschichte das Gefühl mitten drin zu sein und versteht am Ende... Wieso leben sich Paare auseinander? Mit viel Witz wird hier die Geschichte von Ingrid und Jan beschrieben. Immer wieder aus Sicht einer anderen beteiligten Person. Dies macht das Buch besonders interessant, denn nur so bekommt man bei der Geschichte das Gefühl mitten drin zu sein und versteht am Ende warum es so ist, wie es ist! Einfach klasse!