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Unter der Drachenwand

Roman

(57)
Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom "Brasilianer", der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.
Portrait
Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011), Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015) und Unter der Drachenwand (Roman, 2018). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017) und den Joseph-Breitbach-Preis (2018).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 10.01.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783446259386
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Dateigröße 2048 KB
Verkaufsrang 9.198
eBook
19,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Diotima Johanns, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Ein eindringlicher und berührender Roman. Arno Geiger hat in seinem Roman die Stimmung des letzten Kriegsjahres in wunderbare Worte gefasst. Absolut lesenswert! Ein eindringlicher und berührender Roman. Arno Geiger hat in seinem Roman die Stimmung des letzten Kriegsjahres in wunderbare Worte gefasst. Absolut lesenswert!

„Bedrohtes Idyll“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Zunächst ist der junge Soldat wie gelähmt in der angstvollen Erwartung, bald wieder an die Front einrücken zu müssen. Aber in dieser Raum- und Zeitblase findet sich eine unerwartete Liebe, die diesen Sommer auf dem Land doch zum Leuchten bringt. Handfest und farbig erzählt mit Einblicken ins österreichische Dorfleben.

Das eigentliche Kriegsgeschehen in der Ferne und doch so nah. Ein einfühlsamer, kraftvoller Roman.
Zunächst ist der junge Soldat wie gelähmt in der angstvollen Erwartung, bald wieder an die Front einrücken zu müssen. Aber in dieser Raum- und Zeitblase findet sich eine unerwartete Liebe, die diesen Sommer auf dem Land doch zum Leuchten bringt. Handfest und farbig erzählt mit Einblicken ins österreichische Dorfleben.

Das eigentliche Kriegsgeschehen in der Ferne und doch so nah. Ein einfühlsamer, kraftvoller Roman.

„Fazit: großartig!!! “

Maren Oberwelland

Die anfängliche Skepsis hat sich in Luft aufgelöst und am Ende ist es gerade die Sprache, die mich an diesem Buch begeistert, geradezu fasziniert. Ich hatte immer wieder das Bedürfnis, Passagen laut vorzulesen, weil sie sprachlich einfach so groß sind.
Inhaltlich steht dieses Buch der Sprache aber auch in nichts nach. Mich hat es positiv überrascht, das Kriegsgeschehen aus der Sicht eines männlichen Protagonisten und damit auch direkt von der Front geschildert zu bekommen. In dieser Thematik überwiegen ja doch eher die Frauenfiguren.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Die anfängliche Skepsis hat sich in Luft aufgelöst und am Ende ist es gerade die Sprache, die mich an diesem Buch begeistert, geradezu fasziniert. Ich hatte immer wieder das Bedürfnis, Passagen laut vorzulesen, weil sie sprachlich einfach so groß sind.
Inhaltlich steht dieses Buch der Sprache aber auch in nichts nach. Mich hat es positiv überrascht, das Kriegsgeschehen aus der Sicht eines männlichen Protagonisten und damit auch direkt von der Front geschildert zu bekommen. In dieser Thematik überwiegen ja doch eher die Frauenfiguren.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

Lisa Brocksiek, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Das Buch berichtet aus unterschiedlichen Perspektiven von den Schrecken des Krieges. Menschen verlieren sich selbst, ihre Träume, ihr Leben oder das ihrer Liebsten. Lesenswert! Das Buch berichtet aus unterschiedlichen Perspektiven von den Schrecken des Krieges. Menschen verlieren sich selbst, ihre Träume, ihr Leben oder das ihrer Liebsten. Lesenswert!

Heike Fischer, Thalia-Buchhandlung Hürth

Tiefgang
Emotionen des Krieges fühlbar in Worte gefasst.
Beklemmend, bewegend aber auch von Hoffnungen geprägt
Ein Buch was still werden lässt
Tiefgang
Emotionen des Krieges fühlbar in Worte gefasst.
Beklemmend, bewegend aber auch von Hoffnungen geprägt
Ein Buch was still werden lässt

Heike Steinert, Thalia-Buchhandlung Dresden

Wie ging es den Menschen im letzten Kriegsjahr? Arno Geiger gelingt es die Stimmung einzufangen, indem er aus Tagebüchern und Briefen das Leben und die Gedanken rekonstruiert. Wie ging es den Menschen im letzten Kriegsjahr? Arno Geiger gelingt es die Stimmung einzufangen, indem er aus Tagebüchern und Briefen das Leben und die Gedanken rekonstruiert.

„Berührend!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein sehr berührender und eindringlich erzählter Roman über den Zweiten Weltkrieg. Ein Buch gegen das Vergessen und darüber hinaus eine wahre Geschichte vom unübertroffenen Autor Arno Geiger! Ein sehr berührender und eindringlich erzählter Roman über den Zweiten Weltkrieg. Ein Buch gegen das Vergessen und darüber hinaus eine wahre Geschichte vom unübertroffenen Autor Arno Geiger!

„Als der Krieg seinem Ende entgegenging...“

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Essen

Deutschland, 1944: Der 2. Weltkrieg ist verloren, und ein junger Soldat erlebt am Mondsee seinen letzten Fronturlaub...
Nur wenigen Büchern gelingt es so eindringlich und berührend, die besondere Stimmungslage der Menschen angesichts des unausweichlich näher rückenden Kriegsendes so authentisch und lebendig einzufangen wie Arno Geiger. Zwar herrschen vorrangig Ungewissheit und Angst, doch immer mehr bricht sich auch die Hoffnung auf ein normales, friedliches Leben nach dem Überleben Bahn.
Deutschland, 1944: Der 2. Weltkrieg ist verloren, und ein junger Soldat erlebt am Mondsee seinen letzten Fronturlaub...
Nur wenigen Büchern gelingt es so eindringlich und berührend, die besondere Stimmungslage der Menschen angesichts des unausweichlich näher rückenden Kriegsendes so authentisch und lebendig einzufangen wie Arno Geiger. Zwar herrschen vorrangig Ungewissheit und Angst, doch immer mehr bricht sich auch die Hoffnung auf ein normales, friedliches Leben nach dem Überleben Bahn.

Julia Sesulka, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Sehr intensiv und ruhig nimmt uns Arno Geiger mit in eine stürmische Zeit ... ein Roman, der fesselnd beginnt, aber mit der Zeit leider einige Längen offenbart ... Sehr intensiv und ruhig nimmt uns Arno Geiger mit in eine stürmische Zeit ... ein Roman, der fesselnd beginnt, aber mit der Zeit leider einige Längen offenbart ...

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Nicht noch ein Buch über den Zweiten Weltkrieg? Über das Grauen und die Verletztungen an Körper und Seele? ich kann nur sagen : Das Buch hier ist anders,bewegend und ehrlich! Nicht noch ein Buch über den Zweiten Weltkrieg? Über das Grauen und die Verletztungen an Körper und Seele? ich kann nur sagen : Das Buch hier ist anders,bewegend und ehrlich!

Victoria Blos, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Sehr bewegend zeichnet Geiger die Schicksale verschiedener Menschen gegen Ende des 2. Weltkrieges auf. Im Mittelpunkt eine junge Liebe zwischen Hoffen und Bangen. Sehr bewegend zeichnet Geiger die Schicksale verschiedener Menschen gegen Ende des 2. Weltkrieges auf. Im Mittelpunkt eine junge Liebe zwischen Hoffen und Bangen.

„Ich bestehe darauf, dass meine Geschichte am schönsten ist...“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

"Und ich weiß, es sind schon ereignisreichere Geschichten von der Liebe erzählt worden, und doch bestehe ich darauf, dass meine Geschichte eine der schönsten ist. Nimm es oder lass es."

Veit Kolbe ist Soldat. Vielleicht nicht unbedingt aus tiefster Überzeugung, aber dennoch sympathisiert er zunächst durchaus mit den Großmachtvorstellungen des deutschen Reiches. Dann wird er in Russland verwundert, verliert Unmengen an Blut und gelangt nach einem Lazarett im Saarland zur Erholung an den Mondsee. Unter die Drachenwand. Veit beginnt an dem tieferen Sinn des Krieges zu zweifeln und trifft auf zwei jungen Frauen, mit denen er es wagt, gemeinsam auf eine friedliche Zukunft zu hoffen.
Bücher über den Krieg gibt es viele.
Bücher, die uns das Grauen und das vollständige Verschwinden der Menschlichkeit vor Augen führen - all den Hass, den Großmut und vor allem das Wegsehen. Das gänzliche Ausschalten des Gewissens, der Humanität. Den Verlust jeglicher Moral und allen Anstands.
Es gibt sie in einer Vielzahl, diese Schilderungen der dunkelsten Stunde der deutschen Geschichte, diese Bücher, die man eigentlich gar nicht lesen möchte, die aber gerade aus diesem Grund so beispiellos notwendig und lesenswert sind.
Und dennoch - "Unter der Drachenwand" ist anders.
Dabei gibt es sie auch in Geigers Roman, die grausamen Schicksale, die Hoffnungslosigkeit und den Schmerz. Auch in "Unter der Drachenwand" geht der Tod ein und aus, zerbersten Leben in die kleinsten Bruchstücke und Menschen verlieren alles, was sie haben. Doch all das ist eingebettet, in den beharrlichen Glauben an eine bessere Zukunft. An ein normales Leben. Es ist vor allem Geigers Sprache, die diesen Roman zu seiner ganz besonderen Atmosphäre verhilft. Er schreibt klar und eindringlich, führt uns präzise vor Augen wie sich das individuelle Schweigen langsam in kollektive Schuld verwandelt. Geiger beschönigt nicht, weder als er über das Schicksal eines jungen Juden schreibt, der Frau und Kinder verliert, noch als er Veits Panikattacken immer wieder aufs Neue aufleben lässt. Und doch ist seine Sprache so ausdrucksvoll, so gewaltig, dass es beinahe an Poesie grenzt. Sein Stil ist leise und dennoch leichtfüßig, mit wenigen Worten mauert er massive Gebäude aus Empathie und Mitgefühl. Die Natur, den Wechsel der Jahreszeiten, Schnee, Eis und Kälte, lässt er als tobenden Gegenspieler auftreten. Denn so idyllisch die Atmosphäre am Mondsee auch sein mag, über allem schwebt das gewaltige Massiv der bedrohlichen Drachenwand, genauso wie jede von Veits Handlungen, jede neuen Hoffnung unter dem schweren Baldachin der letzten Kriegsjahre zu bewerten ist.
Geigers Protagonisten sind überwiegend namenlos - da gibt es den Brasilianer und die Darmstädterin, den Onkel, die Lehrerin und die Quartiersfrau. Er lässt sie alle verschwimmen, in der Anonymität des NS-Regimes, in der langen Liste der unerkannten Schuldigen.
Und trotzdem ist "Unter der Drachenwand" vor allem eines - ein Buch über die Hoffnung. Über diesen kleinen, zarten Funken der Zuversicht, der sich selbst in düsteren Tagen nicht geschlagen gibt und der unermüdlich weiterkämpft, für die Zukunft, für die Liebe. Für das Leben.
Hat man die letzten Seiten gelesen und den Mondsee schließlich verlassen, muss man zunächst für einen Moment innehalten - durchatmen, Luft holen, da man sonst von seinen Gefühlen übermannt wird. Denn es gelingt Arno Geiger wie keinem zweiten, einfache Sätze in distanzlose Empathie zu verwandeln.
Bei ihm sind es die Gefühle, die von Bedeutung sind. Und so hat es dann beinahe den Anschein, als verliere man einen Freund, wenn man zusammen mit Veit die Drachenwand verlässt - und es bleibt zunächst nichts als Leere und die Hoffnung, noch einmal zurückzukehren.
Zurück zum Mondsee. Zurück unter die Drachenwand.
"Und ich weiß, es sind schon ereignisreichere Geschichten von der Liebe erzählt worden, und doch bestehe ich darauf, dass meine Geschichte eine der schönsten ist. Nimm es oder lass es."

Veit Kolbe ist Soldat. Vielleicht nicht unbedingt aus tiefster Überzeugung, aber dennoch sympathisiert er zunächst durchaus mit den Großmachtvorstellungen des deutschen Reiches. Dann wird er in Russland verwundert, verliert Unmengen an Blut und gelangt nach einem Lazarett im Saarland zur Erholung an den Mondsee. Unter die Drachenwand. Veit beginnt an dem tieferen Sinn des Krieges zu zweifeln und trifft auf zwei jungen Frauen, mit denen er es wagt, gemeinsam auf eine friedliche Zukunft zu hoffen.
Bücher über den Krieg gibt es viele.
Bücher, die uns das Grauen und das vollständige Verschwinden der Menschlichkeit vor Augen führen - all den Hass, den Großmut und vor allem das Wegsehen. Das gänzliche Ausschalten des Gewissens, der Humanität. Den Verlust jeglicher Moral und allen Anstands.
Es gibt sie in einer Vielzahl, diese Schilderungen der dunkelsten Stunde der deutschen Geschichte, diese Bücher, die man eigentlich gar nicht lesen möchte, die aber gerade aus diesem Grund so beispiellos notwendig und lesenswert sind.
Und dennoch - "Unter der Drachenwand" ist anders.
Dabei gibt es sie auch in Geigers Roman, die grausamen Schicksale, die Hoffnungslosigkeit und den Schmerz. Auch in "Unter der Drachenwand" geht der Tod ein und aus, zerbersten Leben in die kleinsten Bruchstücke und Menschen verlieren alles, was sie haben. Doch all das ist eingebettet, in den beharrlichen Glauben an eine bessere Zukunft. An ein normales Leben. Es ist vor allem Geigers Sprache, die diesen Roman zu seiner ganz besonderen Atmosphäre verhilft. Er schreibt klar und eindringlich, führt uns präzise vor Augen wie sich das individuelle Schweigen langsam in kollektive Schuld verwandelt. Geiger beschönigt nicht, weder als er über das Schicksal eines jungen Juden schreibt, der Frau und Kinder verliert, noch als er Veits Panikattacken immer wieder aufs Neue aufleben lässt. Und doch ist seine Sprache so ausdrucksvoll, so gewaltig, dass es beinahe an Poesie grenzt. Sein Stil ist leise und dennoch leichtfüßig, mit wenigen Worten mauert er massive Gebäude aus Empathie und Mitgefühl. Die Natur, den Wechsel der Jahreszeiten, Schnee, Eis und Kälte, lässt er als tobenden Gegenspieler auftreten. Denn so idyllisch die Atmosphäre am Mondsee auch sein mag, über allem schwebt das gewaltige Massiv der bedrohlichen Drachenwand, genauso wie jede von Veits Handlungen, jede neuen Hoffnung unter dem schweren Baldachin der letzten Kriegsjahre zu bewerten ist.
Geigers Protagonisten sind überwiegend namenlos - da gibt es den Brasilianer und die Darmstädterin, den Onkel, die Lehrerin und die Quartiersfrau. Er lässt sie alle verschwimmen, in der Anonymität des NS-Regimes, in der langen Liste der unerkannten Schuldigen.
Und trotzdem ist "Unter der Drachenwand" vor allem eines - ein Buch über die Hoffnung. Über diesen kleinen, zarten Funken der Zuversicht, der sich selbst in düsteren Tagen nicht geschlagen gibt und der unermüdlich weiterkämpft, für die Zukunft, für die Liebe. Für das Leben.
Hat man die letzten Seiten gelesen und den Mondsee schließlich verlassen, muss man zunächst für einen Moment innehalten - durchatmen, Luft holen, da man sonst von seinen Gefühlen übermannt wird. Denn es gelingt Arno Geiger wie keinem zweiten, einfache Sätze in distanzlose Empathie zu verwandeln.
Bei ihm sind es die Gefühle, die von Bedeutung sind. Und so hat es dann beinahe den Anschein, als verliere man einen Freund, wenn man zusammen mit Veit die Drachenwand verlässt - und es bleibt zunächst nichts als Leere und die Hoffnung, noch einmal zurückzukehren.
Zurück zum Mondsee. Zurück unter die Drachenwand.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Arno Geiger hat bereits viele Literaturpreise erhalten - zurecht. Auch das neue Buch ist wieder preisverdächtig. Unglaubliche Tiefe, unfassbare Atmosphäre. Meisterhaft. Arno Geiger hat bereits viele Literaturpreise erhalten - zurecht. Auch das neue Buch ist wieder preisverdächtig. Unglaubliche Tiefe, unfassbare Atmosphäre. Meisterhaft.

„Tief berührend“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Ein schmerzhaft schönes Buch über den Krieg und was er für den Einzelnen bedeutet, über die Liebe und die Macht der Hoffnung. Der große Arno Geiger in Hochform Ein schmerzhaft schönes Buch über den Krieg und was er für den Einzelnen bedeutet, über die Liebe und die Macht der Hoffnung. Der große Arno Geiger in Hochform

Claudia Bremer, Thalia-Buchhandlung Bremen

Veit Kolbe, freigestellt vom Einsatz an der Front, versucht sich im normalen, unspektakulären Leben .Kann ein Einzelner sein Glück trotz grausamer geschichtlicher Vorgaben finden? Veit Kolbe, freigestellt vom Einsatz an der Front, versucht sich im normalen, unspektakulären Leben .Kann ein Einzelner sein Glück trotz grausamer geschichtlicher Vorgaben finden?

„Geschichte zum Nachfühlen“

Anett Nestler, Thalia-Buchhandlung Peine

In Mondsee in Oberösterreich versucht Veith Kolbe eine Verwundung auszukurieren. Zum ersten Mal seit Jahren hat er Zeit, Zeit zum Nachdenken. Seine Jugend schenkte er dem Krieg, was wird aus seinem Traum vom Studium, wird ihm jemand diese Zeit zurückgeben?
Der in Briefen verfasste Roman katapultiert den Leser ins Kriegsjahr 1944. Von stiller Rebellion, bis unbedingten Glaube an den Endsieg, die Bevölkerung funktioniert.
Und der brave Soldat Veith Kolbe versucht sich seinen Urlaub vom Krieg mit Tricks zu verlängern.
Ein gelungenes Zeitporträt mit Tiefgang.
In Mondsee in Oberösterreich versucht Veith Kolbe eine Verwundung auszukurieren. Zum ersten Mal seit Jahren hat er Zeit, Zeit zum Nachdenken. Seine Jugend schenkte er dem Krieg, was wird aus seinem Traum vom Studium, wird ihm jemand diese Zeit zurückgeben?
Der in Briefen verfasste Roman katapultiert den Leser ins Kriegsjahr 1944. Von stiller Rebellion, bis unbedingten Glaube an den Endsieg, die Bevölkerung funktioniert.
Und der brave Soldat Veith Kolbe versucht sich seinen Urlaub vom Krieg mit Tricks zu verlängern.
Ein gelungenes Zeitporträt mit Tiefgang.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Leben und lieben in ungewissen und gefährlichen Zeiten. Intensiv und behutsam begegnet Geiger seinen Figuren. Das packt und bewegt... Leben und lieben in ungewissen und gefährlichen Zeiten. Intensiv und behutsam begegnet Geiger seinen Figuren. Das packt und bewegt...

„Unglaublich beeindruckend“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ich gestehe, dass mich die letzten Bücher von Arno Geiger nicht wirklich überzeugt haben. Was er aber in "Unter der Drachenwand" geschaffen hat, ist schlicht und einfach großartig.
Mit einer grandiosen Sprache und drei ganz unterschiedlichen Charakteren macht er für uns alle das Kriegsjahr 1944 erlebbar.
Ein Buch, das unter die Haut geht.
Ich gestehe, dass mich die letzten Bücher von Arno Geiger nicht wirklich überzeugt haben. Was er aber in "Unter der Drachenwand" geschaffen hat, ist schlicht und einfach großartig.
Mit einer grandiosen Sprache und drei ganz unterschiedlichen Charakteren macht er für uns alle das Kriegsjahr 1944 erlebbar.
Ein Buch, das unter die Haut geht.

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Ist der Krieg bald beendet oder geht er weiter? Die Gefühle, Ängste, Ahnungen und Hoffnungen einer handvoll Menschen 1944 am Mondsee so authentisch wie einfühlsam dargestellt. Ist der Krieg bald beendet oder geht er weiter? Die Gefühle, Ängste, Ahnungen und Hoffnungen einer handvoll Menschen 1944 am Mondsee so authentisch wie einfühlsam dargestellt.

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Bewegender Roman über die Schrecken des Krieges und die Hoffnung, sein Ende erleben zu dürfen. Erstmal das schaffen. Dieses Gefühl wird lebendig beim Lesen. Absolute Empfehlung. Bewegender Roman über die Schrecken des Krieges und die Hoffnung, sein Ende erleben zu dürfen. Erstmal das schaffen. Dieses Gefühl wird lebendig beim Lesen. Absolute Empfehlung.

„Unter der Drachenwand“

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Briefe und Tagebücher aus den letzten beiden Jahren des 2.Weltkriegs, die Arno Geiger hier meisterhaft und einfühlsam zu einer Geschichte zusammenfügt, zeigen die Grausamkeit und Absurdität des Krieges an der Front und zuhause. Ein sehr berührender Roman über das Ausharren, das Hoffen, die schreckliche Sinnlosigkeit, aber auch die Liebe und das Aufbegehren, Beklemmung und Glück. Briefe und Tagebücher aus den letzten beiden Jahren des 2.Weltkriegs, die Arno Geiger hier meisterhaft und einfühlsam zu einer Geschichte zusammenfügt, zeigen die Grausamkeit und Absurdität des Krieges an der Front und zuhause. Ein sehr berührender Roman über das Ausharren, das Hoffen, die schreckliche Sinnlosigkeit, aber auch die Liebe und das Aufbegehren, Beklemmung und Glück.

„Der Roman eines Jahres - 1944“

Lisa Kohl, Thalia-Buchhandlung Hagen

Arno Geiger erzählt authentisch, unprätentiös und mit ehrlicher Hingabe für seine Figuren. Das Jahr 1944 aus der Sicht eines 24jährigen versehrten Soldaten mitzuverfolgen hat mich aber auch sehr mitgenommen.
Arno Geiger erzählt authentisch, unprätentiös und mit ehrlicher Hingabe für seine Figuren. Das Jahr 1944 aus der Sicht eines 24jährigen versehrten Soldaten mitzuverfolgen hat mich aber auch sehr mitgenommen.

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Es sind die letzten Monate des 2.Weltkrieges, Veit Kolbe hat Genesungsurlaub in Mondsee.
Er kämpft mit seinem Erlebtem und hofft, dass der Krieg schnell vorbei ist.
Es sind die letzten Monate des 2.Weltkrieges, Veit Kolbe hat Genesungsurlaub in Mondsee.
Er kämpft mit seinem Erlebtem und hofft, dass der Krieg schnell vorbei ist.

„Land-Leben in den letzten beiden Kriegsjahren“

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Arno Geiger hat sich von Briefen einer landverschickten Mädchengruppe ins österreichische Schwarzenindien am Mondsee zu diesem Roman inspirieren lassen. Wie schon in seinem Roman "Es geht uns gut" entsteht aus verschiedenen individuellen Perspektiven ein Zeitbild der letzten beiden Kriegsjahre.
Der Soldat Veit Kolbe ist mit 24 seit sechs Jahren Soldat und kommt verletzt von der Ostfront ins heimatliche Wien zurück. Die enge und brüllende väterliche Überzeugungsmitläuferschaft seiner elterlichen Wohnung erträgt er nicht und flieht an den Mondsee nahe Sazburg, wo sein Onkel Gendarm ist.
Langsam taucht der Soldat in das Leben der Landgemeinde ein befreundet sich mit einem Nachbarn und geht eine Beziehung ein. Die "grpße Geschichte" des Krieges wird durch Briefe erzählt, die von der Flucht, Bombadierung Wiens und der Sorge von Müttern berichten. Nur wenige Figuren des Buches haben Namen, die meisten sind durch Ihre Funktion benannt ("Der Brasilianer", "Der Onkel" ). Dadurch werden die Schicksale exemplarisch für die Zeit, die Überlegungen der Hauptfigur zu seiner verlorenen Jugend und Plänen nach Ende des Krieges zu Fragen der Zeit und auch für uns aktuell.
Klug, unterhaltsam, gut strukturiert und absolut lesenswert!



Arno Geiger hat sich von Briefen einer landverschickten Mädchengruppe ins österreichische Schwarzenindien am Mondsee zu diesem Roman inspirieren lassen. Wie schon in seinem Roman "Es geht uns gut" entsteht aus verschiedenen individuellen Perspektiven ein Zeitbild der letzten beiden Kriegsjahre.
Der Soldat Veit Kolbe ist mit 24 seit sechs Jahren Soldat und kommt verletzt von der Ostfront ins heimatliche Wien zurück. Die enge und brüllende väterliche Überzeugungsmitläuferschaft seiner elterlichen Wohnung erträgt er nicht und flieht an den Mondsee nahe Sazburg, wo sein Onkel Gendarm ist.
Langsam taucht der Soldat in das Leben der Landgemeinde ein befreundet sich mit einem Nachbarn und geht eine Beziehung ein. Die "grpße Geschichte" des Krieges wird durch Briefe erzählt, die von der Flucht, Bombadierung Wiens und der Sorge von Müttern berichten. Nur wenige Figuren des Buches haben Namen, die meisten sind durch Ihre Funktion benannt ("Der Brasilianer", "Der Onkel" ). Dadurch werden die Schicksale exemplarisch für die Zeit, die Überlegungen der Hauptfigur zu seiner verlorenen Jugend und Plänen nach Ende des Krieges zu Fragen der Zeit und auch für uns aktuell.
Klug, unterhaltsam, gut strukturiert und absolut lesenswert!



„Großartiger Roman des dt.Buchpreis-Trägers“

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Ein großartiger, neuer Roman von Arno Geiger, dem ich möglichst viele Leser wünsche!
Wir erleben mit Veit Kolbe das Jahr 1944:In Russland verwundet, verbringt er einige Monate in seiner österreichischen Heimat. Dort soll er seine Verletzung auskurieren und befindet sich in einem Schwebezustand zwischen dem Hoffen auf das Kriegsende und der Furcht, wieder zurück an die Font zu müssen.
"Und ich dachte an die Schönheit des Lebens und an die Sinnlosigkeit des Krieges. Denn was war der Krieg anderes als ein leerer Raum, in den das schöne Leben hineinverschwunden war?"
Der Wunsch nach einem normalen Leben ohne Krieg verbindet die Menschen, mit denen Kolbe sein Leben teilt.
Ein großartiger, neuer Roman von Arno Geiger, dem ich möglichst viele Leser wünsche!
Wir erleben mit Veit Kolbe das Jahr 1944:In Russland verwundet, verbringt er einige Monate in seiner österreichischen Heimat. Dort soll er seine Verletzung auskurieren und befindet sich in einem Schwebezustand zwischen dem Hoffen auf das Kriegsende und der Furcht, wieder zurück an die Font zu müssen.
"Und ich dachte an die Schönheit des Lebens und an die Sinnlosigkeit des Krieges. Denn was war der Krieg anderes als ein leerer Raum, in den das schöne Leben hineinverschwunden war?"
Der Wunsch nach einem normalen Leben ohne Krieg verbindet die Menschen, mit denen Kolbe sein Leben teilt.

„Zuflucht "unter der Drachenwand"“

Susanna Wanke, Thalia-Buchhandlung Erlangen (Arcaden)

Mondsee unter der Drachenwand wird zum Zufluchtsort oder Bezugspunkt für verschiedene Menschen, die unter dem Krieg leiden. Die letzten Kriegsmonate des 2. Weltkrieges werden durch die unterschiedlichen Schicksale lebendig und eindrücklich.
Wieder einmal vermag Arno Geiger durch seine unaufgeregte Erzählweise zu fesseln. Tolle Geschichte, tolles Hörbuch!
Mondsee unter der Drachenwand wird zum Zufluchtsort oder Bezugspunkt für verschiedene Menschen, die unter dem Krieg leiden. Die letzten Kriegsmonate des 2. Weltkrieges werden durch die unterschiedlichen Schicksale lebendig und eindrücklich.
Wieder einmal vermag Arno Geiger durch seine unaufgeregte Erzählweise zu fesseln. Tolle Geschichte, tolles Hörbuch!

„Mensch sein“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

"... ich begriff, in der Wohnung der Eltern war ich unfähig, der zu sein, der ich während meiner Abwesenheit geworden war."
Und doch hatte Veit Glück - "hatte mich der Krieg ... diesmal nur zur Seite geschleudert."
Aber er musste weg und rettet sich an den Mondsee, unter die Drachenwand...
Es folgen unzählige sprachlich prägnante Bilder über Veit Kolbe, der 1944 irgendwie etwas Ruhe und Erholung, Abstand vom Krieg sucht und das Leben findet.
Arno Geiger ist ein großartiges Gemälde unmöglicher Zeiten gelungen.
"... ich begriff, in der Wohnung der Eltern war ich unfähig, der zu sein, der ich während meiner Abwesenheit geworden war."
Und doch hatte Veit Glück - "hatte mich der Krieg ... diesmal nur zur Seite geschleudert."
Aber er musste weg und rettet sich an den Mondsee, unter die Drachenwand...
Es folgen unzählige sprachlich prägnante Bilder über Veit Kolbe, der 1944 irgendwie etwas Ruhe und Erholung, Abstand vom Krieg sucht und das Leben findet.
Arno Geiger ist ein großartiges Gemälde unmöglicher Zeiten gelungen.

„Eine herausragende Inszenierung über einen einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Im Schutze der gewaltigen Naturkulisse der Drachenwand wird der verwundete Soldat Veit wieder zum Menschen. Doch wie lange kann er den sich näher kommenden Krieg entfliehen, der seine Hoffnung auf ein gutes Leben mit moralischen Grundsätzen zerstören kann.

Als Veit nach einer Verwundung nach Mondsee kommt, ist er zunächst ein Schatten seiner selbst. Während er weiß, welche Gräueltaten an der Front passieren, muss er sich von den Menschen zu Hause Parolen vom Endsieg anhören. Erst der Gärtner, ein Nachbar, der den Kriegsalltag mit seinen Träume von Brasilien mit Musik ausblendet, und die Darmstädterin Margot und deren Baby Lilo geben ihm die Kraft, wieder zum Menschen zu werden.

Zudem werden Briefe von u. a. einem jüdischen Flüchtling und der Mutter von Margot eingeflochten, welche die Außenwelt und den sich nähernden Krieg mit seiner zerstörerischen Kraft darstellen.

(Die Briefe und die Aufzeichnungen sind erfunden, jedoch hat Geiger jahrelang, Archive mit Briefen und anderen Dokumenten der Zeit gelesen.)

Besonders herausragend fand ich die Naturkulisse im Zusammenhang mit der Szenerie. Wenn beispielsweise beschrieben wird, dass Veit in der Hängematte liegend den Himmel beobachtet und die Flieger sich oben bekämpfen sieht, entsteht das Bild, dass er in einer Glaskuppel ist, also im Schutze der Drachenwand zu sich selbst findet.
Im Schutze der gewaltigen Naturkulisse der Drachenwand wird der verwundete Soldat Veit wieder zum Menschen. Doch wie lange kann er den sich näher kommenden Krieg entfliehen, der seine Hoffnung auf ein gutes Leben mit moralischen Grundsätzen zerstören kann.

Als Veit nach einer Verwundung nach Mondsee kommt, ist er zunächst ein Schatten seiner selbst. Während er weiß, welche Gräueltaten an der Front passieren, muss er sich von den Menschen zu Hause Parolen vom Endsieg anhören. Erst der Gärtner, ein Nachbar, der den Kriegsalltag mit seinen Träume von Brasilien mit Musik ausblendet, und die Darmstädterin Margot und deren Baby Lilo geben ihm die Kraft, wieder zum Menschen zu werden.

Zudem werden Briefe von u. a. einem jüdischen Flüchtling und der Mutter von Margot eingeflochten, welche die Außenwelt und den sich nähernden Krieg mit seiner zerstörerischen Kraft darstellen.

(Die Briefe und die Aufzeichnungen sind erfunden, jedoch hat Geiger jahrelang, Archive mit Briefen und anderen Dokumenten der Zeit gelesen.)

Besonders herausragend fand ich die Naturkulisse im Zusammenhang mit der Szenerie. Wenn beispielsweise beschrieben wird, dass Veit in der Hängematte liegend den Himmel beobachtet und die Flieger sich oben bekämpfen sieht, entsteht das Bild, dass er in einer Glaskuppel ist, also im Schutze der Drachenwand zu sich selbst findet.

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Für alle literarisch und geschichtlich interessierten Leser. Glaubhaft und ohne Wertung erzählt. Die eingeflochtenen Briefe spiegeln das Jahr 1944 vorrangig für die Zivilisten. Für alle literarisch und geschichtlich interessierten Leser. Glaubhaft und ohne Wertung erzählt. Die eingeflochtenen Briefe spiegeln das Jahr 1944 vorrangig für die Zivilisten.

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Sprachgewaltiger Roman am Ende des zweiten Weltkrieges in Wien spielend. Keine leichte Kost, aber absolut lesenswert! Sprachgewaltiger Roman am Ende des zweiten Weltkrieges in Wien spielend. Keine leichte Kost, aber absolut lesenswert!

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Blutiges Ende einer schweren Zeit. Man will nach vorne sehen, wären da nicht die Schatten der Vergangenheit. Arno Geiger zieht einen mit. Blutiges Ende einer schweren Zeit. Man will nach vorne sehen, wären da nicht die Schatten der Vergangenheit. Arno Geiger zieht einen mit.

„Ein Buch gegen das Vergessen “

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg, Spitaler Straße

Im Jahre 1944 - kurz vor Ende des Krieges - bezieht Veit Kolbe Quartier unter der Drachenwand, um seine Verletzungen an Körper und Psyche zu überwinden. Hier begegnet er einer Wiener Schülergruppe mit ihrer Lehrerin sowie einer allein lebenden jungen Mutter.
Diese Lebensschicksale beschreibt der Buchpreisträger aus dem Jahr 2005 auf unglaublich empathische Weise!
Einfach ein tolles Buch gleich zu Beginn dieses noch jungen Jahres 2018!
Im Jahre 1944 - kurz vor Ende des Krieges - bezieht Veit Kolbe Quartier unter der Drachenwand, um seine Verletzungen an Körper und Psyche zu überwinden. Hier begegnet er einer Wiener Schülergruppe mit ihrer Lehrerin sowie einer allein lebenden jungen Mutter.
Diese Lebensschicksale beschreibt der Buchpreisträger aus dem Jahr 2005 auf unglaublich empathische Weise!
Einfach ein tolles Buch gleich zu Beginn dieses noch jungen Jahres 2018!

„Das Lesejahr 2018 startet mit einem grandiosen Buch!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Versetzen wir uns gedanklich um 74 Jahre zurück. Zu Jahresbeginn 1944 kommt der Soldat Veit Kolbe, gerade mal 24 Jahre alt, aus Wien in das nahe Salzburg gelegene Mondsee. In der Idylle am Fuße der imposanten Drachenwand, weit genug von der Front entfernt, soll er sich kurieren von seinen körperlichen Verletzungen, vor allem aber von den Qualen, die er seelisch erlitt.
Seine vergangenen fünf Jahre gehörten einer Wahnsinnswelt, einer Zeit in der ihm -wie leider vielen anderen auch- großes Leid widerfuhr, dass ihn jäh aus einer unbeschwerten Jugend riß und ihm vielleicht sogar die Zukunft kostete. Um all das zu verarbeiten, setzt sich Veit hin und schreibt seine Erlebnisse auf: Sein Leben in Wien, die Grauen des Weltkrieges und seine Zeit in Mondsee; eben all die intimen Erlebnisse, die nicht in einem Geschichtsbuch stehen. Erlebnisse, die tief bewegen und trotz der bedrückenden Zeit auch ihre schönen Seiten haben. Denn das 'normale' Leben geht weiter, egal was draußen geschieht.
Arno Geiger versteht es in einer sehr angenehm leichten Sprache und mit seinem präzisen Blick auf die Ereignisse einen bemerkenswert anspruchsvollen Roman zu präsentieren, der eine eigene Dynamik entwickelt, der wir uns nicht entziehen können - und der mich begeistert. Ein Roman, der längst nicht nach dem Lesen der letzten Seite zu Ende ist.
In einer Nachbemerkung zum Roman weist er darauf hin, dass die vielen Begebenheiten einer historischen Realität entstammen.
Versetzen wir uns gedanklich um 74 Jahre zurück. Zu Jahresbeginn 1944 kommt der Soldat Veit Kolbe, gerade mal 24 Jahre alt, aus Wien in das nahe Salzburg gelegene Mondsee. In der Idylle am Fuße der imposanten Drachenwand, weit genug von der Front entfernt, soll er sich kurieren von seinen körperlichen Verletzungen, vor allem aber von den Qualen, die er seelisch erlitt.
Seine vergangenen fünf Jahre gehörten einer Wahnsinnswelt, einer Zeit in der ihm -wie leider vielen anderen auch- großes Leid widerfuhr, dass ihn jäh aus einer unbeschwerten Jugend riß und ihm vielleicht sogar die Zukunft kostete. Um all das zu verarbeiten, setzt sich Veit hin und schreibt seine Erlebnisse auf: Sein Leben in Wien, die Grauen des Weltkrieges und seine Zeit in Mondsee; eben all die intimen Erlebnisse, die nicht in einem Geschichtsbuch stehen. Erlebnisse, die tief bewegen und trotz der bedrückenden Zeit auch ihre schönen Seiten haben. Denn das 'normale' Leben geht weiter, egal was draußen geschieht.
Arno Geiger versteht es in einer sehr angenehm leichten Sprache und mit seinem präzisen Blick auf die Ereignisse einen bemerkenswert anspruchsvollen Roman zu präsentieren, der eine eigene Dynamik entwickelt, der wir uns nicht entziehen können - und der mich begeistert. Ein Roman, der längst nicht nach dem Lesen der letzten Seite zu Ende ist.
In einer Nachbemerkung zum Roman weist er darauf hin, dass die vielen Begebenheiten einer historischen Realität entstammen.

„Insel im Wahnsinn“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Geiger erschafft erzählerisch eine Insel im Kriegsjahr 44, die von ganz unterschiedlichen Charakteren bevölkert wird. Allen gemeinsam ist die Sehnsucht nach Normalität, an der sie verzweifelt festhalten.
Es sind wohl reale Persönlichkeiten, denen Geiger hier ein Denkmal setzt.
Geiger erschafft erzählerisch eine Insel im Kriegsjahr 44, die von ganz unterschiedlichen Charakteren bevölkert wird. Allen gemeinsam ist die Sehnsucht nach Normalität, an der sie verzweifelt festhalten.
Es sind wohl reale Persönlichkeiten, denen Geiger hier ein Denkmal setzt.

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Ein Buch mit viel Tiefgang. Sehr lesenswert. Arno Geiger regt zum Nachdenken an. Gegensätzliche Empfindungen des Krieges kommen offen zur Sprache. Ein Buch mit viel Tiefgang. Sehr lesenswert. Arno Geiger regt zum Nachdenken an. Gegensätzliche Empfindungen des Krieges kommen offen zur Sprache.

„Der Krieg und das Hoffen“

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

hoffen darauf, dass er bald vorbei sein möge. Keiner weiß wie lange der Wahnsinn noch andauert, doch die Hoffnung auf ein baldiges Ende besteht.
Veit, in Russland verletzt, wird in ein Lazarett nach Deutschland, im Saarland verlegt. Es ist das Jahr 1944. Seine Erholung schreitet voran, er erholt sich am Mondsee unter der Drachenwand. Zwei Frauen begegnen ihm in dieser Zeit, man träumt von der Zukunft, wie geht es weiter, kann man jetzt schon von einem normalen Leben träumen?
Geiger's klarer, teilweise pragmatischer leiser Erzählton ist großartig. Dieses Buch berührt, läßt hoffen, zeigt am Schicksal von Veit dass das Leben immer offen ist für alle Möglichkeiten.
hoffen darauf, dass er bald vorbei sein möge. Keiner weiß wie lange der Wahnsinn noch andauert, doch die Hoffnung auf ein baldiges Ende besteht.
Veit, in Russland verletzt, wird in ein Lazarett nach Deutschland, im Saarland verlegt. Es ist das Jahr 1944. Seine Erholung schreitet voran, er erholt sich am Mondsee unter der Drachenwand. Zwei Frauen begegnen ihm in dieser Zeit, man träumt von der Zukunft, wie geht es weiter, kann man jetzt schon von einem normalen Leben träumen?
Geiger's klarer, teilweise pragmatischer leiser Erzählton ist großartig. Dieses Buch berührt, läßt hoffen, zeigt am Schicksal von Veit dass das Leben immer offen ist für alle Möglichkeiten.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
57 Bewertungen
Übersicht
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?? jeder halbwegs nüchterne Mensch muss ein politisches System mit den Augen der Toten betrachten? (296)
von Miri am 09.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das, was in diesem Buch der Autor dem Leser bietet, hat einen immens hohen Wert. Die Handlung wird aus mehreren sich abwechselnden Perspektiven erzählt. Was am Anfang als Schicksäle Einzelnen erscheint, fließt am Ende ineinander und mündet im Meer der Vernichtung (?Im Wort Vernichtung steckt das wortverwandte Nichts,?) Dass... Das, was in diesem Buch der Autor dem Leser bietet, hat einen immens hohen Wert. Die Handlung wird aus mehreren sich abwechselnden Perspektiven erzählt. Was am Anfang als Schicksäle Einzelnen erscheint, fließt am Ende ineinander und mündet im Meer der Vernichtung (?Im Wort Vernichtung steckt das wortverwandte Nichts,?) Dass Krieg ein totales Versagen der Menschlichkeit und Abwesenheit des Verstandes bedeutet, ist in der Theorie zwar klar, trotzdem braucht die Menschheit, vor allem in diesen Zeiten, solche Bücher, die als Mahnzeichen angesehen sein sollten. Als Hauptprotagonist Veit Kolbe schwer verletzt wird, kommt er zur Genesung nach Mondsee. Hier trifft ihn das wahre Bild des Krieges mit voller Wucht. Panikattacken, die nur mit Hilfe des Pervitins zu überstehen sind, menschlicher Egoismus aber auch Mut begegnen ihn tagein, tagaus. Erst in der Einsamkeit realisiert er, dass er selbst ein Teil dieses Verbrechens an Menschheit ist. Trotz all den negativen Erlebnissen begegnet er Margot, einer Kriegsbraut. Mit ihr lernt er die Schönheiten des Alltags zu schätzen und erfährt Liebe. Als er am Ende des Buches dem Juden Oskar flüchtig begegnet, schließt sich der Kreis. Oskar hat alles verloren, seine Kinder, seine Frau und als Jude zu einem Element, der fremd und unerwünscht geworden ist. Es gab sprachlich so viele starke Passagen, dass ich nur schwer, welche aussuchen könnte. Die wichtigste Botschaft allerdings ist die, dass man die Augen nicht verschließen und sich ?dumm? stellen sollte: ?Jeder, der stehenbleibt und gafft, gibt dem Publikum Fülle und Ansehen und verlängert dadurch das Leiden derer, die gequält werden. Es soll sich also niemand einbilden, nur Zuschauer zu sein.? (406) Es sollte uns bis in die Gene reingehen, dass der Krieg, egal gegen wem, wann und wo ?ein leerer Raum, in den schönes Leben hineinverschwand?? (327) war/ist. ?Der totale Krieg war ein totaler Betrug. Vor allem die Einberufung der Buben ? enthüllte auch im Hinterland in grausamer Deutlichkeit, wie wahnsinnig und menschenfeindlich die Firma für Blut und Boden agierte, jederzeit bereit, völlig sinnlose Opfer zu fordern?? (345)

Am Mondsee
von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2018

Arno Geiger hat viel Aufmerksamkeit für sein Werk erhalten. Es war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sicher zu recht, auch wenn das mächtige Werk in seiner Detailliertheit Geduld vom Leser erfordert. Der mittelschwer verletzte Soldat Veit Kolbe verbringt seine Konvalenzzeit am Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Bergdorf am... Arno Geiger hat viel Aufmerksamkeit für sein Werk erhalten. Es war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sicher zu recht, auch wenn das mächtige Werk in seiner Detailliertheit Geduld vom Leser erfordert. Der mittelschwer verletzte Soldat Veit Kolbe verbringt seine Konvalenzzeit am Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Bergdorf am Mondsee in Österreich. Dort ist auch die Drachenwand, eine hohe Felswand. Eine Umgebung, die ihren Teil zur Atmosphäre des Buches beiträgt. Kolbes Eindrücke vermitteln ein Bild dieser Zeit, 1944, die wirklich keine einfache war. Die Kriegszeit verletzte die Menschen manchmal körperlich, oft aber auch emotional. Haltlosigkeit und Zerrissenheit sind die Folge. Arno Geiger hat sich durch Briefe aus dieser Zeit zu dem Roman inspirieren lassen und ihm gelingt eine Sprache, die glaubwürdig ist. Neben Veit Kolbes Erzählperspektive sind weitere Figuren wichtig, die briefartig erzählen. Lange Briefe sind auch in das Buch integriert. Im Vordergrund ist der Alltag, Kriegspassagen gibt es nur wenige. Ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst.

Berührender Roman über den Kriegsalltag
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 14.09.2018

1944 läutet das Ende des Krieges ein. Doch wann kommt das Ende und wie wird es aussehen? Veit Kolbe, ein junger Soldat, verwundet in Russland, ist auf Heimaturlaub, um sich auszukurieren. Fünf Jahre Front haben ihm alle Illusionen geraubt. Wird er jemals ein eigenes Leben führen, in dem er... 1944 läutet das Ende des Krieges ein. Doch wann kommt das Ende und wie wird es aussehen? Veit Kolbe, ein junger Soldat, verwundet in Russland, ist auf Heimaturlaub, um sich auszukurieren. Fünf Jahre Front haben ihm alle Illusionen geraubt. Wird er jemals ein eigenes Leben führen, in dem er eigene Entscheidungen treffen kann? Nach seiner schweren Verwundung bekommt Veit Kolbe Heimaturlaub und fährt zu seinen Eltern nach Wien. Seit fünf Jahren ist er Soldat. Zuvor war er Schüler. Mittlerweile zweifelt er an einer selbstbestimmten Zukunft, fühlt sich um diese Jahre betrogen. Die Erfahrungen an der Front lassen ihn an dem Regime zweifeln. Häufig gerät er mit seinem Vater, einem überzeugten Nationalsozialist, aneinander. Deshalb beschließt Veit in das kleine Dorf Mondsee umzusiedeln. Dort ist sein Onkel Polizist und beschafft ihm eine Unterkunft. In diesen Monaten in Mondsee erfährt Veit erstmals so etwas wie ein normales, erwachsenes Leben. Er findet einen Freund, den ?Brasilianer?, welcher davon träumt ein weiteres Mal nach Südamerika zu reisen, um dann dort zu bleiben. Und Veit findet eine Frau, Margot aus Darmstadt, die er lieben lernt. Im Laufe 1944 rückt die Front näher heran. Das letzte soldatische Aufgebot wird verpflichtet. Wie lange kann er sich noch auf seine Verletzung berufen? Eindringlich schildert Arno Geiger die Gefühlswelt dieses jungen Mannes, der es leid ist, sein Leben für eine Sache zu opfern, an die er längst nicht mehr glaubt. Er fühlt sich um sein Leben und seine Träume betrogen. Geplagt von schrecklichen Bildern des Erlebten, kämpft er mit Angstzustände und Panikattacken. Neben Veit Kolbes tagebuchähnlichen Erzählungen, geben auch die Briefe von Margots Mutter aus Darmstadt Einblicke in das tägliche Leben. 1944 verstärken sich die Luftangriffe und die Front kommt näher. Auch über das tragische Schicksal eines aus Wien stammenden, verschickten Mädchens und dessen Familie berichtet der Roman. Die Briefe des Wiener Juden Oskar Meyer, der nach Budapest flieht und dort vom Nationalsozialismus wieder eingeholt wird, stechen aus der Erzählung heraus und haben sich mir nicht erschlossen. Oskar Meyer steht für mich in keinerlei Verbindung zu den anderen Figuren. Natürlich ist auch sein Schicksal es wert erzählt zu werden, doch sein Auftauchen in dem Roman erklärt sich nicht. Somit ist es jedes Mal eine Unterbrechung des Erzählflusses, wenn er zu Wort kommt. Die einzige Verbindung, die ich erkennen konnte, ist der gleiche Wiener Bezirk, aus dem die meisten Figuren stammen. Mich hat die Geschichte tief berührt. Sich bewusst zu machen, wie sehr der Lauf der Geschichte einzelne Lebensläufe beeinflusst hat. Veit Kolbes Angstzustände und seine Hoffnung auf das Kriegsende, sind eindringlich und realistisch geschildert. Ich habe mit ihm gehofft, dass er es schafft sich weiter ?zu drücken?. In den Bemerkungen auf den letzten Romanseiten erfährt der Leser, was aus den Protagonisten geworden ist. Alles in allem ein empfehlenswerter und berührender Roman, der vom Alltag, mit all seiner Brutalität und Normalität, der Menschen im Jahr 1944 erzählt.