Dunkelgrün fast schwarz

Roman

Debütromane in der FVA

Mareike Fallwickl

(45)
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Beschreibung

Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht. Mareike Fallwickl erzählt von Schatten und Licht, Verzweiflung und Sehnsucht, Verrat und Vergebung. Ihr packendes Debüt bringt alle Facetten der Freundschaft zum Leuchten, die Leidenschaft, die Sanftheit – und die Liebe, in ihrer heilsamen, aber auch funkelnd grausamen Pracht.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 05.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-627-00248-0
Reihe Debütromane in der FVA
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
Maße (L/B/H) 21,2/13,2/4,3 cm
Gewicht 595 g
Auflage 3
Verkaufsrang 88793

Buchhändler-Empfehlungen

Über Beziehungen in all ihren leuchtenden und hässlichen Farben

I. D., Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Wie beschreibe ich dieses Buch am besten? Wie kriege ich meine vielen Emotionen, die diese Geschichte in mir verursacht hat, in eine Zusammenfassung? Es geht mitnichten nur um die drei jungen Menschen – Moritz, Raffael und Johanna - die auf der Buchrückseite erwähnt werden. Die Geschichte beginnt mit Marie, der Mutter von Moritz, und ihren Schwierigkeiten sich auf dem einsamen Berg einzuleben, wo sie während des Studiums ihres Mannes die beiden kleinen Kinder fast alleine großzieht. Moritz freundet sich schon bald mit dem gleichaltrigen Raffael an, und als Leser verfolgt man die komplizierte und kontroverse Beziehung der beiden Jungen in nicht immer chronologischen Abfolgen durch die Kapitel, mal dem erwachsenen Moritz, mal dem Kind Moritz. Immer wieder dazwischen Marie, die einige Puzzlestücke einfügt, und Johanna, die einen wichtigen Wegpunkt im Leben der beiden jugendlichen Jungs spielt, die sich in das unnahbare Mädchen verlieben. Als Raffael unangekündigt bei Moritz auftaucht und seinen Alltag durcheinanderbringt, fragt man sich, was er eigentlich bezweckt, wohin dieser Besuch führen soll, und warum Moritz verdammtnochmal nicht den Arsch in der Hose hat den überheblichen Besucher endlich rauszuwerfen, bis sich die Geschichte in einem offenbarenden Ende fast gänzlich entspinnt und dich als Leser mit den Gedanken an die Protagonisten nach der letzten Seite stehen lässt. Mareike Fallwickls Talent ihre Charaktere darzustellen macht es einem allerdings leicht die einzelnen Personen und verschiedenen Zeitpunkte gut einordnen zu können. Und wie ich mittlerweile diesen österreichischen Sprech liebe! Jedes Kapitel war für mich wie ein Cliffhanger, ich wollte stets wissen wie es mit all den Personen weitergeht und das Geflecht aus Beziehungen ergründen, das sich bis zum Ende hin immer weiter entspinnt. Warum habe ich mich so lange davor gescheut ihren Erstling zu lesen, nachdem mich Mareike Fallwickls zweites Buch, "Das Licht ist hier viel heller", so sehr begeistert hat? Aus Angst, dass ihr Erstes nicht so gut sein könnte? Wie froh ich im Nachhinein bin, dass diese Angst unbegründet war und wie sehr ich mich nach mehr Geschichten von ihr sehne!

Sophie Krüger, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses Buch wird nicht jedem gefallen. Spezielle Story, spezieller Schreibstil. Einfach mal reinlesen und ein Gefühl bekommen. Ich selbst bin mir unschlüssig, ob es mir wirklich gefallen hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
45 Bewertungen
Übersicht
28
13
3
1
0

Was für ein Debüt!
von Josia Jourdan aus Muttenz am 26.12.2020

Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen. Hauptsächlich im Jahr 2017 und zwischen 1986 – 2001 und wir begleiten gleich mehrere Figuren durch ihr Leben. Zum einen Marie, die Mutter von Moritz, deren Leben durch eine ungeplante Schwangerschaft ziemlich über den Haufen geworfen wurde und wegen derer sie plötzlich in einem abge... Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen. Hauptsächlich im Jahr 2017 und zwischen 1986 – 2001 und wir begleiten gleich mehrere Figuren durch ihr Leben. Zum einen Marie, die Mutter von Moritz, deren Leben durch eine ungeplante Schwangerschaft ziemlich über den Haufen geworfen wurde und wegen derer sie plötzlich in einem abgelegenen Dorf lebt, verheiratet mit einem Mann, den sie zwar liebt, allerdings viel zu selten seht. Sie versucht ein glückliches Leben zu führen und ihren Kindern eine schöne Kindheit zu bieten, aber Moritz freundet sich schon bald mit Raffael an und damit beginnt eine toxische Freundschaft und Marie weiss nicht, wie sie verhindern soll, dass dieser Junge ihren Sohn kaputt macht und manipuliert. Dass Marie dann auch noch eine sehr intensive, rein sexuelle Affäre mit Raffaels Vater anfängt, der eigentlich sehr ähnlich wie sein Sohn ist, gibt sie auf und hofft einfach, dass das Leben das Problem lösen wird. Aber das wird es nicht und Mareike Fallwickl hat mich mit all ihren Figuren begeistert, da sie teilweise so kaputt, realistisch und unsympathisch waren, dass ich das Buch sogar für rund einen Monat zur Seite legen musste. Marie ist für mich eine der faszinierendsten Figuren, da sie im Herzen ein guter Mensch ist, gleichzeitig aber nicht für ihre eigene Meinung einstehen kann und genauso Teil eines grossen Spiels ist, aus dem sie sich nicht zu befreien mag. Im Jahr 2017 begleiten wir Moritz, der mit seiner Freundin ein Kind erwartet und eigentlich mit der Vergangenheit abgeschlossen hat. Doch dann steht plötzlich Raffael vor seiner Tür und Moritz schafft es auch nach 17 Jahren nicht seinem besten Freund die Stirn zu bieten und daran geht nicht nur fast seine Beziehung mit seiner Freundin kaputt, es werden Geheimnisse aufgedeckt und Moritz beginnt zu begreifen. Währenddessen sucht Jo verzweifelt nach Raffael. Sie führt nämlich eine absurde Affäre mit ihm, die aus Demütigung, Sex und Schatzsuchen besteht. Aber dieses Mal hat er keine Zeichen hinterlassen, Jo weiss nicht wo er ist und hat Angst, ihn endgültig verloren zu haben. Am Ende des Buches treffen die drei dann nochmals aufeinander und die Geschichte löst sich endlich auf. Am Ende dieses Buch habe ich nicht gewusst was ich fühlen soll. Schock, Begeisterung, Übelkeit, Faszination, Verachtung, Hass oder Liebe. Fazit Mareike Fallwickl hat ein Buch geschrieben, welches ausserhalb meiner Komfortzone liegt. Dunkelgrün fast schwarz beschäftigt sich mit Themen wie toxischen Freundschaften und Beziehungen, Manipulation und Freiheit. Es ist unfassbar gut geschrieben, Mareike Fallwickl beherrscht ihre Sprache auf faszinierende Weise und hat Figuren erschaffen, die ich verabscheut habe, deren Geschichte aber trotzdem lesen wollte. Das Buch hat mich berührt, geschockt und letzten Endes habe ich das Buch mit einem sehr zwiegespaltenen Gefühl beendet. Nach ein paar Tagen Abstand sehe ich vor allem die Genialität dieses Buches und glaube ich habe ein neues Highlight gefunden. Ich vergeb 5 von 5 Sterne für Mareike Fallwickls Debüt und freue mich bereits ihr zweites Buch zu lesen. Das Buch hat mir bewiesen, dass es sich lohnt zwischendurch ausserhalb seiner Komfortzone zu lesen! Ich danke dem Penguin Verlag für mein Exemplar! Folge Josia Jourdan auf Instagram für mehr Buchtipps: https://www.instagram.com/josiajourdan/

Packende Dreiecksgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Kamen am 03.10.2020

Raffael, selbstbewusst und bestimmend und Moritz, sensibel und künstlerisch. Ihr Freundschaft beginnt in der Kindheit in einem Bergdorf bei Salzburg. Johanna kommt neu in die Schule und mit ihr entsteht ein schicksalhaftes Dreiecksverhältnis, das niemanden unverletzt lässt, auch die Familien nicht. Jahre später begegnen sie sich... Raffael, selbstbewusst und bestimmend und Moritz, sensibel und künstlerisch. Ihr Freundschaft beginnt in der Kindheit in einem Bergdorf bei Salzburg. Johanna kommt neu in die Schule und mit ihr entsteht ein schicksalhaftes Dreiecksverhältnis, das niemanden unverletzt lässt, auch die Familien nicht. Jahre später begegnen sie sich wieder und alles, was die drei verbunden hat, kommt ans Licht – mit aller Kraft. Mareike Fallwickl erzählt vom Betrügen und Verzeihen, von Gut und Böse. Uns sie beschreibt die Liebe und die Freundschaft in all ihren Ausprägungen, mit ihrer zerstörerischen Gewalt. Eine bewegende Geschichte, ein wunderbares Buch!

Großartig - was für ein Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 29.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mareike Fallwickl hat mit unglaublichem Feingefühl und Gespür jeden Charakterzug der Figuren tiefgründig gezeichnet. Mit einem scharfen Blick für menschliche Eigenheiten und Abgründe. Mal ganz leise und zart, dann wieder ohrenbetäubend laut und rotzig. Aber nie unglaubwürdig. Was für ein Debüt!!! Ich hoffe auf noch viel mehr von... Mareike Fallwickl hat mit unglaublichem Feingefühl und Gespür jeden Charakterzug der Figuren tiefgründig gezeichnet. Mit einem scharfen Blick für menschliche Eigenheiten und Abgründe. Mal ganz leise und zart, dann wieder ohrenbetäubend laut und rotzig. Aber nie unglaubwürdig. Was für ein Debüt!!! Ich hoffe auf noch viel mehr von ihr.


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