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So, und jetzt kommst du

Roman

Es beginnt als Familiengeschichte, wird zum Abenteuer - und dann zum Albtraum.Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre: Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das «große Geld» da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden, und eine Jagd durch ganz Europa beginnt ...
Rezension
Fasziniert verfolgt man diese atemlose Flucht von einem Land ins andere, die auch immer eine Flucht vor der Realität ist. Franks fast nüchterne Beschreibung aus der Sicht eines Jungen, der er mal war, erschüttert und begeistert zugleich. Brigitte
Portrait
Arno Frank, geboren 1971 in Kaiserslautern, ist Publizist und freier Journalist. Er schreibt u.a. für die taz, Die Zeit, SpiegelOnline, Dummy und Fluter. Er lebt mit seiner Familie in Wiesbaden.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 25.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27396-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,4/3 cm
Gewicht 290 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 45401
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Kindheit, eine Jugend. Geraubt vom eigenen Vater, geraubt von einem Hochstapler

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

Was geht wohl in einem Menschen vor, der gut darin ist andere zu belügen, anderen etwas vorzuspielen und sich selbst in das allerbeste Licht zu setzen? Und vor allem, was müssen die Angehörigen von pathologischen Narzissten, Hochstaplern und Betrügern alles erleben? Arno Franks Vater ist ein Hochstapler. Jemand, der sein Selbstbewusstsein aus einem jahrelangen Katz-und-Maus-Spiel mit Behörden, Ämtern und der Polizei zog - und seine Familie tief in diesen zerstörerischen Strudel mit einbezog. Eine Zeit lang ging dieses Spiel gut, Familie Frank lebte luxuriös. Zunächst in der heimischen Pfalz, später an der Côte d’Azur in Frankreich. Doch dann kam es wie es kommen musste, es erfolgte der totale Absturz. Der Traum wurde zum Albtraum, Familie Frank flüchtete quer durch Europa. Die Angst entdeckt und verhaftet zu werden war ihr ständiger Begleiter. 'So, und jetzt kommst du' ist eine wahre Geschichte. Sie ist witzig und skurril, fast schon ein Abenteuerroman. Und gleichzeitig ist dieses autobiographisch beeinflusste Buch brutal und schockierend, ein Realität gewordener Albtraum. Es ist beeindruckend zu lesen, wie Arno Frank dies alles erlebt hat, wie sehr ihn diese Zeit bis heute prägt. Er hat sich losgesagt von seinen Eltern, sich getrennt vom selbstverliebten Vater und von der ohnmächtigen Mutter. Am Ende bleibt eine zerstörte Kindheit, eine verlorene Jugend - niedergeschrieben in einem beeindruckenden Roman.

Wahnwitzige Geschichte einer verrückten Jugend

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamm

Frank beschreibt hier aus der Sicht eines ca. 11 jährigen Jungen die Geschichte seiner Jugend mit einem betrügenden Vater, der deswegen mit der Familie durch halb Europa flüchtet. Wie witzig,spannend und auch schrecklich diese Erfahrungen sind.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
54 Bewertungen
Übersicht
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Autobiographischer Roman, Roadtrip und eine Familientragödie aus der Sicht eines 13-Jährigen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 16.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Arno ist 13 Jahre alt, als sein Vater Jürgen mit der Familie als über Kopf von Rheinland-Pfalz nach Frankreich flüchtet. Jürgen Frank ist ein Hochstapler und stolz darauf. Er verspricht seiner Frau und seinen drei Kindern ein sonniges Leben an der Côte d'Azur in Reichtum. Als sich die Familie gerade eingewöhnt hat, die Kinder ... Arno ist 13 Jahre alt, als sein Vater Jürgen mit der Familie als über Kopf von Rheinland-Pfalz nach Frankreich flüchtet. Jürgen Frank ist ein Hochstapler und stolz darauf. Er verspricht seiner Frau und seinen drei Kindern ein sonniges Leben an der Côte d'Azur in Reichtum. Als sich die Familie gerade eingewöhnt hat, die Kinder Französisch gelernt haben, auf eine internationale Schulen gehen und sich nur fragen, was ihr Vater eigentlich arbeitet und wann das Geld aus ist, das großzügig ausgegeben wird, steht erneut die Polizei vor der Tür. Wieder packen sie nur die nötigsten Sachen und ziehen weiter nach Portugal, wo der Vater sie auf wundersame Weise in einem Hotel einquartieren kann. Es ist ein Leben auf der Flucht vor amtlichen Briefen, staatlichen Behörden, vor Interpol und der Realität, wobei Vater und Mutter stets den Anschein erwecken, dass dieses Leben völlig normal ist. Arno macht sich dennoch Gedanken, beginnt mit zunehmendem Alter die Aussagen seines Vaters zu hinterfragen, während die jüngeren Geschwister verstört mit Essensresten und Hundefutter experimentieren oder sich weigern, die aufgeblasenen Schwimmflügel abzulegen. "So, und jetzt kommst du!" ist die Floskel, mit der der Vater Arno gegenüber seine Erzählungen beendet und der Titel dieses autobiographischen Romans, mit dem der Journalist Arno Frank seine Kindheit auf der Flucht erzählt. Der Roman ist aus der naiven Sicht eines Kindes geschrieben, das den kriminellen Machenschaften seines Vaters und der Verantwortungslosigkeit beider Elternteile hilflos ausgesetzt ist. In kurzen Kapiteln werden die einzelnen Stationen der zweijährigen Odyssee durch Südwesteuropa episodenartig erzählt. Die Eltern leben in einer Traumwelt und gaukeln den Kindern Normalität vor. Die schlagfertigen Sprüche und raffinierten Ideen, mit der sich der Vater immer wieder durchmogeln kann, sind amüsant zu lesen, letztlich überwiegt aber die Tragikomik. Als Leser verfolgt man den aberwitzigen Roadtrip den Kindern gegenüber mitleidig und fragt sich, wie lange das Weglaufen noch gut gehen kann, bis die Falle letztlich zuschnappen wird. Da es sich um einen autobiographischen Roman handelt, ist diese Familientragödie, diese Kindheit auf der Flucht, bei der sich die Situation je länger die Familie unterwegs ist, weiter verschärfte, besonders beklemmend zu lesen. Man hofft, dass der Vater noch zur Vernunft kommt und sich den Behörden stellt, bevor die Polizei ihn ausfindig machen kann, um die Familie brutal zu trennen und ihm die verwahrlosten Kindern zu entziehen. Erstaunlich ist dabei, wie passiv sich Mutter Jutta verhält und wie abhängig sie von ihrem Mann ist, dem Irrsinn kein Ende setzt, sondern sehenden Auges der Katastrophe entgegen geht.

An European Odysee
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 23.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe zwar nicht das Buch gelesen, sondern das ungekürzte Hörbuch gehört. Arno Frank ist ein außergewöhnlich guter Debütroman gelungen. Er erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend zwischen 1977 und 1986. Geboren 1971 in Kaiserslautern sollte man meinen, dass alles für den kleinen Arno in der pfälzischen Provinz se... Ich habe zwar nicht das Buch gelesen, sondern das ungekürzte Hörbuch gehört. Arno Frank ist ein außergewöhnlich guter Debütroman gelungen. Er erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend zwischen 1977 und 1986. Geboren 1971 in Kaiserslautern sollte man meinen, dass alles für den kleinen Arno in der pfälzischen Provinz seinen gewohnten Gang nimmt mit Vater Jürgen, Mutter Jutta und den Geschwistern Jeany und Fabian. Beileibe nicht! Der Vater hat das Arbeiten nicht erfunden, sein Ziel ist es reich zu sein, sofort, ohne es sich erarbeiten zu müssen. Man spürt Arno Franks Bewunderung für den smarten Vater, der es schließlich auch schafft, nach seinem Verständnis reich zu sein, indem er eine größere Summe Geld veruntreut. Selbstverständlich lässt die Polizei nicht lange auf sich warten und die Familie zieht Hals über Kopf an die Côte d'Azur. Dort leben sie in Saus und Braus und Arno macht auf mich anfangs einen glücklichen Eindruck. Er geht zur Schule, lernt schnell Französisch und erkundet mit seinem Moped die Gegend. Doch irgendwann kippt die Stimmung, die Vergangenheit holt die Familie ein. Arno sieht seinen Vater zum ersten Mal ratlos und schwach und es kommt wie es kommen muss, auch hier stehen eines Tages zwei Polizisten vor der Tür. Die Familie schafft es jedoch wieder zu flüchten, dieses Mal nach Portugal.  Je weiter sie nach Westen kommen, umso schlimmer wird ihre Lage, aus der Abenteuerreise wird v.a. für die Kinder eine Katastrophe. Sie übernachten auf Strohmatratzen in einem Rohbau, die Kinder hungern, an einen Schulbesuch ist schon lange nicht mehr zu denken und ein Hund ist sterbenskrank, weil der Tierarzt nicht bezahlt werden kann. Als Leser war für mich das Leben der Familie Frank in Portugal unerträglich. Man schaut sozusagen hilflos zu wie die Eltern die Kinder vernachlässigen. Auch dann schreitet Vater Frank nicht ein und stellt sich. Die Mutter möchte man am liebsten schütteln, so sehr lebt sie in ihrer eigenen Welt und glaubt den Träumereien und Geschichten ihres Mannes, auch wenn dabei ihre Kinder vor die Hunde gehen. Die Franks schaffen es dann zwar wieder nach Deutschland zurück, auch hier auf der Flucht bis der Vater endlich von der Polizei aufgegriffen wird und der Alptraum ein Ende hat.  Das Buch ist rasant, komisch und beklemmend zugleich und v.a. sehr hörenswert. Übrigens genial gelesen von Devid Striesow.

Wahnwitzige Familiengeschichte
von Ulrike am 07.07.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In diesem Buch beschreibt ein Junge sein Aufwachsen in den 70er und 80er Jahren. "So, und jetzt kommst du", so endet der Vater des kindlichen Ich- Erzählers immer wieder seine Ausführungen, wie er die Welt sieht. Eine Welt, zuerst wirkt sie noch gutbürgerlich, Vater macht Geschäfte. Noch liest sich die Geschichte des jungen Erz... In diesem Buch beschreibt ein Junge sein Aufwachsen in den 70er und 80er Jahren. "So, und jetzt kommst du", so endet der Vater des kindlichen Ich- Erzählers immer wieder seine Ausführungen, wie er die Welt sieht. Eine Welt, zuerst wirkt sie noch gutbürgerlich, Vater macht Geschäfte. Noch liest sich die Geschichte des jungen Erzählers witzig, doch der Leser weiß schon viel früher als das Kind, dass alles Fassade und Schein ist, der Vater ein windiger Typ, Betrüger und Hochstapler ist. Als der Vater von der Polizei gesucht wird begibt sich die Familie, Vater, Mutter und drei Kinder, auf eine wahnwitzige Reise. So plötzlich wie ergaunertes Geld da war, ist es auch wieder weg. Ab diesem Zeitpunkt ist gar nichts mehr witzig, man wünscht sich nur noch, dass für die Kinder alles gut ausgeht. Auch wenn man Ich-Erzähler nicht immer mit dem Autor gleich setzen darf, handelt es sich hier um eine wahre Geschichte. Wenn ich über kleine Längen am Anfang hinweg sehe, habe ich mich sehr schnell in den Strudel der Ereignisse hinein gelesen, ich mochte ganz besonders den schrägen Charakter der "kleinen Schwester", die am Ende noch eine ganz besondere Rolle übernommen hat.