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Idaho

Roman

(19)
Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, langsam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hießen und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch Ann, die Frau, deren Liebe groß genug ist, um zu Wade in das leere Haus zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und nimmt schließlich Kontakt zu Jenny auf. Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns.
Portrait
Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. "Idaho" ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783446259621
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Dateigröße 1715 KB
Übersetzer Stefanie Jacobs
Verkaufsrang 29.936
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Spannung pur!“

Judith-Lea Mönch, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Emily Ruskovichs Debüt ist kein klassischer Kriminalroman, dessen Fokus darauf liegt, einen Mord aufzudecken und sämtliche Beweggründe hinsichtlich des Tathergangs zu erklären. Ruskovichs Augenmerk liegt vielmehr auf der Gestaltung eines fesselnden psychologischen Dramas und der überzeugenden Beschreibung der komplizierten Gefühlswelten der Protagonisten. Aus verschiedenen Perspektiven nähert sich der Leser Jennys Tat an, ohne dabei eine definitive Antwort auf das „Warum“ des Mordes zu erhalten. Dabei gelingt es Ruskovich in ihrem einmalig lyrischen Stil, die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens herauszuarbeiten um auf diese Weise zu verdeutlichen, dass es für viele Lebenssituationen keine allgemeingültige Antwort gibt. Emily Ruskovichs Debüt ist kein klassischer Kriminalroman, dessen Fokus darauf liegt, einen Mord aufzudecken und sämtliche Beweggründe hinsichtlich des Tathergangs zu erklären. Ruskovichs Augenmerk liegt vielmehr auf der Gestaltung eines fesselnden psychologischen Dramas und der überzeugenden Beschreibung der komplizierten Gefühlswelten der Protagonisten. Aus verschiedenen Perspektiven nähert sich der Leser Jennys Tat an, ohne dabei eine definitive Antwort auf das „Warum“ des Mordes zu erhalten. Dabei gelingt es Ruskovich in ihrem einmalig lyrischen Stil, die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens herauszuarbeiten um auf diese Weise zu verdeutlichen, dass es für viele Lebenssituationen keine allgemeingültige Antwort gibt.

„Eine tragische Familiengeschichte“

Elvira Sperling, Thalia-Buchhandlung Bautzen

Wie aus heiterem Himmel erschlägt Jenny eine ihrer beiden Töchter. Die andere Tochter spielte im Wald und ist seither verschwunden.
Jenny wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
Wade, ihr Ehemann, findet eine neue Liebe. Ann zieht zu ihm in das leere Haus auf dem Berg. Sie wird nie vollständig erfahren was passiert ist. Wade leidet an Frühdemenz, ist es für ihn vielleicht das Beste, das er die unbegreiflichen Geschehnisse langsam aus dem Gedächtnis verliert? Ein wahnsinnig anrührendes Buch!
Vor allem die Szenen wie Ann mit Wades fortschreitender Demenz umgeht, haben mich tief berührt. Welche Stärke hat diese Frau!
Dieser Debütroman ist sprachlich und dramaturgisch ein Meisterwerk!
Wie aus heiterem Himmel erschlägt Jenny eine ihrer beiden Töchter. Die andere Tochter spielte im Wald und ist seither verschwunden.
Jenny wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
Wade, ihr Ehemann, findet eine neue Liebe. Ann zieht zu ihm in das leere Haus auf dem Berg. Sie wird nie vollständig erfahren was passiert ist. Wade leidet an Frühdemenz, ist es für ihn vielleicht das Beste, das er die unbegreiflichen Geschehnisse langsam aus dem Gedächtnis verliert? Ein wahnsinnig anrührendes Buch!
Vor allem die Szenen wie Ann mit Wades fortschreitender Demenz umgeht, haben mich tief berührt. Welche Stärke hat diese Frau!
Dieser Debütroman ist sprachlich und dramaturgisch ein Meisterwerk!

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Die Autorin fängt Stimmungen und Atmosphäre wirklich meisterhaft ein.
Ein toller Roman.
Die Autorin fängt Stimmungen und Atmosphäre wirklich meisterhaft ein.
Ein toller Roman.

„Eine tragische Familiengeschichte“

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen


Aus verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen wird hier eine tragische Familiengeschichte beleuchtet.

Dieses Buch ist sehr gut für Leser geeignet, die eine dichte Atmosphäre, eine gute Sprache und nicht unbedingt auf alle Fragen eine Antwort brauchen.

Von mir persönlich gibt es deshalb "nur" 3 Sterne, weil ich zum Schluss diese Antwort haben möchte!

Aus verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen wird hier eine tragische Familiengeschichte beleuchtet.

Dieses Buch ist sehr gut für Leser geeignet, die eine dichte Atmosphäre, eine gute Sprache und nicht unbedingt auf alle Fragen eine Antwort brauchen.

Von mir persönlich gibt es deshalb "nur" 3 Sterne, weil ich zum Schluss diese Antwort haben möchte!

Elisa Behle, Thalia-Buchhandlung Leuna

das tragische Schicksal einer Familie, die durch ein unvorhersehbares Ereignis plötzlich zerrissen wird... zutiefst erschütternd! das tragische Schicksal einer Familie, die durch ein unvorhersehbares Ereignis plötzlich zerrissen wird... zutiefst erschütternd!

„Ein großartiges Debüt!“

Jana Lorenc, Thalia-Buchhandlung Bremen

Innerhalb eines Sekundenbruchteils ist die Welt eine andere und aus diesem Moment wird eine Ewigkeit. Mit der Tragödie gehen alle unterschiedlich um – mit Flucht, Vergessen, Sühne oder der Suche nach der Wahrheit. Dass diese weder einfach zu greifen noch bereit ist, Gnade walten zu lassen, zeigt sich in dieser Geschichte immer wieder. Trotzdem oder gerade deswegen ist dieses Buch mein Favorit in diesem Bücherfrühling. Innerhalb eines Sekundenbruchteils ist die Welt eine andere und aus diesem Moment wird eine Ewigkeit. Mit der Tragödie gehen alle unterschiedlich um – mit Flucht, Vergessen, Sühne oder der Suche nach der Wahrheit. Dass diese weder einfach zu greifen noch bereit ist, Gnade walten zu lassen, zeigt sich in dieser Geschichte immer wieder. Trotzdem oder gerade deswegen ist dieses Buch mein Favorit in diesem Bücherfrühling.

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

In ihrem Debüt nähert sich Emily Ruskovich, durch viele unterschiedliche Perspektiven, einer dramatischen Familientragödie an. Ein großartiges Buch, welches auf mehr hoffen lässt. In ihrem Debüt nähert sich Emily Ruskovich, durch viele unterschiedliche Perspektiven, einer dramatischen Familientragödie an. Ein großartiges Buch, welches auf mehr hoffen lässt.

Julia Nitschke, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Ein bewegendes Familiendrama, das den Leser von Beginn an mitreißt - absolut zu empfehlen! Ein bewegendes Familiendrama, das den Leser von Beginn an mitreißt - absolut zu empfehlen!

„Traurig und schön“

Evelyn Röwekamp, Thalia-Buchhandlung Rostock

Ein furchtbares Verbrechen wird geschehen. Die Familie macht einen Ausflug um Holz zu schlagen. In einem merkwürdigen Moment wird die Mutter wütend und erschlägt die jüngere Tochter mit dem Beil. Niemand versteht es, denn die Kinder waren sehnlichst gewünscht. Diese Geschichte erzählt viel mehr, denn alle Personen kommen zu Wort. Das ist dramatisch und der Leser wird emotional hin und her geworfen. Am Ende treffen sich zwei Frauen, eine kommt gerade aus dem Gefängnis und die andere wird ihr Zuhause verlassen. Ein besonders berührendes Buch. Ein furchtbares Verbrechen wird geschehen. Die Familie macht einen Ausflug um Holz zu schlagen. In einem merkwürdigen Moment wird die Mutter wütend und erschlägt die jüngere Tochter mit dem Beil. Niemand versteht es, denn die Kinder waren sehnlichst gewünscht. Diese Geschichte erzählt viel mehr, denn alle Personen kommen zu Wort. Das ist dramatisch und der Leser wird emotional hin und her geworfen. Am Ende treffen sich zwei Frauen, eine kommt gerade aus dem Gefängnis und die andere wird ihr Zuhause verlassen. Ein besonders berührendes Buch.

Julia Sesulka, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Für mich DER Roman des Frühjahrs ... er zieht Sie in seinen Bann und lässt Sie bis zur letzten Seite nicht mehr los ... endlich mal wieder hatte ich Gänsehaut beim Lesen! Für mich DER Roman des Frühjahrs ... er zieht Sie in seinen Bann und lässt Sie bis zur letzten Seite nicht mehr los ... endlich mal wieder hatte ich Gänsehaut beim Lesen!

„Die Größte aller Fragen: Warum?“

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Wade und Jenny führen ein ruhiges Leben mit ihren zwei Töchtern- bei ein tag alles ändert. Ann ist Wades neue Frau und sie quält die Frage nach dem Warum. Unglaublich spannend und eindringlich erzählt Emily Ruskovich die Geschichte einer unverständlichen tat aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten. dabei geht es um viel mehr als das, was man auf den ersten Blick sieht. Ich konnte das Buch bis zur letzten Seite nicht weglegen. Ich hätte nur gern noch ein paar mehr Antworten bekommen. Unbedingt lesen! Wade und Jenny führen ein ruhiges Leben mit ihren zwei Töchtern- bei ein tag alles ändert. Ann ist Wades neue Frau und sie quält die Frage nach dem Warum. Unglaublich spannend und eindringlich erzählt Emily Ruskovich die Geschichte einer unverständlichen tat aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten. dabei geht es um viel mehr als das, was man auf den ersten Blick sieht. Ich konnte das Buch bis zur letzten Seite nicht weglegen. Ich hätte nur gern noch ein paar mehr Antworten bekommen. Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
11
4
3
1
0

Ein einziger Moment
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 03.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Emily Ruskovich ? Idaho Die Autorin Emily Ruskovich hat mit diesem Buch ein vielversprechendes Debut vorgelegt, für mich ist es eine Mischung aus Roman und Thriller, über ein bedrückendes Thema. Eine ganz normale Familie arbeitet an einem heißen Sommertag im Wald ? eine perfekte Idylle. Bis ein einziger Moment alles... Emily Ruskovich ? Idaho Die Autorin Emily Ruskovich hat mit diesem Buch ein vielversprechendes Debut vorgelegt, für mich ist es eine Mischung aus Roman und Thriller, über ein bedrückendes Thema. Eine ganz normale Familie arbeitet an einem heißen Sommertag im Wald ? eine perfekte Idylle. Bis ein einziger Moment alles zerstört. Wades jüngere Tochter ist tot, die ältere spurlos verschwunden. Seine Frau Jenny wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Jahre später beginnt Wades zweite Frau Ann nachzuforschen, doch seine beginnende Demenz, erschwert dies. Ihr Zusammenleben mit ihm ist überhaupt nur aus der Tragödie heraus möglich, diese bildet quasi die Grundlage. So fühlt auch sie sich indirekt schuldig und versucht etwas wiedergutzumachen, das längst zerstört ist. ?Sie hat Wades Vergangenheit genommen und vor sich ausgebreitet. Ihre Zukunft ist ein Weg in die Vergangenheit, auch wenn er langsam verschwindet. Jenes langsame Ausradieren, jene weiße Linie, die sich durch das Dunkel in seinem Gedächtnis zieht, dieser Linie wird sie durch ihr eigenes Leben folgen. Und sie wird sie mit Gewissheit in ihr eigenes geheimes Gefängnis führen, direkt bis vors Tor.? Seite 202 Emily Ruskovich hat eine ganz eigene, eindringliche Art zu erzählen. Ihr Werk ist sehr angenehm lesbar, wenn auch nicht immer leicht auszuhalten. Eine bedrohliche Stimmung schwingt zwischen den Zeilen stets mit. Sie erzählt aus verschiedenen Perspektiven und aus den unterschiedlichen Zeitebenen, stellt immer wieder die Frage, was ist damals wirklich passiert, wie konnte so etwas geschehen. Ganz wichtig: sie schafft es, Verständnis und Mitleid für alle Figuren entstehen zu lassen, selbst und besonders für die Mutter, die des Mordes an ihrer Tochter verurteilt wurde. Einen beträchtlichen Teil des Romans nimmt so die Beschreibung des Alltags und der Probleme Jennys im Frauengefängnis ein. Ein weiteres großes Thema dieses Buches ist Wades Demenz, deren Vergessen für ihn Fluch und Gnade zugleich sind. So kämpft jeder gegen seine eigene Verzweiflung, sucht seinen eigenen Weg, mit der Tragödie zu leben. Keine einfache Lektüre, aber hervorragend umgesetzt, ohne ständig auf die Tränendrüse zu drücken ? für mich ganz große Literatur! Dringende Leseempfehlung.

Konnte mich nicht überzeugen.
von Mel aus Hiddenhausen am 12.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Klappentext verrät glücklicherweise schon etwas über das Buch, nämlich, dass auch Ann, die neue Frau an Wades Seite, genauso wie die Leser des Buches nie den Tathergang erfahren werden. Nach dem Lesen von Idaho bin ich genauso schlau wie vorher, denn das Buch konnte mich nicht begeistern. Sprachlich ist... Der Klappentext verrät glücklicherweise schon etwas über das Buch, nämlich, dass auch Ann, die neue Frau an Wades Seite, genauso wie die Leser des Buches nie den Tathergang erfahren werden. Nach dem Lesen von Idaho bin ich genauso schlau wie vorher, denn das Buch konnte mich nicht begeistern. Sprachlich ist das Buch wirklich gut. Ein ausschweifender Schreibstil, mit dem die Autorin mir das flirrende Idaho näher brachte, ist vorhanden. Leider musste aber auch aufgrund des Stils alles bis ins kleinste Detail analysiert werden und so fehlte es Idaho einfach an Inhalt. Was da so genau passiert an dem gewissen Tag, das erfährt der Leser nicht. Es erfährt selbst Ann nicht, die sich aus unerklärlichen Gründen aufgibt und nur noch für die geheimnisvolle Familie lebt und alles dafür tut, damit das Andenken, der in ihren Augen anbetungswürdigen Menschen in Ehren gehalten wird. Mein Fazit Wer Protagonisten gerne beim Denken und Analysieren zur Seite stehen möchte, dafür aber auch ohne Story auskommt, dem empfehle ich Idaho. Allen anderen eher nicht.

Was geschah auf dem Mount Loeil
von Kaffeeelse am 11.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieser Roman ist eine etwas verworrene Geschichte, in der es um Realität und Irrealität geht. Der Leser muss sich mit einer Geschichte befassen, die aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird, wobei letztendlich das klärende Gespräch der betroffenen Personen nicht so richtig erfolgt. Es werden eher viele verschiedene Vermutungen präsentiert, der... Dieser Roman ist eine etwas verworrene Geschichte, in der es um Realität und Irrealität geht. Der Leser muss sich mit einer Geschichte befassen, die aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird, wobei letztendlich das klärende Gespräch der betroffenen Personen nicht so richtig erfolgt. Es werden eher viele verschiedene Vermutungen präsentiert, der geneigte Leser darf sich aus diesen unterschiedlichen Gedanken, teils mit realem, teils mit irrealem Hintergrund seine eigenen Gedanken machen. Es geht um reale Erinnerungen und die pure Einbildungskraft. Und wir Leser fragen uns zum Teil, was ist wahr/real. Der Roman ist nicht chronologisch geordnet und auch immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben, was die sowieso schon verwirrende Geschichte noch etwas verworrener gestaltet. Aber mir persönlich sehr gefällt. Ich liebe dieses Hin- und Herspringen. Und ich liebe auch den Sprachklang der Ruskovich. Und ich liebe die Art, in der Ruskovich ihre Charaktere zeichnet, denn genau das macht sie grandios. Diese Autorin hat Potenzial und ich denke wir werden noch von ihr hören. Dieser Roman entwickelt außerdem eine starke Sogwirkung. Zur Handlung: Wade, Jenny und ihre zwei Töchter June und May fahren an einem Augusttag im Jahre 1995 zum Holzholen auf den Mount Loeil, dabei kommt es zu einem folgeschweren Unglück. Die kleine Tochter May wird erschlagen, die größere Tochter verschwindet spurlos, die Ehefrau Jenny bezichtigt sich der Tat und geht ins Gefängnis, der Familienvater Wade bleibt allein zurück. Wobei nicht wirklich klar wird ob dies auch so war. Für mich ergeben sich zwei Deutungsmöglichkeiten, wobei es im Buch zu keiner eindeutigen Lösung kommt. Erschwerend kommt hinzu, das in der Familie von Wade die frühe Form der Demenz vorkommt, was Wade in einer nachvollziehbaren Weise Angst bereitet und zu dem familiären Drama noch dazukommt. Wade hatte vor dem Unfall in der Schule die Lehrerin Ann kennengelernt, hatte dort Klavierstunden genommen, weil er gehört hatte, dass Klavierspielen den Degenerationsprozess des Gehirns eventuell verlangsamen könnte. In der Zeit entsteht eine Nähe zwischen den Beiden, dies mündet schließlich in die Heirat und das Zusammenziehen von Ann und Wade. Ann weiß um die Geschehnisse beim Holzholen und versucht ihrerseits in einer etwas skurrilen Art für sich Licht ins Dunkel der Geschehnisse von damals zu bringen. Wade's Erkrankung wird nun nach acht Jahren Ehe schlimmer und mündet schon in gewissen Gewaltausbrüchen seiner Ehefrau gegenüber, die sie versucht zu ertragen, bei mir aber eine Angst auslöste und die Frage wie weit das noch gehen sollte. In dem Buch werden die Geschehnisse zwischen den Jahren 1973 und 2025 dargestellt, es werden die Sichten der verschiedenen Hauptakteure des Romans gezeigt, und auch ihr Beziehungsgeflecht untereinander, dadurch bekommt der interessierte Leser Einblicke und kann sich seine eigenen Gedanken machen und für sich selbst nach Deutungen suchen. Denn es wird am Ende nichts aufgelöst, es werden keine Fakten präsentiert, das dürfen wir Leser für uns selbst entscheiden. Was ich aber als nicht störend empfand, denn die Charakterzeichnungen der Ruskovich geben genug Raum für Lösungen ab.