Rettet die Wirtschaft … vor sich selbst!

Faszinierende Reise ans Ende des neoklassischen Universums

Christian Mayer

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Beschreibung

»Rettet die Wirtschaft … vor sich selbst!« rechnet ab mit der Mainstream-Ökonomie, mit ihren mathematischen Modellen und kühnen Kalkulationen einer Zukunft, die sich dann doch immer ganz anders gestaltet. Wie kann es sein, dass eine Profession, die häufig mit grotesken Fehleinschätzungen auffällt, in der Öffentlichkeit dennoch als unverzichtbarer Hort der Weisheit wahrgenommen wird? Christian Mayer hilft uns, ein ganz neues Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen zu entwickeln. Eines, das ökonomisches Geschehen in der Welt nicht auf eine Sammlung fehlerhafter Formeln reduziert. Das den Menschen als vielschichtiges, komplexes Wesen anerkennt, der mit dem Modell des Homo oeconomicus nur wenig gemein hat. Dabei führt uns der Autor zugleich auf ein Feld, auf dem der Kampf um die Ökonomie der Zukunft bereits begonnen hat. Denn der Widerstand gegen die neoklassische Sichtweise der Wirtschaft ist längst erwacht. So zeigt Mayer nicht nur die Schwächen des alten Ansatzes auf, sondern auch den Reichtum neuerer Ideen und Modelle.

Christian Mayer, Jg. 1982, ist Wirtschaftspädagoge und Germanist. Er arbeitet als Lehrer für Wirtschaft an einer berufsbildenden Schule in Biberach, publiziert zu wirtschaftskritischen Themen und ist als Dozent für Wissenschaftstheorie an der Dualen Hochschule Ravensburg tätig.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 220
Erscheinungsdatum 23.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96317-101-7
Verlag Büchner
Maße (L/B/H) 20,5/14,8/2 cm
Gewicht 354 g
Auflage 1

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Wirtschaft für jedermann - ein aufklärendes und aufrüttelndes Buch
von orfe1975 am 16.08.2018

Gestaltung: -------------------- Bereits das Titelbild provoziert auf angenehme Weise, lädt zum Nachdenken ein: Die (Wirtschafts-)Welt als eine Scheibe, das schnelle Auto, dass über den Abgrund fährt, nachdem es eindimensional eine Gerade entlang gebraust ist. Anspielung hinter Anspielung, einfach, aber genial in einem Bild um... Gestaltung: -------------------- Bereits das Titelbild provoziert auf angenehme Weise, lädt zum Nachdenken ein: Die (Wirtschafts-)Welt als eine Scheibe, das schnelle Auto, dass über den Abgrund fährt, nachdem es eindimensional eine Gerade entlang gebraust ist. Anspielung hinter Anspielung, einfach, aber genial in einem Bild umgesetzt. Das Bild hätte gerne etwas größer sein können, um besser ins Auge zu stechen, aber auch so weckt das Cover das Interesse im Buchladen. Das Buch macht als Klappenbrochur im Regal einen guten Eindruck. Inhalt: -------------------- Der Autor Christian Mayer ist Wirtschaftspädagoge und Germanist und unterrichtet selbst Wirtschaft an einer dualen Hochschule. Dabei merkt er immer mehr, dass die gelehrte neoklassische Wirtschaftswelt die reale Welt nicht erklären kann, viel schlimmer noch: das das Verhaften in dieser Denkweise sogar dazu führt, dass vieles im Wirtschaftsleben nicht funktioniert und letztendlich den Zusammenbruch der aktuellen Wirtschaft bedeuten könnte. Daher machte er sich auf die Suche nach Alternativen Denkweisen und zeigt in diesem Buch solche auf, erläutert sie, stellt sie den neoklassischen Ansätzen gegenüber und ermuntert den Leser zu kritischem Hinschauen. Mein Eindruck: -------------------- "Kehren wir also zurück zu ganz grundsätzlichen Annahmen über die Wirtschaft. Nehmen wir Altbekanntes einmal auseinander und schauen nach, was zutage tritt. Machen wir keinen Halt vor Tabus und legen wir sogar unsere Sprache auf den Seziertisch." (S. 14) Ich habe selbst BWL studiert und dabei erfahren, dass dort oft das neoklassische Wirtschaftsdenken ausschließlich und wenig in Frage stellend gelehrt wird. Zudem gibt es immer wieder den Versuch, durch Verwissenschaftlichung der Thematik die "normalen Leute von der Straße" auszugrenzen und so den Eindruck zu vermitteln, Wirtschaft sei nur etwas für einen begrenzten Personenkreis und an den gelehrten Grundsätzen sei nicht zu rütteln. Spätestens seit der Finanzkrise sollte allen interessierten Bürgern klar geworden sein, dass ein Umdenken erforderlich ist. Christian Mayer hat sich dieser Thematik angenommen. Er schildert zunächst, warum Wirtschaft JEDEN betrifft und beleuchtet schrittweise einzelne Bereiche in einer Sprache, die auch für BWL-Laien verständlich sind. Dabei zeigt er anschaulich auf, wie durch neoklassisch geprägte Begriffe wie Wirtschaftswachstum oder der klassische Arbeitnehmerbegriff ein Bild im Kopf geschaffen wird, das unser Denken über die Wirtschaft geformt und mit der Zeit beschränkt hat. Er analysiert diese Begriffe und zeigt auf, warum diese dauerhaft die Wirtschaft an den Abgrund führen und erläutert an vielen Beispielen, die teilweise bereits in der Historie zu finden sind, teilweise in modernen Lehren und Projekten Eingang finden, wie wir uns dieser Thematik kritisch gegenüberstellen können und so die Bewegung in neue Bahnen lenken können, um die Welt ein Stück besser und nachhaltiger zu gestalten. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Stichwort, dass in der neoklassischen Theorie leider viel zu oft vernachlässigt wird, für unsere Existenz auf der Erde jedoch unumgänglich ist. Das macht Mayer auch immer wieder deutlich. "Nur mittels einer anderen Sichtweise kann endlich damit begonnen werden, eine Lösung für die Umweltkrise zu finden. Solange es hier aber keine Einsicht gibt, solange werden Vokabeln wie Rationalität, Natur, Konsum, Nutzen, Ressourcen, Zeit und Erwartungen durch die Mangel gedreht, solange wird abstrahiert und neu definiert. Es wird an den Wörtern gefeilt, bis sie ins herrschend Gebilde passen." (S. 65) Mir gefällt hierbei seht gut, dass zwar die bis dato bekannten Lehren sachlich kritisiert, aber nicht pauschal verteufelt werden. Der Ton ist sachlich, konstruktiv, der Leser wird zwar zur Kritik hingeführt, aber ist durch die Darlegung mündig, sich seine eigenen Gedanken zu bilden. Einige, zentrale Aussagen sind fett gedruckt sind. So findet man wichtige Stellen wieder und merkt sich bestimmte Aussagen besser. Die Kapitel bauen aufeinander auf und so ist der rote Faden stets erkennbar. Am Ende gibt es viele gute Erläuterungen und Literaturhinweise zu den Fußnoten und ein übersichtliches Stichwortregister, das für mich das Gesamtwerk perfekt abrundet. "Wenn wir ehrlich sind, ist unser Denken von Annahmen über die Gesellschaft und die Wirtschaft bestimmt, die die heutigen Probleme erst geschaffen haben. Um diesen aber Herr zu werden, braucht es freie und unangepasste Denkerinnen und Denker. Das mag platt klingen, ist aber eine ungemein komplexe Aufgabe, denn unangepasstes Denken ist nicht gleich Kreativität, auch wenn sie eine wichtige Voraussetzung dafür ist. Unangepasstes Denken ist die Fähigkeit, auf eine Frage möglichst viele Antworten zu finden und diese Frage auf möglichst viele Arten auszulegen. Und zwar nicht linear oder eindimensional. Wir müssen selbst aktiv werden und uns für eine Meinungsvielfalt öffnen. " (S. 218f.) Die bisher gültigen und viel verbreiteten Wirtschaftstheorien haben ausgedient, sind sogar der Grund, warum sich diese Welt nicht weiterentwickeln kann und möglicherweise bald stillsteht. Dieses Buch zeigt gute Alternativen auf, regt zum Umdenken und kritischen Betrachten ein und muntert zum Handeln auf. Fazit: -------------------- Gute Ideen für Alternativen zum heutigen Wirtschaftssystem und dem Aufruf zum aktiven Andershandeln - Verständlich und aufrüttelnd geschrieben.


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  • Von grauer Wirtschaftstheorie inmitten bunter Vielfalt
    Der Mensch und das Wirtschaften
    Gefangen im eigenen Weltbild
    Leben, um etwas zu werden
    Beschränktes Erfolgsverständnis und Elitenkult
    Von Bedürfnissen, dem Konsum und warum Souveräne Idioten sind
    Konsum: ein tägliches Dilemma und ein Tabu
    Vom Konsum und dem Durchtrennen der Fäden
    Vom Endzweck aller Produktion
    Auf der Suche nach dem besten Gesellschaftsmodell: Rawls und die Utilitaristen
    Neoliberale Freiheit und ihre Folgen für die Gesellschaft
    Was uns die Spieltheorie über unsere Gesellschaft verrät
    Was man vom Elfenbeinturm aus nicht sehen kann
    Ein Stück Wirtschaftsgeschichte
    Quo errat demonstrator
    Der heilige Formalismus
    Neoklassische Freiheit und Naturgesetzlichkeit
    Warum Modelle problematisch sind und glaubhafte Prophezeiungen den Kurs der Geschichte verändern
    Gewohnheiten und die Faszination der Zahlen
    Zwischen neoklassischer Theorie, Realität und Fortschritt
    Bedenkliche Modell-Logik: einige Beispiele
    Internalisierung: wenn es der Markt regeln soll
    Wissenschaftlicher Fortschritt: Wenn er nicht so will, wie wir gerne hätten
    Immer mehr Nestbeschmutzer – eine neue Generation von Wirtschaftswissenschaftlern
    Sprache macht Wirtschaft oder warum Arbeitnehmereigentlich Arbeitgeber sind
    Über die Metapher zum unternehmerischen Selbstbild
    Die Verantwortung der Medien
    Die Würde des Arbeitgebers
    Wie uns das Kürzen als Sparen verkauft wird und andere Märchen
    Das religiöse Fundament der herrschenden Lehre
    Der große Unbekannte: der Kapitalismus
    Das Geldsystem – angeschlagenes Herzstück unserer Wirtschaft
    Über Geld, Zinsen und warum wir Wachstum brauchen
    Geldfunktionen und Symbolcharakter
    Zinsen als Lockmittel, der Zinseszinseffekt und die Zinsschuldner
    Historische Entwicklungen und Geldexperimente der Vergangenheit
    Das Zinseszinsverbot
    Silvio Gesell: Das Geld muss der Ware gleichen
    Die Brakteaten
    Das Experiment von Wörgl: Eine regionale Wirtschaft floriert in Zeiten der Krise
    Und heute?
    »Negativzinsen«
    Qualitatives Wachstum ist auch keine Lösung
    Das Zinsproblem – nach wie vor ein blinder Fleck im gesellschaftlichen wie universitären Diskurs
    Macht die Wirtschafts- zur Sozialwissenschaft!
    Der Homo oeconomicus – ein Ideologiesklave ohne Erklärungsgehalt
    Dem Homo oeconomicus ein Moralempfinden zugestehen
    Der neue Homo oeconomicus – ein brauchbarer Modellmensch
    Verdeckte Schieflagen: die Sache mit dem Eigentum
    Den Eigentumsbegriff neu denken
    Für die Entkapitalisierung des Bodens
    Eigentum verpflichtet – aber wen und zu was?
    Die unselige Allianz von Wirtschaft und Bildung
    Bildung und die Suche nach dem Glück
    OECD, PISA und der neoliberale Traum eines neuen Bildungswesens
    Die plumpe Forderung nach mehr ökonomischer Bildung
    Exkurs: Einseitige Lehrbücher und die Kontrolle des Denkens
    Unterrichtsmaterialien und der Kampf um die Deutungshoheit
    Von gallischen Dörfern oder wo Alternativen existieren
    Wie wir unsere eigene Passivität legitimieren
    Nachhaltige Nachhaltigkeit und warum Bilanzen nicht die Realität abbilden
    Regionalität – eine Lösung?
    Bilanzen sind blind für echte soziale und ökologische Vorgänge!
    Komplementärwährungen: Im Geldsystem schlummert noch viel Potenzial
    Was zu tun ist!
    Quellenverzeichhnis
    Endnoten
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