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So, und jetzt kommst du

Roman

Arno Frank

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Beschreibung

Der eigene Vater ein Hochstapler – nach einer wahren Geschichte

Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre: Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden, und die Jagd durch Europa geht weiter ...

Es beginnt wie ein Abenteuer und wird zum Albtraum: Ein Roman wie ein Roadmovie, tragisch und komisch zugleich.

Arno Frank erzählt diese autobiografische Geschichte in einem hinreißenden Ton ... Ähnlich wie bei »Tschick«, der anderen großen deutschen Road Novel unserer Tage, ahnt man beim Lesen, dass das bald verfilmt werden muss. Der situative Humor ist ähnlich genau wie bei Herrndorf, der rasante Plot lässt einen sowieso nicht los, man ist gerührt und bestürzt zugleich und will immer neue Passagen anstreichen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 25.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27396-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,4/3 cm
Gewicht 292 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 40176

Buchhändler-Empfehlungen

Eine Kindheit, eine Jugend. Geraubt vom eigenen Vater, geraubt von einem Hochstapler

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

Was geht wohl in einem Menschen vor, der gut darin ist andere zu belügen, anderen etwas vorzuspielen und sich selbst in das allerbeste Licht zu setzen? Und vor allem, was müssen die Angehörigen von pathologischen Narzissten, Hochstaplern und Betrügern alles erleben? Arno Franks Vater ist ein Hochstapler. Jemand, der sein Selbstbewusstsein aus einem jahrelangen Katz-und-Maus-Spiel mit Behörden, Ämtern und der Polizei zog - und seine Familie tief in diesen zerstörerischen Strudel mit einbezog. Eine Zeit lang ging dieses Spiel gut, Familie Frank lebte luxuriös. Zunächst in der heimischen Pfalz, später an der Côte d’Azur in Frankreich. Doch dann kam es wie es kommen musste, es erfolgte der totale Absturz. Der Traum wurde zum Albtraum, Familie Frank flüchtete quer durch Europa. Die Angst entdeckt und verhaftet zu werden war ihr ständiger Begleiter. 'So, und jetzt kommst du' ist eine wahre Geschichte. Sie ist witzig und skurril, fast schon ein Abenteuerroman. Und gleichzeitig ist dieses autobiographisch beeinflusste Buch brutal und schockierend, ein Realität gewordener Albtraum. Es ist beeindruckend zu lesen, wie Arno Frank dies alles erlebt hat, wie sehr ihn diese Zeit bis heute prägt. Er hat sich losgesagt von seinen Eltern, sich getrennt vom selbstverliebten Vater und von der ohnmächtigen Mutter. Am Ende bleibt eine zerstörte Kindheit, eine verlorene Jugend - niedergeschrieben in einem beeindruckenden Roman.

Familie über Moral?

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung

Anfangs eher langatmig, wollte ich das Buch schon fast wieder beiseite legen... doch dann geriet die Geschichte so richtig in Fahrt. Ein Vater, ein echter Hochstapler muß vor dem Gesetz fliehen und reißt seine kleine Familie mit sich. Der soziale Abstieg, wie ein Strudel dargestellt, der alle gnadenlos mit sich hinunter reißt... Spannung nach anfänglichen Holpern.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
55 Bewertungen
Übersicht
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17
2
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Genial verrückt
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 15.01.2021

Verrückte ( wahre) Story, schöne Beschreibungen. Traf den Zeitgeist hervorragend und somit eine kleine Zeitreise ;) Hatte im Mittelteil durchaus Längen, zum Ende sehr spannend.

Wahnwitzige Geschichte einer verrückten Jugend
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamm am 19.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Frank beschreibt hier aus der Sicht eines ca. 11 jährigen Jungen die Geschichte seiner Jugend mit einem betrügenden Vater, der deswegen mit der Familie durch halb Europa flüchtet. Wie witzig,spannend und auch schrecklich diese Erfahrungen sind.

Autobiographischer Roman, Roadtrip und eine Familientragödie aus der Sicht eines 13-Jährigen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 16.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Arno ist 13 Jahre alt, als sein Vater Jürgen mit der Familie als über Kopf von Rheinland-Pfalz nach Frankreich flüchtet. Jürgen Frank ist ein Hochstapler und stolz darauf. Er verspricht seiner Frau und seinen drei Kindern ein sonniges Leben an der Côte d'Azur in Reichtum. Als sich die Familie gerade eingewöhnt hat, die Kinder ... Arno ist 13 Jahre alt, als sein Vater Jürgen mit der Familie als über Kopf von Rheinland-Pfalz nach Frankreich flüchtet. Jürgen Frank ist ein Hochstapler und stolz darauf. Er verspricht seiner Frau und seinen drei Kindern ein sonniges Leben an der Côte d'Azur in Reichtum. Als sich die Familie gerade eingewöhnt hat, die Kinder Französisch gelernt haben, auf eine internationale Schulen gehen und sich nur fragen, was ihr Vater eigentlich arbeitet und wann das Geld aus ist, das großzügig ausgegeben wird, steht erneut die Polizei vor der Tür. Wieder packen sie nur die nötigsten Sachen und ziehen weiter nach Portugal, wo der Vater sie auf wundersame Weise in einem Hotel einquartieren kann. Es ist ein Leben auf der Flucht vor amtlichen Briefen, staatlichen Behörden, vor Interpol und der Realität, wobei Vater und Mutter stets den Anschein erwecken, dass dieses Leben völlig normal ist. Arno macht sich dennoch Gedanken, beginnt mit zunehmendem Alter die Aussagen seines Vaters zu hinterfragen, während die jüngeren Geschwister verstört mit Essensresten und Hundefutter experimentieren oder sich weigern, die aufgeblasenen Schwimmflügel abzulegen. "So, und jetzt kommst du!" ist die Floskel, mit der der Vater Arno gegenüber seine Erzählungen beendet und der Titel dieses autobiographischen Romans, mit dem der Journalist Arno Frank seine Kindheit auf der Flucht erzählt. Der Roman ist aus der naiven Sicht eines Kindes geschrieben, das den kriminellen Machenschaften seines Vaters und der Verantwortungslosigkeit beider Elternteile hilflos ausgesetzt ist. In kurzen Kapiteln werden die einzelnen Stationen der zweijährigen Odyssee durch Südwesteuropa episodenartig erzählt. Die Eltern leben in einer Traumwelt und gaukeln den Kindern Normalität vor. Die schlagfertigen Sprüche und raffinierten Ideen, mit der sich der Vater immer wieder durchmogeln kann, sind amüsant zu lesen, letztlich überwiegt aber die Tragikomik. Als Leser verfolgt man den aberwitzigen Roadtrip den Kindern gegenüber mitleidig und fragt sich, wie lange das Weglaufen noch gut gehen kann, bis die Falle letztlich zuschnappen wird. Da es sich um einen autobiographischen Roman handelt, ist diese Familientragödie, diese Kindheit auf der Flucht, bei der sich die Situation je länger die Familie unterwegs ist, weiter verschärfte, besonders beklemmend zu lesen. Man hofft, dass der Vater noch zur Vernunft kommt und sich den Behörden stellt, bevor die Polizei ihn ausfindig machen kann, um die Familie brutal zu trennen und ihm die verwahrlosten Kindern zu entziehen. Erstaunlich ist dabei, wie passiv sich Mutter Jutta verhält und wie abhängig sie von ihrem Mann ist, dem Irrsinn kein Ende setzt, sondern sehenden Auges der Katastrophe entgegen geht.


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